In Lüttich trifft an diesem Freitagabend (20.45 Uhr / live auf RTL-TVI und vtm) eine belgische Nationalmannschaft im Neuaufbau, die bisher einen Achtungserfolg gegen Italien vorweisen kann, auf eine türkische Auswahl, die nach zwei Niederlagen dringend ein Erfolgserlebnis benötigt.
Für die Roten Teufel ist die Partie eine Gelegenheit, nach dem 0:1 gegen Frankreich wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Zum Auftakt hatte Belgien in Rom Italien mit 2:0 geschlagen. Damit stehen drei Punkte aus zwei Spielen zu Buche; Frankreich führt die Gruppe mit sechs Punkten an, Italien hat ebenfalls drei Zähler, muss aber noch zweimal gegen Topfavorit Frankreich antreten.

28.09.2026, Belgien, Brüssel: Der französische Torhüter Mike Maignan (l) und der Belgier Kevin De Bruyne kämpfen um den Ball. Foto: Virginie Lefour/Belga/dpa
Auf belgischer Seite könnte wieder Romelu Lukaku von Beginn an auf dem Platz stehen. Der 33-Jährige, mit 93 Treffern in 133 Länderspielen Belgiens Rekordtorschütze, kam gegen Italien nur sieben Minuten zum Einsatz und blieb gegen Frankreich komplett auf der Bank. Trainer Mark van Bommel erklärte, dass dies taktische Gründe gehabt habe.
Bis auf Diego Moreira, der gesperrt ist, stehen Van Bommel alle Spieler zur Verfügung. Auch Leandro Trossard ist wieder dabei.
Bei der Türkei richtet sich ein großer Teil der Aufmerksamkeit auf Arda Güler. Der 21-Jährige gehört zum offensiven Gerüst der Mannschaft, gemeinsam mit Can Uzun und Barış Alper Yılmaz. Letzterer erzielte bislang das einzige türkische Tor in dieser Nations-League-Kampagne.

28.09.2026, Türkei, Bursa: Der Türke Arda Güler (r) im Duell mit dem Italiener Matteo Ruggeri (l). Foto: Khalil Hamra/AP/dpa
Die große Frage ist, ob die Türkei ihre Defensive stabilisieren kann. Nach zwei Spielen stehen bereits fünf Gegentore zu Buche. Gleichzeitig hat Montellas Mannschaft mit technisch starken Offensivspielern durchaus Möglichkeiten, Belgien bei Ballverlusten zu beschäftigen. Gegen Frankreich und Italien vermochten es die Türken nicht, ihre Chancen zu nutzen.
Die Bilanz ist bemerkenswert ausgeglichen: Nach Angaben der UEFA gab es bislang 11 Begegnungen, mit drei belgischen Siegen, drei türkischen Siegen und fünf Unentschieden; das Torverhältnis lautet 18:17 für Belgien.
Viel verspricht sich Belgien von der Atmosphäre im Lütticher Stadion, wo die Zuschauer viel näher am Platz sind als im Brüsseler König-Baudouin-Stadion.
Im Parallelspiel der Gruppe A1 tritt Favorit Frankreich bei der Heimpremiere von Zinédine Zidane als Nationaltrainer gegen Italien an. (cre)