Kultur

Die ostbelgischen Dichter Freddy Derwahl und Bruno Kartheuser in „Akzente“

Freddy Derwahl (l) und Bruno Kartheuser (r). Fotos: privat

„Akzente“, eine der im gesamten deutschsprachigen Kulturraum bekanntesten Literatur-Zeitschriften der Nachkriegszeit, ist am Dienstag im Düsseldorfer Heinrich-Heine-Haus in neuer Edition im Dittrich Verlag von der Herausgeberin Marietta Thien vorgestellt worden.

Das Thema des Heftes ist „Alter“, dabei handelt es sich um „Spuren der Zeit über das, was war, ist und wird“.

Das Cover der Literaturzeitschrift „Akzente“ zum Thema „Alter“. Quelle: Amazon.de

Die „Akzente waren 1953 von Walter Höllerer, Literaturprofessor an der Freien Universität Berlin, und vom Lyriker Hans Bender gegründet worden; dies mit Beiträgen u.a. vom späteren Nobelpreisträger Günther Grass und von der großen österreichischen Dichterin Ingeborg Bachmann. 1975 übernahm der Publizist Michael Krüger die Leitung.

In dem vierteljährlich erscheinenden, 95-seitigem Heft sind auch zwei ostbelgische Autoren vertreten: der Eupener Schriftsteller Freddy Derwahl mit der autobiografischen Erzählung „Mariawald, mon amour“ sowie der „Krautgarten“-Herausgeber Bruno Kartheuser mit Gedichten. Beide sind Träger des ostbelgischen Literaturpreises und zuletzt mit den Büchern „Auf dem Marktplatz“ sowie „Baltes aus Schlommefurt“ mit regionalbezogenen Werken aus dem Eupener Land und der Eifel an die Öffentlichkeit getreten.

Die Zeitschrift wird zum Preis von 12 Euro im Dittrich Verlag in D-53991 Weilerwist-Metternich oder unter info@velbrueck.de angeboten.

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Einzelheft 12 Euro
Akzente – Zeitschrift für Literatur
ALTER
Herausgeberin: Marietta Thien
Dittrich Verlag
Meckenheimer Strass 47
D-53919 Weilerwist-Metternich
info@ velbrueck.de

22 Antworten auf “Die ostbelgischen Dichter Freddy Derwahl und Bruno Kartheuser in „Akzente“”

  1. "Akzente"

    Die Literaturzeitschrift „Akzente“ ist in Ostbelgien tatsächlich kaum bekannt. In Deutschland ist „Akzente“ allerdings eine renommierte Literaturzeitung – wenn auch mit kleiner Auflage.

    • Goethe-Leser

      BK ist ein hochintelligenter Literat. Klasse.

      Von Derwahl kann man dies nicht immer behaupten. Wülstige Formulierungen zeichnen noch lange keinen Dichter oder Schriftsteller aus. Der stete Drang, sich als graue Eminenz und „doctor gentium“ darstellen zu wollen, ist manchmal schon peinlich……………

      • Literaturexperte

        @ Goethe- Leser
        Es tut mir leid, Ihnen das so direkt und offen zu sagen, aber Sie verstehen nichts von Literatur.
        Derwahl ist für uns Experten sogar der bessere von diesem Zweigespann.
        Aber vermutlich steckt hinter Ihren beschämenden Aussagen nur der übliche Neid der Besitzlosen.

        • Goethe-Leser

          Literaturexperte : ich könnte der schreibenden Zunft vielleicht näher sein als Sie denken. Zügeln Sie bitte Ihre unsachlichen Kommentare. Noch vor einigen Wochen äusserte ein deutscher Insider sich recht negativ über Derwahl – nach dem Motto viel Schein, wenig Sein ODER grosse Hülle und wenig Inhalt.

      • Dr. Arnold Heck

        Sehr geehrter Goethe- Leser.
        Sie sind weit davon entfernt, hier irgendwelche wichtigen oder zutreffenden Analysen erstellen zu können
        Auch der Gebrauch von Wortkreationen wie “ wülstig“ , normal heisst es wulstig, oder von lateinischen Vokabeln kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie mit der Materie ‚ Literatur‘ total überfordert sind.
        Derwahl ist schlechthin der größte ostbelgische Autor des letzten Jahrhunderts.
        Da reicht ein Herr Kartheuser beim besten Willen nicht annähernd dran.
        Kartheuser ist in den Augen der Literaten ein fleißiger Mensch, der sich stets bemüht.

  2. Bruno Kartheuser

    Bruno Kartheuser: AKZENTE
    Freddy Derwahl und mir ist Ehre seitens der Literaturzeitschrift AKZENTE widerfahren. Das muss keinen Streit gleichwo in der Welt auslösen. Wenn ostbelgische Leser oder Thekensteher daraus einen Boxkampf herauslesen wollen – wer der bessere sei -, ist das allein deren Problem, das uns Autoren nicht berührt. Wir freuen uns des Erfolges. Man hat zur Kenntnis zu nehmen, dass Autoren aus Ostbelgien sich in der literarischehn Welt der angestammten Sprache behaupten, jeder auf seine Weise. Eine Genugtuung! Wobei die Literaturkolilitik aktuell KEINEN Wert mehr in der aktuellen Kultur Ostbelgiens mehr darstellt. (Glauben Sie ernsthaft, dass der Gendarm Gregor F. weiß, was ein Gedicht ist?). Nein, Freches und Paasch haben andere Dringlichkeiten. Die deutsche Sprache durfte als Alibi für die „Autonomie“ gegenüber Flamen und Flamen herhalten. Aber die Pflege der deutschen Sprache, und an ihrer Krönung der Literatur, hatte keinen Platz in ihrem Selbstbedienungsladen.

  3. B. Kartheuser - Korrektur

    Sorry, zwei Stellen rufen nach Korrektur.
    -„Wobei die Literaturpolitik keinen Wert mehr in der aktuellen Kultur Ostbelgiens darstellt.“
    – „Die deutsche Sprache durfte als Alibi für die ‚Autonomie‘ gegenüber Flamen und Wallonen herhalten.“

  4. Freddy Derwahl

    Als ostbelgischer Autor erfreut es zu lesen, welch lebhafte Diskussion, die vom kulturell versierten OD-Chefredakteur Gerard Cremer veröffentlichte Berichterstattung über die Vorstellung der Zeitschrift „Akzente“ im Düsseldorfer Heinrich-Heine-Haus“ auslöst.

    Als unmittelbar Betroffener nur dies:
    Ob Germanistikstudent oder literarisch Desinteressierter, jeder das das Recht auf freie Meinung, wenn es gewiss nicht schaden kann wenn sich diese auf Kenntnis der Fakten bezieht.

    Wichtig ist zu wissen, dass es in Ostbelgien kein literarische Hitparade gibt, sondern zwischen allen Autoren eine solidarische Zusammenarbeit besteht, die unserer überschaubaren Kulturlandschaft nicht schadet. und auch im nahen und ferneren Ausland anerkannt wird.

    Dabei habe ich für die geschliffene Sprache und verdienstvolle Lebensarbeit des Dichters und Krautgarten-Herausgebers Bruno Kartheuser höchsten Respekt. Ich habe es bereits gesagt und wiederhole es immer wieder: Das Gedicht, das er seiner verstorbenen Mutter gewidmet hat, ist das beste der ostbelgischen Literaturgeschichte: „Der Tod hatte nicht dein Format“. Schöner kann man es nicht schreiben.

  5. meinemeinungdazu

    Mich ekelt die hier praktizierte Lobhudelei und die gegenseitige Beweihräuscherung der beiden Literaten nur noch an.
    Der eine wie der andere hat sein Brot nicht mit wirklicher Arbeit verdient sondern mit Beiträgen, welche nur einige wenige in Ostbelgien und darüber hinaus interessierten.
    Und dafür gabe es dann auch noch Subsidien oder Zuschüsse. Dann als der Subsidienhahn zugedreht wurde, war es aus mit lustig.
    An der DG wurde dann plötzlich nur noch rum gemösert und diese kritisiert.

    • Dr. Armin Schwall

      Sehr geehrter meinemeinungdazu
      Sie verbreiten hier schlicht Unwahrheiten, wenn Sie behaupten, dass beide Autoren “ ihr Brot nicht mit wirklicher Arbeit verdient hätten“. Der eine, Derwahl, war Redakteur für Zeitungen und dem Rundfunk, der andere war Lehrer, auch wenn ihm dieser „Broterwerb“ oft lästig war.
      Zweitens , es gibt keine ‚Beweihräuscherung“, genau so wenig wie es ‚ rum gemösert: gibt.
      Schuster bleib bei Deinen Leisten und mösern Sie nicht zu Themen rum, denen Sie nicht gewachsen sind.

      • Goethe-Leser

        Dr. Armin Schwall : Sie scheinen ja ein staatlich anerkannter Erbsenzähler zu sein…..
        Verfügt jemand über entsprechendes Zahlenmaterial : Wieviele Jahre hat Derwahl Bezüge seitens des BRF erhalten und welche Leistungen wurden erbracht?

  6. Der Alte

    Die Zeiten ändern sich. Konnte 1830 eine Opernaufführung noch einen Aufstand auslösen, der zur Selbstständigkeit Belgiens führte, so sind heute wohl Tik-Tok Auftritte wesentlich prägender für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen außerhalb des Teiles des Lehrerzimmers, der von Altphilologen genutzt wird. Schlussfolgerung: Lasst den Damen und Herren, die sich für dieses selten betriebene Hobby interessieren in Frieden ihren Neigungen nachgehen. Seit nachsichtig mit ihnen, wenn sie sich loben oder echauffieren, sie stören niemanden und schaden keinem.
    Was die Bedeutung der deutschen Sprache für die DG anbelangt, so ändern sich die Zeiten ebenfalls. Wo vor 50 Jahren noch Straßenschilder beschmiert wurden wenn diese Ortsnamen in Französisch aufwiesen, sind heute eine Mehrheit der Grundschüler von Hause aus arabischsprachig oder französischsprachig. Daran ändern Gedichte nichts.

  7. Wer da eine „Meinung“ dazu veröffentlicht, sollte sich doch zunächst über Fakten informieren.
    Bruno Kartheuser war ein von Schülern, Eltern und Kollegen geschätzter Philologe in St. Vith. Freddy Derwahl war fast 40 Jahre lang Journalist im GE, Redakteur und Brüssel-Korrespondent der AVZ, sowie Redaktionsmitglied im BRF in Brüssel und Eupen. Zu schreiben, sie hätten „ihr Brot nicht mit wirklicher Arbeit verdient, ist nicht nur eine Lüge, sondern beleidigend für sie und ihre Familien.
    Im Ruhestand literarisch tätig zu sein, bringt ihnen keinen Cent. Im Gegenteil, sie müssen Druckkosten sowie Übersetzungen selbst bezahlen oder kostspielig im Selbstverlag veröffentlichen. Subsidien oder Spenden von Sponsoren, die sich für die ostbelgische Kultur einsetzen, sind kein Trinkgeld sondern hilfreiche Grosszügigkeit, die Herausgabe von Büchern erst möglich macht.
    „Schluss mit lustig“ ist es auch nach politischen Bestrafungen und ferngelenkten Fehlurteilen allerdings noch nicht. Beide bereiten neue Bücher vor. Nicht zum Schaden ihrer ostbelgischen Heimat.

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