Politik

Die Staatsverschuldung steigt rund um den Globus

Erdrückende Schuldenlast. Zeichnung: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI) · Daten: Eurostat

Ein Weltschuldencrash in naher Zukunft ist unwahrscheinlich, doch an den Finanzmärkten wächst die Sorge. Die Bürger bekommen die Folgen auch ohne ganz große Krise zu spüren.

Die Staatsverschuldung der führenden Wirtschaftsnationen wird nach einer Prognose der Industrieländerorganisation OECD in diesem Jahr einmal mehr einen Rekord erreichen. Damit wachsen auch die Sorgen in der Finanzwelt.

Besorgnis löst vor allem der rasante Anstieg der US-Staatsverschuldung aus, die im August die Marke von 40 Billionen Dollar (rund 34,87 Billionen Euro) überschritt. Doch sind die USA keineswegs allein.

– In den USA Tag für Tag sechs Milliarden Euro neue Schulden: Seit 2007 hat sich die Staatsverschuldung der 38 OECD-Staaten verdreifacht: von 22,5 Billionen Dollar im Jahr 2007 auf 61 Billionen Dollar im Jahr 2025. Eine maßgebliche Ursache liegt in Washington: Die Verbindlichkeiten der USA sind in diesem Zeitraum von 9 Billionen auf 40 Billionen Dollar gestiegen. Im Schnitt mehrt sich die amerikanische Schuldenlast Tag für Tag um über sechs Milliarden Dollar, wie aus den Daten des US-Finanzministeriums hervorgeht.

Zum Vergrößern Grafik anklicken. Quelle: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI) · Daten: Eurostat

„Die Schuldendynamik in den USA ist besorgniserregend“, sagt Björn Griesbach, Chef der Kapitalmarkt- und makroökonomischen Forschung bei der Allianz Investment Management, einer Tochter des Münchner Dax-Konzerns. Die Allianz zählt mit einem verwalteten Vermögen von über zwei Billionen Euro zu den großen Kapitalanlegern auf dem Planeten.

Das US-Haushaltsdefizit dürfte in diesem Jahr bei rund 5,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen, sagt Griesbach, nahe historischen Höchstständen außerhalb einer Rezession. „Käme es zu einem konjunkturellen Einbruch, würde sich das Defizit nochmals deutlich ausweiten, ein Risiko, das ähnlich auch für Frankreich, Italien, Deutschland und Japan gilt.“

Die absoluten Zahlen lassen die Lage allerdings dramatischer aussehen, als sie ist. Denn sie berücksichtigen weder Inflation noch Wirtschaftswachstum. Üblicherweise setzen Ökonomen daher die Staatsschulden in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).

In dieser Hinsicht sieht der Anstieg der US-Verschuldung etwas weniger furchteinflößend aus. Seit 2016 ist auch das US-BIP von 19 auf 32 Billionen Dollar gewachsen, wie Griesbach sagt. „Das hat geholfen, dass die Verschuldungsquote lediglich von 107 auf 124 Prozent gestiegen ist.“

– Ein globales Phänomen: In Relation zum BIP steht seit vielen Jahren Japan mit einer Schuldenquote von über 200 Prozent weltweit an der Spitze, wie beim Internationalen Währungsfonds (IWF) nachzulesen. „Die Entwicklung ist in der Tat ein globales Phänomen“, sagt Allianz-Ökonomin Katharina Utermöhl. „Neben den USA sind insbesondere Japan, Frankreich, aber auch Deutschland zu nennen.“ Der Verschuldungsgrad der Bundesrepublik ist mit knapp 65 Prozent im globalen Vergleich nach wie vor niedrig, aber die Neuverschuldung ist hoch.

Zum Vergrößern Grafik anklicken. Zeichnung: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI) · Daten: Eurostat

Besonders eindrucksvoll wächst die Verschuldung auch in China: Gemessen am Wirtschaftswachstum hat sich die dortige Staatsverschuldung laut IWF innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt: von 50 auf voraussichtlich knapp 107 Prozent des BIP Ende dieses Jahres. Gleichzeitig ist die Verschuldung des Privatsektors – ohne Banken – 2025 auf eine extrem hohe Quote von 313 Prozent gestiegen. Chinas Exportoffensive ist auf Pump finanziert, viele Firmen schreiben rote Zahlen.

– Es gibt keinen fixen Grenzwert für die Gefahr: Doch wie gefährlich ist diese Entwicklung? „Es gibt für die großen Volkswirtschaften keine Richtwerte, aus denen Ökonomen ableiten könnten, ab wann der Verschuldungsgrad wirklich problematisch wird“, sagt der Ökonom Peter Bofinger. „Japan ist das Beispiel für ein Land, das über Jahre mit einer Schuldenstandsquote von 200 Prozent und mehr leben kann.“ Der Großteil der durch die Verschuldung erzeugten liquiden Mittel werde von den Japanern gekauft und auch in Japan angelegt.

Ein Problem entsteht nach Bofingers Worten, wenn ein Land in einer fremden Währung verschuldet ist, oder das Geld aus dem betreffendem Land abfließt, die Währung abwertet und Inflation folgt. „Für die USA wäre es eine kritische Situation, wenn die globalen Investoren, die bisher den Dollar für eine sichere Anlage halten, Angst bekämen“, sagt der Wissenschaftler. „Das ist das Risiko.“ US-Anleihen gälten bisher im globalen Finanzsystem quasi als absolute Sicherheit.

– Vertrauen in die USA nicht mehr unbegrenzt: Doch gibt es ein Indiz, dass das Vertrauen in die USA keineswegs unerschütterlich ist. Im August stieg die Verzinsung zehnjähriger US-Anleihen auf fünf Prozent, den höchsten Stand seit 2007, dem Jahr vor der globalen Finanzkrise. „Die hohen Zinsen für US-Staatsanleihen zeigen, dass auch für die USA die Bäume nicht in den Himmel wachsen“, sagt Bofinger.

Die fiskalische Dynamik sei in einigen Ländern sicher bedenklich, meint Henning Potstada, Mitglied der Geschäftsführung bei der DWS. Der Vermögensverwalter der Deutschen Bank zählt ebenfalls zu den Schwergewichten des Finanzmarkts. Die USA hätten allerdings strukturelle Vorteile. Potstada nennt unter anderem den Dollar als globale Leitwährung, das hohe Potenzialwachstum der US-Wirtschaft und die Energieunabhängigkeit.

16.09.2026, USA, New York: Auf Bildschirmen im Handelssaal der New Yorker Börse Finanzdaten angezeigt. Foto: Seth Wenig/AP/dpa

Zudem haben frühere Sorgenkinder wie Italien, Spanien oder Griechenland ihre Schuldenstände reduziert. Die fiskalische Dynamik in den USA sei zwar besorgniserregend und Besserung schwer zu erkennen, sagt Potstada. „Bis zu einer Weltschuldenkrise ist es aber noch ein langer Weg.“

Für die meisten Menschen auf der Welt ist der Schuldenstand ihrer jeweiligen Regierung eine abstrakte Angelegenheit ohne Bezug zum Alltag. Wenn die große Katastrophe in naher Zukunft nicht zu befürchten ist, kann die Entwicklung Normalbürgern am Ende schnurzegal sein? Nein, denn die Folgen sind sehr wohl zu spüren.

Wachsende Schulden bedeuten steigende Zinszahlungen. Dieses Geld fehlt den Regierungen anschließend, sei es für Investitionen, Wohnungsbau oder Sozialleistungen. So werden sich nach Berechnung des Ifo-Instituts die Zinszahlungen der Bundesregierung bis 2030 von 50 Milliarden auf 100 Milliarden Euro im Jahr verdoppeln.

Regierungen könnten Ausgaben kürzen und/oder die Steuern erhöhen, doch beides ist unpopulär. Bleibt eine dritte Lösung, die direkt zu Lasten der Bürger geht: Erhöhte Inflationsraten, die den Wert des Geldes und der Schulden gleichermaßen mindern. „Signifikante fiskalische Einsparungen oder Steuererhöhungen sind in kaum einem Land zu erwarten in Anbetracht anstehender Wahlen und steigenden Populismus“, sagt Allianz-Ökonomin Utermöhl. „Langfristig scheint also ein Weginflationieren der Schulden auf dem ein oder anderen Weg die einzige Lösung.“ (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

66 Antworten auf “Die Staatsverschuldung steigt rund um den Globus”

  1. Argentinien macht vor wie man die Staatsschuld in nur einem Jahren (fast) halbiert. 2023: Schuldenquote bei rund 154,6 % des BIP. 2024: Rückgang der Quote auf etwa 84,7 % des BIP. Javier Milei hat diese Reformen aus der Position einer Minderheitsregierung angestoßen und sein Kurs wurde bei den letzten Wahlen vom Wähler bestätigt! Afuera! mit all den unnötigen Behörden und Ministerien! So saniert man einen Staat!

    • Und 2022 waren es ca. 80%… was sagt das jetzt aus? Das einzige, was in Argentinien sicher ist, sind enorme Inflation, Wechselkursschwankungen und Zockerei.

      Der Grund für die weltweit steigenden Staatshaushaltsdefizite sind steigende Ungleichheit im Vermögen. Beginnend mit der Reagen/Thatcher Liberalisierung wird ein immer grösserer Teil des BIPs aus Vermögen erwirtschaftet, auf welches prozentual weniger Steuer und Abgaben fällig sind als bei Arbeitseinkommen. Da das Arbeitseinkommen in Prozent des BIP seit 1980 abnimmt, läuft auch immer weniger Geld in die Staatskassen, was dann zu den Defiziten führt.
      Lohndeflation ist also der Hauptgrund. Bevor man das nicht verstanden hat, bringt es gar nichts über Lösungen zu reden.
      Eine einfache Lösung um das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen, wären eine jährliche Vermögenssteuer von ca. 2% auf alle Vermögen (ohne Ausnahmen) und eine Erbschaftssteuer. Die Schweizer haben das verstanden, gar nicht so dumm, die Schweizer…
      Nur ist unsere liberale Politik im kompletten Gegensatz zu diesem Verständnis . Leider… Aber immer mehr Menschen wachen auf.

      • ….
        Eine einfache Lösung um das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen, wären eine jährliche Vermögenssteuer von ca. 2% auf alle Vermögen (ohne Ausnahmen) und eine Erbschaftssteuer.
        …..
        /////
        Hört sich immer gut an, aber werden wir doch einmal konkret. Dieses Jahr verstarb A. Bourseaux, Hauptaktionär vom Kabelwerk, wie wollen Sie denn sein „Vermögen“ besteuern. Mal ganz konkret, jetzt nicht schwadronieren, das Steueramt übernimmt X-% von seinen Aktien im Kabelwerk? Oder was passiert mit den Mio € an Aktienvermögen die weitergegeben werden? Dann mal los, bin gespannt….

        • Oh, das ist gar nicht so kompliziert, da gibt es Verfahren um den Wert des Unternehmens anhand des Umsatzes und des Gewinns zu ermitteln. 30% oder auf wie viel auch immer sich man dann einigt sind dann abzutragen. Da müssen in der Tat Aktien verkauft werden, wenn der Erbe nicht liquide ist, das bringt aber auch mal neuen Schwung in den Laden. Es gibt aber auch Möglichkeiten die Steuer über Jahre oder Jahrzehnte zu strecken. Ist sicherlich nicht für jeden Betrieb förderlich, aber das Vermögen unversteuert weiterzugeben über Generationen ist für das Geldsystem noch schlechter, da es einfach in eine Richtung abdriftet wo Geld immer mehr Geld anhäuft. Und die Folgen sehen wir momentan. Bei uns noch bei weitem nicht so schlimm wie in den USA, aber bei uns sind wir auch dran in 10 Jahren, wenn wir nichts ändern.

          • ….
            Da müssen in der Tat Aktien verkauft werden, wenn der Erbe nicht liquide ist, das bringt aber auch mal neuen Schwung in den Laden.
            ….
            ////
            Wissen Sie Salon-Linker was mit den Belgischen Kabelwerken geschehen ist wo die „Aktien verkauft“ wurden? Da ist „richtig Schwung in den Laden gekommen“ soviel dass < 10% der Beschäftigten da heute noch einen Arbeitsplatz haben.

            • Nanana, wegen zu hoher Vermögenssteuern? Oder eher wegen Profitmaximierung und Verlagerung der Produktion ins Ausland wegen zu hoher Löhne in Belgien?
              Wir haben ein Glück in Eupen, dass Ritter Alfred Bourseaux kein Neoliberalist war, und die Gewerkschaften geschätzt hat, sonst wäre Eupen längst dicht und Ritter Alfred Bourseaux fünf mal so Vermögend gewesen wie heute.

          • Nur dass wir uns nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Bourseaux und andere Vermögende, ganz im Gegenteil, die meisten sind sehr respektierte, hart arbeitende Mitmenschen. Ich habe nur etwas gegen unser Steuersystem, welches Arbeit sehr stark belastet und Vermögen nicht so stark. Und Arbeit steht gerade massiv unter Druck durch enorm gestiegene Produktivität, während Vermögen gerade enorm im Aufwind ist. Dann muss man nur die Steuerbasis ändern, und schon ist das Problem gelöst. Das müssen die Meisten nur noch verstehen. Hoffentlich noch bevor ein Bürgerkrieg ausbricht….

            • Corolöres

              In der Tat, Sie sind der typische Salon-Linke, solche Sprüche wie Vermögen im Aufwind und Vermögen muss stärker belastet werden höre ich gerne. Und wie kommen die Leute zu Ihrem Vermögen, ganz einfach, indem sie nicht den Sesselpupser machen, jeden Tag Risiken eingehen und dabei auch voll Schiffbruch erleiden können, und vor allen Dingen dafür sorgen, dass andere ein Essen auf dem Tisch und ein Dach über dem Kopf haben.

            • …
              Und Arbeit steht gerade massiv unter Druck durch enorm gestiegene Produktivität, während Vermögen gerade enorm im Aufwind ist.
              …
              ////
              Nennt sich Produktivitätsgewinn, die Basis jeder sozialen Politik. Mit Ihrer Sicht auf die Wirtschaft liegen Sie daneben:
              https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weber
              Sie sehen die Wirtschaft wie die Gewerkschaften, sind sicher darin aktiv, also teil des Problems. Linke und Gewerkschaften sind Leute die Hühnerfrikassee statt Eier verteilen und dann entsetzt gucken wenn keine Hühner mehr da sind. Nur zu, ganz kräftig die nächste Unternehmergeneration besteuern, ihr schafft das….

              • Nein, mit Gewerkschaften habe ich nichts zu tun. lehne sie jetzt aber auch nicht ab, wie sie. Sie haben eine wichtige stabilisierende Funktion im Kapitalismus. In den letzten 50 Jahren ist durch die Globalisierung und den Neoliberalismus viel Macht hin Richtung Arbeitgeber gerutscht. In den USA besitzen die reichsten 10%, 70% des Vermögens. Vermögen sind zum grössten Teil Immobilien in einer Volkswirtschaft. Das heißt also, dass für die allergrösste Mehrheit der Leute der Lohn nicht mal mehr ausreicht, um eine Wohnung zu kaufen. Das geht nicht, das ist destabilisierend und muss vom Staat/Gewerkschaften ausgeglichen werden, sonst werden sich Zustände wie bei den Webern von oben wiederholen.
                In Belgien sind wir zum Glück noch nicht so weit, wie in den USA, aber bei dem gegenwärtigen Tempo in dem Vermögen an immer kleinere Gruppen von Leuten abfließt, wird es nicht mehr sehr lange dauern.

      • „Und 2022 waren es ca. 80%… was sagt das jetzt aus?“ Die Staatsschulden innerhalb eines Jahres zu verdoppeln ist keine Kunst! Sie zu reduzieren aber wohl! Ja, Argentinien hat weiterhin eine sehr hohe Inflation. Im Mai 2026 lag sie bei 2,1 % gegenüber dem Vormonat und 33,2 % gegenüber dem Vorjahr (über das gesamte Jahr berechnet). Das ist enorm im internationalen Vergleich, aber deutlich niedriger als die mehr als 200 % Jahresinflation Ende 2023. Und wir Europäer verschulden uns gerade massiv, die Inflation wird in der Eurozone steigen! Oder wie sehen Sie das?

        • Das ist schwer abzuschätzen, weil es an so vielen Faktoren liegt. Prinzipiell leben wir in einer deflationären Welt gerade, weil die Produktivität enorm zunimmt und die meisten industriellen Produkte immer billiger werden. Menschen werden für die Produktion immer weniger gebraucht, die Löhne sind also stark deflationär belastet. Allerdings führt das zu Problemen in den Staatshaushalten, die starke Defizite aufweisen. Die Staaten müssen also Schulden aufnehmen, das heißt, neues Geld in Umlauf bringen. Ergo steigt die Inflation.
          Das muss aber nicht sein. Die nicht inflationäre Alternative wären höhere Steuern auf Kapital oder Kapitaleinkünfte, mit denen man dann alle, die keinen ordentlichen Lohn mehr gezahlt bekommen, unterstützen kann.
          Aber die inflationäre Option, bei der das Kapital bei immer weniger Vermögenden ankommt und die arbeitende Masse immer weniger Lohn ausgezahlt bekommt, ist wahrscheinlicher, da stimme ich zu.

          • Das industrielle Produkte billiger werden würde ich so nicht sagen. Es werden immer weniger Personen in der Produktion beschäftigt, aber ein Roboter kostet auch. Aber wir kommen vom Thema ab: der Staat verschlingt zu viel Geld, kassiert immer mehr und produziert noch genauso wie früher, GAR NICHTS! Er setzt die Rahmenbedingungen fest und bediente sich als erstes, danach ist dann der Geldtopf leer und gespart wird bei denen die einzahlen. Wenn ein Staat Geld verschenkt, dann hat er zuviel davon!

            • Haha, die Kapitalisten setzen Roboter ein, damit die Produktion billiger wird. Dadurch erhalten sie mehr Profit, aber werden auch die Produkte durch Konkurrenzdruck billiger. So kommt auch die geringe Inflation, die man misst, zustande.

            • Der Staat erledigt seine Grundaufgaben: Sicherheit, Bildung, Kultur, Infrastruktur, Administration, etc… Und außerdem hat er ein wenig die Lücke gefüllt, die Unternehmen nicht mehr bereit sind zu füllen, nämlich genug Jobs zu schaffen, die entstehen nämlich alle in Asien.
              Jetzt nehmen wir mal an, der Staat würde sein Budget um 10% kürzen (rund 30 Milliarden Euro), dann würden plötzlich ca. 400 000 Menschen in Belgien arbeitslos, oder alternativ, alle Arbeitnehmer hätten plötzlich rund 500 Euro weniger Monatseinkommen. Was würde das machen? Es würde noch mehr Druck auf Löhne entstehen, die Löhne würden noch weiter fallen. Werden deshalb neue Betriebe in Belgien entstehen, nur weil die Löhne hier um 10% gefallen sind? Nein, in China gehen sie für 500 Euro im Monat arbeiten, da werden nicht viele neue Firmen entstehen, wir werden also alle nur ärmer.

              Das ist im übrigen was Deutschland seit Schröder macht. Deshalb werden die im Vergleich zu Belgien auch immer ärmer. Die verstehen das nur nicht… Dumme Deutsche… Aber in Volks- und Geldwirtschaft waren die noch nie gut, sonst wären die nie dem Euro beigetreten.

  2. Man spricht immer nur über die Staatsverschuldung. Die Verschuldung der Unternehmen und der privaten Haushalte wächst doch auch. So ist das Geldsystem. Das bei letzteren die aktuellen Schuldner sich abwechseln und beim Staat nicht, liegt daran, dass es keinen anderen Staat gibt.

  3. Was den meisten nicht bewusst ist, oder was sie nicht verstehen (wollen), unsere Sozialsysteme haben kein Einnahmenproblem sondern Ausgabenproblem!
    /////
    Les recettes annuelles générées par les cotisations sociales en Belgique (hors subventions de l’État et financements alternatifs) s’élèvent à un montant estimé entre 76 et 83 milliards d’euros par an collectés auprès des travailleurs et des employeurs.Si l’on englobe la totalité du budget de la sécurité sociale (en y ajoutant le financement alternatif basé sur la TVA, les taxes, et les dotations de l’État), les recettes totales atteignent plus de 130 milliards d’euros par an.
    /////
    Und jetzt? ein Gemeinwesen welches mit 130 Mrd.€ im Jahr nicht klar kommt, kommt auch mit 230 Mrd. € im Jahr nicht klar!! Es ist wie mit dem Wurstvorrat des Hundes, egal wieviel in die Kasse kommt, am Ende haben die Politiker IMMER mehr ausgegeben als eingenommen, um sich Wählerstimmen zu kaufen. Ich sehe es in einigen Privathaushalten im meinem Umfeld, auf die Bemerkung „ihr habt ein Ausgabenproblem, kein Einnahmenproblem“ wird mit Zornesausbrüchen reagiert….

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Unser # Dax ist nun mal der Meinung , dass die Verschuldung, durch die Sozialausgaben zustande kommt.
      Er möchte aber nicht berücksichtigen, dass die Ausgaben für Soziales, durch die Parteien entstanden sind, die er mag, oder haben möchte.
      Am Tag, an dem seine Kinder oder Enkel, auf das bedingungslose Grundeinkommen angewiesen sind, wird er aber seine Meinung ändern.

    • Dax,
      das „Auskommen“ kritisieren, ohne zu prüfen, woran wieviel ausgegeben wird ?
      In 2025 flossen ca. 152 Milliarden in die soziale Sicherheiit, schliesslich aber wurden aber ca. 400 Millionen mehr ausgegeben. Die eigentlichen Beiträge beliefen sich auf nur 85 Milliarden, der Rest kam aus anderen staatlichen Quellen.
      Man kann natürlich versuchen, die Ausgaben auf die erhaltenen Beiträge zu begrenzen.
      Dann gibt’s zwar keine Schulden mehr – aber auch keine soziale Sicherheit…

      • ….
        Dann gibt’s zwar keine Schulden mehr – aber auch keine soziale Sicherheit…
        …..
        /////
        Wenn der Anspruch sich auf die Personengruppe beschränkt die Einzahler sind, dann gibt es auch keine Probleme auf der Ausgabenseite.

      • …
        Die eigentlichen Beiträge beliefen sich auf nur 85 Milliarden, der Rest kam aus anderen staatlichen Quellen.
        ….
        /////
        „andere staatliche Quellen“ Sie Spassvogel, wer speist denn dies „Quellen“? Es sind immer dieselben…
        Ihre Sprüche erinnern mich an den Eupener Kommunalpolitiker der schon vor 40 Jahren mit dem Satz hausierte „Es sind staatliche Zuschüsse, es kostet der Stadt nichts“. Das ist so als wenn ich meine Frau frage „was hast du da wieder gekauft“? und als Antwort bekomme „das Geld kommt vom Sparbuch, nicht aus der Haushaltskasse, es kostet dich also nichts…“ Sie verstehen? Sicher nicht….

  4. #Hugo Egon Bernhard von Sinnen
    „Er möchte aber nicht berücksichtigen, dass die Ausgaben für Soziales, durch die Parteien entstanden sind, die er mag, oder haben möchte.“ (Im Kommentar an #Dax)

    Parteien die er gerne mag oder „haben möchte“, diese haben Ausgaben für Soziales hochgejubelt?
    Um welche Parteien handelt es sich?

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      # Frage / Na ja , Ich kann mich erinnern, dass er ziemlich begeistert gewesen ist, als der dahergelaufene Friedrich in die Fußstapfen von Olaf getreten ist. Zu dem Zeitpunkt, hatte er tatsächlich geglaubt dass sich jetzt alles ändern würde. Hat es ja eigentlich auch, nur eben zum Negativen.
      Diese Enttäuschung hat er allerdings auch schon zum Ausdruck gebracht.
      Allgemein sieht er aber die Unkosten für Soziales als den Unkostenfaktor Nummer eins, welcher eben durch solche Parteien oder Mitglieder der CDU entstanden ist. Die Rüstungsindustrie kann doch auf Dauer, nicht wirklich für Wohlstand sorgen, oder ?
      Da hätten wir einerseits die Uschi und andererseits, nun mal, den daher gelaufenen Friedrich, die genau auf dieses Pferd durch Provokation und Kriegstreiberei setzen.
      In punkto Energie fragen, belügt er sich ja auch gerne selbst, wenn man die Gesamtkosten und Risiken von AKWs in Betracht zieht.
      Billiger würde es für den Endverbraucher, auf Dauer gerechnet, jedenfalls nicht.
      Man hat doch allgemein ein Problem bei der deutschen Regierung durch Selbstbetrug.

      Man weiß beispielsweise genau, dass für die Elektrifizierung des Schwerverkehrs, der Strom so oder so nicht reichen wird.
      Und daran kann man erkennen wie korrupt man von Regierungsseite sein kann .
      Denn es geht sich ausschließlich um die Verkaufszahlen, der neuen Zugmaschinen.
      Wenn man so weitermacht, fehlt irgendwann sogar das Toilettenpapier, weil die Transportunternehmen nicht liefern werden können. Wenn die Unternehmen schlau sind, behalten die sich mindestens 50% der guten 6 Zylinder Diesel Flotte, auch wenn die Angebote für die Elektro Zugmaschinen noch so verlockend sein werden.
      Denn ohne Strom, gibt es auch keine Fortbewegung. Und der Strom wird nicht nur knapp, sondern unmöglich zu produzieren sein, um alle Fahrzeuge des Schwerverkehrs damit zu versorgen.
      Die Idee ist an sich nicht schlecht, aber die Energieform die dazu benötigt würde ist noch nicht auslieferungsbereit.
      Jahrelanges basteln ohne Resultate, ist eben enttäuschend für die ITER = Internationale Tokamak-Versuchsanlage für zukünftiges Fusionskraftwerk. Oder für die Wendelstein 7X=Deutsche Stellarator-Versuchsanlage für zukünftiges Fusionskraftwerk.
      Ein Segen wäre es, wenn man wenigstens eins der beiden Projekte für den vorgesehenen Gebrauch nutzen könnte.
      Die Hoffnung sollte man aber nicht aufgeben und Sinn macht es auch, nach anderen Möglichkeiten zu forschen.
      Der Mensch ist erfinderisch, nur zu welchem Zeitpunkt, ist oft überraschend.

  5. Die Staatsschulden, sprich die Kriegskosten, dürfen wir auch noch bezahlen. Danke EU….
    https://www.berliner-zeitung.de/article/ukraine-finanzhilfen-eu-90-milliarden-kredit-vorziehen-reformen-selenskyj-von-der-leyen-10426645
    „Der Krieg wird teurer“: EU prüft Plan B für Selenskyjs Haushaltsloch
    Der Ukraine geht das Geld schneller aus als erwartet. Die EU will die zweite Tranche des 90-Milliarden-Kredits vorziehen und bittet Selenskyj um Nachsicht bei den Fristen.
    …..
    //////
    Diese EU muss WEG!

  6. Alle die glauben wir hätten ein Einnahmeproblem im Staatshaushalt, nein, das Problem liegt auf der Ausgabenseite! Verdoppelt man die „Einkünfte“ der DG was passiert dann? Schuldenabbau? 🤣🤣🤣🤣🤣 Paasch schafft noch 2 neue Ministerposten samt Berater und Dienstwagen, noch 20 Organisationen aus der „Zivilgesellschaft“ wachsen aus dem Boden die unterstützt werden, 10 weitere Burgen werden gekauft und saniert, Energieprämien für alle und alles verteilt, … die Liste ist endlos. Wann soll es genug sein? Wenn alle vollgefressen, kurz vor dem Platzen, wie im Schlaraffenland unter den Bäumen liegen? Es wird nie genug sein, immer wird aus irgendwelchen Gründen noch mehr Geld gebraucht um alle Ungerechtigkeiten der Welt zu beseitigen, das „Klima zu retten“ und alle durch Umverteilung glücklich zu machen. Der EU-EURO Schuldengeldturm wird zusammenbrechen und dann fängt alles wieder von vorne an….

      • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

        # Dax /…….und dann fängt alles wieder von vorne an….

        Eben nicht. Denn am Ende bleiben ein paar Autokraten, die nichts besseres zu tun haben werden, als uns zu erpressen und uns die Schuld für die kommenden regierungskatastrophen selbst in die Schuhe zu schieben.

        • @ Hugo Egon Bernhard von Sinnen
          Womit sollen die „Autokraten“ uns denn erpressen ?
          Und was bringt es den „Autokraten“ uns die Schuld für die kommenden Regierungskatastrophen selbst in die Schuhe zu schieben?
          Alles Fragen , die Sie offen lassen.

            • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

              # Hans L / Ach ?
              Es kann sie niemand dazu zwingen, alle Kommentare von mir zu lesen, aber dann sollten sie auch nicht behaupten, dass ich hier fragen offen lassen würde.
              Wenn Sie einen Papagei suchen, dann sollten sie sich an# Sparwasser wenden.

  7. Wie wäre es, einfach mal nicht weiter Geld aus dem Fenster zu schmeißen? Den Apparatschick abzubauen und Ministerien, sammt Mitarbeiter, zu schließen. Es ist ja sooo einfach Geld von anderen rauszuschmeißen in überteuerte Projekte. Wieso brauchen wir eigentlich so eine große „Verwaltung“ die uns eigentlich hauptsächlich nur, auf den Wecker geht.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern