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Rote Teufel starten heute Abend in eine neue Ära – Feuertaufe für Mark van Bommel als Nationaltrainer

Mark van Bommel während einer Pressekonferenz in Tubize. Foto: Belga

Die Nations League beginnt für Belgien mit einem neuen Nationaltrainer – und Mark van Bommel befindet sich damit in prominenter Gesellschaft. Auch Deutschland mit Jürgen Klopp, die Niederlande mit Xavi, Italien mit Roberto Mancini und Frankreich mit Zinédine Zidane gehen mit neuen Trainern in die Liga A.

Während Klopp und Xavi bereits am Donnerstag ihre Debüts gaben, beginnt für Van Bommel die neue Aufgabe heute Abend in Rom.

Für Van Bommel ist die Partie von heute Abend gegen Italien (20.45 Uhr / live auf RTL-TVI und vtm) die Feuertaufe als belgischer Nationaltrainer. Auf Klubebene arbeitete Van Bommel unter anderem beim PSV Eindhoven, beim VfL Wolfsburg und bei Royal Antwerp. Nun soll er Belgien durch die nächste Phase des Umbruchs führen.

– Zwischen Erfahrung und Erneuerung: Van Bommel hat bei seinem Amtsantritt eine klare Richtung vorgegeben. Belgien verfüge über „herausragende Spieler und enormes Potenzial“, sagte er. Seine Mannschaft solle diszipliniert, ehrgeizig und mutig genug sein, um sich mit den Besten zu messen.

Kevin De Bruyne bei einer Pressekonferenz. Foto: Andrew Destin/AP/dpa

Das ist ein anspruchsvoller Auftrag, denn die belgische Nationalmannschaft befindet sich weiterhin im Umbruch. Kevin De Bruyne bleibt mit 35 Jahren ein kreativer Bezugspunkt. Auch Youri Tielemans und Romelu Lukaku gehören zum erfahrenen Gerüst. Gleichzeitig sollen Spieler wie Romeo Lavia, Nicolas Raskin, Joaquín Seys, Nathan Ngoy, Diego Moreira und Charles De Ketelaere zunehmend Verantwortung übernehmen.

Genau diese Mischung muss Van Bommel zusammenbringen: die Erfahrung der etablierten Kräfte und die Dynamik der jüngeren Generation.

– Thibaut Courtois lässt die Nations League aus: Courtois will die Nations League auslassen und erst wieder für die EM-Qualifikation zur Nationalmannschaft zurückkehren. Damit dürfte Senne Lammens die Chance bekommen, sich als belgische Nummer eins zu empfehlen.

28.03.2026, USA, Atlanta: Belgiens Charles De Ketelaere. Foto: Mike Stewart/AP/dpa

Der Torhüter von Manchester United steht dabei vor einem besonderen Comeback. Im WM-Viertelfinale gegen Spanien hatte Lammens nach seiner Einwechslung für den verletzten Courtois in der Schlussphase einen Distanzschuss von Pau Cubarsí nicht festhalten können; Mikel Merino verwertete den Abpraller zum entscheidenden 2:1. Nun deutet vieles darauf hin, dass Van Bommel dennoch auf Lammens setzt.

Die belgische Startelf könnte wie folgt aussehen: Lammens – Castagne, Ngoy, Mechele, Seys – Lavia (Raskin), De Bruyne, Tielemans – Lukebakio, De Ketelaere, Moreira.

Die Elf verbindet Erfahrung und Jugend. Castagne, Mechele, De Bruyne und Tielemans bringen internationale Routine mit, während Lammens, Ngoy, Seys und Moreira für die nächste Generation stehen.

Mit Dodi Lukebakio, Charles De Ketelaere, Diego Moreira und Patrick Godts könnte Van Bommel zunächst auf eine bewegliche Offensive setzen. Rekordtorschütze Romulu Lukaku dürfte wie schon bei der WM eine Jokerrolle haben.

Für Belgien ist der Auftakt zugleich der Beginn eines anspruchsvollen Programms: Nach Italien treffen die Roten Teufel am Montag in Brüssel auf Frankreich, bevor die Türkei in Lüttich zu Gast ist und am 5. Oktober in Paris das Rückspiel gegen die Franzosen stattfindet. (cre)

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