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Gesundheitsrisiko Waldbrand: Wieso der dabei entstehende Rauch gefährlich ist [Fragen & Antworten]

16.08.2026, Nordrhein-Westfalen, ---: Eine große Rauchwand ist von Deutschland in Richtung des großen Waldbrands in Belgien im Gebiet Hohes Venn zu sehen. (Luftaufnahme mit einer Drohne) Foto: Christoph Reichwein/dpa

Waldbrände hinterlassen verheerende Schäden – und die können beim Menschen sogar langfristige Folgen haben. Kleine Feinstaubpartikel können tief in die Lunge und sogar ins Blut gelangen.

Waldbrände sind nicht nur durch ihre zerstörerischen Flammen gefährlich – der dabei entstehende Rauch stellt auch ein Gesundheitsrisiko dar. Der Waldbrand im Hohen Venn weitet sich aus. Einsatzkräfte hoffen, dass Verstärkung aus dem Ausland und kühlere Temperaturen dazu beitragen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Die Feuerfront erstreckte sich am Sonntagmorgen über einen Kilometer, wie die RTBF berichtete. Der Brand, der als größter Waldbrand in der Geschichte Belgiens gilt, hatte bis Samstagabend nach Angaben der lokalen Behörden rund 2.700 Hektar Land zerstört. Zum besseren Verständnis nachfolgend Fragen & Antworten.

15.08.2026, Belgien, Waimes: Starke Rauchentwicklung bei einem Brand im Hohen Venn. Foto: Nicolas Lambert//dpa

– Was kann der Rauch verursachen?

Die bei Waldbränden entstehenden Rauchschwaden sind ein komplexes Gemisch aus verschiedenen Gasen und sehr feinen Teilchen, die entstehen, wenn Bäume, Sträucher, aber auch Gebäude und andere Materialien brennen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind besonders Feinstaubpartikel namens PM2.5 besorgniserregend, weil sie eingeatmet werden und so tief in die Lunge gelangen können. Das wiederum kann demnach Husten, Augen- und Halsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Atemlosigkeit auslösen.

Da die Teilchen aber sogar in den Blutkreislauf gelangen können, können sie prinzipiell alle menschlichen Organe betreffen. Die Partikel lösen Entzündungen und Stress in Zellen aus. Je nachdem, wie lange dies anhält, können Erkrankungen die Folge sein. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Demenz oder Diabetes Typ II werden laut Experten mit Feinstaub in Verbindungen gebracht.

– Wer ist besonders gefährdet?

Bei Menschen mit Asthma, chronischen Lungen- oder Herzkrankheiten könnten sich die Symptome verstärken, heißt es von der WHO. Zudem seien Ältere und Babys sowie Kinder stärker als andere gefährdet, bei den Kleinen entwickle sich die Lunge erst noch. Auch Behinderte und Schwangere gehören zu den Risikogruppen – und nicht zuletzt Einsatzkräfte, die an vorderster Front die Brände bekämpfen.

FFP2-Masken hängen an einer Türklinke. Foto: Daniel Karmann/dpa

– Wie nah am Brand wird es gefährlich für Menschen?

Weil unterschiedliche Witterungsbedingungen – wie etwa Wind – aber auch verschiedene persönliche Reaktionen auf Schadstoffe eine Rolle spielen, läßt sich kein pauschal sicherer Abstand zu Waldbränden festlegen. Mit zunehmendem Abstand zum brennenden Bereich nimmt jedoch die Wahrscheinlichkeit für akute Auswirkungen durch die Rauchbelastung ab. Ab einigen hundert Metern würden eher die vorhin beschriebenen Auswirkungen durch Feinstaub relevant.

Die WHO weist darauf hin, dass der Rauch von Waldbränden sich über weite Regionen und sogar Länder oder Kontinente hinweg ausbreiten und die Luftqualität von Orten in der entsprechenden Windrichtung deutlich verschlechtern kann – auch für Menschen, die weit entfernt wohnen.

– Was kann man tun, um sich zu schützen?

Die WHO rät: Empfehlungen der lokalen Behörden befolgen. Möglichst drinnen bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten. Klimaanlagen nicht in einem Modus nutzen, in dem sie Außenluft hineinlassen und in den Innenräumen zirkulieren lassen. Draußen eine FFP2-Maske tragen. Bei Symptomen medizinischen Rat suchen. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

3 Antworten auf “Gesundheitsrisiko Waldbrand: Wieso der dabei entstehende Rauch gefährlich ist [Fragen & Antworten]”

  1. Gärlinde

    Wer ist besonders gefährdet?. Die Frage müsste anders lauten: Wer freut sich besinders????????? Natürlich die Politiker, Geld bei der „Vorsorge“ eingesaackt (längst eingesackt), Geld bei der „Bekämpfung „eingespat (wird noch eingesackt.) haben, Von Meerwasserentsazlungsanlagen baben unsere Poitheinis längst mal in der Vergangenheit gehört. Wie Israel bewässert sein Land soß iN iSrael, da war ich noch nie, liegt wohl irgendwo aud Feuerlad (ja da brauchen sie LöschwassEr)“.

    Wenn etwas nicht an dummheit übertroffen wereden kan, so sind es die Mittel- und Südeuropäiscchen Regierungen; Jagt si alle zum Teufel.

    Die Eifeler Politiker sind wohl der Meinung, dass eine Ppeline von der belgischen Nordsee bis in die Eifel wohl innerhalb von drei Tagen zu verlegen sei., denn mit dem Auto bin ich doch auch in drei Stunden in Ostende.

    Mögen die Lungen und das Blut der Eifeler s bezüglich der Dummheit)taubfrei bleiben, bei den Polis bin ich mir nicht si sicher (leicht nach Einstein

  2. Gärlinde: Wäre Ihr Respekt gegenüber den Mitmenschen (Lesern) etwas größer, würden Sie sich mehr Mühe beim Schreiben geben. Wenigstens etwas mehr.
    Oder sind Sie so unerträglich hektisch?

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