AKTUALISIERT – Schluss damit, dass Kinder am Handy daddeln? In der EU könnten soziale Netzwerke künftig erst ab dem Alter von 13 Jahren erlaubt sein. Was plant Brüssel?
Die EU-Kommission will den Zugang zu sozialen Netzwerken für Kinder unter 13 Jahren in den Mitgliedsländern beschränken. „Keine sozialen Netzwerke unter dem Alter von 13 Jahren. Kein eigenes Nutzerkonto unter dem Alter von 15 Jahren“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im EU-Parlament in Straßburg. Worum es geht.
– Heißt das, ein Social-Media-Verbot kommt? Nein, das ist noch lange nicht beschlossene Sache. An diesem Donnerstag hat von der Leyen einen Gesetzestext mit den Details des Vorschlags vorgestellt.

16.09.2026, Frankreich, Straßburg: Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (hinten am Rednerpult), hält bei einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments eine Rede im Rahmen ihrer jährlichen Rede zur Lage der Union. Foto: Jean-Christophe Verhaegen/AFP/dpa
Anschließend müssen sich das EU-Parlament und die Mitgliedsländer damit befassen. Bis es zu einer Einigung kommt und ein Mindestalter tatsächlich eingeführt wird, könnten Monate oder sogar Jahre vergehen.
– Was schlägt die EU-Kommission vor? Eigene Konten auf TikTok, Snapchat, Instagram und Co. sollen für Kinder unter 13 Jahren nach von der Leyens Plänen komplett tabu sein. Die großen Plattformen sehen schon jetzt in ihren Geschäftsbedingungen ein Mindestalter von 13 Jahren vor. Die Internetwächter in Brüssel kritisierten jedoch wiederholt, dass diese Altersgrenze nicht richtig durchgesetzt werde. Das soll sich durch die neuen Vorgaben ändern – die Plattformen sollen in die Pflicht genommen werden.

Auf einem Smartphone wird das Logo der Kurzvideo-Plattform Tiktok angezeigt. Foto: Robert Michael/dpa
Die Beweislast solle umgekehrt werden, sagte von der Leyen: „Die Plattformen müssen beweisen, dass sie sicher sind. Es geht nämlich nicht darum, dass unsere Minderjährigen auf soziale Medien zugreifen. Es geht darum, wann und in welchem Ausmaß wir sozialen Medien den Zugang zu Minderjährigen erlauben.“
Ab 13 Jahren dürfen Jugendliche künftig nach von der Leyens Vorstellung etwas mehr: Dann sollen sie „Mini-Konten“ nutzen dürfen, die von den Eltern eingerichtet und beaufsichtigt werden, mit begrenzten Funktionen und zeitlicher Einschränkung.îl
– Welche Sicherheitsvorgaben soll es geben? Jugendliche ab 15 Jahren sollen dann auch auf soziale Medien zugreifen dürfen und eigene Konten haben können – falls das Design sicher ist. Dies müssten die Plattformen dann nachweisen.
Die EU-Kommission versteht unter „safety by design“ etwa, dass Social-Media-Plattformen keine suchtfördernden Algorithmen haben und Funktionen wie endloses Scrollen oder das automatische Abspielen von Videos deaktiviert sind. Die Online-Angebote sollen demnach Sicherheitsvorkehrungen zum Kinder- und Jugendschutz grundsätzlich „verbaut“ haben. Auch Beschränkungen für Bildschirmzeiten oder andere Maßnahmen zum Kinder- und Jugendschutz zählen dazu. (dpa)
Zuerst Lesen und Schreiben lernen und mit 16 Handy
Das ist gut, ich bin dafùr ! Die Gefahren, welchhe unsere Kinder dort ausgesetzt sind, ist enorm.
Es wàre auch sinnvoll , wenn die Schulen unsere Kinder fortwàhrend den Umgang mit den sogenannten
Sozialen Medien und deren massive Gefahren aufmerksam machen !