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Paasch und Jeholet besuchen Industrieunternehmen Capaul und Mustad in Eupen sowie Mockel in Baelen

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (2.v.r) und der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet (3.v.r) beim Besuch des Unternehmens Capaul in Begleitung von CEO Tom Henkes (l), Geoffrey Joris (Agoria Wallonie) und Jean-Pierre Di Bartholomäus (r), Vorstandsmitglied von Wallonie Entreprendre (r). Foto: Serge Heinen

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) und der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet (MR) haben am Freitag gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Agoria die Unternehmen Capaul und Mustad in Eupen sowie Mockel in Baelen besucht. Im Zentrum des Interesses standen dabei das Know-how der Unternehmen, ihre Investitionen und ihre Entwicklungsperspektiven.

Die Wallonie verfügt über eine besonders vielfältige Industrielandschaft mit großen Unternehmensgruppen, die zu den internationalen Marktführern ihrer Branche zählen, aber auch über ein dichtes Netz innovativer und hoch spezialisierter industrieller KMU.

„Die Besuche bei Capaul und Mustad in Eupen sowie bei Mockel in Baelen veranschaulichen dies auf sehr konkrete Weise“, so Paasch und Jeholet.

Die beiden Minister trafen die Führungskräfte und Beschäftigten der drei Unternehmen, lernten deren Produktionsanlagen kennen und tauschten sich über ihre Projekte, aber auch über die Herausforderungen aus, mit denen sie konfrontiert sind: Innovation, Investitionen, Kompetenzen, Ausbildung, Wettbewerbsfähigkeit und Sichtbarkeit auf den Zukunftsmärkten.

Oliver Paasch (2.v.r) und Pierre-Yves Jeholet (l) zu Besuch im Unternehmen Mockel mit CEO Manuel Reuter (2.v.l) und CEO Antoine Lecoq (r). Foto: Serge Heinen

In Eupen verzeichnet Capaul ein starkes Wachstum: Das auf hochpräzise Zerspanung und Montage spezialisierte Familienunternehmen hat seine Belegschaft seit 2020 von 75 auf 130 Mitarbeiter erhöht und seinen Umsatz von 11 auf 27 Millionen Euro gesteigert. Dieses Wachstum ist vor allem auf die Entwicklung robuster Fertigungsprozesse für die Herstellung von Baugruppen für die Luftfahrt-, Medizin- und Verteidigungsindustrie zurückzuführen.

Ebenfalls seit 1948 in Eupen ansässig, fertigt Mustad Belgium hochpräzise mechanische Bauteile. Das Unternehmen beschäftigt rund 70 Mitarbeiter und verfügt über etwa 60 Maschinen. Es arbeitet hauptsächlich für die Weltmarktführer seiner Branche: Rund 80 Prozent seines Umsatzes entfallen auf den Verteidigungssektor. Etwa 25 Prozent der Produktion werden in die Europäische Union, nach Großbritannien und in die Vereinigten Staaten exportiert.

Mustad Belgium ist Mitglied der Mustad United Group, die in verschiedenen Industriesektoren tätig ist. Die Wurzeln der Unternehmensgruppe reichen bis ins Jahr 1832 nach Norwegen zurück. Seit sieben Generationen wird das Unternehmen vom Vater an den Sohn weitergegeben. Die Entwicklungsambitionen sind groß: Die Gruppe erwägt den Bau eines neuen Werks in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, sobald ein langfristiger Vertrag die notwendige Planungssicherheit bietet.

In Baelen verzeichnet Mockel seinerseits einen deutlichen Anstieg der Produktionskapazitäten. Das auf hochpräzise Zerspanung für die Verteidigungs-, Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie spezialisierte Unternehmen hat seine Belegschaft innerhalb von rund 18 Monaten von 35 auf 50 Mitarbeiter erhöht. Zudem baut es seine Produktionskapazitäten durch die Integration neuer Bearbeitungszentren und die Automatisierung seiner Anlagen weiter aus. Der Erwerb des benachbarten Grundstücks samt Gebäude soll es dem Unternehmen ermöglichen, dieses Wachstum fortzusetzen und die nächsten Entwicklungsschritte vorzubereiten.

Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet (l) und DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (r). Foto: Serge Heinen

„Die Wallonie verfügt über große Unternehmensgruppen, die international führend sind. Unsere Stärke beruht jedoch auch auf einem sehr vielfältigen Netz industrieller KMU. Was wir heute in der Deutschsprachigen Gemeinschaft gesehen haben, sind Familienunternehmen, die über hochspezialisierte Kompetenzen verfügen, investieren, innovativ sind und Arbeitsplätze schaffen. Unsere Aufgabe besteht darin, ihnen zu ermöglichen, weiter zu wachsen und hier vor Ort zu produzieren“, betonte Jeholet.

„Diese drei Unternehmen veranschaulichen die industrielle Dynamik unserer Region. Sie sind hier fest verwurzelt und zugleich auf sehr anspruchsvollen Märkten tätig, die weit über unsere Grenzen hinausreichen. Diese Fähigkeit, zu investieren, innovativ zu sein und qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, ist ein Gewinn für die Deutschsprachige Gemeinschaft und für die Wallonie“, unterstrich Paasch.

Geoffrey Joris, Direktor von Agoria Wallonie: „Die Wallonie verfügt über ein starkes Ökosystem im Verteidigungsbereich, das sich aus großen Akteuren und zahlreichen hoch spezialisierten KMU zusammensetzt. Angesichts der steigenden europäischen Investitionen auf Ebene der Verteidigung bietet sich unserer Region eine echte industrielle Chance. Die Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass die daraus entstehenden wirtschaftlichen Vorteile der gesamten Wertschöpfungskette zugutekommen, einschließlich der KMU. Agoria Wallonie möchte hierzu einen umfassenden Beitrag leisten.“

– Neue Perspektiven im Verteidigungsbereich: „Der Besuch bot auch Gelegenheit, die Perspektiven zu erörtern, die sich aus der Entwicklung der europäischen Verteidigungsindustrie ergeben. Die während des Besuchs vorgestellten industriellen Kompetenzen verdeutlichen das Potenzial unserer KMU, ihre Position innerhalb dieser Wertschöpfungsketten zu stärken“, hieß es abschließend. (cre)

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