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Klinik St. Josef in St. Vith in Turbulenzen – Antoniadis plädiert für Fusion beider Krankenhäuser in der DG

Die Klinik St. Josef in St. Vith. Foto: Alfons Henkes

Es ist noch nicht so lange her, da stand das Eupener St. Nikolaus-Hospital im Kreuzfeuer der Kritik. Das St. Vither Krankenhaus hatte damals fast schon Vorbildcharakter. Jetzt befindet sich die Klinik St. Josef in Turbulenzen.

„Ostbelgien Direkt“ unterhielt sich dazu mit Antonios Antoniadis (SP), dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der DG, zuständig für das Gesundheitswesen.

OD: Herr Minister, die Klagen über das Krankenhaus St. Vith häufen sich. Sie kommen auch von Leuten, die nicht als notorische Meckerer, sondern als seriös gelten. Die Zustände werden bisweilen sogar als „katastrophal“ beschrieben. Ärzte und Pfleger sollen abwandern. Personalmangel an allen Ecken und Enden. Was sagen Sie dazu?

DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadus (M) im Gespräch mit Ingrid Mertes, Direktorin der Klinik St. Josef in St. Vith, und dem Direktor des Eupener Krankenhauses, René Jost. Foto: St. Nikolaus Hospital Eupen

Antonios Antoniadis: Mir sind offiziell keine Klagen bekannt. Allerdings sprechen mich regelmäßig Bürger auf die interne Organisation der Klinik und die Verteilung der Verantwortungen an. Bestimmte Entscheidungen der Klinik bzw. der Mitarbeiter und Ärzte haben Einfluss auf den betrieblichen Ablauf.

OD: Ist es nicht an der Zeit, dass Sie sich als Gesundheitsminister der Probleme in der Klinik St. Josef annehmen, auch wenn Sie direkt nicht dafür zuständig sind?

Antoniadis: Fünf Jahre lang habe ich beide Krankenhäuser darin unterstützt, die Zusammenarbeit untereinander und mit einem dritten Partner einzugehen. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass die Krankenhäuser nur mit vereinten Kräften in der Lage sein werden, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Europaweit werden Betten abgebaut und ganze Krankenhäuser geschlossen. Man legt verstärkt Wert auf Qualität und Spezialisierung. Auch in Belgien setzen Sparmaßnahmen und Reformen die Krankenhäuser unter Druck. Doch letztlich können wir nur den Weg aufzeigen. Die Krankenhäuser sind nämlich autonome Strukturen.

Dieses Foto wurde in der Klinik St. Vith anlässlich eines Tages der offenen Tür gemacht. Foto: OD

OD: Sie befinden sich in einem Dilemma?

Antoniadis: Mischt sich die Regierung in Angelegenheiten von Vereinigungen ein, dann wirft man uns Vereinnahmung und Zentralisierung vor. Tut sie es nicht, dann ist das auch nicht gut. Natürlich interessieren sich die Menschen nicht dafür, wer wofür zuständig ist. Sie wollen eine korrekte medizinische Behandlung und Pflege haben. Und das kann ich gut verstehen. Andererseits hat die Regierung keinen Einfluss auf die Personalpolitik und die Organisation der Klinik. Das obliegt dem Verwaltungsrat – also den Trägergemeinden, dem Dekanat und der Christlichen Krankenkasse.

OD: Wird die Regierung also nicht in das Geschehen eingreifen?

Antoniadis: Rechtlich gesehen darf die DG-Regierung weder dem Verwaltungsrat noch der Leitung der Krankenhäuser Entscheidungen vorschreiben, solange die Krankenhausnormen eingehalten werden. Wir werden aber in den nächsten Monaten Inspektionen in beiden Häusern durchführen. Das gilt allerdings – wie gesagt – nicht für die Personalpolitik. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass die Regierung künftige Bauprojekte und Ausstattungszuschüsse stärker an Bedingungen festmachen wird.

OD: Sind im Verwaltungsrat der Klinik St. Josef womöglich zu viele Leute vertreten, die zu wenig Ahnung von der Funktionsweise eines Krankenhauses im Jahr 2019 haben?

Blick auf das Gelände der Klinik St. Josef in St. Vith. Foto: Alfons Henkes

Antoniadis: Die Gemeinden verwalten Wohn- und Pflegezentren, die Wasserversorgung und viele andere Bereiche der Daseinsvorsorge. Aber richtig ist auch, dass die Verwalter der Krankenhäuser selbst der Ansicht sind, dass die Komplexität der Materie externes Fachwissen benötigt. Das haben sie mir mehrfach gesagt und suchen deshalb nach Möglichkeiten, dieses Knowhow einzubeziehen. Das kann ich nur begrüßen.

OD: Fühlen Sie sich durch die Entwicklung im St. Vither Krankenhaus darin bestätigt, dass eine stärkere Zusammenarbeit, wenn nicht sogar eine Fusion zwischen den Krankenhäusern von Eupen und St. Vith resoluter als bisher angegangen werden muss?

Antoniadis: Ich glaube, dass die beiden Krankenhäuser zu klein sind, um die Herausforderungen der Zukunft im Alleingang zu bewältigen. Wenn es an Knowhow und Ressourcen fehlt, dann müssen die beiden Häuser ihre Kräfte bündeln. Die Regierung hat sich für eine Fusion der beiden Strukturen ausgesprochen. Wir haben bereits eine juristische Analyse durchgeführt, um die künftige Verwaltungsform auszuloten. Wir haben eine weitere Analyse in Auftrag gegeben, welche die Vorteile der Fusion behandeln soll. Die Ergebnisse werden Ende Oktober vorliegen. Die Regierung wird in aller Transparenz diese Ergebnisse dem Parlament und den Verwaltungsräten der Krankenhäuser vorlegen. Ich glaube, dass schnelles und resolutes Handeln notwendig ist. Es geht schließlich um die Absicherung der Gesundheitsversorgung und um rund 1.000 Jobs in diesem Sektor. (cre)

82 Antworten auf “Klinik St. Josef in St. Vith in Turbulenzen – Antoniadis plädiert für Fusion beider Krankenhäuser in der DG”

  1. Besten Dank Herr Cremer, dass od sich….endlich diesem Thema widmet. Wenn Antoniadis „offiziell keine Klagen bekannt sind“, sagt das einiges aus. Inoffiziell muss er von der vertracksten Personalpolitik wissen! Eine Lösung muss her!

  2. Desaströses Management

    Alles wird zusammengelegt und Fusioniert, sogar Krankenhäuser haben den Druck! Wenn das denn Malmédy und St Vith wären, aber Eupen und St Vith!? Die Distanz von beiden wären so +- 40 Km! Man stelle sich vor, ein alter Alleinstehender Mann oder Frau muss zur Untersuchung von Eupen nach St Vith!?
    Eine Katastrophe!
    Der andere Massstab wäre mal folgender:
    So wie hier in dem Falle macht die Politik Druck zu solcher Fusion.
    Und wenn die Politik sich mal selber in Frage stellte!?
    Sie sollte auch mal über Fusionen reden!
    Die DG und die Wallonie könnten ganz sicher auch fusionieren, der Herr Lambertz spricht an anderer Stelle, im BRF, wieder mal über 4 Regionen.
    Wäzre das nicht auch eine Ideee zum „Grossen Sparen“? Aber ganz sicher!
    Schon alleine die Ministergehälter plus Chauffeure etc, da kann man bestimmt viele Krankenpfleger von bezahlen!
    Warum muss der Bürger immer Herhalten für die Schandtaten der Politik!?
    Und bezahlen kann er den ganzen Unfug auch noch dazu!
    Also gleich zwei grobe Fehler dieser Leute, welche das einfach ignorieren und munter so weiter machen!
    Das nächste grosse Problem liegt im Gehaltsunterschied Belgien-Luxemburg!
    Jeder Krankenpfleger wäre dumm wenn er da nicht reagierte!
    Denn der verdient fast 50% mehr wie hier in Belgien!
    Davon sollte der Herr Lambertz mal mit seinem Freund Jean Claude reden, das wäre viel wichtiger wie sein Job ADR, und die vielen Rundreisen!
    Hier vor unserer Türe sind Probleme zur Genüge! Zum lösen brauchen wir seriöse und fähige Leute!
    Auf die wartet der Ostkantönler schon sehr lange.
    Leider noch immer umsonst!

      • Personalpolitik

        Pröll hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern und die Direktion und Verwaltung schweigt. Die Vögel singen sogar von etwaigem Mobbing auf verschiedenen Stationen. Man sollte vielleicht einige selbstständige Ärzte des Hauses verweisen und die Verwaltung dem Verwaltungsrat überlassen.

  3. Standpunkt

    Eine Fusion mit Eupen kann ich mir in der Praxis nur schwer vorstellenn. Das wäre für uns Bürger mehr als nachteilig.
    Einsparungen sollten wie “ Desaströses Management“ schon sagte die Politiker selbst mal praktizieren. Fusionen wäre da mal angebracht…das ist ja untragbar dieser politische Apparat hier in Belgien.
    Ich frag mich wieso wir einen Gesundheitsminister haben der anscheinend sich aber nirgends einmischen darf (will).

  4. 2 Paar Schuhe

    Hier werden 2 Dinge miteinander vermischt.
    Das Eine ist das Klima innerhalb der Klinik Sankt Vith.
    Das Andere ist der Wunsch der DG nach Fusion.
    Meiner Ansicht nach geht es dem Herrn Antoniadis mehr um die Fusion, denn das betrifft seinen Geldbeutel.
    Es sollte aber nicht um den Geldbeutel gehen, sondern um die Menschen.
    Die Klinik St. Vith wird der klare Verlierer sein bei der Fusion.
    Es wird höchstens eine Notaufnahme, eine Reha und eine psychiatrische Klinik bleiben.
    Eupen liegt knappe 15 km von Verviers und nicht viel weiter von Aachen weg.
    Die Gesundheitssicherheit der Personen in der Eifel ist bei der Fusion wirklich gefährdet.
    In der Not ist es eine sehr weite Strecke für diese Kranken, und es besteht real die Gefahr, dass die Menschen sterben, ehe sie das Krankenhaus in Eupen erreicht haben. Dies gilt auch für die Menschen in Vielsalm und Umgebung. In Eupen dagegen ist man schnell in Verviers oder Aachen.
    Ich weiß, dass 2/3 der Wähler in Eupen wohnen. Dafür sollte die Minderheit in der Eifel grade geschützt werden. Hier geht es um das Leben der Menschen, nicht in erster Linie um Geldeinsparungen. Wenn Politik nicht den Menschen in den Mittelpunkt stellt, dann müssen wir ihnen vielleicht nochmals deutlich machen, dass es Menschen sind, die sie wählen. Grade ein Sozialist sollte das beherzigen.
    Der Herr Antoniadis soll sich mal nicht vertun.
    Es geht nicht um Kinkerlitzchen. Es geht hier um das Leben und Überleben der Menschen.
    Wir Eifeler werden uns zu wehren wissen.
    Es wäre schade, wenn die Kommentare sich jetzt nur am Klima in der Klinik in Sankt Vith verbeißen würden. Das würde der Herr Antoniadis sehr begrüßen…

  5. Jockel F.

    Antoniadis ist außer seinem fürstlichen Gehalt offenkundig eh nicht viel bekannt. Das liegt vermutlich daran, dass er sich in erster Linie für sich selbst interessiert. Diese Eigenschaft teilt er übrigens mit allen anderen Ministern, hohen Beamten und sonstwie in Steuergeld Badenden, ob sie nun Sky gucken oder nicht.
    Diese Regierung inklusive Verwaltung ist dabei, die DG mit Vollgas an die Wand zu fahren. Beispiele? Tot reguliertes Unterrichtswesen und DSL, pseudo-kaleido oder die Geldverbrennungsmaschine IAWM. Mal die Kündigungszahlen beim RZKB angeguckt?
    Dann die Suggestivfragen auf gesamtvision.be (eine Nummer kleiner geht wohl nicht), die sind so lächerlich und durchschaubar wie es eine Zumutung ist, dass derlei pseudodemokratischer Unsinn gut und gerne eine Stunde Lebenszeit in Anspruch nimmt. Für manch einen (in Eupen) ziemlich sicher bezahlte Lebenszeit.
    Mindestens 80 Prozent der gesamten DG-Verwaltung sind reiner Selbstzweck. Bussi-Bussi in der komfortabelst ausgestatteten Filterblase, inklusive Designer-Klamotten und Prada-Tasche. Glauben Sie nicht? Gehen Sie gucken!
    Die Krankenhäuser interessieren einfach nicht. Die Patienten sowieso nicht. Das muss man mal zur Kenntnis nehmen.

    • Josef Backhaus

      Sie schreiben alles richtig Jockel! Morgen sehen wir wieder den Lambertz in den Medien. Es war grosse Pressekonferenz im Parlament! Mehr Leute vor den Mikros als Reporter und Journalisten. Wann hört das endlich mal auf? Jetzt stimmt der Präsident schon seine Zuhörer ein auf kommende Grossereignisse! Und dabei werden wieder von Tausenden Leuten gesprochen welche den Regierungsapparat in Eupen besichtigten! Das sind des Lambertz wichtigsten Aussagen! Grossspurig Kundtun, was in Wirklichkeit sicher die Hälfte an Schülern usw waren, die das Gebäude besichtigen mussten, wegen Klassefahrt usw. Diese Leute machen sich sehr viel wichtiger als es überhaupt nötig wäre? Müssten die so hart arbeiten wie wir, dann hätten die besseres im Sinn. Verschwendung ohne Beispiel! Viel Paperlapa und wenig dahinter.

      • Josef u Jockel, so sieht es (leider) aus. Antoniadis ist völlig fehl am Platz (ja gut, zb Mollers, miesen usw auch)wenn’s drum geht darf man nix, kann man nix oder ist nicht zuständig, wenn die also für nix zu gebrauchen sind: weg damit!!

  6. Gewissen

    Es wird schon monatelang von Problemen im Sankt-Vither Hospital geredet und endlich wird die Politik auch mal wach.Ärzten kriecht man in den Hintern und die Schwestern und Pfleger haben zu kuschen.
    Ich kenne einige eingefleischte Krankenschwestern, die von heute auf morgen gekündigt haben.
    „Die rumänische Mafia“ operiert Tag und Nacht und am Wochenende und die Schwestern sind ausgelaugt. Mertes und Wirtz scheinen wirklich in einer Blase zu leben – es liegt ja nur an den hohen Gehältern in Luxemburg. Von wegen! Schämen sollen die sich alle, die im Hospital und Vivias die Strippen ziehen!!!

    • Bürger II

      „Gewissen“, gut geschrieben . Der „Wirtz “ ist auch im Bütgenbacher Seniorenheim der grosse Häuptling , und dort läuft es ebenfalls drunter und drüber . In seiner Gemeinde ist er ebenfalls umstritten und dann frage ich mich , was macht der Mann überhaupt noch da ausser abkassiren ?????

  7. Fazit und Bestandsaufnahme.

    Die Politik ist gewarnt! Gerade bei solchen Sachen wie hier diese, muss die Politik das Volk vertreten, und nicht die Befürworter solcher Transaktionen! Es kann doch nicht sein das ältere Menschen sich soweit weg bewegen müssen, um z Bspl von Ouren nach Eupen zu fahren um einen Kranken zu besuchen, oder sogar selber dort behandelt würden!? Da hat unser Krankenminister es sicher komfotabeler!
    Er wird von seinem Chauffeur dahin gefahren!
    Das muss man sich mal auf der Zunge vergehen lassen. Immer muss der Bürger in den sauren Apfel beissen!
    Warum dieses Fusionsthema? Was dadurch eingespart würde, so an: Personal, Gebäude, Technik und Apparate, das würde auf der anderen Seite der Bürger blechen an Fahrten, Zeitverluste, Unbequemlichkeiten etc.
    Unser Land hat z Bspl bestimmt ein halbes Dutzend an sich so nennenden „Gesundheitsministern“!
    Müssen wir deren soviele haben? Der Eupener hat gerade mal zwei Kliniken zu betreuen. Eine völlig überzogene Position! Daher sollten noch dürfen wir uns solche Überlegungen und Planungen erst gar nicht gefallen lassen!
    Da muss sehr effektiv und energisch dagegen angegangen werden!
    Unsere Minister sollten bei sich selber anfangen zu sparen!
    Und nicht wieder die Bürger kujonieren!

  8. Sogar die sehr hohen Temperaturen im Juli wurden für die schlechte Stimmung beim Pflegepersonal verantwortlich gemacht! Wenn’s nicht so traurig wär müsste man lachen! Jetzt müssen sogar die „Leute“ der obersten Etage den Stationsdienst übernehmen! Was tun die sonst so?

    • Jockel F.

      Falsch. Die DG ist von einer unmoralischen, hochmütigen und maßlos arroganten Kaste gekapert worden, die sich täglich vergrößert.
      Und dagegen gilt es, etwas zu tun! Ich plädiere für einen mindestens einwöchigen Streik aller Lehrer, noch bei Verstand gebliebenen Ministeriumsmitarbeiter (die ohne Partei- oder Bewegungskarte) Krankenschwestern und -pfleger, der ÖSHZ und der Gemeindeverwaltungen.
      Alle Telefonleitungen sollten in dieser Zeit in die Kabinette Paasch, Mollers, Antoniadis und Weykmans umgeleitet werden, gleiches mit der E-Post.

  9. Im Fall der Klinik St. Vith sollte man die momentanen Probleme nicht nur auf die Politik schieben.
    Die Probleme sind vor allem intern. Diktatur von einer Frau, die sich selbst gern reden hört, sich im Grenzecho darstellt, keine andere Meinung zulässt u unbequem gewordene Leute gerne mal mit lächerlichen Gründen aus dem Weg schafft. Sie klebt aber noch zu gut an ihrem Stuhl u hat auch nicht vor diesen zu verlassen.
    An der Seite ein Chefarzt, der sich auch sehr schwer tut andere Meinungen zu akzeptieren.
    Dazu ein Verwaltungsrat, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und dieser Frau total hörig ist.
    Dabei werden dann Zahlen analysiert, Infrastruktur verbessert usw, aber es wird vergessen, dass dort viele Menschen arbeiten, die oft kurz vor dem Burnout stehen weil sie sich abmurksen müssen u keinerlei Dank oder Verständnis dafür erhalten.
    Und niemand traut sich den Mund aufzumachen, so groß scheint die Angst vor dieser Diktatorin zu sein.
    Was bleibt also als Lösung? Die Kündigung!
    Wenn es sich dann anbietet, wird eine Stelle in Luxemburg angenommen. Aber Luxemburg allein ist nicht der Kündigungsgrund.
    Nur wird das in St Vith noch nicht ganz verstanden… Und somit dreht sich die Spirale weiter nach unten…
    Hoffentlich wird der Knall bald gehört und es wird ernsthaft etwas unternommen, sonst sieht es für die Eifeler wirklich düster aus.

    • Innseider

      Perfekte Analyse einer total im Dreck versunkenen Karre Söster!
      Jetzt wo OD das Thema endlich aufgegriffen hat bin ich gespannt auf die Reaktion von der obersten Etage im Krankenhaus Sankt Vith?

      • Frau Königin hat ihren Thron verlassen und dem BRF einige Fragen beantwortet.
        Viel Gerede und Blabla um Finanzen, Infrastruktur usw, wenig Gerede ums Personal und Patienten.
        Die innerbetrieblichen Probleme hätten nichts in den Medien verloren.
        Also soll das gemeine Volk weiterhin für dumm verkauft werden und man kann innerbetrieblich schonmal weiter so schustern wie bisher.
        Es wird sicher langsam zu brenzlig u Frau Königin sieht ihren Thron in Gefahr

  10. Gemein(d)e

    Wenn ich das richtig verstehe hat der Minister immerhin schon seit Jahren Vorschläge gemacht um die Situation zu verbessern, aber die Direktion hat ihren eigenen Willen, das Problem ist, dass der Minister solange es noch einiger Maßen läuft nicht in die Direktion eingreifen kann , wohl aber wenn die Inspektion was findet. Also erstmal abwarten was die Inspektion findet. Bzw. hoffentlich findet die Inspektion was, damit der Minister eine Handhabe bekommt.

    • Friedrich Meyer

      Wenn der Minister mit den Vorschlägen die er gemacht hat, meint dass alles von der Klinik Eupen gesteuert wird und die Eifler sich dann Eupen unter zu ordnen haben, so ist es richtig, dass seine Vorschläge nicht umgesetzt werden.

    • Eiflerin

      Sie schrieben, „wenn die Inspektion etwas finden“, na ja da wüsste ich etwas, denn die Krankendossiers werden nicht richtig geführt ( so ich gehört habe). In der Krankenhaus sollen regelmäßig Abtreibungen statt finden, die aber nicht als Abtreibungen, sondern als Ausschabungen notiert werden.
      Die guten Ärzte werden verjagt und dann werden Ärzte genommen, die wenig Lohn erhalten ( Ausland), können auch gute Ärzte sein, aber müssen mit einem Übersetzer durch die Gegend laufen, da sie kein deutsch noch französisch können.

      • Gemein(d)e

        Ein Problem oder sogar Straftaten zu kennen und nicht zur Polizei zu gehen ist Teil des Problems in unserer Gesellschaft. Das hat nichts mehr mit Petzen, sondern mit Mitwisserschaft oder Vertuschung zu tun.

    • Gemein(d)e

      Der Pflegeberuf ist im Moment hier nicht gerade Attraktiv .
      In den Krankenpflegeschulen hängen die Stellenausschreibungen von der Schweiz mit Lohnangeboten über 3500 € und zudem ist das Studium der Krankenpfleger von 3 Jahren auf 4 Jahre für die Bachelor Jahrgänge verändert worden , das heißt unter anderem auch, dass weniger Fachkräfte nachgerückt sind, als das andere die Arbeit verlassen haben.
      Wo sollen die Krankenpfleger den her kommen ?
      Alle Kliniken suchen neue Fachkräfte, aber es sind keine da, die am besten bezahlen bekommen den Nachwuchs.
      Wissen Sie das eine Hebamme mittlerweile mindestens 4-5 Jahre Studieren geht , und was bekommt sie dafür?
      Schauen sie mal andere Berufe an die 5 Jahre studiert haben und was diese verdienen , dann wissen wo der Wurm drin ist.
      Für den Lohn will niemand mehr Arbeiten der 4-6 Jahre studiert hat , das ist das ganze Problem.
      Da bekommt man im Kabelwerk ungelernt mehr !
      Bezahlt die Pfleger anständig, dann will auch wieder jemand in diesem Beruf arbeiten.
      Das ist unter anderem auch was der Minister gefordert hat.
      Leider ist es den Direktionen wichtiger protzige Autos auf Kosten des Krankenhauses zu fahren , Empfänge und Tage der offenen Türe zu veranstalten als das Personal angemessen zu bezahlen.
      Irgendwann wird die Direktion auch merken, dass ohne Personal , das Luxusleben vorbei ist.

      Die Zusammenlegung wie soll das gehen ?
      Weder Eupen noch St. Vith hätte die Kapazität eine Schließung des jeweilig anderen aufzufangen.
      Also kann bei einer Zusammenlegung nur gemeint sein, dass eine Direktion beide Krankenhäuser verwalten muss. Wo ist das Problem dabei?Ein Direktor der sich die Taschen voll macht, ist mir lieber als zwei.

      Wichtig ist es dass die Pfleger gut bezahlt werden, sonst will bald niemand mehr den Beruf studieren und dann ist eh Ende mit den Krankenhäusern und Pflegeheimen.

      Alle kaputtreden kann jeder! Konstruktive Vorschläge sind gefragt!
      An dieser Stelle finde ich die Idee einer Lehre für Pfleger die gleiche Arbeit übernehmen die auch Studenten im 1. Jahr ausführen interessant, um die Pfleger zu entlasten, wenn es denn dann wirklich eine Entlastung ist, auf Lehrlinge aufzupassen.In etwa mit dem Status eines Pflegehelfers.

  11. Die Menschen werden immer alter, aber nicht gesünder.
    Es ist normal, dass Krankenhäuser vsich spezialisieren. Es ist unbezahlbar, in allen Krankenhäusern alle Dienste anzubieten.
    Eine Zusammenlegung der Krankenhäuser kann nur bedeuten, dass gewisse Abteilungen in Eupen und andere in Sankt-Vith aufgehalten werden, wie zb die Psychiatrie in Sankt-Vith.
    Selbstverständlich muss darauf geachtet werden, dass die läufigsten Krankheiten in beiden Krankenhäusern behandelt werden können, aber was zb die Diagnosestellung betrifft, ist es notwendig, ein MRT in Eupen zu stellen wenn schon eins in Sankt-Vith besteht ? Das macht in der Tat eine Fahrt von Eupen nach Sankt-Vith, aber die Behandlung kann ja weiter in Eupen gemacht werden.
    Nur bei einer Rationalisierung des Gesundheitswesens kann weiter eine gute medizinische Versorgung für alle Menschen garantiert werden, alles andere geht hin zur Privatisierung und einer zwei Klassen Medizin.
    Was das Klim in Sankt-Vith betrifft, so ist dies meist an ein paar Menschen gebunden, aber solche Probleme sind nicht einfach zu lösen, Auch durch einen Minister nicht

      • Friedrich Meyer

        Deutsche Sprache…schwere Sprache!!!
        Das gilt für Baudimont genauso wie für fremdsprachliche Ärzte und andern Mitarbeitern in der Gesundheitbranche.
        Manche Ärzte haben vor mehr als zehn Jahren nur eins auf deutsch sagen können: “ Das macht fünfunddreißig Euro.“
        Heute kassieren sie für die gleiche Leistung mehr als 60 Euro, können aber immer noch nicht mit den deutschspachigen Patienten in deren Muttersprache kommunizieren. Eine Konversation mitP

  12. Oben im Text wird von gewünschter Zusammenarbeit der Kliniken gesprochen. Wenn ich dann erlebe dass die Klink St Vith drei Versuche gestartet hat dem Eupener Krankenhaus eine Hebamme abzuwerben und dies beim dritten Versuch mit einem bei jedem Versuch verbessertem Angebot letztendlich auch gelungen ist, frage ich mich wie unter solchen teils hinterhältigen Methoden eine Zusammenarbeit funktionieren sollte.

  13. "Mehr war nicht drin"

    Klinik St. Josef: „Das Klima ist gekippt“ BRF vom 26.01.2018. Wenn Herr Antoniades behauptet, er wisse nichts von den Problemen, dann kommt er wirklich aus dem Tal der Ahnungslosen. Langjährige Mitarbeiterinnen verlassen die Klinik, weil das Arbeitsklima nicht mehr zu ertragen ist. Die Verwaltungschefin setzt das Personal unter Druck. Natürlich wird alles begründet mit den Reformen von De Block. Soweit ich weiss ist Frau Mertens mit verantwortlich für die Abschaffung des IZOM-Projektes. aus reiner Geldgier ist diese zur Gesundheitsministerin gefahren um dieses System der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit anzuprangern (Das sind Hypothesen, die von mir aufgestellt wurden, aufgrund von Erzählungen bei meiner Krankenkasse). Mittlerweile ist dieses Krankenhaus bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr zu empfehlen. Ich schildere jetzt einen Vorfall aus unserer Familie: „Ein älterer Verwandter kam mit Durchblutungsstörungen ins Krankenhaus Sankt-Vith. Er wurde sozusagen dagehalten, um ein Bett zu belegen, aber in diesen 14 Tagen wurde nichts unternommen, weil gar kein Spezialist vor Ort war. Nach vielen Protesten des Sohnes wurde dieser Verwandte nach Eupen verlegt. Wertvolle Zeit war verstrichen. Es war wahrscheinlich zu spät, dieser Verwandte hat es nicht überlebt.“ Das ist doch schon sehr traurig.

  14. Ernst Krautmacher

    Fakt ist aber, Krankenpfleger ist ein besonderer, harter, aber UNTERBEZAHLTER Beruf! Dabei spielt auch hier die Luxemburger Konkurenz eine grosse Rolle! In Belgien gibt es ein grosser Haufen Zu vieler Politiker, hätten wir diese Grosszahle schon mal weg, dann könnte man die Pfleger/innen auch besser bezahlen! Schon alleine die viel zu hohen Löhne, Prämien und Renten der Politiker sind invers und Abwegig!
    Aber davon wollen die nichts wissen! Abkassieren solange der Bürger zahlt!
    Ein Unding ohne Ende.

    • Unterbezahlt.
      – Luxemburger Konkurrenz: dazu muss man täglich die Distanz bis Wiltz oder Ettelbrück auf sich nehmen
      – Sind die Arbeitsklimaprobleme mit einer 20%igen Gehaltserhöhung verschwunden?
      – Führt mehr Geld zu Sprachkenntnissen wie weiland an Pfingsten?

      Rechnerischer Trugschluss: die Gehälter der Politiker sind nicht das Problem und würden auch nicht ausreichen, die Sozialkassen zu füllen.

  15. Frustrieter

    Das „Wirtschaftlichkeit“ überhaupt eine Rolle im Krankenhausbetrieb spielt ist ein Unding. Der Bürger wird immer mehr zur Kasse gebeten,die Krankenkassenbeiträge werden immer teurer, die Versorgung immer schlechter (ausser für diejenigen die keine Beiträge bezahlen), kein normaler belgischer Lohnempfänger, wenn er nicht noch andere teure Zusatzversicherungen abschließt , kann es sich noch leisten krank zu werden!
    Aber mit Kranken und alten Menschen kann man es ja machen, denen fehlt sowieso die Energie sich zu wehren! In Sankt Vith wird das Ganze dann noch auf die Spitze getrieben, einerseits durch die „Halbgötter in weiß“ andererseits durch das unverständliche Bestreben wenn möglich auch noch schwarze Zahlen zu schreiben.
    So treibt man dann die Leute, die wirklich für die Patienten da sein wollen aus dem Haus.
    Politik, Verwaltungsverantwortliche und die Ärzte (nicht alle) sollen sich schämen!

    • Helmut Teuer

      Vollkomen OK was Sie da berichten, Frustrierter! Hier wird wieder mit den Bürgern gespielt!
      Während dessen sacken sich gewisse Leute gute Löhne ein. Selbst der Herr Antoniadis ist Ahnungslos von diesen Vorgängen! Die Krankenkassen sind selber auch wackelig und werden kritisiert. Wer bringt da mal Zucht und Ordnung rein? Das Personal kann am wenigsten dafür, denn selber bekommen sie den ganzen Durcheinander doch Hautnah mit, und muss darunter leiden, obschon Arbeit bis überm Kopfe!? Kein Wunder bei dem Arbeitsklima.

  16. "mehr war nicht drin"

    Jetzt traut sich auch das Grenzecho an dieses heikle Thema Ingrid Mertes: „Wir führen keine Personalpolitik in den Medien“MEDIZIN Von Arno Colaris Veröffentlicht am 5.09.2019 um 14:48 Uhr. Frau Mertens wiegelt in diesem Interview ab. Sie hinterfragt sich nicht selbstkritisch. Diese Direktorin sollte in Frage gestellt werden. Der Verwaltungsrat (Bürgermeister der Eifelgemeinden) sollte den Direktorenposten neu ausschreiben. Das ist die einzige Lösung dieses Problems. Aber dieser Verwaltungsrat ist dieser Verwaltungschefin nicht gewachsen.

  17. Der Präsident ist leider der ehemalige Bürgermeister Krings.Die Probleme bestehen schon sehr lange.Ich hatte ein schlimmes medizinisches Probem.Der Arzt,ein französischer,sagte ich hätte keine Probleme.Ich sagte daraufhin, er sollte meinen Arzt anrufen.Daraufhin folgte sehr schnell die nötige Untersuchung.Ich wurde danach sehr schnell für 10 Tage auf der Intensiv verwiesen.Mein Leben hing am seidenen Faden.Für die hiesigen Krankenpfleger/innen kann ich nichts sagen,aber die Interim schrecklich faul,nur das Nötigste gemacht.Wenn ich mich gewehrt hätte,wäre ich gestorben,wie man mir später erzählte.
    Das Probem besteht anscheinend auchmit einer französichsprachigen Stationsleiterin,den Rumänen,El Susi(vielleicht falsch geschrieben)Klose die reden und arbeite arbeiten nicht miteinander.Ich weiss nicht wirklich ,ob eine Mediation da wirklich hilft.Dann sind noch weniger Krankenpfleger/innen auf der Station.So kann kein Betrieb geführt werden.Das Personal inklusive die Ärzte sollten unbedingt Deutsch lernen.

  18. karlh1berens

    Verwaltungsrat ist ähnlich wie Gemeinderat. Wenn keiner (oder nur einer, oder eine Minderheit) sich traut, die Klappe aufzureißen, geht’s gegen die Wand ! Siehe Bauhof, siehe Krankenhaus.
    Ihr sitzt in den Räten um nachzudenken und anschließend die Klappe aufzureißen – scheißegal was anschließend das GE schreibt.

  19. Akneverkäufer

    Die Arbeit von Vivant trägt so langsam Früchte. Durch das ewige Gelaber von Maß halten und sparen ziehen jetzt sogar die Krankenhäuser schon mit. Fusionen ohne Ende. Umstände ohne Ende. Danke Balter und co… Aber das wollte der wählende Bürger in der Eifel ja so…

    • Nun tun Sie Balter und Vivant mal nicht zu viel Ehre an.

      Krankenhäuser entpuppten sich schon vor 25 Jahren als ineffiziente, schlecht ausgestattete Geldversenkungseinrichtungen. Zusammenlegung, Spezialisierung und auch Neubau erwiesen sich als die einzigen sinnvollen Massnahmen einen zeitgerechten medizinischen Betrieb aufrecht zu erhalten.

      Das Sprach- und weniger Distanz- als Anfahrtsproblem bleibt im ostbelgischen erschwerend. Auch wenn nun St. Vith im Fokus ist; Eupen wird damit nicht zum Glanzstück. Das sinnentleerte beharren auf den Standort Hufengasse führt das jeden Tag vor Augen.

  20. Der Weg von St,. Vith nach Malmedy über die Autobahn wird in gut 10 Minuten zurück gelegt, der Weg von St. Vith nach Eupen dauert EINE Stunde. Ergo?!!!
    In Malmedy wird auch Deutsch gesprochen, in St. Vith und Eupen wird viel Französisch gesprochen. Ergo?!!!
    Die B’bacher hat es schon immer nach Malmedy gezogen. Ergo?!!!
    Neu denken und planen…

  21. In Malmedy ist auch noch nicht alles in Ordnung.Bankrott aber investieren?
    Neuer Operationstrakt und Intesivstation!
    Malmedy und Verviers haben sich noch keinem großen Krankenhaus angeschlossen.Je mehr die investieren,desto besser ist ihre Lage,die können es sich aussuchen.Saint Joseph braucht unbedingt Krankenhäuser,wegen genug Menschen bzw Patienten und den sehr hohen Investitionen an dem neuen Standort.Sart Tilman und Citadelle brauchen sicher auch noch Krankenhäuser.

  22. Friedrich Meyer

    Ich sehe ein großes Problem in der Sprachkompetenz auf der Führungsebene.
    Während die vielgescholtene Direktorin auf den drei Landessprachen kommunizieren kann, ist der Ärztliche Direktor auch nach Jahren noch nicht fähig drei zusammenhängende Sätze auf Deutsch zu sprechen.
    Ein Bekannter, der mal für einen Patienten übersetzen wollte, wurde mit dem Hinweis abgefertigt, dass es das Problem des Patienten sei, wenn er kein Französisch könne. Das ist an Überheblichkeit nicht zu überbieten!!
    Mir selbst ist aufgefallen, das ein Mitarbeiter der Klinik, der auf seinem Namensschild “ Chef de Service“ stehen hat, kaum fähig war die einfachsten Fragen auf Deutsch zu beantworten. So etwas dürfte in Sankt Vith nicht geduldet werden.
    Keinem Deutschsprachigen würde in der Wallonie oder in Flandern ein Stelle vergeben, wenn er die dortige Sprache nicht beherrscht b z w bereit ist sie in angemessener Zeit gründlich zu lernen.

      • Friedrich Meyer

        Es muss heißen : « Die Spachenprobleme könnten gelöst werden . »
        Nur der, der will oder der dem man vorschreibt, die ortsansässige Sprache zu lernen, der wird sie auch lernen.
        Ich frage mich wie ein Arzt eine gescheite Untersuchung machen und eine Diagnose stellen kann, wenn er einen deutschsprachigen Patienten untersucht und sich nicht einmal mit ihm verständigen kann.

        • Richtig. Wenn bei MAtch die Dame keinen Deutsch kann ist es egal, eigentlich, aber als Ärztin nicht. Im Klinimuk muß es ja in dieser Hinsicht extrem schlimm sein, wie ich von mehreren Personen, die dort arbeiten oder behandelt wurden, hörte. Als ich das letzte dort war, 2013, waren bereits die Hälfte der Ärzte aus sehr fremden Ländern. Kopftücher machten auch schon 50% der Köpfe aus. Typisch ‚Schland, eben. Größenwahnsinnig und völlig faul von Innen. Hauptsache die Wirtschaft macht gigantische Profit. Alles andere ist im Nachbarland ja egal. Die schaffen das! Geiz ist geil und Luxus für alle. Die Bereicherung total, im totalitären ‚Schland!

  23. Innseider

    Die St. Vither Spatzen pfeifen es von den Dächern: viele Weißkittel der Klinik, auch deutschsprachige, haben wie man bei uns sagt „einen neben sich gehen“. Überheblichkeit ist keine Tugend und fürs Klima schädlich. DAS ist einer der Hauptgründe der Kündigungen! Dass man in St. Vith als Patient und Angehöriger zweisprachig sein muss wird als Verständlichkeit angesehen: ein Unding! Aber dass all dies auf dem Rücken des unterbezahlten Pflegepersonals ausgetragen wird ist schlimm. Wenn man dann sieht was in der Klinik alles an anderem Personal rumläuft, im wahrsten Sinne des Wortes, wo sich selbst die Pflegerinnen fragen, was DIE überhaupt den ganzen Tag machen…….

    • Nicht @ Innseider

      Nun mag alle Kritik gerechtfertigt sein.
      Das Sprachproblem lässt mich schmunzeln. Die gleiche Thematik wie vor 30 Jahren. Doch ansonsten keine Gelegenheit auslassen, mit stolz geschwellter Brust unsere Dreisprachigkeit (+Englisch) als gute Belgier hervorzuheben. Keine Gelegenheit auslassen den östlichen Nachbar zu verunglimpfen.

      Die belgischen Kassen werden immer klammer. Für Sprachluxus bleibt immer weniger übrig.
      Ihr werdet euch die Mutti noch wünschen.

      • Innseider

        Schlimmer ist eigentlich dass die Fachärzte in Sankt Vith sich gegenseitig verjagen.
        Auch werden Patientenanfragen von ihnen an andere Kliniken verwiesen !!! Obwohl in Sankt Vith satt Zimmer frei sind !

  24. Die Direktoren der Krankenhäuser sind zuständig für ihr eigenes Personal, also zB die Pflegekräfte, die Techniker in der Radiologie …. Ich habe aber noch nie gehört, dass jemand die Arbeit der Pflegekräfte oder Radiologen kritisiert.
    Die Ärzte oder Therapeuten im Krankenhaus sind selbstständig, NICHT vom Krankenhaus „angestellt“! Da kann natürlich nicht jeder Arzt einfach ind Krankenhaus kommen und Patienten betreuen, die Stellen werden schon „vergeben“. Es gibt aber sehr wenig Ärzte, die in einem kleinen „Landkrankenhaus“ arbeiten möchten. Die Direktoren müssen also zusehen, dass Krankenhauspersonal und die Ärzte, die dennoch bereit sind hier zu arbeiten, zusammenarbeiten. Aber gleichzeitig können die Ärzte JEDERZEIT lukrativere Stellen in anderen Krankenhäusern finden, man darf sie nicht vor den Kopf stossen, sonst sind sie weg und die Arztstelle ist unbesetzt.
    Also, was bleibt den Direktoren noch übrig als für schönes Wetter zu sorgen und zu hoffen, dass die Ärzte ihre Arbeit richtig machen? Ich glaube nicht, dass die Direktoren*innen der Krankenhäuser immer alles schuld sind!

    Der Herr Minister, der nix hört, nix weiss und nix sieht, sollte überlegen was er machen kann, um die Ärzte unter Kontrolle zu bekommen. Vielleicht wäre der Ansatz der Physiotherapeuten in Sankt-Vith aufzugreifen. Die Leute, die da lange arbeiten, haben viel bessere Konditionen als die Springer, die eh nur auf „Durchreise“ sind und auf eine bessere Stelle warten.

  25. Die Kines bezahlen auch Miete für die Räume und die schon länger dabei sind,haben die komplette Einrichtung bezahlt.Da ist ja normal,das die neuen dafür bezahlen,die sich in ein gemachtes Nest setzen.Instandhaltung und Kauf von neuem Material kostet auch Geld!

    • Natürlich und ich finde das vorbildhaft! Wer sich so für seinen Standort engagiert (auch finanziell), der bleibt auch da! Der geht nicht bei der erstbesten Gelegenheit oder einem Streit zwischen Kollegen weg! Genau soetwas wäre doch auch für die Ärzte zu leisten. Es ist aber leider so, dass aus diesem Grund immer die besten Ärtze wieder gehen – weil sie ungebunden sind und jederzeit eine andere Stelle finden! Oder täusche ich mich da und das ist nicht vergleichbar?

  26. Friedrich Meyer

    Es scheint dass der Artikel im GE wo die Direktorin der Klinik gesagt hat, dass sie am Arbeitsklima arbeiten will, die Gemüter beruhigt hat. Oder sind andere Themen zur Zeit bei OD intressanter, so dass niemand mehr hier seine Meinung kund tun will.
    Wenn wirtschaftliche Intressen so schwer wiegen dass der Druck auf die Kliniken nach unten weiter gereicht wird und das Personal in der Pflege und in den technischen Diensten teilweise bis zur Erschöpfung abeiten müssen, dann hat am Ende der Patient darunter zu leiden.
    Den Ärzten ist oft ein fürstlicher Lohn für ihre Arbeit gewiss. Jemand der nach dem Abitur noch viele Jahre kein Einkommen hatte muß mehr verdienen. Ich bin nicht neidig auf die Besserverdienenden, wenn sie ihre Arbeit richtig machen oder wenn sie viele Stunden mehr als ich arbeiten.
    Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass zumindest in der Othopädie in Eupen der Arzt seine Patienten nach der Operation schnell und auch mehrmals besucht. In Sankt Vith ist das nich der Fall so dass Assistenzäzte die Suppe auslöffeln müssen und die Plegerinnen den Patienten immer wieder vertrösten müssen wenn er nach seinem Chirurg fragt. Auch so entsteht Druck.

  27. Was die Sprachen in der Klinik angeht, da wir in Belgien leben sollten wir zumindest französisch als 2.Sprache beherrschen,dann können wir es auch von unseren Angestellten, vor allem den Ärzten verlangen. Dieses Deutsche Denken in der Dg. kotzt mich seit Jahren an, darum haben wir unsere Kinder später in das französisch sprachige Gebiet zur Schule geschickt. Kaum ein Schüler der studieren will schafft es das erste Jahr wegen der Unkenntnis der Sprache. Und was die Klinik betrifft, in Malmedy sind mittlerweile mehr zweisprachige beschäftigt wie in St. Vith, und Lüttich ist auch nicht so weit weg. Also Fusion? Wenn St. vith nicht imstande ist die Klinik mit gutem Personal zu führen, gibt es andere Möglichkeiten, trotzdem Schade.

  28. Schade dass das Sie ankotzt! Aber wir alle, auch die Älteren und Nichtakademiker haben ein Recht auf unsere deutsche Sprache. Und….viele Studierende schaffen das 1. Jahr. Aber ….schicken Sie Ihre Kinder weiter zur Wallonie. Und…..Ihr Vergleich mit Malmedy hinkt gewaltig!

  29. mehr war nicht drin

    Noch ein Nachschlag: Ich habe es mir noch ein mal angetan, weil ich nicht so weit fahren wollte. Selbst früher sehr engagierte Fachärzte haben nicht mehr den Elan. Die haben sich irgendwie in den Trott eingefahren. Wirklich gebracht hat mir der Zeitaufwand nichts. Für meine nachgewiesene Verletztung, muss ich mir weiterhin mit meiner Laienbandage von Amazon behelfen. Wartezeiten für die Untersuchungen sind in der Regel zu lang. Eine Verordnung für die Weiterbehandlung einer chronischen Erkrankung in Aachen bekam ich auch nicht. Das ist wohl nicht erlaubt. Das Gleiche ist mir am Eupener Krankenhaus passiert. Es geht nicht um das Wohl des Patienten. Dann bekam ich eine Empfehlung, ich solle doch doch zu dem Spezialist gehen, der in die Klinik kommt. Ich habe mir den Termin genommen (Anfang Dezember). Zuhause habe ich diesen Arzt mal gegoogelt. (Dr. Google) Dieser Facharzt war in einiges verwickelt. Sowas darf dann im Krankenhaus Sankt Vith praktizieren. Hatte ja Zeit genug zu stornieren. Das war mir dann zu gefährlich. Auch der Verwaltungsrat der Klinik (bestehend aus den Eifelbürgermeistern und einigen ausgewählten Persönlichkeiten) ist in der Verantwortung für die Klinik. Es sollten nicht immer möglichst viele Behandlung angeboten werden. Es sollten eigentlich nur wenige Behandlungen angeboten werden in kleinem Landkrankenhaus. Alles andere ist nicht gewollt und gekonnt und vielleicht auch gefährlich für den Patienten. Es sollte dem Verwaltungsrat, der Verwaltungschefin, den Ärzten und der Politik endlich bewusst werden, dass es bei einem Krankenhaus eigentlich nur um ein Qualitativ hochwertige Versorgung gehen sollte. Das ist nur bis auf wenige Ausnahme gewährleistet zu sein. Auch ist die Verwaltung nicht unbedingt in der neuen Zeit angekommen. An grossen Kliniken ist die Verwaltung auf ein Minimum reduziert und viele Dienstleistungen kann man online anfragen. In der Radiologie in der Klinik Sankt Vith liefen viele Verwaltungsdamen rum, aber nur sehr wenig medizinisches Personal. Wartezeiten mit festem Termin sind viel zu lang. Fast eine Stunde musste ich warten, mit einer festen Terminabsprache. Ich denke die ganze Organisation dieses kranken Krankenhaus muss dringend reformiert werden. Auch die verzweifelten Versuche der Klinikleitung das Image des Hauses zu verbessern scheitern kläglich.

  30. Ein kranker Patient

    Sehr gut geschrieben! Warum müssen überhaupt an solchen Stellen immer noch Politiker am Melkpott hängen? Genau wie bei der Polizeizone? Ist sicher ein „Hobby“ von den Leuten, das immer wieder solche Jobs erfunden werden, eher ausgenutzt? Natürlich nicht umsonst. Unser Land erstickt eines Tages an all den Nutzniessern, welche links und rechts mitverdienen? Dabei leidet unweigerlich der wahre Dienstleistungssektor. Es muss an allen Ecken gespart werden! Aber niemals an solchen Ecken, da fängt man immer zuerst beim arbeitenden Personal an. Das ist eines der grössten Übeln unseres Landes. Der kleine zuerst, dann viel später erst bei den richtigen. Was meinen Sie, was so alles in Eupen rumläuft, und immer noch gesucht wird? Kein Mensch versteht das. Aber die oben, die stören sich nicht dran! Eine Schande. Aber wohl auf die Bürger hören und zugehen, vor den Wahlen, ja! Aber danach?

  31. Innseider

    Jow in Sankt Vith gibt es 5 Hausmeister und Projektmananger und sogar eine Person die nur für die Einführung neuer Arbeitskräfte zuständig ist d.h; sie rennt ab und zu mit neuen Leuten oder Besuchern durchs Haus und wird dafür auch noch gut bezahlt. Alles Leute von der oberen Etage die Geld kosten .

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