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Ab 1. November neue 2-Euro-Gebühr für Importe in die EU – Gegen Flut von Billigpaketen

Mitarbeiter eines Logistikterminals bei der Beförderung von Fracht für den internationalen Handel. Foto: Shutterstock

Für Millionen im Internet bestellte und in die EU eingeführte Produkte werden künftig zwei Euro mehr fällig. Eine entsprechende neue Bearbeitungsgebühr gilt ab 1. November für Importe aus Drittländern wie China oder den USA, wie aus einem Dokument der Europäischen Kommission hervorgeht.

Für die Zahlung sind nach Angaben der EU-Staaten die Online-Handelsplattformen zuständig – also nicht etwa die Endverbraucher in Europa. Erhoben werden soll sie von den nationalen Behörden. Die neuen Regeln dürften etwa Online-Händler wie Shein, Temu, oder AliExpress betreffen.

Mit der Gebühr will die EU gegen die Flut an Billigpaketen vorgehen. Im Jahr 2025 wickelten die europäischen Zollämter nach Angaben der EU-Staaten rund sechs Milliarden Pakete von Onlinehändlern ab. 90 Prozent davon seien aus China in die EU gelangt. Die Abgabe soll die steigenden Kosten durch die wachsende Zahl kleiner Sendungen aus dem Online-Handel decken, etwa die Sichtung und Kontrolle bei der Einfuhr.

04.12.2025, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Paketzusteller sortiert und räumt in einer Zustellbasis von Deutsche Post DHL Pakete in ein Zustellfahrzeug. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Die neue Bearbeitungsgebühr ist Teil einer größeren Zollreform. Weitere Maßnahmen sollen dafür sorgen, den globalen Handel zu erleichtern, Zölle effizienter zu erheben und die Kontrollen von nicht konformen, gefährlichen oder unsicheren Waren zu verschärfen. Unter anderem entsteht eine neue EU-Zollbehörde, die im kommenden Jahr in Lille ihre Arbeit aufnehmen soll.

– Billigimporte seit Juli auch verzollt: Seit Juli wird unabhängig davon auch auf günstige Waren aus dem Ausland Zoll fällig. Pro Warengruppe in der Sendung werden pauschal drei Euro berechnet. Dafür sind eigentlich die Verkäufer oder Importeure verantwortlich. Manche Händler reichen die Zollpauschale aber an Verbraucher weiter, die nun mehr zahlen müssen.

Europaweite Daten, wie sich die Paketzahlen seitdem verändert haben, sind noch nicht bekannt. Nach Frankreich wurden nach Angaben des dortigen Wirtschaftsministeriums in den ersten Wochen bis zu 40 Prozent weniger kleine Pakete eingeführt.

Die Zollpauschale ist als Übergangslösung gedacht, bis 2028 eine neue digitale Plattform zur Abwicklung und Kontrolle an den Start geht und dann alle in die EU importierten Waren ab dem ersten Euro zollpflichtig sind. (dpa)

15 Antworten auf “Ab 1. November neue 2-Euro-Gebühr für Importe in die EU – Gegen Flut von Billigpaketen”

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      WK / Zur Zeit macht es kaum noch Sinn.
      Welche hiesigen Produzenten ?
      Für die Ware die sich in diesen Paketen befindet, gibt es doch hier, kaum noch Produzenten.
      Wir können höchstens damit rechnen, dass die waren jetzt im Gesamtwert um 12 Milliarden Euro pro Jahr steigen werden und auch dementsprechend teurer an uns verkauft werden.

      Es verhält sich wie bei der Lkw-Maut.
      Der Transportunternehmer zahlt diese nicht, sondern streckt sie nur vor.
      Der Endverbraucher ist immer derjenige, der bestraft wird, bei solchen Spielchen.

  1. …
    Für die Zahlung sind nach Angaben der EU-Staaten die Online-Handelsplattformen zuständig – also nicht etwa die Endverbraucher in Europa.
    ….
    /////
    Für alle ökonomischen Analphabeten, diese 2€ zahlt der Endkunde, also wir!!! Die werden halt auf den Preis umgelegt, fertig. Das ist nicht anderes als eine neue „Transportsteuer“ die der Kunde, also wir, zu zahlen haben. Das Stimmvieh ist so was von blöde, es lässt sich immer noch jeden Tag von der Politik belügen….

    • Sparwasser

      Diese Steuer war schon längst fällig. Die zwei Euro tun den Verbraucher nicht weh. Es ist gut, wenn der ganze Schrott aus China etwas eingedämmt wird. Hier landet ein Großteil davon wenige Wochen später auf dem Müllhaufen, der dann wenig umweltverträglich entsorgt werden muss. Es wäre wünschenswert, wenn manche Verbraucher mal ihr Hirn einschalten würden, statt täglich kindischen Kram und sonstigen Blödsinn im Internet zu bestellen.

      • „tun den Verbraucher nicht weh“..
        Doch tut es. Sonst wäre ja keine (wenn auch geringe) Eindämmung erfolgt.
        Viel mehr tut es dem Zoll und Steuerbehöden GUT !

        Ist wie bei Verkehrs-„Vergehen“ (zumindest in DEU). Strafen liegen immer an der Schmerzgrenze. Hoch genug um sich zu ärgern – aber zu wenig, als daß sich ein Anwalt drum kümmern würde.

      • Made wo?

        Na ja, ich sehe die Sache etwas anders : Wenn man beispielsweise Artikel bei amazon bestellt, die ursprünglich aus China, aber auch aus sonstigen asiatischen Ländern nach Europa kommen, diese Artikel aber, und das ist der springende Punkt, in einem Lager dieser Versandriesen in EUROPA praktisch zwischengelagert warde, entfällt diese Steuer. Auf jeden Fall wird diese Gebühr/Steuer, ggffls wenn doch anwendbar, bei amazon bei der Bestellung angegeben und zum Preis hinzugerechnet und der Kunde somit Bescheid weiss und dann selbst entscheidet ob er trotz Gebühr den Artikel in Auftrag gibt. Wie gesagt, das alles folgt direkt und der Paket-Zusteller überrascht niemanden mit der Aufforderung einer Gebührenzahlung.
        Ich kann bei manchem Beitrag hier bei OD weitesgehend nur schmunzeln, die von chinesischem Schrott usw. parlamentieren. Ich habe schon einige Artikel aus dem asiatischen Raum bezogen, und dabei nie ein Problem gehabt; Übrigens wette ich, dass einige Foristen, die das alles hier verteufeln selber einen TV-Apparat, Handy sowie fast sämtliche Geräte aus dem Entertainement-Bereich made Japan – Taiwan- Südkorea etc besitzen?! Es gibt sowieso nur kaum rein europäische Produkte in diesem Bereich. Selbst wenn man in den „Bauch“ etwa von (deutschen) Waschmaschinen sowie anderen elektrischen Haushaltsgeräten schaut, die angeblich „made in Germany“ hergestellt wurden, steht auf irgendeinem Teil dieser Geräte „made in…….) kann jeder sich selber aussuchen.

  2. Alfons van Compernolle

    Es geht schlicht und einfach um Euer Geld! Die waren aus China und den USA sind nicht besser oder schlechter als Waren aus EU.-Landen. Die Qualitàt ist in den meisten Waren identisch met den EU.-Waren, hat man das Produkt und seine Herstellung 1 zu 1 abgekupfert mit geringen Verànderungen.
    Hinzu kommt , dass sehr sehr viele EU.-Produkte wo dann auch noch „Made in Belgium “ etc . deutlich angebracht ist, beim Oeffnen und der Wartung von techn.-Geràten ein Aufkleber vorgefunden wird
    „Produziert in …………..VK.-China“ vorgefunden wird. Aufgrund meiner schweren Herz & Lungenerkrankung bin ich auf die Sauerstoffzufuhr angewiesen. Ich habe 3 davon ( Auto-Wohnzimmer-Schlafzimmer )
    1 Invacare perfecto II , Made in USA -produziert in…….VK.-China , 1 Philips Ever-flo , Made in Nederland-
    produziert in……….VK.-China , 1 abgekupferter Philips Ever-Flo , Made in…… VK.-China und alle drei SauerstoffKonzengratoren kommen aus der gleichen Fabrik in der Volksrepublik China.
    Bei der ersten grossen Revison, diese ich jeweils selber ausfùhre, habe ich die Ersatzteile in den USA und Nederland bestellt und mir wurden 280 US-D bzw. 315 € in Rechnung gestellt und die Ersatzteile kamen per BPost aus den VK.-China ! Vor der 2 Revision habe ich meine Ersatzteile beim Produzenten der Sauerstoffkonzentratoren in China direkt bestellt und die Rechnungen betrugen 2 x 120 € inkl.Porto.
    Die 280 US-D bzw. 315 € Erstateile sind nun Hochwertige und die 2 x 120€ Ersatzteile Billigprodukte obwohl der Hersteller, die Qualitàt und selbst die Verpackung identisch ist?????
    Nein , das einzige was an dieser ganzen Geschichte billig und minderwertig ist die geistige und moralische Inkompete Verwerflichkeit unserer Politiker/innen, welche mit viel Phantasie uns finanziell auspressen wollen , wie Citronen. Minderwertige produkte werden sowohl in China als auch den USA und Europa produziert aber nur vom Kaufpreis auf Minderwertigkeit zu schliessen ist DUMM !

  3. Das geht China am Allerwertesten vorbei, wenn wir hier nicht lieb mit den Chinesen sind, dann werden die Preise auf seltene Erden vielleicht bald erhöht und dann schauen wir mal schön dumm aus der Wäsche, da die Industrie in unseren Gefilden sowieso schon am Boden liegt.
    Meint Europa wirklich, es könnte es sich erlauben sich mit China anzulegen, wie naiv.

    • Schelm, ja seit den achtziger Jahren hat Europa China gestärkt. Und die USA seit den Siebzigern. Zurückrudern ist schwer. Und unsere Grünen schwören auf die Energiewende, aber nach nötigen Erzen schürfen darf man nicht.

      • Alfons van Compernolle

        WK.: Sie haben wohl RECHT, wir in Europa sollten uns WIEDER aus unsere eigenen Wertigkeiten
        konzentrieren, schlussendlich, wenn man die europ. Geschichte einmal betrachtet, kommen die meisten Erfindungen aus Europa und beinhalteten mit der Petenterteilung eine Nakosemedizin.
        Die Fortentwicklungen / Fortschritte wurden dann anderswo gemacht und die nakotisierten Patentinhaber sahen es als Fortschritt an ihre eigenen heutigen Konkurenten, auszubilden !
        Die Chinesen , ich kenne ein paar und ein Freund der nunmehr 20 Jahre in China als Prof. Physik
        arbeitet, bestàttigt es: Sie sind nett und freundlich & hilfbereit, und sie lernen schnell, gut und sehr grùndlich mit einem wachsenden Wissensdurst. Sie produzieren keine minderwertige Billigware, weil sie dieses von uns nicht angelernt bekommen haben, wàhrend ihrer Ausbildung in EUROPA und AMERKIKA. Sie kupfernab, stimmt, sie entwickeln aber auch weiter, siehe Autoindustrie und haben Europa schon lange abgehàngt was Qualitaet und Kaufpreis anbelangt.
        Stimmt die Chinesen haben „seltene Erden“ , sonst aber nicht alzuviele Notwendigkeiten und dafùr eine geniale Problemloesunf gefunden, welche man in Hamburger Hafen,in Antwerpener Hafen und in Genter Hafen direkt sehen kann. Sie kaufen sàmtlichen Schrott und elektronischen Altmùll auf , exportieren diesen nach China. 12 Monate spàter koennen wir diesen dann in Form von Smartphons / TV und diverses andere, auch AUTOS, in Europa kaufen.
        Mir hat auch noch nie jemand einsehbar erklàren gekonnt, warum meine Kartoffeln aus Polen oder der Ukraine sehrviel billiger sind , als wenn ich 3 km von mir entfernt die von Bauer Oscar B. produzierten Kartoffeln im Gemùseladen 800m von meiner Wohnung entfernt kaufe.

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