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Rekord: Dieselpreis überschreitet 2,5-Euro-Marke – Droht im Winter eine Heizöl- und Gasverknappung?

Foto: Shutterstock

Ein herber Schlag für belgische Autofahrer: Ab diesem Dienstag wird der Dieselpreis laut den neuesten Informationen des FÖD Wirtschaft die symbolische und historische Marke von 2,5 Euro pro Liter überschreiten.

An diesem Dienstag wird ein Liter Diesel laut dem offiziellen Preisverzeichnis für Erdölprodukte des FÖD Wirtschaft 2,5010 Euro kosten. Damit übertrifft der Kraftstoff seinen bisherigen Rekord, der im April bei einem Preis von 2,489 Euro pro Liter lag.

Die Ölpreise sind allerdings am Montagmorgen gesunken und haben damit die am Freitag verzeichneten Rückgänge fortgesetzt. Grund dafür war die Hoffnung, dass Saudi-Arabien etwa die Hälfte seiner Rohöllieferungen innerhalb weniger Tage wieder aufnehmen könnte, nachdem diese aufgrund der Unterbrechung seiner Ost-West-Pipeline zum Roten Meer ausgesetzt worden waren.

Der Vorsitzende der linksextremen Partei PTB, Raoul Hedebouw, setzt sich auf einer Kundgebung in Brüssel am 1. Mai 2022 gegen die hohen Energiepreise und spektakulär eine Kraftstoff-Pistole an den Kopf. Foto: Hatim Kaghat/BELGA/dpa

Gegen 8 Uhr (belgische Zeit) fiel der Preis für ein Barrel Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November, der Referenz für den Weltmarkt, um fast 1,3 Prozent auf 102,44 Dollar, was den vierten Tag in Folge mit Kursverlusten bedeutete. Der Preis für ein Barrel nordamerikanischen WTI zur Lieferung im Oktober gab seinerseits um etwas mehr als 1,5 Prozent auf 98,79 Dollar nach.

– „Die Lage ist ernst, wird aber im Auge behalten“: Der föderale Energieminister Mathieu Bihet (MR) versichert unterdessen in Interviews, die am Montag in „Le Soir“ und „De Morgen“ veröffentlicht wurden, dass die strategischen Vorräte und die Rolle Belgiens als Energie-Drehscheibe das Risiko einer Heizöl- und Gasverknappung im Vorfeld des Winters begrenzen würden.

Bihet räumte ein, dass er nur wenig Einfluss auf die Preise habe, die eine Folge globaler Krisen (Iran, Russland, Jemen …) seien, versicherte jedoch, die Versorgungssicherheit im Auge zu behalten. „Was das Gas betrifft, so beobachten wir die Lage ständig gemeinsam mit Fluxys (dem Betreiber des Erdgasfernleitungsnetzes in Belgien, Anm. d. Red.) und stehen in Kontakt mit den Lieferanten, die Gas einkaufen“, versicherte der Minister. Glücklicherweise nehme Belgien eine strategische Position als europäischer Energie-Hub ein.

Zwei Drittel des nach Belgien gelangenden Gases kommen über Pipelines aus Norwegen und dem Vereinigten Königreich. Und nur ein Drittel ist LNG, das aus Russland, Katar und den Vereinigten Staaten stammt. „Die Situation ist besorgniserregend, sie ist ernst, sie wird beobachtet, aber die Lage Belgiens ist so, dass das Land weiterhin gut versorgt bleibt“, fügte der Minister hinzu.

Was Diesel und Heizöl betrifft, so variiert die Lage stark. „Wir verfügen über umfangreiche strategische Vorräte an Erdöl und Raffinerieprodukten, die gemäß unseren Verpflichtungen den Verbrauch von mehr als 90 Tagen decken. Wir sind also für die Zukunft gerüstet“, so Bihet abschließend. (cre)

7 Antworten auf “Rekord: Dieselpreis überschreitet 2,5-Euro-Marke – Droht im Winter eine Heizöl- und Gasverknappung?”

  1. Das ist die Folge des „green deal“ den die Leute jetzt zu spüren bekommen! Diesel und Heizöl sollen, politisch verordnet, bis 2035 vom Markt verschwinden also haben die Energiefirmen nicht weiter in Raffineriekapazitäten investiert bzw. Kapazitäten still gelegt. Nein, es ist nicht die Schuld von Trump, Putin oder sonstigen bösen Mächten sondern die grün verpeilte EU hat den Karren an die Wand gefahren!
    Die KI weiss Bescheid…
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    Seit 2009 wurden 30 der etwa 100 Raffinerien, die in Europa betrieben werden (jede mit einer Kapazität von über 30 kbbl/d oder 1,5 Mt/a), geschlossen oder umgewandelt. Aktuell haben mindestens sieben Raffinerien in Europa einen Transformationsprozess durchlaufen, sich vom Öl abgewandt und in Bio- Raffinierien umgewandelt.
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    Europa richtet sich Grün zu Grunde!

  2. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Das ist seblst verursachtes Leid. Man braucht nur die Sanktionen gegen Russland aufzuheben und schon könnte man genug Öl haben. Ob die westlichen Moralapostel dies begreifen ?

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