Die belgische Fußball-Nationalmannschaft hat in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Roten Teufel besiegten am Freitag in Lüttich die Türkei mit 3:0. Die Tore erzielten zwei Routiniersder „goldenen Generation“, nämlich zweimal Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku.
Für dieses dritte Spiel in der Gruppenphase der Nations League nahm Belgiens Nationaltrainer Mark van Bommel vier Änderungen im Vergleich zu der Begegnung gegen Frankreich vor: Seys, Lavia und Rasquin begannen auf der Ersatzbank, Moreira fehlte wegen einer Gelbsperre.
Mit 6 von 9 möglichen Punkten zum Auftakt kann Van Bommel bereits unbeschwert auf das letzte Spiel seines ersten Trainingslagers als Nationaltrainer blicken.

02.10.2026, Belgien, Lüttich: Nathan Ngoy (r, Belgien) gegen Arda Güler (Türkei). Foto: Bruno Fahy/Belga/dpa
Belgien startete mit folgender Elf: Lammens – Castagne, Ngoy, Mechele, De Cuyper – Tielemans, De Bruyne, Vanaken – Lukebakio, De Ketelaere, Godts.
Der Spielbeginn war von hohem Tempo geprägt. Doch erst bei der ersten echten Torchance gelang Kevin De Bruyne der Führungstreffer für Belgien. Nach einer brillanten Kombination, bei der der Mittelfeldspieler mit Lukebakio zusammenspielte, bevor er mit einem Übersteiger eine gute Schusslücke schuf und dem türkischen Torhüter keine Chance ließ (1:0, 10.).

02.10.2026, Belgien, Lüttich: Kevin De Bruyne (M, Belgien) gegen Baris Yilmaz (r, Türkei). Foto: Virginie Lefour/Belga/dpa
Auf belgischer Seite vergaben De Ketelaere und Godts einige Konterchancen, doch nach einer halben Stunde sorgten die Roten Teufel erneut für Gefahr vor dem türkischen Tor – zunächst per Kopfball De Bruyne, dann versuchte Vanaken im Fünfmeterraum mit einem Hackentrick. Schließlich wurde Lukebakios wuchtiger Schuss vom türkischen Torwart an den Pfosten abgefälscht.
Doch es waren die Türken, die sich die größte Chance zum Ende der ersten Halbzeit erspielten. Nach einer schlecht geklärten Ecke verpasste Demiral, obwohl er am zweiten Pfosten völlig frei stand, den Rahmen mit seinem Schuss.
Wie schon gegen Italien hatten die Roten Teufel nach der Pause zu kämpfen. Zwar traf Pechvogel Lukebakio erneut den Pfosten, doch die Türken waren in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit deutlich besser. De Cuyper hatte auf seiner linken Seite zu kämpfen, doch den Türken gelang es nicht, den Ausgleich zu erzielen, selbst als Lammens bei einem Schuss von Akgun patzte.

02.10.2026, Belgien, Lüttich: Romelu Lukaku (l, Belgien) jubelt über sein Tor zum 3:0. Foto: Omar Havana/AP/dpa
Dieses Tor nahm den Türken den Wind aus den Segeln. Auch wenn Belgien die Initiative den Gegnern überließ, fanden diese keine Lücke mehr und versuchten, mit Fernschüssen Gefahr zu erzeugen, die Lammens jedoch mühelos abfing.
Während die Türken im Abschluss Schwächen zeigten, agierten die Roten Teufel hingegen chirurgisch präzise. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß fand De Bruyne De Ketelaere auf der rechten Seite. Der Spieler von Atalanta flankte in den Strafraum, wo Lukaku stand, der keine Mühe hatte, den Ball zu verwerten und das dritte Tor erzielte (3:0, 76.).
„Big Rom“ hätte kurz darauf beinahe einen Doppelpack erzielt, doch sein Schuss ins lange Eck verfehlte das Tor um Haaresbreite. Der Spielstand änderte sich somit nicht mehr, und Belgien machte einen großen Schritt in Richtung Verbleib in dieser Nations League. (cre)