Politik

Oliver Paasch im OD-Interview: „Auch für Ostbelgien sind die Auswirkungen der Coronakrise enorm“

17.03.2020, Belgien, Brüssel: Der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (l), DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (M) und Belgiens Premierministerin Sophie Wilmès (r) nach einer Pressekonferenz, bei der die jüngsten Beschlüsse des Nationalen Sicherheitsrats erläutert wurden. Foto: Belga

Noch ist nicht einmal im Ansatz ersichtlich, welches die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Coronakrise sein werden. Sicher ist aber jetzt schon, dass sie gewaltig sein werden – auch für die DG.

Über die Auswirkungen der Coronakrise für die DG und die Frage, wie diese zu stemmen sein werden, sprach „Ostbelgien Direkt“ mit Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG).

OD: Herr Ministerpräsident, die Coronakrise wird nicht nur für Europa, Belgien und die Wallonische Region, der wir angehören, sondern auch speziell für die DG gravierende finanzielle, ökonomische, kulturelle und gesellschaftliche Konsequenzen haben. Haben Sie schon eine vage Vorstellung, was da auf Sie und die DG zukommen wird?

Oliver Paasch: Die Auswirkungen der Krise sind enorm. Die Maßnahmen des Nationalen Sicherheitsrates schränken unsere Freiheiten und unser gesellschaftliches Zusammenleben erheblich ein. Hinzukommt der wirtschaftliche Schaden, den heute noch niemand genau beziffern kann. Die Einnahmen des Staates werden empfindlich sinken. Für die DG rechne ich in diesem Jahr und in den kommenden Jahren mit Einnahmeverlusten von mehreren Millionen Euro. Trotzdem hat der Staat jetzt die Aufgabe, alle von der Krise betroffenen Menschen und Unternehmen massiv zu unterstützen.

09.03.2020, Belgien, Brüssel: Ministerpräsident Oliver Paasch (r) verlässt mit Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (l) die Sitzung des Sonderkonzertierungsausschusses mit der Premierministerin, den Ministerpräsidenten und den Gesundheitsministern. Foto: Belga

OD: Und wie soll das gehen?

Paasch: Die DG ist nicht für die Wirtschaftspolitik zuständig. Hier sind die Wallonische Region und der Föderalstaat gefordert. Die bislang bekannt gewordenen Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft sind wichtige Schritte in die richtige Richtung. Weitere Schritte müssen und werden folgen, um Arbeitsplätze zu retten und Konkurse zu vermeiden. Die Regierung der DG hat ihrerseits einen Sonderfonds in Höhe von 10 Millionen eingerichtet, um die Auswirkungen der Krise auf die Einrichtungen abzufedern, die von der DG abhängig sind und für die wir Verantwortung tragen.

OD: Zahlreiche Sozialbetriebe, Beschützende Werkstätten, Tagesstätten, Erwachsenenbildungseinrichtungen drohen sehr schnell in existenzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Paasch: Diese Einrichtungen und Menschen brauchen unsere Hilfe. So wollen wir beispielsweise auch die Einkommensverluste bei Tagesmüttern ausgleichen und die Mittel für die Kinderbetreuung deutlich erhöhen. Auch die Wohn- und Pflegezentren müssen wir konsequent unterstützen, den Gesundheitssektor sowieso. Genauso wie unsere Schulen. Für die Bereiche Kultur, Sport, Jugend haben wir bereits entschieden, alle in Aussicht gestellten Zuschüsse aufrechtzuerhalten, auch wenn Veranstaltungen ausfallen und gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten werden können. Außergewöhnliche Krisen verlangen außergewöhnliche Maßnahmen.

OD: Ohne schmerzhafte Einschnitte wird es wohl nicht gehen, oder?

Paasch: Auf eine solche Krise darf man nicht mit Sparmaßnahmen reagieren! Das wäre der völlig falsche Weg. Wir müssen, im Gegenteil, jetzt alles tun, um den Menschen zu helfen. Gleichzeitig gilt es, die Zeit nach der Krise in den Blick zu nehmen.

OD: Wie wird Ostbelgien nach dieser Krise aussehen?

Ministerpräsident Oliver Paasch (5.v.r) und seine Ministerkollegen mit den Bürgermeistern der neun DG-Gemeinden am 13. März 2020 bei einer Pressekonferenz im Rathaus von St. Vith. Foto: Serge Heinen / Kabinett Paasch

Paasch: Wir müssen jetzt schon sicherstellen, dass Ostbelgien auch nach der Krise eine lebenswerte Region mit hoher Lebensqualität ist; eine Region mit einem vielfältigen kulturellen Angebot und einem lebendigen Vereinsleben. Eine Region, in der Solidarität gelebt wird; in der jeder Mensch selbstbestimmt und in Würde altern kann; eine Region mit ausreichend Plätzen in Wohn- und Pflegezentren, mit einer guten Gesundheitsversorgung, mit guten Schulen und einer vorbildlichen Kinderbetreuung beispielsweise. Dazu kann kurzfristig unser Sonderfonds als Soforthilfe beitragen.

OD: Das wird aber nicht ausreichen.

Paasch: Darüber hinaus werden wir zusätzliche Investitionen in diese Bereiche brauchen. Wenn wir jetzt an der falschen Stelle sparen, würden wir die Nöte der Menschen noch verschlimmern und unserer Heimat dauerhaften Schaden zuzufügen. Deshalb werden wir das auch nicht tun. Wir werden die Menschen nicht alleine lassen! Stattdessen brauchen wir jetzt eine kluge und vorausschauende Anpassung unserer finanzpolitischen Strategie, um auf diese Krise angemessen zu reagieren. Daran arbeiten wir zurzeit intensiv. Ich werde dem Parlament am 27. April dazu konkrete Vorschläge unterbreiten.

OD: Gibt es überhaupt einen Zuständigkeitsbereich der DG, der nicht von der Coronakrise betroffen sein wird?

Paasch: Nein. Alle Bereiche sind betroffen. Alle befinden sich im Krisenmodus. Alle arbeiten daran, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, um unsere älteren und schwächeren Mitmenschen zu schützen und einen Zusammenbruch des Gesundheitswesens zu verhindern. Ich möchte mich von ganzem Herzen bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern bedanken, die sich genau dafür einsetzen. Es tut gut zu sehen, wie solidarisch die Menschen hierzulande sind. Diese Krise können wir nur bewältigen, wenn wir alle zusammenhalten.

OD: Wenn man die Verantwortlichen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene hört, sollen alle Geldhähne geöffnet und notfalls massiv Schulden angehäuft werden. Wie soll das gehen? Woher kommt das Geld? Die DG kann kein Geld drucken, oder?

12.03.2020, Belgien, Brüssel: Sophie Wilmès (l), Premierministerin von Belgien, trifft nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates zu einer Pressekonferenz ein. Foto: Uncredited/AP/dpa

Paasch: Stimmt, viele Staaten und Regionen haben Maßnahmen beschlossen, um die Wirtschaft zu unterstützen und Menschen in Not zu helfen. Und das ist aus meiner Sicht auch dringend geboten. Es wird eine Zeit nach der Krise geben. Wie würde unsere Welt denn nach der Krise aussehen, wenn der Staat jetzt nicht helfen würde? Abertausende Betriebe wären bankrott, zahllose Selbständige wären ruiniert und noch sehr viel mehr Menschen ständen ohne Arbeit da. Ganz zu schweigen von sozialen Dienstleistungen und Sozialbetrieben, die es dann schlicht nicht mehr gäbe. Das wäre menschlich und finanzpolitisch eine Katastrophe. Die Steuereinnahmen des Staates würden noch mehr sinken. Die Ausgaben würden weiter steigen (z.B. für Arbeitslosenunterstützung), was am Ende zu drastischen Kürzungen bei lebenswichtigen Leistungen führen würde. Eine solche Abwärtsspirale muss verhindert werden. Der Staat muss jetzt alles in seiner Macht Stehende tun, um Menschen zu helfen, das Gesundheitswesen zu stärken und Arbeitsplätze zu retten. Teilweise ist das über Bürgschaften und Absprachen mit den Banken möglich, wie Belgien das jetzt macht. Aber ja, ohne Neuverschuldung wird es nicht gehen. Ganz entscheidend wird die Unterstützung durch die EU sein. Darauf sind alle angewiesen. Gleichzeitig werden alle verfügbaren finanzpolitischen Instrumente aktiviert: EZB, Investitionsgesellschaften, usw.

OD: Weshalb haben die Regierungen in all den Jahren die Bürger zur Sparsamkeit gezwungen und Sie selbst das Haushaltsziel „Schwarze Null“ ausgegeben, wenn jetzt auf einmal – wie anlässlich der Finanz- und Bankenkrise – Geld in unbegrenzter Höhe lockergemacht werden kann?

Paasch: Ich erinnere daran, dass die DG die einzige Gemeinschaft in Belgien ist, die in den letzten Jahren ausgeglichene Haushaltsergebnisse erzielt hat. Als DG haben wir unseren Haushalt strukturell ins Gleichgewicht gebracht. Das war alles andere als einfach; aber es ist gelungen. Und genau das ist jetzt eine wichtige Voraussetzung, um helfen zu können, ohne (!) sich dabei zu überschulden. Ich habe es schon oft gesagt: Unsere finanzpolitische Strategie muss sein, in guten Zeiten zu sparen, die schwarze Null zu erreichen und, wenn möglich, Reserven anzulegen; eben um in Krisenzeiten helfen zu können. So arbeiten wir seit Jahren. Jetzt geht es um Krisenmanagement. Jetzt geht es darum, zu helfen, anzupacken und entschlossen zu handeln. (cre)

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf OD:

41 Antworten auf “Oliver Paasch im OD-Interview: „Auch für Ostbelgien sind die Auswirkungen der Coronakrise enorm“”

  1. Kritisch denken!

    Sollten wur uns nicht einmal die Frage stellen, wie ew sein kann, dass nach einigen Tagen Stillstand so große finanzielle Einschnitte folgen? Das System ist kranker als die Menschen, daran müsste man nach der Krise arbeiten statt Löcher zu stopfen und zu jammern!

  2. Marcel Scholzen eimerscheid

    Hoffentlich werden die Lasten gerecht verteilt nach Ende der Coronakrise. Ungerechte Verteilung der Lasten kann zu ungeahnten Folgen führen. Und die Versorgungssicherheit mit wichtigen Gütern muss über dem Prinzip des freien Marktes stehen. Das einfache Artikel wie Mundmasken nicht zu bekommen sind, darf nicht noch einmal passieren.

    Der Coronavirus hat Nationalistische und rassistische Parteien aus dem Konzept gebracht. Vlaams Belang und NVA können niemanden die Schuld geben, nicht den Wallonen oder Ausländern.

    • „Der Coronavirus hat Nationalistische und rassistische Parteien aus dem Konzept gebracht. Vlaams Belang und NVA können niemanden die Schuld geben, nicht den Wallonen oder Ausländern.“

      Ernsthaft? GERADE die nationalistischen/rechts-konservativen Parteien können momentan mit Leichtigkeit den Finger auf die Regierenden zeigen, dass sie teilweise zu spät den Ernst der Lage erkannt und quasi bis zu letzt noch die Grenzen offen gelassen haben. Hätte man vor 2 Wochen schon abgeriegelt, wäre der Virus nicht in dem Ausmaß verbreitet, wie wir es momentan erleben.

      Und zudem: nicht jeder, der sich in solch einer besonderen Situation geschützte Grenzen wünscht, ist automatisch ein Rassist!

    • Alfons van Compernolle

      Herr Scholzen , die Frage ist auch , warum der Industrie gestattet wurde auch Belgische / Deutsche wichtige Lebenshaltungssortimente w.z.B. Medikamente fern ab in Asien produzieren zu lassen ?
      Der niedrigere Produktionspreis / Kosten alleine kann es nicht als Begruendung angefuehrt werden.
      Wer von uns wuerde nicht gerne ein paar Taler mehr fuer die benoetigte Ware bezahlen , wenn dieser hoehere Kaufpreis Arbeitsplaetze und somit auch Steuereinnahmen in Belgien sichert ??
      Ich habe mir mal den Spass erlaubt meine Lungenmedizin zu begutachten und stelle fest:
      Made in GB , produziert in Taiwan ! Mein Notfall-Atemspray „Made in Belgium – produziert in der VR.-China ! Ich denke, dass sind Beispiele, warum wir heute in der Coronakrise derartige Minusbestaende an Mundschutsmasken – Schutzkleidung etc haben. Es sollte dabei auch nicht vergessen werden, dass es der Industrie um Gewinne nach Steuern geht , welche sich nur mit den asiatischen Hungerloehnen erzielen lassen. Aber wehe dem , es kommt ein Coronavirus vorbei,
      dann fehlt es ploetzlich an allem und das Gesundheitssystem kommt an seine Belastungsgrenze.
      Die Frage ist zu recht gestellt : warum bekommen die Flamen in Kurzarbeit 200 Euro um ihre Energierechnungen zubezahlen , waehrend in der Wallonie und in der DG angeblich kein Geld fuer
      solche Sozialmassnahmen vorhanden sein soll, was ich milde ausgedrueckt NICHT GLAUBE !!!
      Auch in der Wallonie denke ich ist Geld genug vorhanden oder aus Bruessel zu erhalten um jetzt
      den Menschen dort finanziell unter die Arme zu greifen. Die wollonische Politik tut es aber nicht, warum ????? Ich halte die Sozialleistungen / Zahlungen der flaemischen Regierung fuer gut und richtig , wenn ich auch mit der sonstigen NVA.-Politik ueberhaupt nicht einverstanden bin.
      Ich gestehe ein, dass mir als Sozi, die Intelligenz fehlt um die wallonische PS.-Politik zu begreifen.

  3. Ich denke, Herr Paasch und alle anderen Politiker haben ein Interesse daran, nicht zu hohe Erwartungen in der Bevölkerung zu wecken, was eventuelle Entschädigungen und Beihilfen durch den Staat betrifft. Wenn diese Versprechungen nämlich nicht eingehalten werden können – und die wird man wohl nicht einhalten können -, dann muss man sich nicht wundern, wenn bei den nächsten Wahlen die Populisten einen Wahlsieg nach dem anderen feiern können.

  4. Das jüngste Gericht

    Finanzielle Sorgen,persönliche Abschottung und Lagerkoller rücken immer näher.
    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der zivile Ungehorsam gegen diese „Volksexperten“ vorgehen wird.
    Zieht Euch, ihr lieben „Verschlimmbesserer“ schon mal warm an, denn Eure Tage sind gezählt!

    • Der einarmige Bandit

      @ Das jüngste Gericht , nicht nur wie sie schreiben , die Tagen dieser “ Verschlimmbesserer “ sind gezählt , sondern ganz bestimmt deren jahrelanger “ Profiteuren “ dieses Systems .

      • Der Reserve Bandit

        Obschon noch einige von diesen “ Profiteuren “ sich auf den alten Tagen noch so eine attraktives “ Ämtchen “ so nebenbei erhofft hatte , aber es glatt in der Hose ging .

  5. Im Kulturbereich sollte man auf jeden Fall die Coronakrise nutzen, um andere Schwerpunkte zu setzen. Abgehobene und elitäre Kunst ist fehl am Platze, wenn es darum geht, das Wichtigste und Notwendigste zu retten.

  6. @Scholzen Eimercheid am Bundesland
    Sie sollten sich schämen denn die Flamen sind nicht betroffen. Belgien wird die Krise gemeinsam bewältigen. Ihre gemeinen Bemerkungen sind deplatziert. Sie können jedoch gerne zur BRD wechseln denn dort werden Sie Gehör finden.

    • Walter Keutgen

      Leo, wie Ihr Beitrag eine Antwort auf Marcel Scholzen eimerscheids Beitrag sein soll, verstehe ich nicht. Er erwähnt doch nicht die Flamen sondern zwei flämische Parteien. Ebenso, warum Marcel Scholzen eimerscheid sich schämen soll, seine Bemerkungen gemein sein sollen und die Flamen nicht durch die Coronakrise betroffen sein sollen. Tatsache ist, dass Flandern jetzt schon wegen seiner besseren Finanzlage seinen Firmen und Einwohnern mehr unter die Arme greifen will. „Belgien wird die Krise gemeinsam meistern“: Ja, aber mit der Staatsstruktur geschuldeten Unterschieden.

  7. Jockel F.

    Die DG ist pleite, das weiß Paasch sehr wohl. Sie ist einer Zombie-Firma nicht unähnlich, die ohne ständig nachfließendes Kreditgeld sehr schnell über die Wupper geht. Man wird sich in ein oder zwei Wochen vermutlich extrem genial vorkommen, wenn man Nettosteuergeldempfänger wie Lehrer oder das Personal diverser VoG an eine andere staatliche Geldleitung hängt, indem man sie massenhaft zum Stempeln schickt. Und wenn jemand fragt, wozu es gut sein soll, die Gehälter dieser Menschen um 30 Prozent zu kürzen und dafür den Verwaltungsaufwand extrem zu erhöhen, dann werden die Eupener Maulhelden etwas von Solidarität faseln, in der Hoffnung, dass man diese dummen Sprüche weder in Brüssel noch in Namür hört.
    Eines ist sicher, spätestens im Herbst, nach den Sommerferien, wird die DG ein massives finanzielles Problem haben. Und wenn Paasch ein wenig Anstand und Verantwortungsbewusstsein hätte, dann würde er denjenigen, die er vorgibt nicht hängen lassen zu wollen, jetzt reinen Wein einschenken. Die Menschen jetzt in falscher (finanzieller) Sicherheit zu wiegen ist nichts anderes, als die Lunte an sozialen Sprengstoff legen.

  8. Ich finde unsere Regierung hat sehr gut gehandelt, im Vergleich zu Deutschland sind wir schon deutlich weiter.
    Die deutsche Regierung diskutiert seit zehn Tagen was ist bei uns schon längst Alltag ist. Auch von den Oppositionsparteien hört man nichts mehr, Her Kraft (CSP Spitzenkandidat) geht lieber in der Eifel spazieren als sich zu Hause aufzuhalten (hat er da was falsch verstanden, #stayathome?) Vivant und Ecolo haben wohl auch gemerkt dass Politik nicht nur aus Polemik besteht und es gar nicht so einfach ist eine Land/Region auch in Krisenzeiten vernünftig zu leiten!

    Ich hoffe es wird eine gerechte Lösung gefunden um auch kleinere Betriebe und auch die Arbeitnehmer nicht Opfer dieser Krise werden zu lassen.

  9. Was ist denn bei uns anders, und Alltag, Herr Burg? Haben wir mehr Gesichtsmasken? Unsere Frau Ministerin hat sich sogar in der Bestellung vermaselt!? Bitte klären Sie uns auf. Anders sind erstens die Schuldenstände! Deutschland ist David, und wir sind Goliath! Da brauch der Herr Pasch nicht zu prahlen, von wegen schwarze Null! Wir hängen noch fast 20 Jahre in den Seilen! Und mit der Wahrheit hat er es ja bekanntlich nicht so genau!? Wir sind ja nur eine arg so kleine Miniecke. Daher, Herr Pasch: auf den Boden bleiben. Das ist viel besser als grosse Worte reden.

  10. karlh1berens

    Hier mal ein affig cooler Text zu den Auswirkungen der Corona-Krise

    „Geopolitische Hintergründe und Analyse der Königsgrippe
    Kurz: Die Coronapandemie sollte als Schlußstein der Globalisten für ihre perverse NWO dienen, deshalb auch die üblich Spuren gen transatlantische Globalisten wie Bill Gates, der exakt diese Pandemie im Event201 durchspielte. Putin der Teufel hat die Degenerierten wiedereinmal mit Judo aufs Kreuz gelegt, indem er ihnen zuvorkam.

    hier die lange Version von Diogenes Lampe:

    https://dasgelbeforum.net/index.php?id=518106

    Also nicht das Virus ist das Problem! Natürlich ist die Pandemie ein gigantischer Schwindel. Die drei Großen, die ihn jetzt in ihrem Sinne umlenken, sind aber alles andere als besorgt, dass wir uns über diese letzte große Weltverschwörung, die den transatlantischen Weltverbrechern gerade auf die Füße fällt, die Köpfe heiß reden. Das ganze Theater des pandemischen Schreckens ist also von Trump, Putin und Xi gewollt. Denn bei dem, was sie gerade im globalen Maßstab vorhaben, sind wir in den Wohnungen jetzt erstmal sicherer als draußen – und womöglich gerade auch vor unseren eigenen Dummheiten und Fahrlässigkeiten aus purer Ahnungslosigkeit -; dazu mit dem Informationschaos beschäftigt und vom eigentlichen Geschehen hinter den Kulissen, das unserer Wahrnehmung längst weit vorausgeeilt ist, abgelenkt.

    ..

    Es geht jetzt aber um die vorübergehende Beibehaltung eines höchst notwendigen Schwindels, weil es in einem zusammenbrechenden Staatswesen aufgrund des zusammenbrechenden globalen Finanzsystems vor allem um die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung und um die Bereitstellung des für das Überleben in der Quarantäne Notwendigsten geht. Bewahren wir uns also gerade in der kommenden Übergangszeit unseren gesunden Humor. Das meine ich ernst.

    ..
    Was uns in kurzer Zeit politisch ganz konkret bevorsteht, ist nichts weniger als Trumps Übergabe der EU – jetzt noch letztes Macht -und Rückzugszentrum des vatikanischen Tiefen Staates – an Russland und China. Wobei natürlich die BRD als Rechtskonstrukt der drei westlichen Siegermächte des Zweiten Weltkriegs – also der USA, Großbritanniens und Frankreichs – nun der vierten, der östlichen Siegermacht übergeben werden muss: Russland, dass sich gerade noch rechtzeitig durch eine Verfassungsänderung zum Rechtsnachfolger der Sowjetunion deklariert hat.
    ..
    Wenn der russische Präsident also mit dem Gedanken einer Wiederherstellung des Deutschen Reiches liebäugeln sollte, dann hat er dabei natürlich auch die Vorteile im Sinn, die Russland als erste eurasische Ordnungsmacht hierbei erwachsen. Polen wird also die deutschen Ostgebiete, die ihm von der Sowjetunion zur Verwaltung übergeben wurde, kaum noch länger verwalten dürfen. Weder Schlesien noch Pommern noch die westlichen Teile Ostpreußens.

    Damit wird sein Territorium wohl wieder auf das alte Herzogtum Polen reduziert, wenn Putin es will. Völkerrechtlich wäre das voll abgesichert. Das muss aber noch nicht heißen, dass er die Hohenzollern-Monarchie wieder in das neue alte deutsche Reich einsetzen möchte. Wenn die Deutschen also nach Merkel wieder auf einen Erlöser im Heldenkostüm hoffen, kann zumindest ich ihnen gegenwärtig nur Putin anbieten. Er spricht nicht nur perfekt deutsch und liebt die deutsche Kultur. Er wird, wenn das auf der Tagesordnung steht, auch mit seinem Stab die richtigen Deutschen ausfindig machen, die professionell in der Lage sind, das Reich in der Mitte Europas so wieder aufzubauen, dass es keine Bedrohung mehr für seine Nachbarn darstellt, sondern durch seine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland ein Segen.“

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Coronadaemmerung/Geopolitische-Hintergruende-und-Analyse-der-Koenigsgrippe/posting-36361662/show/

  11. Marcel Scholzen eimerscheid

    Die Idee mit dem Grundeinkommen ist nicht schlecht. Muss wie jede andere Sozialleistung vom Staat finanziert werden.

    Ein Grundeinkommen, das direkt von der Zentralbank kommt, ist die bessere Lösung. Stichwort Helikoptermoney. Darüber hat sich sogar Melton Friedmann Gedanken gemacht. Zur Zeit allerdings nicht realisierbar, weil der politische Wille fehlt. Ist auch nur eine Form der expansiven Geldpolitik.

  12. Ahnungslos

    Zur Zeit haben viele Menschen ein finanzielles Problem . Sind auch unsere Politiker davon betroffen ..? Wenn nicht , dann könnten sie ja einen Teil ihres Gehaltes zum Wohle aller spenden .

  13. peter Müller

    Tsunami von 2004: Mehr als 230.000 Tote – n-tv.de

    http://www.n-tv.de › Politik

    30.09.2009 – Bei der furchtbaren Tsunami-Katastrophe von 2004 kamen am zweiten Weihnachtstag mehr als 230.000 Menschen ums Leben.

    Diese Leute haben die Krise auch überstanden. Wir jammern wieder.

  14. Johann Reuschert

    Hallo @OD und Herr Cremer! was macht der Herr Lambertz denn so den ganzen Tag? Haben Sie keine Einsicht in seinem Agenda? Kann ja nicht so viel sein, da er vorher ja fast nur auf Tour war? Komischer Beruf?

  15. Appel an den MP!

    Sehr geehrter Herr Ministerpräsident!

    Unser Appel an Sie!

    Schreiten Sie bitte doch mal ein in Sachen „Hamsterkäufe“. Intervenieren Sie mal bei den Ostbelgischen Geschäften, ob Gross oder Klein, um eine gerechtere Verteilung von Lebensmitteln und Haushaltswaren!
    Es geht doch nicht an, das einer 10 Pakete Klopapier hortet, und der nächste bekommt nichts! Und wo bleiben die Schutzmasken?
    Walten Sie Ihres Amtes, im Dienste der Bürger!
    Und bitte zögern Sie nicht! Diese Situation dauert bereits viel zu lange!
    Haben Sie keine Berater in den Kabinetten? Die Sie dazu raten!?

    • Walter Keutgen

      Appel an MP! Das Hamstern von Klohpapier ist schier unverständlich. Ja, ich habe ein paar Frauen mit übervollem Einkaufwägelchen gesehen. Nur, sowas sieht man auch zu normalen Zeiten. Ich denke, dass einige für Institutionen wie z.B. Kinderauffangfamilien einkaufen. Fast alles, was ich wollte, habe ich bekommen. Nur auf Vollmilch habe ich warten müssen und mein übliches Starkbier war ausverkauft, aber die Geschäftsmitarbeiter waren fleißig am Auffüllen. Das Schutzmaskenproblem ist zu Genüge bekannt und nicht ein Problem der DG (gibt es übrigens auch in Deutschland).

  16. Marcel Scholzen eimerscheid

    Solche Krisensituationen sind eine gute Möglichkeit, um neue Geldtheorien zu diskutieren. Die MMT (Modern Money Theory – Moderne Geldtheorie) halte ich für einen sinnvollen Ansatz.

      • Marcel Scholzen eimerscheid

        Irgendwann ist die Coronakrise beendet und dann muss man sich mit den ökonomischen Folgen befassen.

        Besser man macht sich jetzt schon Gedanken. Und die Geldpolitik spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine gute Geldpolitik hilft bei der Bewältigung der Coronakrise. Da mahnt die Vergangenheit. Die Depression der 30er Jahre war auch deswegen so schlimm, weil die falsche Geldpolitik betrieben wurde.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern