AKTUALISIERT – Drei Tage nach dem ersten Abwurf einer Atombombe über Hiroshima warfen die Amerikaner vor 80 Jahren über Nagasaki eine zweite Bombe ab. Der heutige Bürgermeister mahnt, aus der Geschichte zu lernen.
Mit einem neuerlichen Appell zur Abschaffung aller Atomwaffen in der Welt hat die japanische Stadt Nagasaki der Opfer des Atombombenabwurfs vor 80 Jahren gedacht.
Nagasakis Bürgermeister Shiro Suzuki warnte eindringlich vor der wachsenden Gefahr eines Atomkriegs. „Diese existenzielle Krise der Menschheit ist für jeden Einzelnen von uns auf der Erde unmittelbar geworden“, sagte Suzuki in seiner Friedenserklärung.

09.08.2025, Japan, Nagasaki: Teilnehmer verfolgen im Friedenspark vor der Friedensstatue die Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages des Atombombenabwurfs über Nagasaki. Foto: -/Kyodo-Pool/dpa
Suzuki rief die Welt dazu auf, aus der Geschichte zu lernen und sicherzustellen, dass Nagasaki die letzte Stadt bleibt, die ein atomares Inferno erleiden musste.
Um 11.02 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als am 9. August 1945 die von einem US-Bomber abgeworfene Atombombe „Fat Man“ über Nagasaki explodierte, legten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung eine Schweigeminute ein. Allein in Nagasaki wurden damals etwa 70.000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet, 75.000 weitere verletzt. Drei Tage zuvor hatten die USA bereits Hiroshima durch eine Atombombe mit geringerer Sprengkraft verwüstet.

08.08.2025, Japan, Nagasaki: Am Vorabend des 80. Jahrestages des Atombombenabwurfs auf Nagasaki im Südwesten Japans werden in einem Park Laternen angezündet, der das Zentrum des Atombombenabwurfs von 1945 markiert. Foto: —/kyodo/dpa
– Symbol für die Schrecken von Krieg: Unter dem Eindruck der Zerstörungen kapitulierte das Kaiserreich Japan am 15. August 1945. Hiroshima und Nagasaki wurden als die ersten und bislang einzigen von einer Atombombe verwüsteten Städte weltweit als Symbol für die Schrecken von Krieg – und für Frieden – bekannt.
Die heutige Welt werde von einem teuflischen Kreislauf aus Konfrontation und Zersplitterung geplagt, sagte Suzuki. Er rief dazu auf, diesen zu überwinden. Dass die japanische Organisation Nihon Hidankyo von Überlebenden der Atomwaffenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vergangenes Jahr mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde, zeige die Kraft der Zivilgesellschaft.
Die Graswurzelbewegung hatte den wichtigsten Friedenspreis für ihre Bemühungen um eine atomwaffenfreie Welt erhalten. Nagasakis Bürgermeister rief die Regierung seines eigenen Landes erneut dazu auf, einem UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen von 2017 beizutreten. Dies hatte drei Tage zuvor schon Suzukis Kollege in Hiroshima von der japanischen Regierung gefordert. (dpa)
Wenn man sieht wie kritiklos die Bevölkerung akzeptiert das wieder Milliarden wie in den 1970ziger Jahren für Rüstungsgüter verschleudert werden, dann fasst man sich nur noch an den Kopf.
#Rüstungsspirale./Korrekt . Und die unser Geld dafür ausgeben, streicheln sich gegenseitig ihre Eselsohren , weil der menschliche Kopf zu fehlen scheint.
Nach dem kalten Krieg hat man auch die Militärausgaben reduziert in Belgien. Mit der sogenannten „Friedensdividende“ wurden „schöne Pöstchen“ in den Verwaltungen geschaffen. Egal wie, der Bürger wird zur Kasse gebeten.
hat MSE eigentlich ein „Pöstchen-Syndrom“?
Solange die USA als einzige Atomwaffen hatten, waren diese überlegen.
Und je mehr Staaten Atomwaffen haben, desto unwahrscheinlicher wird der Einsatz. Die Überlegenheit schwindet. Sie sind eher eine Art Versicherung für den extrem unwahrscheinlichen Ernstfall. Man kann ruhiger schlafen. Darum muss man sich die Frage stellen, ob der Iran seine Atomwaffen nicht eher defensiv benutzt. Die Ayatollahs wollen nur in Ruhe gelassen werden. Das sind brutale Unterdrücker aber keine Selbstmörder.
Man kann viel darüber diskutieren, ob der Einsatz der Atomwaffen gegen Japan sinnvoll war oder nicht. Die USA hatten das Ding und wollten sehen, was es bringt. Hat ja schließlich einiges Geld gekostet. Wollten der Welt ihre Macht demonstrieren, zuerst Richtung Japan und dann Richtung UdSSR.
Marcel Scholzen Eimerscheid, „Wollten der Welt ihre Macht demonstrieren, zuerst Richtung Japan und dann Richtung UdSSR.“ Die USA wollten den Krieg gegen Japan, den das Kaiserreich angefangen hatte, partout gewinnen und das möglichst ohne russische Hilfe. Ohne Atombomben hätte das 1 Million US-amerikanische und 500.000 japanische Soldaten gekostet. Deshalb teilte Truman Stalin auf der Potsdamer Konferenz mit, dass die USA eine sehr starke Waffe hätten. Dass die USA daran arbeiteten, wusste Stalin von seinen Spionen. Er sagte nur: „verstanden“ und gab danach der sowjetischen Armee Befehl in der japanisch besetzten Mandschurei anzugreifen.
Potsdamer Konferenz: https://de.wikipedia.org/wiki/Potsdamer_Konferenz
Sowjetischer Angriff in der Mandschurei: https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetische_Invasion_der_Mandschurei
Atombombenabwürfe: https://de.wikipedia.org/wiki/Atombombenabw%C3%BCrfe_auf_Hiroshima_und_Nagasaki
Marcel Scholzen Eimerscheid, „Und je mehr Staaten Atomwaffen haben, desto unwahrscheinlicher wird der Einsatz.“ Ich denke es ist das Gegenteil. Es benötigt eine Person, die ausrastet. Je mehr Staaten, je mehr Personen sind Kandidaten. Allerdings hat man jetzt auch Miniatomben und wird es nicht unbedingt zum Auslöschen der Menschheit kommen.
Es gibt heute Waffen, diese hätten niemals entwickelt, gebaut und damals eingesetzt werden dürfen.
A-B-C Waffen komplett demontieren und verbieten, wäre das beste, das wird aber niemals geschehen.
Sind autoritäragierende Mächte nicht auch Verbrecher ?
Lassen Verbrecher sich das Verbrechen verbieten ?
interessante Ideen!
Sollte Russland nach einem verlorenen Krieg gegen die Ukraine nuklear entwaffnet werden?
den gesamten ehemaligen Ostblock (Warschauer Pakt) hätte der Westen in den 1990ern besser nuklear entwaffnet, sogar (ein damals militärisch sehr schwaches) Rot-China hätte einfach zuschauen müssen, wie dies geschieht.
Im Nachhinein ist man leider immer schlauer.
Ja, interessante Idee, die A-B-C Waffen sollten überall komplett vernichtet werden, dann würde es eventuell etwas mehr Ruhe und Frieden geben! Wird aber niemals geschehen, dass die vermeintlich unersetzlichen freiwillig überall ihre A-B-C.-Machtoptionen abgeben.
Marcel Scholzen Eimerscheid: Schonmal was vom Risikobegriff gehört? Risiko=Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses * Schweregrad der Auswirkung des Ereignisses. Wenn Risiko > 1, dann inakzeptabel. Fast egal, wie groß die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses ist, das Risiko bei Kernwaffen ist sicher immer >> 1.
AKTUALISIERT – 09.08.1945 – Vor 80 Jahren der Atombombenabwurf auf Nagasaki – nur drei Tage nach dem auf Hiroshima https://ostbelgiendirekt.be/hiroshima-vor-80-jahren-421862