Leute von heute

„Wenn Sie die Verantwortung für den Tod eines Ihnen nahestehenden Menschen für den Rest Ihres Lebens übernehmen wollen, machen Sie eine Weihnachtsfeier“

Foto: Shutterstock

Während viele Belgier auf eine Erweiterung der sozialen Kontaktblase für die Festtage hoffen, sind einige Experten immer noch heftig gegen ein Weihnachten in größerer Runde.

Dies ist insbesondere der Fall von Frédérique Jacobs. Als Gast der Morgensendung des TV-Senders LN24 erinnerte die Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten am Brüsseler Erasmus-Hospital an die Risiken von Weihnachtfeiern zu mehreren Personen.

„Sie sind drinnen, befinden sich in Feierlaune, sie trinken, essen, küssen, singen… Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt, um eine bedeutende Verbreitung des Virus zu fördern“, sagte Jacobs.

Für die Infektiologin ist das Risiko umso größer, als oft sogar drei Generationen oder noch mehr am Tisch sitzen. Der beste Weg, den Familienmitgliedern seine Liebe zu bekunden, sei es, ihnen zu sagen: „Kommt nicht, wir laden euch nicht ein, weil wir euch lieben.“

Jabobs ging sogar noch weiter: „Wenn Sie die Verantwortung für den Tod eines Ihrer Lieben ein Leben lang tragen wollen, machen Sie eine Weihnachtsfeier“, so Jacobs. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

 

49 Antworten auf “„Wenn Sie die Verantwortung für den Tod eines Ihnen nahestehenden Menschen für den Rest Ihres Lebens übernehmen wollen, machen Sie eine Weihnachtsfeier“”

    • Sie müssen nicht von sich auf Andere schließen!
      Ja, es soll Besserwisser-Menschen geben, die es vorziehen noch etwas zu leben statt monatelang vom sozialen Leben ausgestoßen zu werden. Vollkommen unverständlich? Nicht wirklich!
      Nur schlecht-Menschen, ohne Freunde und Familie, ist es egal, wenn sie sich von geliebten Menschen für Monate trennen müssen.
      Es soll ja sogar noch Besserwisser-Menschen geben, die für ihre eigenen Handlungen auch selber die Verantwortung übernehmen. Das war vor Corona sogar die Regel, nicht die Ausnahme …

      Wir kommen ja anscheinend aus der Corona-Nummer nicht mehr raus. Wir haben diesen „Experten“ und Politikern die Macht gegeben über unser Leben zu entscheiden und jetzt lassen diese allmächtigen Experten sich diese Macht nicht mehr nehmen.

    • Pensionierter Bauer

      In der Tat schockt es mich, mit wieviel Gleichgültigkeit immer mehr Menschen den Tod eines nahestehenden Menschen hinnehmen. Immer seltener wird den Verstorbenen noch mit einer richtig guten und schönen Abschiedsfeier gewürdigt.
      Große Teile der Gesellschaft versuchen den Tod aus dem Leben zu verdrängen um dann ein
      riesiges Zinober bei einer starken Grippewelle lostreten zu können.

      • @Pensionierter Bauer: Da stimme ich Ihnen zu. Früher, war das noch so, wenn einer zuhause verstorben ist, dann lag er auch da, und das solange bis dieser in den Sarg kam, da hatte man Zeit sich zu verabschieden. Heute werden die toten Körper, mehr oder weniger sofort verbannt….das sollte sich ändern, und wieder normal werden! Man sollte wieder die Gelegenheit bekommen (ich glaube ca. 1 Woche), wo das möglich sein sollte (ich spreche hier nicht von Unfallopfern). Dieser Bezug zum Tod, muss unbedingt wider ermöglicht werden. Das ist etwas, was die Vergänglichkeit klar macht, das sollte jeder miterleben dürfen!
        Heute wird leider, eine Berührungsangst anerzogen! Das ist falsch! Menschen dürfen keine Berührungsangst vor einem verlassenen Körper erlernen!
        …..Aber ich glaube, eh, mich versteht kaum einer…….:(

  1. Frédérique Jacobs, Frauen agieren bevorzugt mit dem Androhen von Schuldgefühlen. Sei es bei der Erziehung oder bei Partnerschaftskonflikten, sein Gegenüber mit Schuldgefühlen „gefügig“ machen zu wollen ist weithin ein geschlechtsspezifisches Vorgehen. Solche Drohungen sagen mehr über die Frau selbst als über die Gefährlichkeit einer COVID-19 Infektion aus.

  2. Zuhörer

    In Deutschland wird über Weihnachten gelockert, in Belgien wird noch mehr Panik geschürt. Bekloppter gehts wohl nicht mehr. Aber ja, hatte ich vergessen, ist ja auch anderer Virus hinter der Grenze.

    • Jahn Konopka

      @Zuhörer

      Dann geh doch in Deutschland , oder bei Netto

      Aber bitte unser Gesundheitssystem nicht ausnutzen und blockieren für eine mutmasslich selbst gesuchte und wissentlich gewollte Infektion mit einem tödlichen Virus

      Dafür hat man aber nicht de Courage im Sack , hör mich doch auf Doooo
      Allez Hoppa : Zettel in de Brieftasche : Ich bin ein Verharmloser und Leugner und befehle hier mit dem behandelnden Arzt mich einfach in der Nopri Park zu werfen wenn Ich positiv auf Covid 19 getestet werde…. Wenn nicht in Eupen eingeliefert oder vorstellig geworden einfach irgendwo entsorgen bitte , Covid 19 kann mir nichts und überhaupt sind das alles Fake News und den Virus gibt es auch garnicht

      Alle die das ganze noch für eine Verschwörung oder ähnliches halten sollten dann auch nicht auf unser Gesundheitssystem zurückgreifen, es ist doch eh nur ne kleine Grippe
      sowas geht dann auch easy wieder weg mit Füsse baden und bisschen Vick Vaporup inhalieren

      • Ich habe die Courage im Sack und geh zu Netto. Und was haben Sie so im Sack? Vielleicht Printen? Und kann es sein, daß die Recht auf ein funktionierendes Gesundheitssystems mit Abgaben ERWORBEN würde? Wenn Sie diese Rechte beschneiden wollen, dann bezahlen die Leute mit Courage im Sack eben nicht mehr ein! Dann können die Prinzensäcke ihr System auch selber finanzieren!

  3. Guido Scholzen

    Warum macht man einen solchen Aufruf nicht auch bei jeder Influenza-Epidemie alle Schaltjahre?
    Ach Entschuldigung, es wird ja nach Gefühl entschieden.
    Bis jetzt war das Weihnachtsgefühl wichtig, nun eben nicht mehr.

      • Guido Scholzen

        Es gibt alle Jahre wieder Grippe-Epidemien und die haben auch die Krankenhäuser überlastet:

        https://www.youtube.com/watch?v=BwSrEXYQfJE

        In jungen Jahren hatte ich mal ne schwere (Influenza)Grippe, die mich 2 Wochen ausser Betrieb setzte; einige Jahre später Lungenentzündung, und da biste auch 10 Tage inaktiv. Wenn ich solche Erkrankungen hâtte mit 80 Jahren und mehr, dann ist man weg vom Fenster. Auch habe ich das Rauchen vor 10 Jahren eingestellt.

        Wenn mir jemand sagt, man könne Corona nicht mit Grippe vergleichen, der verharmlost die Grippe! Die spanische Grippe vor 100 Jahren war tödlicher als nun Corona, aus diesem Grund sollte man ALLE Atemwegserkrankungen miteinander vergleichen.

        • Walter Keutgen

          Guido Scholzen, die Spanische Grippe war sehr schlimm und wohl einem Influenza-Virus zu verdanken. Covid-19 ist zwischen diseer und der normalen Influenza-Grippe, also nicht einfach eine starke Influenza-Grippe, die man übrigens zu behandeln weiß. Covid-19 ist eher mit der Asiatischen Grippe Ende der fünfziger Jahre zu vergleichen.

  4. Leute wie Jahn, werden in naher Zukunft alle Schuld von sich schieben, wenn hier bis absolut alles den Bach runter gegangen und gegen die Wand gefahren ist. Sie werden sagen, dass sie es nicht besser wussten und nicht besser wissen konnten.
    Sie konnten es aber wissen! Jegliche Eigenverantwortung abgelegt in die Hände jener, die sich einen Dreck für das Volk dem sie Dienen sollen, interessieren.
    Und wir, werden Leute wie sie daran erinnern!
    Ich für mich, merke mir schon lange die Namen der Systemkriecher.
    Nicht nur ich.
    Fangen sie endlich an sich ihren eigenen Verstandes zu bedienen!

  5. Maria Heidelberg

    Habt ihr mal über dieses Zitat nachgedacht?

    „Wenn Sie die Verantwortung für den Tod eines Ihnen nahestehenden Menschen für den Rest Ihres Lebens übernehmen wollen, machen Sie eine Weihnachtsfeier.“

    Ich kann mir nicht helfen, aber:
    Man könnte meinen, dass Frédérique Jacobs der Meinung ist, dass es sich bei den sogenannten „nahestehenden Menschen“ um geistig Behinderte handelt. Um Menschen, die nicht in der Lage sind, selbstständig zu denken, geschweige denn Entscheidungen zu treffen. Ich bin übrigens auch nicht geistig behindert, Frau Jacobs. 🙃

    Vor Allem: Geht Frau Jacobs davon aus, dass man sich mit seinen Liebsten lediglich zu Weihnachten trifft?! Das wäre politisch zwar korrekt, aber ein Armutszeugnis für die, die sich Nahe stehen.

    Vielleicht ist Frau Jacobs aber auch der Meinung, dass das Feiern das Problem ist und Sie benutzt die Prophezeihung als Deckmantel, und redet den Menschen ein schlechtes Gewissen ein, um genau das zu verhindern.

    Frau Jacobs, was machen Sie denn Weihnachten so? Netflix mit net Dose Ravioli?

    • Vater eines geistig behinderten Menschen

      Frau Heidelberg ihre Aussage zu geistig behinderten Menschen ist unterste Schublade. Unser Sohn, geistig behindert, ist in der Lage selbstständig zu denken und eigene Entscheidungen zu treffen. Und nein es ist keine leichte Behinderung aber er ist trotzdem „fit“. Dazu ein Smiley? Empathie geht anders und das wissen sie doch auch? Zu dem was sie bei OD so von sich lassen schreibe ich gar nichts da sie doch wohl “ in der Lage sind, selbstständig zu denken und Entscheidungen zu treffen“. Ihnen trotzdem frohe Weihnachten!

      • Maria Heidelberg

        Und warum denken Sie dann für ihn? Sie nehmen sich doch wohl nicht Frau Jacobs als Vorbild? In der Regel benötigt eine geistig behinderte Person Anleitung in vielen, oder gewissen Bereichen. Wenn ihr Sohn dazu in der Lage ist, selbstständig Entscheidungen zu treffen, ist er nicht geistig behindert. Aber Sie entscheiden, was er ist. So wie Frau Jacobs über Andere mental entscheidet, ob sie geistig behindert sind.

    • @Maria Heidelberg: Die Frau Jacobs trifft sich wahrscheinlich nur zu Festtagen mit der Familie und kennt es nicht anders. Ich habe auch so Nachbarn, da wird sich an Festtagen getroffen, es wird rumgeheuchelt, einer kann den andern nicht ab, aber es werden große FAMILIEN Feiern organisiert. Den Sinn, habe ich bis heute nicht kapiert.
      Ich fragte auch mal, warum man sich trifft, es wäre doch kein Zwang, da sagte er, doch, solange der Vater lebt, dann kam solange die Mutter lebt, später kam, zum Andenken an den Vater/Mutter, usw.
      Er ist jetzt ganz froh, nur noch einen kleinen Teil der Familie um sich zu haben, und nicht mehr dieses große Familientreffen zelebrieren zu müssen.

    • Krisenmanagement

      @ Maria Heidelberg so wie hier im Moment die Corona-Regeln befolgt werden, kann ich gar nicht dauernd zu meinen alten Eltern in Deutschland fahren. Auch auf die Gefahr, dass ich kein gutes Kind meiner Eltern bin. Ich würde mir das nie verzeihen, wenn ich meine Eltern anstecken würde. Auch in Deutschland, wo meine Eltern leben, dürfen sich eigentlich nur 2 Haushalte treffen. Aber Weihnachten werde ich mir nicht verbieten lassen.

      • @Krisenmanagement: Das mit den Eltern ist einfach, fragen Sie die was die möchten, nicht mehr nicht weniger. Ich sage dazu erledigt. (bei alten Tanten, Onkels, Nachbarn usw. geht das auch)
        Man meint gar nicht, wie offen und informiert die sind.
        Und es kann ja nicht sein, dass nur ich das so erlebe. ;)

  6. Gesundermenschenverstand

    Nochmals Danke Frau Jakob für den Fingerzeig. Wir haben es verstanden. Aber auf unsere Symptome, auf Oma und Opa passen wir schon selbst auf und die brauchen uns am vielleicht letzten Weihnachtsfest.

  7. Unvernunft

    Und was kommt als nächstes , das zu der Aussage dass man verantwortlich ist für den Tod eines Menschen wenn wir uns nicht an die Gegebenheiten halten. Wahrscheinlich hole ich mir im Deilhaz bei Aldi oder Lidl den Virus , dort muss ich permanent auf mein Recht aufmerksam machen . Eigenverantwortlichkeit ist das eine, Angst machen ist das was im Moment von den Medien ausgeübt wird ihr lasst euch zum Handlanger der Politiker machen.

  8. Maria Heidelberg

    Wenn man mal alle Aspekte des Lebens betrachtet, ist das kein Leben mehr, was man uns zumutet. Vor Allem für Ältere. Das Einzige, was die noch interessiert, ist das Emotionale., Aufmerksamkeit, Nähe, Liebe, Achtung… Und das geben nun mal hauptsächlich die engsten Verwandten.

    Grausam, echt grausam…

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern