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Der Kampf im Cockpit des Flugzeugs von Flydubai: Was wir bisher wissen und was wir noch nicht wissen

02.10.2026, Vereinigte Arabische Emirate, Abu Dhabi: Auf diesem Foto besucht der Kronprinz von Dubai, Scheich Hamdan bin Mohammed bin Rashid Al Maktoum (l), den verletzten indischen Flydubai-Kapitän Smit Machchhar in einem Krankenhaus in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate. Foto: Uncredited/Government of Dubai Media Office/AP/dpa

AKTUALISIERT – Nach der Verhörung des Flydubai-Copiloten sprechen die Behörden in den Emiraten von einem Terroranschlag. Tatwaffe: Die Notaxt im Cockpit. Angeblich war der Angreifer bei Oman Air zuvor suspendiert worden.

Die Untersuchung ist inzwischen von einer zunächst ungeklärten „Auseinandersetzung im Cockpit“ zu einer offiziellen Terrorismus-/Entführungsuntersuchung der VAE geworden. Der Tatablauf ist wesentlich klarer, aber Motiv, mögliche Hintermänner und vor allem die Vorgeschichte und Sicherheitsfreigabe des Copiloten sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Flydubai selbst hält sich wegen der laufenden Untersuchung mit weiteren Einzelheiten zurück.

– Was inzwischen als gesichert bzw. offiziell bestätigt gilt: Betroffen war Flydubai-Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv am 30. September. An Bord waren 174 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Nach einem Zwischenfall im Cockpit wich die Maschine nach Tabuk in Saudi-Arabien aus und landete dort sicher.

02.10.2026, Indien, Neu-Delhi: Dieser Screenshot des YouTube-Kanals von Narendra Modi zeigt den indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi (r) im Gespräch mit dem Flydubai-Piloten Smit Machchhar. Foto: Uncredited/Narendra Modi YouTube Channel/AP/dpa

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate erklärten heute erstmals offiziell, der Copilot habe den Kapitän mit einer Cockpit-Notfall-/Crash-Axt angegriffen und versucht, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen. Die Generalstaatsanwaltschaft bezeichnet das inzwischen als geplanten „Terrorakt“.

Der Kapitän wurde dabei schwer verletzt. Nach eigener Schilderung gelang es ihm trotzdem, die Cockpittür zu öffnen. Passagiere und Besatzungsmitglieder überwältigten den Angreifer; weitere Piloten, die sich als Passagiere an Bord befanden, übernahmen anschließend die Flugzeugführung.

Die Maschine hatte während des Vorfalls einen massiven Höhenverlust. Saudi-Arabien hat eine eigene Untersuchung eingeleitet und arbeitet dabei mit emiratischen Stellen zusammen.

– Woran die Ermittler jetzt arbeiten: Die emiratische Generalstaatsanwaltschaft untersucht ausdrücklich das genaue Motiv des Copiloten,, ob er allein gehandelt hat, ob es weitere Beteiligte oder Unterstützer gab, ob die Tat vorher geplant oder von außen gesteuert wurde, welche physischen und digitalen Spuren die Tat belegen können und wie der Copilot trotz möglicher früherer Sicherheitsbedenken überhaupt als Pilot eingesetzt werden konnte.

Der Verdacht eines Terroranschlags ist damit die offizielle Arbeitsthese der emiratischen Staatsanwaltschaft, aber die Ermittlungen zum Motiv und zu möglichen Verbindungen sind noch nicht abgeschlossen. Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen der offiziellen Einordnung und einem bereits vollständig aufgeklärten Tatmotiv.

30.09.2026, Israel, Tel Aviv: Yaniv Hayun (M), einer der Männer, die dazu beigetragen haben, den Angreifer in dem FlyDubai-Flugzeug auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Israel außer Gefecht zu setzen, wird nach seiner Ankunft am Ben-Gurion-Flughafen begrüßt. Foto: Jamal Awad/dpa

– Die Vorgeschichte des Copiloten: Mehrere US- und internationale Medien berichten unter Berufung auf Sicherheits- bzw. Geheimdienstkreise, der Mann habe zuvor bei Oman Air gearbeitet und sei dort wegen Sicherheitsbedenken suspendiert worden. Dabei soll 2024 bei ihm Material mit extremistischem Inhalt entdeckt worden sein. Diese Angaben sind derzeit Medienberichte und nicht in allen Einzelheiten von den zuständigen Behörden bestätigt.

Das erklärt auch, weshalb inzwischen eine zweite Frage im Zentrum steht: Wie konnte jemand mit einer solchen Vorgeschichte anschließend bei Flydubai als Copilot eingesetzt werden? Genau dieser Punkt dürfte für die laufende Untersuchung zur Sicherheitsüberprüfung relevant sein.
Was noch nicht geklärt ist

Noch keine belastbare öffentliche Antwort gibt es insbesondere auf das konkrete Motiv des Copiloten, ob tatsächlich eine ideologische bzw. terroristische Motivation vorlag oder welche konkrete Zielsetzung er hatte, ob er Mitwisser oder Helfer hatte, warum er trotz der angeblichen früheren Sicherheitsbedenken fliegen durfte, welche Informationen den emiratischen und omanischen Behörden vor seiner Einstellung bei Flydubai vorlagen und welche Rolle die verschiedenen Sicherheits- und Überprüfungsverfahren gespielt haben.

Auch die zunächst verbreitete Darstellung, der Copilot habe den Kapitän mit einem Messer angegriffen, ist inzwischen durch die Darstellung der emiratischen Staatsanwaltschaft überholt bzw. ergänzt worden: Die Behörde spricht ausdrücklich von einer Crash-Axt. (cre)

25 Antworten auf “Der Kampf im Cockpit des Flugzeugs von Flydubai: Was wir bisher wissen und was wir noch nicht wissen”

  1. Josef Nyssen

    Antisemitismus ist wieder erschreckend präsent in Westeuropa ebenso wie im Nahen Osten.
    In Deutschland wurden 2025 fast 9000 antisemitische Vorfälle registriert fast 24 jeden Tag!!! Im Westjordanland und in Gaza zeigen Umfragen bei 97 der Befragten antisemitische Einstellungen.
    Das ist keine Randerscheinung mehr. Juden werden wieder bedroht, beschimpft und für die Politik Israels verantwortlich gemacht.
    Kritik an Israel ist legitim aber Judenhass niemals.
    Dass jüdische Menschen im Jahr 2026 in Westuropa wieder Angst haben müssen, ihre Identität offen zu zeigen, ist ein Skandal. Und wie sieht die Lage in Osteuropa für die Juden aus?

  2. Alfons van Compernolle

    Der Wahnsinn hat keine Nationalitàt , kennt keine Grenzen und die verblendeten Idioten sind ùberall zu finden und zu jeglicher hinterhàltigen charakterlosen Schandtat bereit.
    Relegionen, gleich welche auch immer, waren schon immer , auch in Auftrag der Kirchenleitungen ,
    Grund und Anlass bishin zum Massenmord. Wie war der bekannte Spruch: „Es kann der beste Nachbar nicht in Frieden Leben, wenns dem boesen Nachbarn nicht gefàllt!“ ! Der Unterschied ist, frùher dauerte gleich welche Radikalisierung lange , brauchte viel Zeit , Heute mit der modernen Kommunikationstechnik nur noch ein paar Wochen und findet selbst im Kinderzimmer statt.

    • Alfons van Compernolle, die Probleme im nahen Osten haben mit dem Sieg Großbritanniens über Deutschland und seinen Allierten, darunter das Osmanische Reich, angefangen. Palästina hat damit einen anderen Kolonialherren erhalten. Die Briten haben den Zionisten aus Europa ein zahlenmäßig begrenztes Bleiberecht gegeben. Da sich die zionistischen Einwanderer natürlich nicht wie Jahrhunderte zuvor mit der lokalen Bevölkerung mischen wollten, haben die Reibereien angefangen. Die Radikalisierung hat also vor mehr als hubdert Jahren angefangen.

      Es handelt sich nicht um Religionen sondern um Gemeinschaften. Der schlimme Erste Weltkrieg ist nicht wegen Religion ausgebrochen, sondern weil die deutsche miltärische Elite den Krieg im Wahn des sicheren Sieges vom Zaun gebrochen hat. Der Zweite ähnlich. Dabei sind Siege von Armeen wie die der Anwälte fifty-fifty.

      • Alfons van Compernolle

        WK: Diese Probleme begannen schon vor Christi-Geburt , wenn ich die Bibel, das alte Testament
        richtig verstanden habe. Moses und seine Suche nach dem gelobten Land und auf diesen Wege dann so ein paar andere Volksgruppen mal eben so abgeschlachtet.
        WH I , WK, hatte als Ursache die Ermordung des oesterreichischen Krohnprinzen & dessen Frau, Das Deutsche Reich, war per Beistandsvertrag mit Oestereich zur Hilfe verpflichtet.
        Was dann daraus geworden ist , da haben Sie recht, ein unglaublicher massenmoederischer Weltkrieg I , denn Deutschland & Oesterreich zu recht verloren haben.
        WH II lesen sie doch mal „Mein Kampf“ wurde geplant wegen der vermeindlichen Schande der Bestimmungen des Vers.-Friendsvertrags und an den Glauben an die germanische Herrenrasse ,welche ALLES und JEDEN bei weitem Ueberlegen ist und nicht zum Schluss an der bei den Nazis tief verankerte Wille , Lebensraum im Osten zum notwendigen Fortbestand besitzen zu mùssen.
        Die Deutschen , die NIederlàndischen , die Belgischen und ja auch die Tùrkischen SS.-Devisonen usw usw usw, haben dann das grosse Abschlachten hinter den Fronten der Wehrmacht begonnen UND als Eliteeinheiten des Deutschen Reichs Kriegsgefangene und Widerstandsverdàchtige etc ERMORDET.

        • @Alfons: die Bibel, das AT, ist Märchenbuch. für die Tonne. Moses und seine Geschichte ist Fiktion, aber darauf basiert das ganze Judentum und somit auch das Christentum.
          Zumindest bei Mohammed und Jesus gibt es eine Restwahscheinlichkeit physischer Existenz, welche bei Moses komplett fehlt, das wissen die sekulären Juden auch und dennoch identifiziert sich dadurch ein ganzes Volk.

          • Alfons van Compernolle

            Pierre: Isa ibn Maryam (arabisch ,Jesus ,Sohn Marias) ist eine im Koran erwàhnte Person , die mit Jesus von Nazaret identifiert wird und als Prophet und als unmittelbares Wort Gottes angesehen wird! Die darstellung Jesu im islamischen Schriftentum zeigt enge Gemeinsamkeiten, aber auch bestimmte Unterschiede zu neutetstamentarischen Darstellungen Jesu Christi: Jesus wird im islamischen Schriftentum als Gesandter, ein Prophet angesehen zur Verkùndung des Wort Gottes bezeichnet.
            in der Darstellung der Prophetenbiographie von Ibn Ishag trifft Mohammed bei seiner Himmelreise JESUS im zweiten Himmel: „sodann brachte er mich hinauf in den Himmel und siehe ,da waren die beiden Vettern Jesus,der Sohn der Maria und Johannes,der Sohn des Zacharias.“! Die Wissenschaft (nachweislich) sieht es als erwiesen an, dass Moses wirklich gelebt hat. Es bestehen aber Zweifel daran, das sich die Ereignisse mit welche Moses in Verbindung gebracht / ihm zugeschrieben werden und in der Tora / im Ersten Testamant und im Koran beschrieben werden, genauso zugetragen haben. Moses ist sowohl in der Bibel, als auch in der Tora und im Koran als eine der wichtigsten Personen beschrieben. Nun, in der Physik glauben wir , dass Energie somit auch die menschliche Energie mit dem Tode / Sterben nicht aufhoert zu bestehen, Energie ist beweisbar nicht zerstoerbar, sich aber vereinfacht getippt von der einen in eine andere verwandelt ( Thermodynamik ) !
            Jeder menschliche und tierische Koerper erzeugt in jedem Augenblick seines Lebens
            ca. 20 Watt an elektrischer Energie. Wer will bei dieser wissenschaftlichen Realitaet ernsthaft behaupten , dass nach dem Ableben nicht etwa doch eine wie auch immer
            aussehendes neues bestehen beginnt ?? Ich bin Sozi, finde alte Kirchen, Burgen, Schloesser schoene charaktervolle Bauwerke und ich hoere sehr gerne Bach/Mozart/Hàndel/Thelemann Musik, aber ich glaube nicht an die Wiederauferstehung, wohl aber an der physikalisch nachweisbaren Thermodynamik und eines fortbestehens in gleich welcher Form – Art und weise auch immer !

    • Joseph Meyer

      Ich habe gerade eben gelesen, dass es sich hier sehr wohl um eine false-flag-Operation des Manipulationspaares Netanjahu / Trump gehandelt haben könnte.
      Beide Präsidenten stehen in ihrem Land politisch maximal unter Druck. Mit gefakten Angriffen auf Israel könnte Netanjahu einen Kriegszustand erklären und damit seine Haut retten. Dasselbe bei Trump wenn es einen Einmarsch der US-Armee in den Iran gibt … .
      Es gibt natürlich keine Garantie da etwas dran ist!

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