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Man stelle sich einmal vor, Donald Trump wäre der Ministerpräsident der DG – was dann? [Zwischenruf]

Donald Trump vor der DG-Fahne. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa - Bearbeitung: OD

Man muss dieses Gedankenspiel ja einmal wagen: Donald Trump wird Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Wobei sich zunächst die Frage stellt, ob er hier überhaupt gewählt würde. Vermutlich eher nicht.

Jeder kennt inzwischen Trumps politische Methoden, seine Art der Kommunikation und seinen ganz eigenen Umgang mit Wahrheit und Realität – schließlich nicht nur aus den Nachrichten. Und selbst wenn manche vielleicht Gefallen an der großen Geste, den markigen Sprüchen und den großen Versprechen fänden – für eine Mehrheit der Ostbelgier dürfte der Trump’sche Politikstil doch eine Zumutung sein.

Aber nehmen wir einmal an, Trump würde tatsächlich Ministerpräsident der DG. Was dann? Dann hätten wir ihn plötzlich nicht mehr auf dem Bildschirm in Washington, sondern vor der eigenen Haustür.

16.10.2025, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump zeigt bei einem Abendessen für Spender, die zum Bau des neuen Ballsaals im Weißen Haus beigetragen haben, das Modell eines Triumphbogens. Foto: John McDonnell/AP/dpa

Spätestens dann dürfte so mancher DG-Bürger feststellen, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob man Trumps Auftritte aus sicherer Entfernung verfolgt oder ob der Mann, über den man sich gerade noch im Fernsehen fremdgeschämt hat, plötzlich für die eigene Gemeinschaft spricht.

Man stelle sich nur die erste Regierungserklärung vor: „Wir werden Ostbelgien wieder groß machen!“ – „Make Eastbelgium Great Again!“ Wahrscheinlich gäbe es noch größere Versprechen und täglich neue Schuldige für all das, was angeblich nicht funktioniert. Vielleicht wäre es die wallonische Regionalregierung, die Föderalregierung, Europa, die Justiz oder die Presse. Hauptsache, irgendjemand ist schuld.

Jede neue Straße wäre plötzlich die beste Straße Europas, jedes neu eröffnete Schulgebäude ein historisches Ereignis und jeder politische Erfolg natürlich persönlich dem Ministerpräsidenten zu verdanken. Und wehe dem, der widerspricht. Kritiker wären schnell keine politischen Gegner mehr, sondern „Feinde Ostbelgiens“. Auf Trumps Truth Social würden täglich Großbuchstaben regieren: MAKE EASTBELGIUM GREAT AGAIN!

21.06.2025, USA, Joint Base Andrews: US-Präsident Donald Trump spricht bei seiner Ankunft auf der Joint Base Andrews in Maryland. Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Natürlich müsste auch das Regierungsviertel in Eupen seinem neuen Regierungschef angemessen sein. Ein einfacher Anbau ans Parlamentsgebäude? Viel zu bescheiden. Trump würde vermutlich einen Ballsaal errichten lassen, und zwar einen richtig großen. Schließlich kann man eine DG-Regierung nicht würdig repräsentieren, wenn man für Staatsbankette, Empfänge und andere große Anlässe weiterhin mit einem überschaubaren Raum im Parlamentsgebäude am Platz des Parlaments, im Ministerium der DG oder in der Residenz des Ministerpräsidenten in der Gospertstraße auskommen muss.

Und die Kosten? Nun, darüber würde man vermutlich besser nicht allzu lange reden. Entscheidend wäre ohnehin: Der Ballsaal wäre natürlich der schönste, prächtigste und mit Abstand beste, den Ostbelgien je gesehen hat. Make Eastbelgium Great Again!

Doch das eigentlich Interessante an diesem Gedankenspiel ist die Reaktion der Ostbelgier. Ich vermute, dass sich fast die Hälfte unserer Bevölkerung schon nach kurzer Zeit ziemlich fremdschämen würde. Nicht unbedingt, weil sie plötzlich ihre politische Meinung geändert hätte, sondern weil es etwas völlig anderes ist, wenn jemand, dessen Auftreten man bisher aus sicherer Entfernung beobachten konnte, plötzlich die eigene Gemeinschaft repräsentiert.

Denn solange Trump in Washington regiert, kann man seine Auftritte fassungslos verfolgen, sich über seine Sprüche wundern oder sich über seine Provokationen ärgern. Wenn er aber Ministerpräsident der DG wäre, würden vermutlich selbst diejenigen den Kopf schütteln, die sich heute einen Trump herbeiwünschen, weil sie glauben, mit einem solchen Draufgänger würde in der DG plötzlich vieles besser. (cre)

23 Antworten auf “Man stelle sich einmal vor, Donald Trump wäre der Ministerpräsident der DG – was dann? [Zwischenruf]”

  1. Um Gottes Willen!? Wir sind schon bedient genug hier in der DG! Der unsere hat schon was mit dem Donald gemeinsam:
    Sein Eigenlob, etwa so: wir sind die Besten! Seine Liebe zu den Medien und öftere Präsenz hierdrin, Fotos, lnterviews usw, Schuldenmache u a.
    Heut zutage ist sovieles Invers in der Politik, wie noch niemals vorher!
    Schwierige Zeiten! Die Bürger und Wähler wissen nicht wem sie noch das Kreuzchen sollten, siehe z Zeit in Deutschland!?
    Viele Versprechungen und Prahlereien, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?
    Soweit haben die’s uns gebracht!?
    Selber Schuld, aber wir leiden darunter!
    Nichts, als alles Hohe Schulden gemacht!?
    Und jetzt knallt es, zu spät!?

    • Einer aus dem Volk

      Walter B.: HILFeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee , Donald Trump als einer der „MP’s“ in Belgien.
      Eine echte HORRORVORSTELLUNG, ich stimme Ihnen zu ! Nur eines, als kleinen Denkanstoss, ist Eurer jetzige MP vergleichbar mit Donals Trump, dass Glaube ich nie, es gibt Global nur drei (3) total Charakter & gewissenlose menschenverachtende Staatsoberhàupter mit tàuschenden demokratischen Anstrich TRUMP- PUTIN -KIM YOUNG UN ! Ob Euer MP fùr die DG und somit fùr die Bevoelkerung gut ist, ist ein
      anderes Blatt aber er steht ganz sicher nicht im Konkurenzkampf um den Ersten Platz in der menschenlebenverachtenden Selbstherrlichkeit !

  2. Im Jahre 2026 nach Christus war ganz Ostbelgien von der MAGA-Bewegung besetzt… Ganz Ostbelgien? Nein! Ein von unbeugsamen Eifelern bevölkerter Teil hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

  3. Kritisch denken!

    Na ja, die Vergleichbarkeit ist nun wirklich nicht realistisch! Trotzdem, der MP und Gefolge machen auch, was sie wollen! Etwas diskreter und mit weniger Einfluss auf die Welt, trotzdem erschreckend!
    Nun hat der MP offenbar entschieden, sich der Öffentlichkeit und der Presse weitgehend zu entziehen! Bereitet er sich schon auf sein Amt bei der EU vor? Abgeschlossen mit der kleinen DG als Sprungbrett?

    Ein Beispiel unter vielen: Affaire von zwei leitenden Beamten des Ministeriums mit umfangreichen Recherchen vor Ort wegen Unterschlagungen! Ein Beamter schon verstorben, der andere lebt munter sein Leben ohne Einschränkungen! Wo steht das Verfahren, was ist seitdem passiert?

  4. Guido Scholzen

    vergleichen wir mal:
    1. unser Oberbürgermeister übertreibt auch permanent und nennt sich Ministerprädident.
    2. Die Bauwut hat sich Trump in Eupen angeschaut. Er war neidisch und will nun in Washington loslegen, denn was die Ostbelgier können, können die USA noch besser und größer.
    3. alles, was in Ostbelgien gut ist, hat die DG-Regierung vollbracht, dass weiß doch jedes Kind. 😉🤐

  5. Neneewaa

    Trumpsche Ideen für Ostbelgien
    – Fracking im Hohen Venn
    – Atommüllendlager in Amel
    – Freyenter Wald abholen und darauf Golfplatz
    – Eyneburg wird Disneyland
    – Hiesige bekommen Schusswaffen um sich vor den messerstechenden Migranten zu schützen
    – Dax wird zum Umwelt… oder besser gesagt zum Universalminister ernannt

  6. Nostradamus fragt

    Wir brauchen keinen Trump, wir hatten doch KHL.

    Aber, käme der Trump tatsächlich: WAS WÄRE WENN ?
    – er würde Oli Paasch zur Kollekte nach Kevelaer schicken,
    – Michael Balter zu seinem Stellvertreter ernennen,
    – Bruno Kartheuser brillierte als Pressesprecher
    – den Kulturminister zum Gänsekönig
    – Lydia Klinkenberg müsste vor seinen Grapschpfoten flüchten
    – die Wallonie wäre sofort annektiert
    – die Maas als Straße von Hormus in den Eupener Stadtbach umgeleitet
    – das glühende Venn Grönland angeschlossen
    – Mac Donald mit vier Sterne dekoriert
    – die KAS Eupen an Infantino verkauft
    – im BRF moderierte er „Gut aufgelegt“
    – die Obermöhnen aus Mottesien transferierte er auf die Epstein-Insel
    – der OD-Chefredakteur säße in Schutzhaft wegen Anstiftung zum Putsch
    – am Scheiblerplatz entstünde ein Schießstand
    – die Unterstadt in Kurdistan umbenannt
    – die eingefangene Ministerin avencierte zur First Lady
    – als Hochzeitsgeschenk ein paar neue pinke Ohrringe

    • Eine Arme Socke

      Toll Nostradamus, es geht nichts über Ihre Schlauheit! Allerdings gehlen mir:
      In Mürringen würde die Winterzeit total abgeschafft, damit der Frühling schon ab Herbst starten könnte! Sie würden damit was schneller werden?!
      In St Vith wird nach den vorgesehenen Zusatz-Baustellen am Prümerberg, demnächst aus dem alten Burgruine Gemäuer eine ganz Grosse antike Arena erstehen. Daselbst könnten nach Fertigstellung Wettkämpfe mit Waschbären stattfinden!?

      • Nostradamus

        @ arme Socke , ihr geschwafel über St Vith gehört bald der Vergangenheit an .
        Haben Sie es vielleicht heute Mittag in den Nachrichten entnommen , das die Finanzmärkte Belgien ab Montag fest im würgegriff haben wegen der totalen überschuldung unseres Landes.
        Dann werden die Zinsen nochmal steigen .
        Mit der von Ihnen erwähnten Burgruine in einer Arena verwandeln zu finanzieren , das kann dann vielleicht der Weihnachtsmann berappen.
        Mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit wird dann auch Schluss mit lustig sein mit den DG Zuschüssen für die vor kurzem erwähnten Dorf und Sportinfrastrukturen .
        Dann kommt es wie in Grieschenland , eine abmagerungskur an die fetten Pensionen der alten Staatsmänner , wird auch allerhöchste Zeit .

  7. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Also langweilig würde es mit Donald Trump hier sicher nicht.
    Ja gut, der Luxemburger hätte dann das letzte Mal gelacht, weil Trump hier bei seinem Amtsantritt erklären würde,
    dass Luxemburg ab jetzt, zur DG gehört.
    Wenn Luxemburg damit nicht einverstanden ist, dann lässt Trump hier in der DG Nussknacker herstellen, die an den Löschflugzeugen befestigt werden und er die Nussknacker als Bomben über Luxemburg abwerfen lassen würde.
    Danach würden die Luxemburger sich bestimmt einverstanden erklären und besorgen Trump dafür wiederum, den Friedensnobelpreis.

    Das Lagos Freibad Wasserbecken lässt er von günstigen Arbeitskräften aus dem Osten Europas, für hunderte Millionen streichen ,
    streicht sich selbst die Hälfte der Summe ein und lässt im Anschluss sofort Wasser einfüllen.
    Er würde dann schon einen Verantwortlichen finden, den er dafür verklagen und finanzielle ruinieren kann, wenn die Farbe bröckelt.

    Das hohe Venn würde Trump im Sommer sicher anzünden, damit danach ausreichend Platz für sein Golfplatz Rasen entsteht.
    Muss man verstehen, Uschi würde ihn mit seinen eigenen Golfschläger und zwei Golfbällen schlagen wollen . Die Fahrer der Krankenwagen Eupen 1 und Eupen 2 würden dabei zusehen und Fotos an Ostbelgien direkt Senden .

    Das Parlament der DG kehrt er weg, indem er es stürmen lassen würde, die dort beschäftigten nach Grönland Ausfliegen lässt und diese erst zurückkommen dürfen, wenn Sie alles zur Übernahme dieses Landes vorbereitet hätten.

    Außer Balter und seine Truppe.
    Die würde er nach Kuba ausfliegen lassen, weil dort eben schöneres Wetter sein sollte .

    O.P. müsste bleiben um sich um Trumps 3. Amtszeit zu kümmern.
    Wenn er es verweigert, wird er in die USA ausgeflogen, um die Leitung der Raumpflegerinnen des Weißen Hauses zu übernehmen.
    Ansonsten würde es hier keine großen Veränderungen geben, außer dass wir auf dem Wertplatz das Atomium stehen haben wüden , welches Trump von Brüssel nach Eupen transportieren lässt.
    Auch mit einer neuen Währung, nur für die DG und des ehemaligen Luxemburgs wäre zu rechnen.
    Auf jedem Schein und auf jeder Münze ist dann allerdings nur seine neue Frisur zu begutachten, weil er doch etwas zugenommen hat und man auf den Rest, wegen Platzmangel verzichten würden müsste.
    Das Gericht in Eupen fällt Trumps Ballsaal zum Opfer, es sei denn die dort Beschäftigte Justiz würde es schaffen, den Europäischen Gerichtshof zu zerschlagen.
    Die Autobahn E40 zwischen Lichtenbusch und Eupen, würde allerdings bis zum Ende der dritten Amtszeit von Donald Trump, für den Verkehr in beide Richtungen, gesperrt bleiben.
    Damit sein erhaltenes Geschenk, mit der Artikelnummer:《747》 über ausreichend Platz bei den Landungungen und Starts zur verfügen stehen würde.
    Fast vergessen hätte ich : Das Trump die AS Eupen nur Dulden würde, wenn jeder Spieler, mindestens zehn rote Karten im Leben erhalten hätte.

    Alles in allem, würde sich also kaum etwas verändern, wenn Trump der Ministerpräsident der DG sein würde 😉

  8. Ich werde sagen das es viel besser wäre dann mit diese korrupte regierung mit 56 Ministers die nie ein Cent beitragen, aber nur Uns die arbeiten, auf rente sind, behinderd, und die kranke. Mit Trump wurde Geld in die kasse sein, weil in sein Land mussen Menschen keine Steuer mehr bezahlen auf ihr eigentum, und hier wird es immer mehr und nie Geld in die Kasse. Ich bin Trump, schade das die Demokraten noch immer für die Illegalen sein und die Veteranen auf die Strasse schlagen mussen. Er reingingt denn dreck das Biden und cie hintergelassen hat. Aber dafür kein Danke bekommen.

  9. Der Patriot

    Trump als Minister der DG und es gäbe Zucht und Ordnung im Ministerium.

    Paasch schickt er ins Arbeitslager nach Weißrussland, T. Lennartz als Toyboy nach Nord Korea, usw.
    also jeder bekäme dass was er verdient.

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