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Was ist typisch belgisch oder typisch deutsch?

Was ist belgisch und was ist deutsch? Im hiesigen Grenzgebiet eine sehr oft gestellte Frage. Foto: Christian Willems

Knapp zwei Wochen nach der Burka-Aktion befasst sich das Grenz-Echo im Rahmen seiner Serie über Ausländer in Ostbelgien mit der zahlenmäßig stärksten ausländischen Gruppe in der DG, den Deutschen, und wirft die Frage auf: „Was ist typisch belgisch oder typisch deutsch?“

Man suche nach „Antworten jenseits der üblichen Klischees“, heißt es. Die Ausländer stellen insgesamt 20,18% der hiesigen Bevölkerung dar (Stand 1.1.2011), und von den ausländischen Mitbürgern besteht der größte Teil aus Deutschen, nämlich genau 11.350. In Raeren ist fast jeder zweite Einwohner Deutscher.

Befragt wurden 8 in der DG wohnhafte deutsche Staatsbürger, was das Leben hier einerseits attraktiv und andererseits aber auch schwierig gestaltet. Viel Neues erfährt man dabei nicht – wahrscheinlich auch deshalb, weil es den „typischen Belgier“ und den „typischen Deutschen“ bzw. das „typisch Belgische“ und das „typisch Deutsche“ in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Siehe dazu auch Artikel „Nathalie Wimmer“

Siehe auch „Undercover durch Eupen“

In der DG ist jeder Fünfte Ausländer, aber die meisten davon sind Deutsche

 

80 Antworten auf “Was ist typisch belgisch oder typisch deutsch?”

  1. Typisch „Deutsch“

    Wenn möglich laut damit viele es hören: prahlen mit Urlaubserinnerungen, Anschaffungen usw.
    In belgischen Supermärkten den Mund aufreißen und im Endeffekt aus Geiz außer Kraut doch nichts kaufen da ja „bei uns alles billiger ist.

      • Mannomann

        Ich kann mich Alemannia4ever nur anschließen: Das Phänomen, das 2014er anspricht, ist mir noch nie begegnet und ich gehe fast jede Woche einkaufen. Motzen über Deutsche ist hierzulande ein Volkssport – vor allem bei denen, die kaum Deutsche kennen. Ich habe u.a. in Deutschland gearbeitet und habe nur gute Erfahrungen gemacht (ebenso in der Wallonie). Sicher gibt es auch deutsche Angeber, doch sie sind eher die Ausnahme; aber es ist eben so, dass die, die am lautesten schreien, auch das Bild prägen.

        • Zappel Bosch

          Stimme Ihnen zu, aber das mit dem „bei uns ist’s billiger“ war früher wirklich so , vor allem im hiesigen Einzelhandel. Da der Einzelhandel schrumpft, ist es das Phänomen sicher auch… Übrigens, wir kaufen auch „drüben“ nichts, wenn es dort teurer ist, zumindest als „mündige Käufer“ nicht; und das sind wir doch alle, hüben wie drüben, oder? ;)

    • dr skater

      @2014er Dann hast du noch nicht erlebt wenn familie „WELSCH“ mit 5 kinder im „KAUFLAND“ einfällt, da bist du froh dass keiner den belgier in dir erkennt. Und billiger iss wirklich „bei uns“

  2. Pffff das Sommerloch bein Grenz-Echo scheint diesen Sommer wirklich groß zu sein.

    Nach der überflüssigen Burka-Aktion nun dieser überflüssige Artikel bei die alten Vorurteile zum 1000. Mal durchgekaut werden…

    Das Niveau des Grenz-Echo befindet sich meiner Meinung nach stark im Sinkflug…

    • Mischutka

      Hallo, lieber @ Alex :
      Genau dieser Meinung bin nicht nur auch ich, sondern noch viele andere die ich kenne. Vielleicht kommen die noch auf die Idee, eines Tages einen Charlie Chaplin durch Eupen spazieren zu lassen, evtl. ein Schildkrötenrennen rund um die Talsperre zu organisieren und seitenweise darüber zu berichten – oder einen „spannenden“ Artikel über die Essgewohnheiten eines kleinen Dorfes in Lampukistan zu schreiben…. Hauptsache ist, die Zeitung wird voll. Da steht dann immer der Titel des „Artikels“ im Internet auf der Starseite, darunter dann : „um weiter zu lesen ein Abo kaufen“ (usw..). Mal sehen, wie lange DAS noch gut geht. (ist ja hier schon oft diskutiert worden).
      Jedenfalls kann man auf die kommenden Jahre (???) gespannt sein ! MfG.

    • Farblos in Ostbelgien

      Dass die üblichen Kandidaten unter den Wutbürgern jeden Ansatz in der Luft zerreißen würden, war schon klar… Da aber nunmal die Anti-Deutsche Haltung (trotz neuer Generation und immer wieder durchgekauten Themen) und übliche Klischees scheinbar auch heute IMMER NOCH bestehen, wird folglich auch die Berichterstattung darüber weitergehen… logische Schussfolgerung! Es gibt nunmal „integrierte“ und weniger Integrierte Deutsche. Dass der Text zum aktuellen Zeitpunkt mit diesen befragten Zeitzeugen schon zuvor „durchgekaut“ wurde wäre überheblich, vor allem da sich ja nun einige getraut haben mit NAMEN und FOTO für ihre Meinung einzustehen, Respekt, dass sie sich das in diesem „Dorf“ hier getraut haben. Und an alle Wutbürger und Nörgler: Wenn man in der GE-Serie „Migration und Integration“ neben allen bööösen „Ausländern“ in der DG die Deutschen als zahlreichste vertretene Gruppe vergessen hätte, hättet ihr auch gemotzt… Es ist ja NIE wirklich etwas gut. Aber andere in der Luft zerreißen, statt bei sich selbst anzufangen ist natürlich auch viel einfacher, wa?!

    • Farblos in Ostbelgien

      Ach und nur so als Anmerkung: Wenn man andere Themen will, kann man sich ja eine überregionale Zeitung kaufen. Denn das GE ist ja eine Lokalzeitung und berichtet auch lokal – leuchtet ein oder? Natürlich könnte das GE auch haufenweise ach so interessante Themen von dpa oder belga kaufen um die „langweiligen“ Seiten zu füllen… SIE Herr Alex wären sicher der erste, der sich beklagen würde, dass die Journalisten Sachen aus der Dose importieren, statt selbst zu schreiben!

    • Bin genau Ihrer Meinung, Alex.
      Und hier vorab die nächsten (bisher geheim gehaltenen) Themen im Grunz-Echo, die alle noch in „the silly season“ rausgekramt werden, als da wären :
      – Typisch Eifler, typisch Eupener. Haben diese Volksgruppen überhaupt (noch) Gemeinsamkeiten?
      – Welches sind die auffälligsten Mentalitätsunterschiede zwischen den Nord-und Südeiflern.
      -Ist das Verhältnis zwischen Kelmiser und Eupener hart aber herzlich oder keines von beiden?
      -Kann die DG überhaupt Vierte Region werden, da der Norden und der Süden territorial durch eine wallonische Gemeinde getrennt sind.Würde dieses „Problem“, falls es denn eines sein sollte, durch den Bau einer ca 20 Km langen „golden gate bridge“ oder besser: „the Venn bridge“ gelöst, die von Elsenborn bis Eupen verliefe?
      Fragen über Fragen die einer Antwort bedürfen.

      • Farblos in Ostbelgien

        @Kopfschüttel: Sie haben es erfasst. Dauermeckerei auf einem gefundenen Podium… Solang es Deutschen-Hasser und Leute gibt, die sich darüber auslassen, solang wird es in der Presse folglich Berichterstattung darüber geben!!! Von wegen „ausgelutschtes“ Thema: Die Kommentare belegen es.
        Ach und ps. immerhin war das Thema wohl interessant genug, seinen Weg auf die Ostbelgien Direkt-Seite zu finden, obwohl man doch scheinbar „nichts neues erfährt“?! – irgendwie widersprüchlich, aber das steht über uns Belgier ja auch im Original-Text ;-)

    • Lieber 10 Deutsche, welche uns nicht ihre Kultur und Mentalität aufzwingen wollen, als eine Burka-Trägerin und deren Konsorten, welche uns „kulturell bereichern“ und missionieren wollen.

  3. gerhards

    Was soll denn dieser Titel? Die bessere u d richtigere Frage ist oder wäre doch “typisch Aachener, typisch Kelmiser oder Eupener“ die Grenzen hier sind doch nur von Menschen erdacht und durchgesetzt worden die nie hier gelebt haben. Ansonsten hätten sie tunlichst alles so gelassen wie es war.
    Also habt euch alle lieb die ihr hier wohnt!
    Oder habt ihr lieber noch ein paar Südosteuropäer mehr in “ostbelgien“…

  4. Herr Werner

    Typisch ostbelgisch (zumindest was die Gemeinden im Norden betrifft) :
    – in Deutschland einkaufen gehen
    – in Deutschland ins Kino gehen
    – deutsches Fernsehen schauen
    – einen deutschen Fussballverein unterstützen
    – sich sehr gut in der deutschen Politik auskennen
    – ständig über DIE DEUTSCHEN herziehen

    Wahrscheinlich leiden wir alle unter einer kollektiven bipolaren Störung, unserer Zwerggliedstaatparanoia sowie diversen anderen Neurosen.
    Oder ist es doch nur das Sommerloch ?

  5. Urlauber

    Nicht nur typisch deutsch, sondern eher generell typisch für Sprachen Verweigerer: Sich wundern dass in Frankreich keiner deutsch versteht oder umgekehrt dass in Deutschland keiner französisch spricht.

    Ich bin in solchen Fällen immer zwischen Mitleid und Spott hin und her gerissen.

  6. Schlechtmensch

    Als nächstes kommt dann ein Vergleich zwischen, Mottese, Eupener, Kelmiser und Raerener. Das halte ich für Quatsch. Deutsche und Belgier sind nicht sehr verschieden, zumindest nicht hier in Ost-Belgien. In der tiefsten Wallonie ist das sicher anders. Viel interessanter würde ich finden wenn eine Grenz-Echo Redakteurin mit knappem Mini und hübschem Dekollete abends durch Schaerbeek flaniert und die dortigen Reaktionen mit denen aus Eupen bei der Burka-Aktion vergleichen würde. Das wäre mal interessant.

    • Ich kenne auch schon die nächste Reportage vom GE:

      „Was ist typisch ostbelgisch bzw. wallonisch? GrenzEcho-Mitarbeiterin Julie Hardt suchte nach Antworten abseits der üblichen Klischees. Sie befragte acht in der DG wohnhafte Wallonen, welche Herausforderungen das Zusammenleben zwischen Ostbelgiern und Wallonen birgt und was das Leben hier einerseits attraktiv, andererseits schwierig gestaltet. Und ob sie mittlerweile schon Deutsch gelernt haben.“

      Oder wäre das jetzt politisch inkorrekt???

  7. KGB Polli

    Ein Land in dem eine Weißrussin Präsidentin eines Radiosenders ist und im Verwaltungsrat sonst nur Deutsche sitzen kann so schlimm nicht sein. Bisher haben sich weder die Belgier noch die Behörden beschwert.

  8. gerhards

    Typisch OstBelgien, typisch Wallonisch, dies ist die deutlich bessere Fragestellung!
    Die Eifel könnte man sogar noch gesonderte betrachten. Warum dient Deutschland ständig als Vergleich? Weil es nichts zu vergleichen gibt!Es gibt einfach “zuviel“ gemeinsame das passt den vorzeige Belgiern bei uns einfach nicht, irgendwann werdet ihr noch eure “deutschen“ Nachnamen in französische andern aber ich bleibe der Herr Gerhards!

    • Alemannia4ever

      Recht haben Sie, Herr Gerhards. Seine Herkunft braucht man nicht zu verleugnen. Man identifiziert sich nicht dadurch, was man nicht ist. Und dieses „Ich bin kein Deutscher, ich will kein Deutscher sein, ich bin froh, kein Deutscher zu sein, bla bla bla“, das geht mir auf den Senkel. Hab´ fast noch nie gehört, dass einer sagt: „Ich bin froh, ein Ostbelgier zu sein, ich bin froh in der DG zu wohnen, etc.“
      Die absolute Krönung sind aber die, die zuhause deutsch sprechen und im Urlaub – wenn Sie glauben, auf Deutsche zu treffen – auf einmal nur noch Französisch verstehen und sprechen.

      • Malnurso

        „– auf einmal nur noch Französisch verstehen und sprechen.“

        und weshalb nicht? Wenn man dadurch im Ausland weniger auffällt, freundlicher empfangen und besser bedient wird.

        Ich bin froh ein mehrsprachiger Belgier zu sein und das noch sehr lange.

  9. Es reicht!

    Ein Deutscher hat Disziplin beim Belgier überwiegt Schludder. Der Deutsche malocht für seinen Prunkschlitten, der Belgier trägt sein Geld zur Bank. Der Deutsche ist eher ein Mieter, der Belgier eher ein Hauseigentümer. Der Deutsche muss ein Mal nach Malle in Urlaub der Belgier fährt in die Ardeche. Der Deutsche legt kein Wert auf gutes Essen, der Belgier ist ein Gourmet. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen.
    Ach ja in Deutschland kann man mit geschlossenen Augen als Fussgänger über den Zebrastreifen gehen ohne dass etwas passiert, in Belgien würde man sofort über den Haufen gefahren.

    • @Es reicht!
      Zu Ihr Zitat: „Ach ja in Deutschland kann man mit geschlossenen Augen als Fussgänger über den Zebrastreifen gehen ohne dass etwas passiert, in Belgien würde man sofort über den Haufen gefahren.
      Ich möchte gerne wissen auf welche Welt Sie leben; Träumen Sie bloß weiter.
      In der Tat, über den Haufen gefahren allerdings durch den „Deutschen“ mit seine Prunkschlitten, der denkt das die ganze Welt ihm gehört und er „ÜBERALL“ tun und lassen kann was und wie „ER“ will.
      Nur im eigenem Land hält „ER“ sich in etwa an die Regel, und wird der „Moralfinger“ großzügig ge/benutzt allerdings wieder vor allem gegenüber Anderen nur nicht gegen sich selbst.
      Der „Deutsche“ sieht gerne das (Alles) „Schwarze“ bei Anderen, nur bei sich selbst….Obwohl in Deutschland läuft so vieles schief…aber finger zeigen Richtung alles was „nicht deutsch“ ist, das konnten „Die“ schon immer als die Besten.
      Lieber „unsere“ belgische (Schludder??) Mentalität als das „Hochnäßige“ vieler(!!) Deutschen.

      • Malnurso, sie mutieren immer mehr zum Weltmeister der Fettnäpfchenspringer. Der Aufmacher lautet:“Was ist typisch belgisch oder typisch deutsch“! – Sie verwechseln belgisch mit französisch!
        Irgendwie haben Sie etwas mit ihren blauen Gesinnungsgenossen gemeinsam. Tatsachen verdrehen wo es nur geht.

    • Die LEute mit Prunkschlitten sind ein eigenes Völkchen. Sie kennen weder Vorfahrt (ist ja eingebaut), noch Blinker (zu teuer), müssen immer nur drücken (wie schön wenn man in die eisen geht und sie ihren Wagen vor Schreck fast schrotten, weil der Abstand nicht eingehalten wurde).

  10. Immer wenn du denkst,es geht nichts mehr,bringt das Grins-Echo einen Witzartikel her.
    Zuerst die „Burka mit der Wimmer.
    Doch keine Angst,sie können´s noch schlimmer.
    Jetzt noch,die Deutschen und die Belgier,
    wehn intressiert´s,ist doch egal.
    Hauptsache ist,es ist gestopft,
    das ach so große Sommerl…..!
    Und die Moral von der Geschicht,
    das Grinz-Echo,das les ich NICHT.

  11. Es geht hier nicht um typisch deutsch oder typisch belgisch, sondern um typisch deutsch oder typisch ostbelgisch.
    Typisch deutsch ist zum Beispiel, nicht typisch deutsch sein zu wollen.
    Und da der Ostbelgier von allen Deutschen einer der schlimmsten ist, reicht es ihm nicht einmal nicht typisch deutsch zu sein, nein er muss auf Teufel komm raus nichtdeutsch sein.
    Manche Ostbelgier sind so schräg, die könnten sich auf einem Trachtenumzug in Oberbayern (was ja gleichzeitig ultradeutsch und gar nicht deutsch ist) und auf einem Aufmarsch der antideutschen Antifa zuhause fühlen.

    Ich persönlich fand es in der Wallonie und in der BRD immer entspannter als in der DG.

    • hauseterjong

      Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, danke.
      Ich wohne 500m vom Grenzstein entfernt und Belgier bin ich dann per Zufall 1956 geworden als irgendwelche Bosse beschlossen hatten wir sind nun belgisch. Hier bei ins hat jeder 2. einen deutschen Pass aber im Internetauftritt unserer Gemeinde muss natürlich die Trikolore wehen damit man’s nur nicht vergisst wo man ist. Bei jeder anderen Gelegenheit ist der “Einheimische“ stolz Belgier zu sein. Klar jubelt er dann wohl wenn Schweinsteiger ein Tor schiesst und er selber natürlich der Herr Müller oder Schmitz ist. Fragt mal lieber nach den Unterschieden in Belgien selber da gibt’s soviel das es Bücher füllt.

      • Ostbelgier/Belgier

        da die Grenze ja nur 500 meter entfernt ist,und Sie lieber deutscher wären/sind,frage:was machen Sie noch hier in Belgien????und mein name ist weder müller oder schmitz ,und bejubele auch nie eine deutsche mannschaft.Nur,ich habe lieber mit einem in deutschland wohnenden Deutschen zu tun,als mit solchen Ihrer „Sorte“die sich sowieso nur ihre Vorteile herausnehmen à la“wie bläst der Wind denn Heute“ oder „wo habe ich am meisten Profitttttt..“

        • gerhards

          Das ist wiedereinmal typisch, wenn’s nicht passt jemanden der seit seiner Geburt hier lebt, dessen Eltern hier lebten genauso wie die Großeltern, wegzudenken.
          Der Hauseter und ich Trinken uns gern im Krickelstein ein Bier und solche “Belgier“ wie sie sind zum Glück selten gesät.. Es lebe Hauset, es lebe Kelmis und gerne auch Oche!
          Vive la Tralala!

  12. Werner Pelzer

    Einen kleinen Unterschied gibt es: Nach dem Unentschieden gegen Paraguay versinkt Deutschland drei Tage lang in Trauer, während Belgien sich über das Unentschieden gegen Frankreich freut.

    Vive la Belgique!

  13. Als Deutscher in Ostbelgien muß man schon ziemlich schmerzfrei sein. Manche merken wahrscheinlich nicht mal wie beleidigend sie sind. Ahnungslosigkeit kompensiert durch Hass und Verachtung? Was ist „der Deutsche“ ? Der Mesud aus Gelsenkirchen, der Kevin aus Belin oder der Adolf aus Österreich? Woher kommt der Hass einer Generation die den bösen deutschen Besatzer aufgrund seiner Geburt in den 60er oder 70er Jahren gar nicht erlebt haben kann?
    Goethe hat einmal gesagt: „Was du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“
    Gelegentlich sollte man eine Erbschaft auch mal ausschlagen.

    • Werner Pelzer

      @EdiG , es leben noch viele Zeitzeugen, insofern ist das, was im 2. Weltkrieg geschehen ist, bei diesen Leuten schon noch präsent. Sie haben vergeben, aber nicht vergessen. An zweiter Stelle kommt eine gewisse Arroganz, die einige Zeitgenossen von drüben hier versprühen. Das trägt auch nicht gerade zu einem überschwänglichen Freundschaftsverhältnis bei. Aber man wird trotzdem miteinander fertig, jeder auf seine Art eben.

    • Münsteraner

      „Bescheiden wie am Wegesrand das Veilchen steht verdeckt,
      So liegt mein teures Eifelland in Bergen wohlversteckt.
      Es nennet sein nicht Schätze reich, nicht großer Städte Glanz,
      Und doch kommt leicht ihm keines gleich im deutschen Länderkranz.“ aus: LEJEUNE, C., Leben und Feiern auf dem Lande. Die Bräuche der Belgischen Eifel, St.Vith, 1993, S.28

      …wer wahrhaft auf der Suche nach dem kulturellen und historischen Hinterland der heutigen Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ist, kommt zwar an der Bundesrepublik Deutschland vorbei, nicht aber an dem historischen Deutschland…die deutsche Einheit könnte zweifellos weitergedacht werden….

      …der GE-Beitrag partizipiert auf gehabte Art und Weise an der Mutlosigkeit eines verlassenen deutschen Volkes, das im Kern aber auch nach jahrzehntelanger Indoktrination im Kern deutsch geblieben ist.

      …aber auch hier wird eines Tages ein neuer Frühling in die Heimat ziehen…

      • Alemannia4ever

        Ich fürchte für Sie, Münsteraner, dass der DGler an sich kein Bedürfnis erkennt, an Deutschland angeschlossen zu werden. Wer will sich schon von einer Städteregion und vom fernen Düsseldorf vorschreiben lassen, wie das alltägliche Leben geregelt wird. Das geht doch von Eupen aus viel direkter und vor allem bedarfsgerechter.

  14. gerhards

    Ist es nicht möglich im heutigen Europa eine Zweistaaten-Regelung zu treffen? Deutsch-belgischer Pass? Die deutschen kümmern sich um unsere Finanzen und die Polizei sowie die Aussenbeziehungen, die Belgier übernehmen Kultur und Soziales.
    Die Steuereinnahmen werden entsprechend geteilt bzw Ausgaben auch, wobei der Straßenbau unbedingt in deutsche Obhut sollte ;-)
    Ist das zuviel verlangt?? Unglaublich wie engstirnig das alles ist, so wird es nie was mit Europa

  15. Ich habe beide Seiten kennen gelernt. Ich bin in Eupen wohnhaft gewesen und zur Schule gewesen. Ich habe bewusst eine Ausbildung in Deutschland genossen und dort gearbeitet und auch dort gut gelebt (deutsche Mentalität hin oder her). Ich gehe immer noch gerne nach Aachen und Umgebung seitdem ich wieder in Eupen lebe und arbeite. Im Urlaub muss man halt desöfteren erklären, dass man belgischer Staatsbürger ist, obwohl man Deutsch spricht. Man wird weiterhin nett bedient und ist recht interessiert über dieses kleine belgische Grüppchen, welches Deutsch spricht. Jeder hat seine Macken.

  16. Was ist typisch belgisch oder typisch deutsch
    „Befragt wurden 8 in der DG wohnhafte deutsche Staatsbürger, was das Leben hier einerseits attraktiv und andererseits aber auch schwierig gestaltet. Viel Neues erfährt man dabei nicht – wahrscheinlich auch deshalb, weil es den “typischen Belgier” und den “typischen Deutschen” bzw. das “typisch Belgische” und das “typisch Deutsche” in Wirklichkeit gar nicht gibt.“

    Im Gegensatz zu manch anderen Kommentatoren hier im Forum, finde ich, dass das Grenz-Echo im allgemeinen mit einer guten Berichterstattung, Artikeln, Themen usw. aufwartet. So weit ok.
    Was aber seit dem „Sommerloch“ in der „einzigen Tageszeitung Ostbelgiens „redaktionnell so an „Gerichten“ „gekocht“ worden ist, führt eher zu einer Salmonellenvergiftung.
    Sowohl die „Burka-Geschichte“ als auch die aktuelle, weltbewegende Schlagzeile :
    „Was ist typisch belgisch, was ist typisch
    deutsch?“ und die Antwort sogleich hinterher mitliefert: “ ….dass es den“ typisch Deutschen“ und“ typischen Belgier“ wahrscheinlich gar nicht gibt, erklärt das Thema von vorne herein als absurdum. Nun ja, “ we are leaving in the Kappesland“

  17. Kopfschüttel...

    „We are leaving in the Kappesland“? … „Wir sind verlassend im Kappesland“? Soll wohl eher „we are living in the Kappesland“ heißen, oder? Die Englischkenntnisse in Deutschland sind offensichtlich schon mal besser.

  18. gerhards

    Ihr seit echte Korinthen :-)) Heute ist Freitag, sprich der Herr Gerhards geht sich eins in Kelmis schnappen..da stehen an der Theke drei mann mit belgischem Pass, einer ist Holländer und dann noch zwei deutsch Passinhaber. Dann lachen wir schön über Eure Kleinbürger Gedanken

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