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Eupen besonders gefährlich für Fußgänger und Radfahrer?

Ein Unfall mit einem Motorrad im unteren Teil der Frankendelle in der Eupener Unterstadt im März 2015. Foto: OD

Die Zeitungen der Verlagsgruppe Sudpresse haben eine Karte der Gemeinden in der Wallonischen und Brüsseler Region erstellt, in denen es die meisten Verkehrsunfälle mit Verletzten gibt. In einer Statistik taucht auch Eupen in der Spitzengruppe auf.

Das Institut VIAS für die Sicherheit im Straßenverkehr hat die Daten gesammelt. Sie beziehen sich auf einen Zeitraum von 5 Jahren (von 2012 bis 2016).

Von den 20 Gemeinden mit den meisten Verkehrsunfällen mit Verletzten befinden sich deren acht in der Provinz Luxemburg, also im ländlichen Raum.

(Zum Vergrößern Grafik anklicken). Quelle: sudinfo.be

„Im ländlichen Raum gibt es weniger Alternativen zum Auto“, so Benoit Godart, Sprecher von VIAS. Die Unfälle dort seien oft mit schwerwiegenderen Folgen verbunden als Unfälle im Stadtverkehr.

Den Spitzenplatz in der Wallonie und in Brüssel nimmt die Gemeinde Manhay mit 38 Unfällen je 1.000 Einwohner ein. Es folgen Brüssel und …Trois-Ponts mit 36 Unfällen je 1.000 Einwohner.

Eine weitere Statistik von VIAS bezieht sich auf die Verkehrsunfälle mit Verletzten, in die mindestens ein schwacher Verkehrsteilnehmer verwickelt war (Fußgänger oder Radfahrer). Und in dieser Liste nimmt Eupen von allen Gemeinden der Wallonie und der Region Brüssel mit 5 Unfällen pro 1.000 Einwohner zusammen mit u.a. Visé, Trois-Ponts, Huy und Verviers den 10. Platz ein.

Eine weitere Statistik umfasst die Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine Rolle spielte. Hier taucht keine ostbelgische Gemeinde in der Spitzengruppe auf. An der Spitze liegt u.a. die Gemeinde Chimay. (cre)

  1. Autofahrer

    Würden sich die Fahrradfahrer mehr an die Strassenverkehrsordnung halten, würden auch weniger Unfälle passieren. Besonders sobald diese in Gruppen unterwegs sind, meinen viele, sie hätten das alleinige Recht auf der öffentlichen Strasse.

    • Nebeneinander fahren ist für Radfahrer nicht prinzipiell verboten, informieren Sie sich!

      Das Problem ist, dass Autofahrer noch keine 3 Sekunden hinter einem Radfahrer her fahren können, es muss ohne Rücksicht auf Leben und Gesundheit des Radfahrers sofort überholt werden. Ich bin sogar schon IM KREISVERKEHR von einer rücksichtslosen Autofahrerin überholt worden, die mich dann beim abbiegen fast über den Haufen gefahren hätte…

      Es bricht keinem Autofahrer ein Bein ab, wenn er mal 10 Sekunden hinter einem oder mehreren Radfahrern her fährt, um dann an einer sicheren Stelle zu ueberholen, denken sie mal darüber nach…

      • Da muss ich „Autofahrer“ aber Recht geben. Ich denke er spricht nicht nur davon dass sie neben einander fahren. Wobei dies nicht prinzipiel überall erlaubt ist. Er spricht davon dass sie ohne Licht fahren, total dunkel angezogen sind, sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten (Rechtsvorfahrten, mit der Hand die Richtung anzeigen in die man abbiegt, Zebrastreifen überqueren ohne abzusteigen, auf Bürgersteigen fahren und dann zwischen Straße und Bürgersteig hin und her zwitschen). Aber das müssen sie ja selbst wissen, es sind ja ihre Knochen, dann sollte man es aber nicht immer den Autofahrer in die Schuhe schieben. Wenn ich Radfahrer sehe die ihre Kinder hinten auf dem Gepäckträger sitzen haben ohne nötige Vorrichtung und ohne Helm dann platzt mir die Hutschnut, denn die Kinder können nichts für die Dummheit der Erwachsenen.

        Hinter einem Radfahrer zu bleiben bis sich eine sichere Gelegenheit ergibt stellt für mich keinerlei Problem da, da ich immer zeitg los fahre und somit jeder Stress vermieden wird.

        • All diese Sachen sollte man als Radfahrer in der Tat nicht machen, da muss ich ihnen natürlich auch als Radfahrer Recht geben Ich halte mich daran und komme trotzdem regelmaessig in lebensgefährliche Situationen…

    • Hier übrigens der entsprechende Absatz aus dem Code de la route, leider nur in Französisch gefunden.

      Wäre nett, wenn alle Autofahrer den mal durchlesen (und behalten) würden, anstatt einen wütend in den Straßengraben zu drängen (Ja, das passiert sehr oft, Autofahrer scheinen ihr Hirn hinterm Steuer echt auszuschalten…), wenn man mal zu zweit nebeneinander fährt…

      Si vous circulez sur la chaussée, le code de la route admet que vous rouliez à deux de front, l’un à côté de l’autre, à condition de ne pas gêner le croisement avec un véhicule qui arrive en sens inverse. En dehors des agglomérations, vous devez également vous replacer l’un derrière l’autre si des véhicules arrivent de l’arrière.

      • „En dehors des agglomérations, vous devez également vous replacer l’un derrière l’autre si des véhicules arrivent de l’arrière.“

        Das passiert leider immer seltener.

        “ à condition de ne pas gêner le croisement avec un véhicule qui arrive en sens inverse. „…

        und auch das findet leider immer seltener Beachtung.

        Das ein Radfahrer mal anhält oder verlangsamt, wenn ein Hindernis auf seiner Fahrbahnseite auftaucht ist kaum noch festzustellen. Da wird sich munter dran vorbei gequetscht und dann auch noch über die anderen, die Vorfahrt haben, aufgeregt weil es eng wird.

  2. @Autofahrer
    Ach so !
    Sie sollten sich etwas mehr bewegen, mit dem Rad, anstatt solchen Blödsinn zu verzapfen. Sicherlich gibt es unvorsichtige Radfahrer, aber noch mehr blinde Autofahrer.

  3. Jean -Marie Houben

    Da sollten sich die Verantwortlichen für die Fuß und Radwege mal angesprochen fühlen!!gGibt es sowas überhaupt hier bei uns in Ostbelgien…., wir haben wohl genügend Minister !

  4. Alfons Van Compernolle

    Ich glaube nicht, dass die DG fuer Radfahrer & Fussgaenger gefaehrlicher / gefahrvoller ist als andere Regionen oder Staedte. Was aber auffaellig ist, sind so einige am Verkehr-Teilnehmende Idioten, die da Glauben, die Strasse etc gehoert ihnen und sich genauso verhalten. Resultat : UNFALL !!

  5. Raymond S.

    Als passionierter u. regelmäßiger Fahrradfahrer in Eupen wundert mich die schlechte Platzierung Eupens überhaupt nicht. In Eupen gibt es kaum Fahrradwege und wenn, sind sie dermaßen mit Unrat von der Autofahrbahn übersät, dass man sie nicht benutzen kann (z.B. Herbesthaler Str., Aachener Str. nach Kettenis). Eingezeichnet sind nur sehr wenige (Neustr., Paveestr., Stockbergerweg, usw.). Korrekt finde ich die Talstr. in Kettenis, wo die Autofahrer diese nur befahren dürfen, wenn sich kein Fahrradfahrer darauf befindet. Dies müsste unbedingt auf dem Stadtgebiet geschehen (z.B. Olengraben, Malmedyer Str., Haasstr., Kehrweg, Schönefeld, Judenstr., Bergkapellstr., usw.). Ganz zu schweigen von der Begegnungszone, in der man als Radfahrer immer nur als Hindernis wahrgenommen wird. Gerne würde ich mich bereit erklären, an einer Verbesserung der Lage mitzuplanen.

    • Don Quichotte

      Bingo, nochmal alles Regionalstrassen, ausser Judenstrasse/Bergkapell. „Auf dem Gebiet der Stadt Eupen“ heisst in diesem Fall „Auf dem Gebiet der Wallonischen Region“.

  6. Eupen hat die schlechtesten Strassen in ganz ostbelgien , nur Flick schusterei keine 100 Meter die vernünftig geteert sind von Radwegen ganz zu schweigen würde nie mein Kind olengraben , Rotenberg lascheterweg…. mit dem Fahrrad fahren lassen , aber Politiker aller Couleur vom Fahrrad reden lächerlich

  7. Auf der Herbesthalerstrasse und auf Noeretherstrasse usw , gibt es Fahrrad und Moped Wege
    und diese Verkehrsteilnehmer Fahren auf der Strasse !
    Und wenn mann sie darauf aufmerksam macht , werden sie Laut und zeigen dir den stinke Finger So fiel zum Radfahrer

  8. Don Quichotte

    Die kleineren bis mittleren Städte der Provinz Lüttich finden sich mit 5 Unfällen mit schwachen Verkehrsteilnemern pro 1000 Einwohnern wieder: Visé, Huy, Verviers, Eupen… Die Frage von Herrn Cremer im Titel kann man aufgrund der objektiven Fakten also klar mit „Nein“ beantworten. … und wenn man die Beispiele gefährlicher Strassen der Forenteilnehmer liest, liegt das Problem vor allem bei den Regionalstrassen. Und aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen.
    Ein Eupener Radfahrer (und Autofahrer).

  9. Michael bong

    Sichere Radstraßen/wege, die motivieren aufs Fahrrad zu steigen, kosten Geld. Noch wird viel zu wenig getan. Und es wird zu wenig erkannt, wie wichtig „das Rad“ als Fortbewegungsmittel ist. Andere Städte und Gemeinden geben dem Radfahrer mehr Platz.

    • Halten Sie mal in der Eupener Innenstadt 1,5 Meter Seitenabstand zu einem Radfahrer. Völlig unmöglich. Also entweder Fußgänger aus dem Stadtbild entfernen um die Bürgersteige zu Radwegen umzubauen oder die gesammte Innenstadt für Autos sperren. Lösung? Eher nicht.

      • Nein, gar kein Problem, einfach hinter dem Radfahrer her fahren, bis kein Gegenverkehr kommt, dann mit 1.5 m Abstand ueberholen…
        Aber das macht ja keiner, es muss ja sofort überholt werden, anstatt mal 20 Sekunden Zeit zu verlieren….

        • @ Reinoud

          Dann fahren Sie mal durch Eupen. In der Innenstadt gibt es gar keinen Gegenverkehr. In der Klosterstrasse können Sie warten bis Sie schwarz werden und in der Hufengasse haben Sie nicht mal 1,50 Meter Strassenbreite.

  10. Willst du uns Ver....

    Ich denke mal die schlechten Verkehrsintegration ist einfach dass man in unserer Gegend lieber in den Ortschaften mehr zum Auto als zum Fahrrad greift.
    Ravelstrecke ist toll, jedoch für viele nur in der Freizeit.
    Wieso funktioniert es in Flandern oder den Niederlanden.
    Weil dort ein Fahrrad ein Fortbewegungsmittel und kein reines Freizeit Fahrzeug ist.
    Die Politik investiert nicht in was, für die es wenig Sinn macht.
    Zur Zeit ist ein Fahrrad das umweltfreundlichste und günstige Fortbewegungsmittel

    • Autofahrer

      Lieber nicht, denn dann würden die Unfallstatistiken mit Fahrradfahrern in die Höhe schnellen. Es sei denn die Fahrradfahrer lernen auch endlich mal sich an die Strassenverkehrsordnung zu halten. Es ist immer einfacher auf Andere zu zeigen, als sich selber mal an die eigene Nase zu fassen. Eine Statistik welche genau belegen kann in wie vielen Unfällen der Fahrradfahrer selbst Schuld ist oder zumindest eine Teilschuld mit zu tragen hat fehlt leider…. Ich wünsche allen Verkehrsteilnehmern heil nach Hause zu kommen, aber dann sollen auch bitte Alle dazu etwas beitragen. Ist sehr einfach immer auf die anderen motorisierten Verkehrsteilnehmer herumzureiten. Fahrradfahrer müssten genau so einen Führerschein machen wie andere Verkehrsteilnehmer, dann könnte man wenigstens davon ausgehen, dass sie wenigstens ein Minimum Ahnung haben wie sie sich im Strassenverkehr zu verhalten haben.

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