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0:0 – Deutschland knackt das Griechen-Bollwerk wieder nicht

04.10.2026, Griechenland, Thessaloniki: Said El Mala (l, Deutschland) wird von Manolis Saliakas (Griechenland) gefoult. Foto: Christian Charisius/dpa

Jürgen Klopp hat mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem zweiten Griechen-Frust nicht in die Erfolgsspur gefunden. Eine Woche nach dem 0:1 in Augsburg reichte es im schnellen Rückspiel in Thessaloiniki nur zu einem torlosen Unentschieden.

Der deutsche Bundestrainer kommt damit bei seinem Vier-Spiele-Start in der Nations League nur auf fünf Punkte und rangiert in Gruppe 2 auf Platz drei hinter Niederland und Griechenland. Das würde nicht zum Einzug ins Viertelfinale reichen. Holland gewann gegen Serbien mit 2:1.

Mitte November geht es für Klopp mit den Gruppenspielen in Serbien und zum Abschluss in Berlin gegen die Niederlande weiter. Dann wird der 59-Jährige nicht mehr mit zwei Kadern und etlichen Neulingen experimentieren, sondern mit einem A-Team um Kapitän Joshua Kimmich den Sechs-Punkte-Endspurt anstreben. Der in der Abschlusstabelle womöglich ausschlaggebende direkte Vergleich mit den Griechen bei Punktegleichheit ist schon verloren.

04.10.2026, Griechenland, Thessaloniki: Malick Thiaw (Mitte l, Deutschland) in Aktion gegen Torhüter Konstantinos Tzolakis (r, Griechenland). Foto: Christian Charisius/dpa

Pfiffe und Buhrufe bei der deutschen Nationalhymne setzten gleich eine aggressive Tonlage im Stadion von PAOK Saloniki, das sich allerdings danach nicht als Hexenkessel entpuppte. Die Marschroute von Klopps Elf diesmal nur auf drei Positionen veränderter Startelf ohne Länderspiel-Neuling war klar. Sie hieß: Anknüpfen an das dominante 2:0 gegen Serbien drei Tage zuvor in München.

Da hatte Jonas Urbig im Tor sein Debüt gegeben. Und Bayerns Nummer zwei durfte überraschend erneut ran. Außenverteidiger David Raum sowie die Angreifer Lennart Karl und Jonathan Burkardt waren Klopps Neue in der DFB-Elf. Unverändert gelassen hatte der Bundestrainer das gegen die Serben so spielstarke und entscheidende Mittelfeld-Trio mit den beiden Torschützen Tom Bischof und Florian Wirtz sowie Aleksandar Pavlovic. Der 23-jährige Wirtz führte die DFB-Elf in seinem 48. Länderspiel erstmals als Kapitän an.

Die Griechen, die im vierten Spiel innerhalb von zehn Tagen personell rotierten und unter anderem ohne den Dortmunder Konstantinos Karetsas begannen, verteidigten wieder tief und lauerten auf Konter. Beim 1:0 in Augsburg war die Taktik aufgegangen.

04.10.2026, Griechenland, Thessaloniki: Bundestrainer Jürgen Klopp (Deutschland) gestikuliert am Spielfeldrand. Foto: Christian Charisius/dpa

Klopp tigerte in seiner Coaching Zone umher und sah, wie sich seine unerfahrene Mannschaft abmühte, Löcher in den griechischen Abwehrblock zu fräsen. Ein klasse herausgespielter erster Länderspieltreffer von Burkardt wurde nach Videobeweis einkassiert, weil Bischof im Mittelfeld vor seinem Pass auf den nicht nur in dieser Szene positiv auffallenden Linksaußen Derry Sherhant der Ball an die Hand gesprungen war. 13:1 Torschüsse für Deutschland hieß es zur Pause – das Ergebnis hieß aber 0:0.

Die Griechen kehrten mit BVB-Jungstar Kartetsas aus der Kabine zurück. Die Situation war unverändert. Ein Tor musste her. Wirtz blieb der Hauptinitiator. Aber es fehlte die Klarheit und auch die Coolness beim Abschluss. Klopp brachte Nick Woltemade und Said El Mala als neue Offensiv-Optionen – die erhoffte Wirkung trat aber nicht ein.

Es drohte zudem stets der griechische Gegenschlag und Lucky Punch wie im Hinspiel. Urbig strahlte im Tor Sicherheit aus. Wird der 23-Jährige schnell zum Nummer-1-Kandidaten? Die Angst vorm Déjà-vu war beim DFB-Team jedenfalls spürbar. Die Angriffsaktionen der Gastgeber wirkten zielstrebiger, die Abwehr um den Dortmunder Waldemar Anton und Malick Thiaw von Newcastle United war intensiv gefordert. Im Vorwärtsgang verpuffte der deutsche Ballbesitz ohne zwingende Chancen. (dpa)

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