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Initiative zur Leseförderung in Ostbelgien – „Lesen ist der Schlüssel zu Bildung und Chancengleichheit“

V.l.n.r: Thomas Ortmann, Leiter des Fachbereichs Bildungswissenschaften an der AHS, DG-Bildungsminister Jérôme Franssen und AHS-Direktorin Isabelle Weykmans. Foto: Kabinett Franssen

Mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 startet in Ostbelgien ein neues Projekt der Autonomen Hochschule Ostbelgien zur systematischen Förderung der Lese- und Sprachkompetenzen von Kindern.

Sieben Schulen beteiligen sich an der Pilotphase, die Kinder vom Kindergarten bis zum Ende der Primarschule in den Blick nimmt. Grundlage ist ein wissenschaftlich fundierter Ansatz, der Lesen als durchgehende Bildungsaufgabe versteht und die Schulen bei der Entwicklung nachhaltiger Förderkonzepte begleitet.

Ziel des Projekts ist es, die Literacy- und Lesekompetenz der Kinder in Ostbelgien nachhaltig zu stärken. Dabei geht es nicht nur um das technische Lesenlernen, sondern auch um Sprachentwicklung, Wortschatzarbeit, Leseverständnis und die Freude am Lesen.

Kinder lesen in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Förderung setzt bereits im Kindergarten an und begleitet die Kinder bis zur 6. Klasse. Kernstück des Projekts ist eine verbindliche zusätzliche Lesezeit von mindestens 3 mal 20 Minuten pro Woche. Ergänzt wird diese durch gezielte Fördermaßnahmen, eine regelmäßige Diagnostik der Lernentwicklung sowie Fortbildungen und Begleitung für die Lehrpersonen. Die Schulen bauen dabei auf bestehenden Stärken auf und entwickeln ihre Leseförderung Schritt für Schritt weiter.

Illustration: Pixabay

Das Projekt orientiert sich an erfolgreichen Erfahrungen aus Hamburg. Dort konnten durch das sogenannte „Leseband“ die Leseleistungen der Schüler deutlich verbessert werden. Für die fachliche Begleitung des ostbelgischen Projekts konnte unter anderem der Leseforscher Prof. Dr. Steffen Gailberger gewonnen werden.

Unterrichtsminister Jérôme Franssen (CSP) betont die Bedeutung der Initiative: „Lesen ist die Grundlage für erfolgreiches Lernen in allen Fächern. Wer gut lesen kann, hat bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg und auf gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb investieren wir gezielt in eine Leseförderung, die früh ansetzt, wissenschaftlich fundiert ist und die Schulen langfristig stärkt. Mit diesem Projekt schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass jedes Kind seine Potenziale bestmöglich entfalten kann.“

Die Pilotphase ist auf drei Jahre angelegt. Die Erfahrungen der sieben teilnehmenden Schulen werden regelmäßig ausgewertet. Ab dem Schuljahr 2027/28 soll das Projekt schrittweise auf weitere Schulen ausgeweitet werden.

Mit der neuen Initiative setzt die DG einen weiteren Schwerpunkt ihrer Bildungspolitik: Kinder und Jugendliche bestmöglich beim Erwerb von Sprach-, Lese- und Bildungskompetenzen zu unterstützen und damit die Grundlage für Chancengleichheit und Bildungserfolg zu stärken.

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