Für die AS Eupen ist das Daknam-Stadion von Lokeren kein gutes Pflaster. Wo die Schwarz-Weißen 1974 den Aufstieg in die 1. Division verpassten und auch in den meisten Spielen danach nur selten glänzen konnten, enttäuschten sie auch am Freitagabend. Lokeren gewann verdient 2:1. Eupen beendeten die Partie in Unterzahl.
Nach dem 4:1-Heimsieg gegen Jong Genk konnte man gespannt sein, wie sich die Mannschaft von Cheftrainer Felice Mazzu bei ihrer ersten Auswärtsbegegnung behaupten würde.
Bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Begegnung sagte Mazzu: „In Lokeren erwartet uns eine ganz andere Partie als gegen Jong Genk, wo wir gegen junge Talente gespielt haben. Wir müssen uns diesmal auswärts gegen ein erfahrenes Team behaupten und versuchen, Punkte zu holen. Dazu müssen wir die guten Phasen vom Beginn der ersten Halbzeit und aus unserer zweiten Hälfte gegen Jong Genk bestätigen.“
Eupens Abwehrspieler Rune Paeshuyse steht seit zwei Jahren ununterbrochen in der Startelf. Foto: Patrick von Staufenberg
Eupen startete wie folgt: Hiller – Van Genechten, Paeshuyse, Plastun, Gavory – Marechal, Müller, Nadje, Delaurier-Chaubet – Nuhu, Kikas.
In der 6. Minute war Eupens Torhüter Hiller erstmals gefordert. Bei dessen Parade war zum Glück niemand von Lokeren gefolgt. Drei Minuten später prüfte Pau den Gäste-Keeper.
Nach 20 Minuten war Hiller abermals gefordert. Nach einem Fehlpass von Nadje musste der Schlussmann der AS im Duell mit Mabanza Kopf und Kragen riskieren und klärte per Fußabwehr. Kurz danach verfehlte Lokerens Mazouz knapp das Tor, bevor auf der Gegenseite Lokerens Keeper erstmals einen Schuss (von Nuhu) parieren musste.
Wie schon letzte Woche gegen Jong Genk ließ das Spiel der AS Eupen in dieser ersten Halbzeit viele Wünsche offen. Lokeren dominierte und kombinierte. Nadje versuchte sein Glück mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus – daneben.
Eupen kam nur selten zu Entlastungsangriffen. Schlimmer noch: In der 42. Minute gingen die Gastgeber in Führung durch Lloci, der schneller war als Eupens Torhüter Hiller. 1:0 war auch der Pausenstand. Eupen hatte sich nicht mit Ruhm bekleckert.
Eupens Coach Mazzu musste reagieren, was er auch tat, indem er Kikas durch Simakala ersetzte.Die erste Torchance im zweiten Durchgang hatte aber Lokeren. Zum Glück war Hiller wie immer hellwach. Kurz danach hätte Lokeren fast ein „Tor des Monats“ erzielt, als Vervacke nach einem Eckstoß den Ball volley annahm, aber zum Glück für Eupen nicht das Tor traf.
In der 52. Minute musste sich ausnahmsweise auch der Torwart von Lokeren lang machen bei einem Schuss von Delaurier-Chaubet. In der 75. Minute erhöhte Van Den Bergh mit einem trockenen Schuss ins lange Eck auf 2:0. Die Eupener protestierten, denn sie wollten zuvor ein Handspiel gesehen haben. Nach Video-Überprüfung durch den Schiedsrichter wurde der Treffer anerkannt, 2:0.
Kurz danach machte Eupens Trainer Mazzu von einem „Challenge“ Gebrauch, weil er ein Foulspiel im Strafraum von Lokeren gesehen haben sollte. Der Schiedsrichter war jedoch nach einer weiteren Video-Überprüfung anderer Meinung und ließ weiterspielen. In der 71. Morgen verlor Trainer Mazzu auch seinen zweiten „Challenge“ wegen einer von ihm vermuteten Roten Karte, die nach Ansicht des Unparteiischen aber keine war.
In der 80. Minute kam für Eupen Hoffnung auf, als der inzwischen eingewechselte Vidigal mit einem gezielten Schuss auf 2:1 verkürzte. Kurz danach wäre Eupen fast durch ein Eigentor von Vervacke der Ausgleich gelungen. Stattdessen kassierte Delaurier-Chaubet eine zweite Gelbe Karte und wurde des Feldes verwiesen. Es blieb beim 2:1 für Lokeren.
Diese erste Niederlage werden die Schwarz-Weißen zwei Wochen mit sich tragen, denn am kommenden Wochenende ist Eupen spielfrei (weil die Challenger Pro League in dieser Saison nur 15 Teams hat). (cre)
Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

Wenn Sensibile/QSI – wie übrigens auch Aspire glaubt(e) – man könne in der Pro- oder Challenge League mit 2 Fingern in der Nase was erreichen, wird wieder mal (wie jede Saison), eines besseren belehrt. Diese ganzen, ‚großen Sprüche‘, ohne ein Gefühl zu haben, was abgeht! Lokeren zeigt mit weitaus kleinerem Budget, wie und womit man vorwärts kommt! Sensibile hingegen zeigt auf, das man mit arroganter, vorgetäuschter Bescheidenheit es nicht besser macht als die Vorgänger.
Meilenweit von Titelkandidat entfernt es wird nicht mehr wie Platz 6 bis 10 werden.
Bester Mann war Torwart Hiller das sagt eigentlich schon alles .
Und ewig grüßt das Murmeltier 😂
bwin.tv. Ja genau, punkt tv. Verbot umgangen, alle zufrieden, nächste Frage.
Letztes Jahr noch Anti-Spielsucht-Vortrag im Business Club, ein Ex-Profi erzählt wie er fast draufgegangen ist, alle nicken. Zwölf Monate später klebt der Buchmacher auf dem Trikot. Und dass Wetten beim Klub intern schon mal Thema war, hat man wohl auch vergessen. Oder man braucht das Geld halt.
Das Beste: Der Klub gehört Katar. Und in Katar sind Sportwetten verboten.
Super Beispiel für unsere Kinder und Jugend. Schwarzes Trikot, passt ja.
Unterschätzt und verzockt Herr Trainer
Wenn man erst nach 60-70 Minuten mit Fussballspielen beginnt geht es meistens in die Hose,auch wenn es vorige Woche noch geklappt hatte.Warum mit den Alibi Spielern vom letzten Jahr komplett beginnen ?? und dann nachdem das Kalb versoffen ist die wirklichen Verstärkungen erst bringen ??
Naiv ist wer glaubt, mal schnell eine Mannschaft wie Lokeren wegzuputzen. Objektiv betrachtet hatte Lokeren den Sieg verdient, aber die AS war einem Unentschieden nah. Ich sehe beide Mannschaften nach diesem durchaus ansehnlichen Spiel – mit Chancen auf beiden Seiten – im oberen Tabellendrittel. Die Saison ist noch lang und es wird noch viel passieren.
Ich habe bisher 6 Spiele in der Challenger Pro League gesehen.Ausser Genk und Gent spielen alle andere Mannschaften zur Zeit einen besseren Fussball als Eupen. Es liegt aber nicht am Trainer , sondern am Spielermaterial
Ausser Garcia haben wir in den letzten 10 Jahren keinen außergewöhnlich guten Spieler gehabt. Hier fehlt ein Mann wie Paul Brossel
Kein Top-Spiel von Eupen, aber ein gutes Spiel mit Luft nach oben. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen.
Es ist mir ein Rätsel, warum Kikas immer wieder gesetzt ist – Trainingsleistung hin oder her – obwohl er seit 8 Monaten zeigt, dass er die Erwartungen nicht erfüllt/erfüllen kann. Es braucht einen Stürmer, der wirklich hilft.
Warum man Atteri ziehen lassen möchte, mag zwar seine Gründe haben, ist mir aber trotzdem ein Rätsel, da er immer sehr mannschaftsdienlich gespielt hat und deutlich präsenter auf dem Platz war.
Weiterhin bin ich einfach kein Freund von Nuhu (Fehlpässe, verstolperte Bälle, kein Auge für die Mitspieler…). Er gehört einfach nicht in eine Startelf, könnte aber aufgrund seines manchmal aufblitzenden Instinkts, sicherlich ab und an ein nützlicher Joker sein.
Mal sehen wie die Entwicklungen in den kommenden Wochen sein werden….