Gesellschaft

Statuen von König Leopold II.: Prinzessin Esmeralda von Belgien für Volksbefragung und Entschuldigung

12.06.2020, Belgien, Brüssel: Der Sockel des Denkmals des belgischen Königs Leopold II. steht ohne die Statue da, nachdem es von Demonstranten im Rahmen eines „Black Lives Matter“-Protests beschädigt wurde. Foto: Laurie Dieffembacq/BELGA/dpa

AKTUALISIERT – Während im Sog der Demonstrationen gegen Rassismus in Belgien die Debatte über die kolonialistischen Ära tobt und zur Schändung oder Entfernung einer Denkmäler zu Ehren von König Leopold II. tobt, hat sich mit Prinzessin Esmeralda ein Mitglied der Königsfamilie, von dem man normalerweise nicht viel hört, zu Wort gemeldet. Es ist Prinzessin Esmeralda von Belgien.

Prinzessin Esmeralda ist die Urgroßnichte von Leopold II. Sie ist die jüngste Tochter von König Leopold III. und dessen zweiter Frau Mary Lilian Baels, der späteren Prinzessin von Réthy. Heute lebt die 63-Jährige in London, weit weg von der königlichen Familie. Sie ist Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin. Im Jahre 2019 wurde sie als Teilnehmerin bei einer Demonstration der Bewegung „Extinction Rebellion“ in London kurzfristig verhaftet.

09.06.2020, Belgien, Tervuren: Eine Büste von König Leopold II. von Belgien wurde mit roter Farbe beschmiert. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa

Prinzessin Esmeralda sprach am Freitagabend im Fernsehen. Hinsichtlich der Statuen, die einige gerne zerstört oder entfernt sehen würden, ist sie der Meinung, dass sich die belgische Bevölkerung in einer Volksbefragung äußern sollte.

„Natürlich verletzen Statuen, die sich im öffentlichen Raum befinden und zum Ruhm der Kolonisatoren oder Sklavenhändler errichtet wurden, eine ganze Gemeinschaft“, sagte sie gegenüber RTL-TVI. Nach Meinung der Prinzessin sollte es in unserem Land eine breite öffentliche Konsultation geben, an der alle teilnehmen, um zu entscheiden, was mit ihnen geschehen soll. Sollen sie in ein Museum kommen oder mit Erklärungsplaketten versehen werden? Die Debatte müsse geführt werden, sie sei dringend.

Prinzessin Esmeralda sprach gegenüber der RTBF auch über die Möglichkeit einer Entschuldigung. Im Idealfall wäre es ihrer Ansicht nach König Philippes Aufgabe, dies zu tun, am besten sogar gemeinsam mit der Föderalregierung.

Aus Protest gegen Belgiens frühere Schreckens-Herrschaft im Kongo sind in Brüssel Statuen des ehemaligen Königs Leopold II. (1835-1909) beschädigt worden. Auch Schilder mit seinem Namen wurden in der Nacht zum Freitag übermalt. Seit Tagen mehren sich derartige Aktionen.

Leopold-Statuen sind wie psychologische Gewalt

Zudem gibt es Online-Petitionen mit Zehntausenden Unterschriften, die einen Abbau der Statuen fordern. „Für die afrobelgische Gemeinschaft sind die Statuen in der Öffentlichkeit wie psychologische Gewalt, weil sie die Verbrechen banalisieren“, sagte Esther Kouablan vom rassismuskritischen Verband MRAX der Deutschen Presse-Agentur.

11.06.2020, Belgien, Brüssel: Ein Arbeiter reinigt eine Bronzefigur des belgischen Königs Leopold II., die zuvor von Demonstranten im Rahmen eines „Black Lives Matter“-Protests beschmiert wurde. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Sie kritisierte eine fehlende Aufarbeitung der Kolonialzeit in Belgien. „Das spielt keine Rolle in Schulbüchern zum Beispiel.“ Kouablan schlug vor, Statuen in Museen zu schaffen. Einige Denkmäler wurden infolge der Proteste bereits abgebaut, so zum Beispiel in Antwerpen (siehe Tweet mit VIDEO unten).

MR-Parteichef Georges Bouchez sprach hingegen in Bezug auf die Schändung von Monumenten zu Ehren des ehemaligen Königs von „Vandalismus“. Er empfahl, an den Statuen Schilder mit Erklärtexten anzubringen (siehe Tweet von Bouchez unten).

Unter der Herrschaft Leopolds II. wurde der Kongo systematisch ausgeplündert. Millionen Menschen kamen unter der Terrorherrschaft ums Leben. Um die Jahrhundertwende kamen die Gräuel nach und nach ans Licht. Das zentralafrikanische Land gehörte noch bis 1960 zum belgischen Kolonialreich.

Die Zeitungen der Verlagsgruppe Sudpresse holten die Meinung von Prinz Laurent ein. Der jüngere Bruder von König Philippe hob insbesondere die vielen Errungenschaften des „Erbauer-Königs“ hervor, verwies aber auch auf die Missbräuche, die im Kongo begangen wurden, als das Land im persönlichen Besitz von Leopold II. war.

Prinz Laurent verteidigt Leopold II.: „Er selbst war nie im Kongo“

„Sie müssen wissen, dass es viele Leute gab, die für Leopold II. arbeiteten, und diese haben wirklich missbraucht“, so Prinz Laurent: „Aber deswegen kann man noch lange nicht Leopold II. des Missbrauchs beschuldigen. Leopold II. selbst ist nie in den Kongo gereist. Deshalb verstehe ich nicht, wie er dort Menschen hätte Leid zufügen können.“

12.06.2020, Belgien, Brüssel: Passanten gehen an einer Büste des ehemaligen belgischen Königs Baudouin vorbei, die mit roter Farbe bemalt wurde. Die Beschmutzung ist Teil der Bemühungen der Anti-Rassismus Proteste, mehr Aufmerksamkeit auf Menschen zu lenken, die kolonialistische und rassistische Hierarchien aufrecht erhalten haben. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Prinz Laurent betonte zudem, dass er sich immer entschuldigt habe, wenn er zu einem Treffen mit einem afrikanischen Staatsoberhaupt eingeladen worden sei. „Ich habe immer gesagt, dass ich mich für das entschuldige, was die Europäer im Allgemeinen den Afrikanern angetan haben.“

Zu den Protesten gegen König Leopold II. in Belgien heißt es am Freitag in der flämischen Zeitung „De Standaard“:

„Die weltweiten antirassistischen Proteste sind in Belgien ausdrücklich gegen König Leopold II. (1835-1909) und gegen die Standbilder, Büsten und Straßennamen gerichtet, die ihn immer noch ehren. Womit hat Leopold das verdient? Zehn, womöglich gar zwölf Millionen Tote soll er auf dem Gewissen gehabt haben, die Hälfte der damaligen (kongolesischen) Bevölkerung. (…)“

Weiter schreibt „De Standaard“: „Das Regime, das Leopold installierte, beruhte weniger auf Kolonialisierung als auf wirtschaftlicher Ausbeutung. Von den Kongolesen wurde verlangt, dass sie Kautschuk aus den Wäldern holten – eine schwere und unangenehme Arbeit, die sie daran hinderte, ihren Lebensunterhalt mit der Jagd, dem Fischfang oder der Feldwirtschaft zu verdienen. Wenn nicht die verlangten Produktmengen geliefert wurden – das war wie eine Art Steuereintreibung -, folgten Sanktionen in Form standrechtlicher Exekutionen, Auspeitschungen, Gefängnis sowie der Belagerung oder des Niederbrennens ihrer Dörfer und Felder mit allem, was darauf wuchs.“ (cre/dpa)

59 Antworten auf “Statuen von König Leopold II.: Prinzessin Esmeralda von Belgien für Volksbefragung und Entschuldigung”

    • Dann geben Sie bitte alles, was Sie besitzen auch wieder ab. Denn alles, was wir in Belgien haben, ist auf die Plünderung des Kongos zurück zu führen, nicht wahr?
      Einfach nur krank! Ich vermute, daß Sie diese Zeile mit einem Knie auf dem Boden verfaßt haben…

  1. Kolonialismus war schon immer Teil der Menschheitsgeschichte. Schon das alte Testament erzählt nur solche Geschichten (Moses und die Ägypter z.B….). Alle die konnten haben sich daran beteiligt, Leopold II war da nicht anders als der Rest der Welt zu seiner Zeit. Daraus heute, im Überschwang selbstgefälliger Moral, zum Bildersturm aufzurufen ist an Heuchelei nicht zu überbieten. Die Taten vergangener Jahrhunderte macht niemand mehr rückgängig und sich für etwas entschuldigen was lange vor der eigenen Geburt passierte, ist nur verlogen. Versuchen wir die Lehren aus der Geschichte zu ziehen, wir werden mit ihr leben müssen, Bilderstürmerei ist nur selbstgefälliger infantiler Unsinn.

    • Guido Scholzen

      Nee, DAX !
      Ja dann könnten die Georgier sich eine Stalin-Statue aufstellen, in Berlin kann es wieder eine Adolf-Hitler-Straße geben (es gibt ja auch einen Boulevard-Leopold-II in Brüssel) und in Trier könnte es eine Karl-Marx-Statue geben…
      Hey, in Trier gibt es ja seit Jahren wieder eine K.-M.-Monument, gesponsort von den chinesischen Kommunisten, die in der Uiguren-Provinz viele KZs betreiben…

      Diese Leopold-II-Monumente können ruhig weg. Es wird Zeit.

  2. Arschkriecherei made in Ostbelgien

    „Er selbst war nie im Kongo, wie hätte er dort den Menschen Leid zufügen können?“

    Ja, und der Hitler war auch nie in Auschwitz, wie hätte er dort den Menschen Leid zufügen können?

    Interessiert uns sowieso nicht, Deutsch Gewesen (DG) wurde erst 1920 von Belgien annektiert, da war Leo II schon Geschichte wie es sein Land auch bald sein wird.

    Leider fielen in meinem anderen Post von heute die 5 ersten Buchstaben OD zum Opfer.

  3. Alfons van Compernolle

    Stimmt Leopold II ist persoenlich niemals im Congo gewesen , hat von den Greutaten niemals persoenlich etwas gesehen. Richtig ist aber , dass Leopold II ueber alle Greueltaten im Congo taeglich
    muendlich und schriftlich unterrichtet wurde , wie eine ZDF Dokumentation und diverse Buecher nachweisen. Leopold II hat sich niemals zu den Geschehnissen im Congo geaeussert , wohl aber die verfuegt , dass die Kautschukproduktion unbedingt erhoeht werden muesste.
    Ich selber bin 1968 / 1969 als junger Student in Leopoldville gewesen und habe alte Menschen gesehen, denen ein Bein oder eine Hand oder beides gefehlt haben, welche ihnen durch Belgische
    Aufseher abgeschlagen wurden. Ich selber habe 1969 einen im Congo stationierten Colonel kennengelernt, der mir dringend angeraten hat als Belgier niemals ohne Waffe die Stadt Leopoldville zu betreten. „Alfons, wenn Du in der Stadt einen schwarzen siehst, erst Schiessen und dann Fragen, sonst bringen sie um“ , war seine Begruendung. Mir hat niemals ein Congolese etwas boeses angetan , auch nur ein boeses Wort zu mir gesagt, im Gegenteil und ich war bis einschl 2004
    wohl 100 x im Congo !! Ich denke , dass es an der Zeit ist, dass auch Belgien sich einer unmittelbaren und ehrlichen Aufarbeitung seiner Kolonialgeschichte stellt und sich fuer das was vor langer Zeit dort geschehen ist , sich ehrlich und aufrichtig dafuer entschuldigt !
    Richtig ist auch , dass Belgien heute und das Belgien damals nicht mehr zu vergleichen ist.
    Belgien heute ist ein anderes demokratisches Land und Fremdenhass , wenn auch WIEDER vorhanden, eine Ausnahmeerscheinung ist. Selbiges gilt auch fuer unseren heutigen Koenig Filip, der
    fuer die Greueltaten, fuer die Leopold II verantwortlich ist, keine Mitschuld traegt.
    Gleichsam aber Glaube ich, sollte er persoenlich sowohl eine muendliche als auch schriftliche Entschuldigung an die Congolesen richten.

    • Johann Klos

      👍👍👍 und Bitteschön mal darüber nachdenken die aus diesem Gemetztel angesammelten Reichtümer der dortigen Befölkerung zurückzugeben. Ein es “ tut mir leid “ alleine braucht keiner.
      Gehen wir aber mal davon aus das wir es nicht mehr erleben werden.

      • Alfons van Compernolle

        Willi Mueller: Sind Sie fehlerfrei ??? Haben Sie noch niemals einen Fehler begangen ??
        Wenn Sie den Kinder haben oder Enkelkinder, wuerden Sie es gut finden , wenn diese fuer die von Ihnen begangene Fehler verantwortlich gemacht werden ??? Ich wuerde es nicht gut finden!
        Fakt ist “ die Familie kann sich niemand bei der Zeugung aussuchen“ , auch Koenig Filip nicht !
        Ich halte es mit meinem Eltern, die ueber Jahre im KZ inhaftiert waren: „Vergessen Nein , Vergeben ja , nicht jeder Deutsche war ein Nazischweinehund, und die Kinder und Enkelkinder
        tragen keine Mitschuld an den Verfehlungen der Eltern oder Grosseltern !
        Und ja, auch ich der ich in den Jahren 68/69 noch alte verstuemmelte Menschen im Congo persoenlich gesehen habe, halte es fuer an der Zeit , dass sich Belgien fuer die dort begangenen Graeultaten nicht nur ehrlich und aufrichtig entschuldigt , sondern auch langsam
        zu einer ehrlichen und aufrichtigen Geschichtsaufarbeitung ueber geht.

  4. Die Wahrheit

    Guten Abend!
    Anstatt über unseren ehemaligen König herzufahren, wäre es mal sinnvoll über unser Leben nachzudenken.
    Wie viele Menschen erleiden Leid, weil wir Wohlstand wollen und haben.
    Wie viele Kinder schuften in Minen, nur das wir unsere Smartphone haben können. Wie viele Menschen haben keinen Lebensunterhalt, weil wir ihnen durch unsere Preispolitik alles zerstören?
    Wie viele Menschen nähen unter den schlimmsten Bedingungen, damit wir billige und schöne Kleider haben.
    Wir wollen alles billig auf Kosten der anderen. Unsere Nahrungsproduzenten müssen fast umsonst produzieren, nur weil wir unseren Luxus haben wollen.
    Es klebt auch viel Blut an unseren Fingern.
    Nicht den Finger auf den ehemaligen König richten, sondern zuerst an unsere eigenen Frevel denken.
    Wer noch nicht gesündigt hat, werfe den ersten Stein

    • „Es klebt auch viel Blut an unseren Fingern.“

      Das ist eine recht abenteuerliche Feststellung. Richtig ist, dass die Herrscher damals viel Unheil angerichtet haben gegenüber Andersfarbige. Das muss man auch so nennen dürfen. Richtig ist auch, dass heutzutage Menschen aus der Dritten Welt ausgenutzt werden, um unseren Konsumhunger zu stillen. Das muss man auch so nennen und verurteilen. Dafür sind aber nicht wir, sondern die Machthaber vor Ort verantwortlich. Somit haben die Gräueltaten von damals nichts mit der Ausbeuterei von heute zu tun.

      • Johann Klos

        Mal dir die Welt schön – bringt man schon kleinen Kindern bei und in Situationen wie diese erinnern wir uns scheinbar gerne an dieser Lehre.

        Nein, es sind nicht die Machthaber vor Ort, es sind Menschen wie Sie und ich, welche beim Kaufverhalten erst gar nicht wissen wollen welche Ausbeuterei dahintersteckt. Die Industrie hat es geschafft aus dem Egoisten Mensch den Spuer Egoisten zu formen. Wir wollen von allem immer mehr. So schnell wie möglich das Neueste aber billig sollte es sein damit wir uns noch was anderes gœnnen kœnnen.

        So geht das tagaus, tagein – ohne das wir ein schlechtes Gewissen dabei haben – warum auch trifft ja nicht uns selbst.

        • @Johann Klos: Dann fangen Sie mal an mit dem weniger konsumieren. Ist aber sinnlos. Ohne Wachstum funktioniert die Politik der meisten Länder nämlich nicht. Darüber bin ich auch nicht begeistert. Ich fahre allerdings auch keinen SUV oder muss sonstigen überflüssigen Kram haben, nur weil andere ihn haben. Somit passe ich eigentlich gar nicht in das Verbraucherraster der hiesigen Regierungen. Und ich bleibe dabei: Für die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in den armen Ländern sind die korrupten und menschenverachtenden Regierungen vor Ort verantwortlich.

        • Pubertär

          Sie träumen, Herr Klos, denn das Konsumsystem, in dem wir stecken, ist viel zu mächtig, als der Konsument selbst da groß was ändern kann. Wenn es so wäre, wie Sie es glauben, dann wären all die Psychologen, die das Verhalten der Konsumenten (wir) untersuchen um es besser zu lenken-manipulieren, gar nicht notwendig, weil gar nicht möglich. Es ist der Traum der traditionell als „Linke“ Bezeichneten, die totalen Mündigkeit des Bürgers, auch in politischer Hinsicht (partizipative Demokratie). Die meinen das soziale Geschehen und die Geschichte wären das Produkt von Massen, der Einzelne könne durch seine „stimme“ (Wahlen) oder Handlungen etwas am Ganzen ändern.
          Ehrlich gesagt finde ich dies wirklich pubertär inzwischen und es erinnert mich an meine Jugend, so zwischen 14 und vielleicht 18, als ich auch noch an diese Märchen glaubte. In dem Alter ist es legitim, gar gesund, aber mit spätestens 20 sollte man kapiert haben, wie die Gesellschaft tickt.

  5. Sisi-Schroeder

    Ich habe 1964 Abitur gemacht und dann in der Katholischen Universität Löwen bei Prof. Génicot „Histoire de Belgique“ nie ein Wort über die belgischen Gräuel im Kongo gehört.
    Wir wurden in der Philosophie der Nicknegerchen erzogen und sammelten Silberpapier für Papa Wimbo.
    Dass uns jetzt ausgerechet der Skandal-Prinz Laurent über seinen Urahn belehren
    will, dem der ganze Kongo gehörte und angeblich vom Massenmord nichts gewusst hat, ist ein Treppenwitz der Geschichte.

    Man sollte ihm das Buch von Peter Scholl-Latour „Mord am großen Fluss“ schenken.

    • peter Müller

      Was habt ihr immer mit dem SUV. Der hat auch nur vier Räder. Wieviele besitzen ein Haus von 200 m2 Wohnfläche . 80 m2 tun es auch. Es geht auch ohne Wachstum oder viel weniger. Es muss nur alles gerechter verteilt werden. Warum verdient einer 1000 euro die Woche, und der andere 400 euro. damit fängt es an.

      • Guido Scholzen

        gerechter verteilen?
        Soll ein Faulenzer genau so viel kriegen wie einer, der wirklich nichts mehr arbeiten kann wie ein Invalide oder ein Rentner oder ein Behinderter?
        Niemand ist ein gerechter Verteiler, weil jeder zuerst an sich denkt.

        gerechter verteilen???
        wer soll das bewerkstelligen? der Staat? die Kirche? Greenpeace?
        Niemand wird ein gerechter Verteiler, weil jeder zuerst an sich denkt.

        gerechter verteilen?
        Man schaue sich alle sozialistischen Systeme der letzten 100 Jahre bis heute an:
        Das Resultat von „Gerecht verteilen“ heisst vor allem gut verteilte Armut; reich werden nur die Organisatoren dieser „gerechten Welt“.

  6. Leopold, Napoleon, Stalin und Co.

    Die Gräueltaten im Kongo, wie in vielen Kolonien anderer Länder, waren schrecklich und die Büsten Leopold’s hätten längst verschwinden dürfen… verstehe auch nicht warum sie noch überall Büsten des größenwahnsinnigen Kriegszündlers Napoleon rumstellen … Der jetzige « Zirkus » hilft aber den Opfern von Gewalt, Vergewaltigung und Korruption oder den modernen Kindersklaven in den Minen des heutigen Kongo nichts und lenkt erneut von der wesentlichen Frage ab : Unser Wohlstand und enormer Konsum (bis hin zur « Entsorgung » unseres Wohlstandsmülls) war früher wie heute auf der Ausbeutung anderer aufgebaut. Diese Ausbeutung erledigen für uns mal die Leopold’s und mal die Großkonzerne ihrer Zeit…

  7. Eric mit C

    Genau Herr Ekel Alfred,

    Sieht man auch bei eineiigen Zwillingen.
    Die haben die selbe Software, die selbe DNA, die Software ist also genau gleich und doch entwickeln sich 2 Charakteristisch total verschiedene Menschen daraus, auch wenn sie vielleicht die selben Gesichtszügen haben. Der Mensch ist daher egoistisch aber am produktivsten ist und bleibt er wenn er zusammen arbeitet.

  8. Eric mit C

    Man könnte die Statue vom alten Leo ja durch Statuen von den Leuten des NSR ersetzen, die haben Belgien ja schließlich vor dieser fürchterlichen Panda mie gerettet… echte Helden sind das. So wie Don Quichot und sein treuer Begleiter auf dem Esel. Wer wo zu sitzen hat müsste noch wissenschaftlich erforscht werden.

  9. Wiki-Welt

    Vor allem geht es um eines: Das gute Gewissen stillen.
    Wie soll es weiter gehen? Sollen antike Bauten zerstört werden? DAESH hat es vorgemacht.
    Sollen Nachfahren eines „Sklavenhändlers“ belangt werden und Wiedergutmachungs (wie soll man in die Zeit zurück gehen?) zahlungen tätigen?
    Soll die Kartoffel verbannt werden weil sie Zeugin von „kultureller Aneignung“ ist?
    Es ist richtig die Geschichte nicht zu verbergen, es ist falsch sie im Nachhinein durch solche Aktionen wie Ikonoklasmus neu schreiben zu wollen. Es führt letztendlich zu einer „Wiki“-Welt, in der nichts, nichts, nichts für den „Anderen“ beleidigend sein könnte. Der ganze Schwachsinn mit den nicht-„Normentsprechenden“ (ich versuche politisch korrekt zu sein) in Sachen Sexualität, zeigt es.

    • Es ist schon erstaunlich dass die Bilderstürmerei von DASH als Rückfall in die Barbarei angesehen wird, die Bilderstürmerei mit anderem Vorzeichen jedoch als „kultureller Fortschritt“ kolportiert wird. Es ist eben nur alles ein Narrativ. Wenn man jetzt alle alten Denkmäler, Strassennamen usw… „entsorgt“ was ist damit in Sachen Geschichtsaufbereitung gewonnen? Genau nichts! Dann beschäftigt sich die Gesellschaft noch viel weniger mit den Vorkommnissen dieser Zeit, man löscht die Personen aus dem kollektiven Gedächtnis und glaubt damit eine „historische Schuld“ beglichen zu haben? Dann weg mit dem Aachener Dom, dem Karlsthron, und alles was dazu gehört, denn nach heutigem Verständnis war das Vorgehen Karls gegen die „heidnischen Sachsen“ ein Akt des Völkermords.
      Wo anfangen und wo aufhören mit der „Geschichtshygiene“?

      • Ein Pony?

        Ehrlich gesagt verstand ich (ohe es unbedingt gut zu heißen) DAESH, da sie ja die „fremden“ Einflüsse, die gar nicht so fremd waren, gar nicht eigentlich, und alle Zeichen einer nicht-halali Kultur besitigen wollten. Die heutigen, hiesigen Terroristen wollen aber ihre eigene Geschichte auslöschen. Ob die noch Fritten (anders als McDo), Waffeln essen, Spezialbier trinken? Es zeigt vor allem wie verkommen die sind und wie manipulativ die Relotius-Presse ist. Es zeigt wie abscheulich die Eliten von uns, den Kleinen haben. Es wird nicht gut ausgehen, es geht um Nihilismus (aber die Idioten glauben an einen „Reset“, Auquarius läßt grüßen und beweist deren mentales Alter…). Chantal Delsol hat es gut beschrieben, in ihrem Buch „La haine du monde“. Mit solchen Gefühlen und „Menschen“ möchte ich nichts zu tun haben.

        • Auch die Talibans haben die Buddhas von Bamyan gesprengt. Nach DEREN Logik war das völlig richtig, wollten sie doch ihr Land zurück erobern. Allerdings, was die heutigen Anarchisten wollen ist Nihilismus.

  10. Die Wahrheit

    In meinen Augen ist das Zerstören eine große Straftat. Hier muss die Staatsanwaltschaft handeln. Geschichte hin oder her. Wenn jeder Mensch alles kaputt schlägt, was er nicht will, ja dann sind wir am Ende.
    Ich würde mir direkt so eine Statue in den Garten stellen. Was kann der Gegenstand dafür,? Ich sehe Kunst in diesen Objekten..
    Wenn wir nun alles zerstören, was mit der Konialzeit zu tun hatte, dann gute Nacht.

  11. Ermittler

    Und vergesst Ihr wer in Afrika hilft,hätten oder täten wir das nicht so würden da keine oder wenige Menschen noch Leben und Opfer von Malaria-Ebola -Lebra und usw. sein und als hätte sich von alleine gelöst.

  12. Jockel F.

    Die Generation Schneeflocke wetzt nun also die Messer, um jegliche Historisierung mit vorgeblich moralischer Überlegenheit zu verhindern. Black ist nicht mehr nur beautiful, nein, White ist jetzt auch ugly. Dabei feiern die neuen Jeannes den Urvater der europäischen Völkermorde des zwanzigsten Jahrhunderts und gibt der vom chinesischen Terrorregime der Stadt Trier geschenkten Statue dieses Irren tausende „Likes“. Hatte der coole Sozialkundelehrer ihn nicht mehrfach lobend erwähnt?
    Gleichzeitig werden die Statuen desjenigen verbannt, der den Kongo wohl nur deshalb nie betrat, weil ihm dort damals alles zu dreckig war. Bis auf das Geld, das von dort kam. Good old Leo agierte mit dem Segen und auch mit der Hilfe der britischen Krone. Aber wen interessiert schon Geschichte, wenn’s um die Moral geht?
    Sophie XIV wurde übrigens immer noch nicht gewählt. Und die Verfassung wird jeden Tag unwichtiger. Ach, was soll’s. Die Kneipen sind ja wieder auf.

  13. Baudimont

    Wir werden angegriffen, wir befinden uns in einem Kriegszustand
    Die Zerstörung von Kulturgütern als Kriegsverbrechen gelten kann, ist im Grundsatz seit Langem anerkannt:
    https://www.lalibre.be/belgique/societe/une-statue-du-roi-baudouin-vandalisee-5ee339c17b50a66a595a4525?fbclid=IwAR1l2o1gCyirddr1u0mqDNANFhnhRn_KnSJGwD3IwB2SGjzyIuJT6iRvuG4
    https://www.zeit.de/politik/2016-08/zerstoerung-kulturgueter-mali-den-haag-timbuktu-internationaler-strafgerichtshof

  14. Es ist eine Schande für unsere Königsfamilie und unser Land! Belgien wo gehst du hin ? Dieses Land ist definitiv nicht mehr MEIN Belgien. Jetzt regiert die Nordkoreanische Linksdikatur.

  15. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten...

    Der nächste Zug mit Destination „Kultur der moralischen Verwirrung“ ist losgefahren.. Schnell alle aufspringen, sonst läuft man Gefahr gesellschaftlich nicht mehr tragbar zu sein..

  16. Maria Heidelberg

    Gibt’s eigentlich noch Leute, die hier „Fakten“ hinterfragen? Die politische Kaste insziniert einen Mord an einen Schwarzen und genau dieser Clan will danach global Statuen abreißen lassen. Natürlich…. Unglaublich dumm, wer glaubt, dass es um Gerechtigkeit geht. Echt unglaublich, wie sich die ach so mündigen Bürger verarschen lassen. Bitte verzeiht mir meine Offenheit. Aber der Großteil der Menschen ist einfach nur verloren.

    • Die Welt will betrogen seyn

      Divide et impera, „Wen die Götter zerstören wolen, den machen sie zuerst verrückt“, „Mundus vult decipi“, uvm. Es ist ein Meisterwerk, zwar das Böseste, was es ja gab, aber dennoch ein meisterwerk.
      Die Kontrakultur wird doch seit den 60ern von denen gesteuert, die angeblich gegen sie sind (Thomas Frank hat es sehr gut in „The Conquest of Cool“ beschrieben). Die CIA war maßgeblich an der Flower-Power Erschaffung beteiligt, hat Timothy Leary selber immer wieder wiederholt und sich bedankt!
      Seattle: Ich war 1999 da, bei der „Battle of Seattle“, gegen die WTO. Es war großartig, es ging ja gegen die Übernahme der Welt durch Großkonzerne, gegen die Universalisten. 20 Jahre später ist es genau das Gegenteil…

  17. Auch das verdient es meditiert zu werden – soviel zum „weißen Rassismus“:
    „Pour confirmer votre article, sachez qu’à Madagascar les gens de hauts plateaux descendant de souche indonésienne aux cheveux lisses ,voient d’un très mauvais oeil les alliances et mariages avec ceux des « côtiers », de souche africaines qu’ils considèrent comme des descendants d’esclaves. Il faut dire que c’est sous la colonisation française avec le Gl Galieni que l’esclavage à officiellement été aboli en 1885. Mais cela les manuels scolaires et les médias n’en parleront jamais… trop génant.
    Je sais de quoi je parle car je vis à M/car depuis 20 ans et je suis marié à une malgache.“

  18. noergeler

    Der ohne Schuld, der werfe den ersten Stein. Alle Europäischen Staaten haben in Punkto Rassismus und religiösem Wahnsinn wahrlich keine rühmenswerte Vergangenheit.Da müssten alle Denkmäler gestürmt werden.Die Berufsrandalierer kämen gar nicht bei mit ihrem kaputtschlagen. Hambacher Forst und andere Objekte würden an Bedeutung verlieren, da der Denkmalsturm interessanter ist.

    • "Rassismus"?

      Das größte Problem ist der Gebrauch des Begriffes „Rassismus“. Ich erinnere mich an den Film ARTHUR (Neuverfilmung mit Russell Band). Ein Mädel, eine hübsche Blondine, die nicht sehr helle ist, wird nach einer Party bei Arthur vor die Tür gesetzt. „You guys are… you are… racists!“.
      In dieser kurzen Aussage der Klischee-Blondinen steckt mehr Wahrheit drin als im Gesamtwerk der Lügenpresse der letzten 5 Jahre. Das beste ist, wenn man als Rassisten bezeichnet wird wenn man den Islam kritisiert. Selbst meine Katze nennt mich einen Rassisten wenn ich ihm sage er habe schon genug zu fressen bekommen…

  19. Ich lese da etwas von „Volksbefragung“. Eines ist sicher die wird zu dem Thema NIE kommen denn die Verantwortlichen ahnen was dabei heraus käme. Etwas ganz anderes als es die Medien darstellen….

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