Allgemein

Medienrat fordert Schutz des Grenz-Echo im Zuge des Zusammenschlusses von IPM Group und Rossel

Eine gedruckte Ausgabe des Grenz-Echo im Briefkasten. Foto: OD

Der Medienrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens hat sich im Rahmen des Zusammenschlussverfahrens zwischen den beiden wichtigsten französischsprachigen Medienunternehmen IPM (La Libre, La Dernière Heure bzw. DH, L’Avenir, Moustique…) und Rossel (Le Soir, Sudinfo, 75 Prozent vom Grenz-Echo, 50 Prozent von L’Echo, 50 Prozent von RTL Belgium…) an die belgische Wettbewerbsbehörde ABC (Autorité belge de concurrence) gewandt und auf die besondere Bedeutung des Grenz-Echo für den Medienpluralismus in Ostbelgien hingewiesen.

Aus Sicht des Medienrats ist das Grenz-Echo als einzige deutschsprachige Tageszeitung, die in der DG erscheint, von zentraler Bedeutung für eine vielfältige Medienlandschaft und für die Sichtbarkeit der deutschen Sprache in Belgien.

In seinem Gutachten vom 9. März 2026 hatte der Staatsrat bereits die Besonderheiten der Medienlandschaft in der DG hervorgehoben.

Bernard Marchant, Geschäftsführer des Medienkonzerns Rossel. Foto: Belga

In seinem Schreiben an die belgische Wettbewerbsbehörde bat der Medienrat darum, im Falle einer Genehmigung des Zusammenschlusses sicherzustellen, dass der Fortbestand und die redaktionelle Unabhängigkeit des Grenz-Echo auch nach dem Zusammenschluss gewährleistet bleiben.

Nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde führt die Fusion im Bereich des deutschsprachigen Zeitungswesens nicht zu einer Veränderung der Wettbewerbsstruktur, da das Grenz-Echo bereits vor dem geplanten Zusammenschluss Teil der Rossel-Gruppe gewesen sei. Die IPM Group sei im Segment der deutschsprachigen Presse nicht tätig.

Etwaige Bedenken hinsichtlich des Fortbestandes oder der redaktionellen Unabhängigkeit des Grenz-Echo ergeben sich laut ABC nicht aus dem Zusammenschluss. Sie würden vielmehr mit den grundsätzlichen strategischen Entscheidungen von Rossel zusammenhängen. Diese könne Rossel jedoch unabhängig von der Fusion treffen, so die Behörde.

Am Grenz-Echo ist Rossel zu 75 Prozent beteiligt, seitdem der ehemalige Verleger Alfred Küchenberg seinen Anteil von 25 Prozent an den Mehrheitseigner verkauft. Die restlichen 25 Prozent gehören der Familie Thommessen. (cre)

41 Antworten auf “Medienrat fordert Schutz des Grenz-Echo im Zuge des Zusammenschlusses von IPM Group und Rossel”

  1. Das regelt unser Oli mit ein paar Millionen aus der Portokasse. Apropo wir haben das nächste Problem , die Div. in Lontzen an der Autosecurite ,die einzige Deutschsprachige Zulassungsstelle soll geschlossen werden

    • Humaner volltreffer

      was sind sie eigentlich für ein Geschöpf , haben sie wirklich keinen Respekt mehr für die ältere Generation , die sich jeden morgen freuen , um diese aus dem Briefkasten zu holen .
      Merke Dir , Du wirst noch schnell genug in den Jahren kommen , wo das Online Dir auf den Wecker geht .

      • Steuergeldverschwendung, nichts anderes ist das.
        Wie viel Geld gibt’s jetzt für die Auslieferung 200000€?
        Wollte man besser in Lieferdienst für Hilfe zum Essen oder Pflege investieren anstatt in ner Zeitung.
        Und mittlerweile sind die älteren fit genug für Smartphones und PC.

        Und auf Laptop, Smartphone oder Tablet kann man die Schrift vergrößern, da muss man sich nicht mit der Lupe da hin setzen vorm Papier.
        Die Zeit ändert sich halt, nur manche verstehen das nicht.Zu Fuß ist ja dann auch besser für ältere, weil Auto ist ja zu modern heute, so wie sie argumentieren.Oder besser dann bei Pferd und Kutsche.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Ältere Menschen Blättern oft lieber, als zu wischen und zu scrollen.
      Weniger ältere Menschen, müssen es in Zukunft zwar nicht werden. Aber, die nachfolgende Generation älterer Menschen, wird sich schon eher an das wischen und scrollen gewöhnt haben werden.
      Deshalb ist es tatsächlich fraglich, ob eine Zeitung als gedruckte Ausgabe, zukünftig noch eine Chance hat.

  2. …..
    dass der Fortbestand und die redaktionelle Unabhängigkeit des Grenz-Echo auch nach dem Zusammenschluss gewährleistet bleiben.
    …..
    Aus Sicht des Medienrats ist das Grenz-Echo als einzige deutschsprachige Tageszeitung, die in der DG erscheint, von zentraler Bedeutung für eine vielfältige Medienlandschaft und für die Sichtbarkeit der deutschen Sprache in Belgien.
    ….
    /////
    😁😁😁 Das GE schreibt was die DG Exekutive lesen will. „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing….“

    • Dax! Ihr letzter Satz ist sowas von wahr. Aber niemals sprechen sie darüber, alles geschieht in Stille und Vertraulichkeit. Obs denn nochmals reicht für 6 Millionen? Bei dem Schuldenberg wohl kaum? Wir sind gespannt.

  3. Subjektiv

    Mich würde interessieren wieviele Exemplare des GEs am Tag tatsächlich verkauft werden, ohne die Zeitungen die in den 2 Spitälern, Stadt- und Gemeindenverwaltungen, städtischen Schulen und noch anderen Stellen in Ostbelgien verteilt werden (Die die Steuerzahler mitfinanzieren). Dann nochmal die Subventionen der DG oben drauf! Da darf man schon mal kritisch Nachfragen ohne dann wieder den Vorwurf, daß man die alten Leute nicht vergessen darf, erntet.

    • Tatsachen!

      Ja Subjektiv, die alten Leute, sie haben jahrelang in die Rentenkasse eingezahlt, und heute reichts nicht mehr, für das Altersheim! Aber, dass lässt unsere Politik kalt! Hauptsache die kassieren ihre dicken Renten Monatlich, haben die überhaupt jemals einzahlen müssen? An diese äusserst dreiste Vorgehensweise wagt sich keiner dran von unseren Medien?!

  4. Der Medienrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens …
    /////
    Ich wusste bis dato nicht dass wir so eine wichtige Institution in der DG haben… 😁. Es gibt echte Krokodile, das sind gefährliche Tiere, und es gibt das Krokodil im Kasperle-Theater um damit die kleinen Kinder zu erschrecken. Die DG ist das Kasperle-Theater im Belgischen Staatswesen und , tri-tra-trullala, Kasperle ist wieder da…. 🤦‍♂️🤦‍♂️

  5. Plattes Pit

    @ Dax, da lachs de dich kapott, dat nennt mer Cämping! Was sind wir doch herausgeputzte Bürger! Wir sind voll gepumpt von Räten und Raten! Das erstere in Besetzung, das zweite in Schulden! Eines geht mit dem anderen. Man sollte meinen das durch die vielen Räte alles viel mehr im Rahmen bleibt, jedoch das Gegenteil ist der Fall! Desto mehr an Aktiven, desto mehr an Schulden!
    Wer befreit uns von den Vertilgern? Gute Frage!?
    Ein Medienrat?! Was bedeutet das überhaupt? Verdienen die Leute auch was? was arbeiten die überhaupt? Was bezweckt der Rat? Muss der wirklich da sein?
    Wo steuern wir hin in Belgien??
    Immer tiefer in den Morast!

  6. Wahre Tatsache

    @ plattes Pit , sie etwa die Zustände hier in Belgien erkannt wo unser Land hinsteuert .
    Kommen wir mal zu einem sehr heiklen Thema und müsste dringend mal aufgegriffen werden .
    In allen Pflege und Altenheimen fehlt es akut an Pflegekräften an allen Ecken und man kann sich nur die Frage stellen ob das neue Pflegeheim in St Vith noch zur Debatte steht .
    Wie kann es nur möglich sein , das hier in unserer Gegend die Mehrzahl der Pflegekräften alle nach Luxemburg hinziehen , was man selbstverständlich auch verstehen kann wegen der überhöhten belgischen Steuern .
    Aber mit erstaunen muß man feststellen , daß führende regionale Politiker , darunter Bürgermeister und Schöffen nur darauf bedacht waren ihre Kinder sofort nach dem Studium in Luxemburg unterzubringen , obschon diese Zig Jahre lang am Tropf des Belgischen Steuerzahlers hingen und noch hängen .

  7. Krisenmanagement Ostbelgistan

    Dieser Gesinnungsrat, der sich Medienrat nennt, masst sich an für die Erhaltung des Propagandaecho sich einzusetzen. Schauen wir auf die Mitglieder dieses Rates, da kommen ganz grosse Zweifel an diesen Mitglieder. Ich erinnere an die Unwahrheiten „Unseres Mannes für Ostbelgen“. während der C-Zeit. Da platzt mir einfach der Kragen. Dieser Mann gehört ganz gewiss nicht in den Mediienrat. 20 Jahre Ministeramt sind ganz gewiss keine Qualifikation. Wir brauchen eigentlich keinen Medienrat, der über eine gewünschte Wahrheit bestimmt. Nennen wir das Kind doch ganz einfach beim Namen: Zensurrat währe der bessere Name dieses Gremiums. Wer zu Straftaten aufruft, kann mit einer funktionierenden Justiz und Polizei zur Verantwortung gezogen werden. Das Grenzecho ist in der jetzigen Form nicht mehr Erhaltungsfähig. Die Onlineausgabe funktioniert nur mässig. Dieses Blatt lässt sich fürstlich bezahlen und subventionieren. Die Artikel kommen grösstenteils aus der Propagandakonserve DPA oder Belga. Die sogenannten Journalisten sind nur Regierungsschreiber, die ihr Handwerk nicht wirklich verstehen. Die sogenannten Todesanzeigen könnten in alternativen Medien veröffentlicht werden (Ostbelgien Direkt).

  8. @Krisenmanagement Ostbelistan
    Die sogenannten Journalisten sind nur Regierungsschreiber, die ihr Handwerk nicht wirklich verstehengement Ostbelistan…?
    Wie kann man nur so einen Blödsinn veröffentlIichen, purer Quatsch.
    Sie haben wohl zu viel Bier auf der Kirmes in Born gesoffen.

  9. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Das Grenz-Echo wird langfristig so oder so verschwinden. Erstens wegen immer weniger Abonnenten und zweitens weil die Pressebeihilfen immer weniger zu rechtfertigen sind.

    Der hier beschriebene Zusammenschluss spielt dabei keine Rolle.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern