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Erklärung der Interkulturellen Dialoggruppe der Stadt Eupen zum Vorfall im Scheiblerpark am 30. August

Der Scheiblerplatz in der Eupener Unterstadt. Foto: OD

Nachdem die Stadt Eupen schon unmittelbar nach dem Vorfall im Scheiblerpark in der Unterstadt am 30. August zur Besonnenheit aufgerufen hatte, hat an diesem Mittwoch die Interkulturelle Dialoggruppe der Stadt Eupen eine gemeinsame Erklärung abgegeben, die „Ostbelgien Direkt“ nachfolgend integral veröffentlicht.

Der Vorfall am 30.08.2026 im Scheiblerpark hat viele Menschen in Eupen tief erschüttert. Ein Mensch ist gestorben, andere wurden verletzt, Familien und Kinder haben dies miterlebt. Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen und ihren Angehörigen.

Als Interkulturelle Dialoggruppe der Stadt Eupen verurteilen wir jede Form von Gewalt ausdrücklich. Mit Sorge stellen wir fest, dass das Ereignis im Scheiblerpark instrumentalisiert wird, um Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder kulturellen Zugehörigkeit pauschal zu stigmatisieren, gegeneinander aufzubringen oder gar zu bedrohen. Gerüchte, Falschinformationen und Hassbotschaften schüren Angst und Misstrauen.

Bei diesem Vorfall handelte es sich nicht um einen Konflikt zwischen Kulturen oder Gemeinschaften, sondern um eine tragische Auseinandersetzung zwischen einzelnen Personen. Die Verantwortung für diese Tat liegt bei den Beteiligten und betrifft nicht eine ganze Bevölkerungsgruppe.

Eupen steht seit vielen Jahren für ein vielfältiges und weitgehend friedliches Zusammenleben. Viele Menschen, Vereine und Gemeinschaften tragen jeden Tag dazu bei. Wir lassen nicht zu, dass ein tragischer Vorfall dieses Miteinander infrage stellt.

Probleme und Konflikte müssen offen angesprochen werden können. Gleichzeitig sind Besonnenheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Informationen unverzichtbar. Sachlichkeit, Respekt und der Wille, einander zuzuhören, sind dabei grundlegende Voraussetzungen.

Gerade jetzt wollen wir Haltung zeigen, miteinander statt übereinander sprechen und dadurch zu mehr Zusammenhalt beitragen.

Die Interkulturelle Dialoggruppe bringt seit 2015 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Kultur- und Religionsgemeinschaften sowie soziale Akteure der Stadt Eupen zusammen.

Mitgetragen von:

  • ACESE V.o.G. Eupen
  • Armenische Gemeinschaft
  • Assemblée Chrétienne Vie Nouvelle en Christ
  • AZ Ephata
  • Baha’i-Gemeinde Ostbelgien
  • Belgisch-Kurdisches Kulturhaus Eupen
  • o.G. Bildung und Kulturverein „Elif“ Eupen
  • Chudoscnik Sunergia
  • Eupener Sportbund
  • Evangelische Kirchengemeinde Eupen–Neu-Moresnet
  • Info Integration
  • International Sports – Cultural Association Vaynakh
  • Kurdisches Kulturzentrum Eupen
  • Miteinander Teilen
  • Orthodoxe Kirchengemeinde der deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens
  • Patenschaftsprojekt der V.o.G. Median
  • Pfarrverband Eupen-Kettenis
  • Ukraïnians in Eupen
  • Viertelhaus Cardijn CAB Integra

sowie von allen im Stadtrat vertretenen Fraktionen und engagierten Einzelpersonen, die an den Aktivitäten der Interkulturellen Dialoggruppe teilnehmen.

Eupen, 16. September 2026

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