Politik

Ein Jahr „Yes We Plant“ – Anne Kelleter: „Ziel erreicht“- Zähler zeigt 1.334.797 Bäume und 1.400 km Hecken an

Illustration: Shutterstock

Rund ein Jahr nach seiner Entstehung hat das wallonische Programm „Yes We Plant“ von Umweltministerin Céline Tellier (Ecolo) ein erstes Ziel erreicht. Das Programm sieht vor, bis 2024 rund 4.000 Kilometer Hecken und/oder eine Million Bäume auf dem Gebiet der Wallonischen Region zu pflanzen.

1.334.797 Bäume sind nach Angaben der ostbelgischen Regionalabgeordneten Anne Kelleter (Ecolo) aktuell auf dem Zähler verzeichnet. Sie wurden demnach bereits gepflanzt oder sollen dies in Kürze sein. „Das Ziel ist weitgehend erreicht“, so Kelleter, die auch Mitglied der Umweltkommission ist.

„Um genau zu sein, wurden bis heute 771.598 Bäume gepflanzt, und für den Rest gibt es feste Zusagen von Gemeinden, Unternehmen, Verbänden, Schulen, Landwirten und Bürgern. Zum Vergleich: Die Pflanzungen, die bisher im Rahmen von ‚Yes We Plant‘ durchgeführt wurden, sparen pro Jahr rund 41.000 Tonnen CO2. Das entspricht der CO2-Bilanz von durchschnittlich 2.500 Belgiern oder 400.000 Kilometern Autofahrt“, so Kelleter.

Es fehlt an Setzlingen. Foto: Shutterstock

Was die Heckenpflanzung betrifft, sind heute fast 1.400 km Hecken auf dem Zähler. Dazu erklärte Umweltministerin Tellier: „Infolge der allgemeinen Begeisterung für die Pflanzinitiativen sind wir mit einem Mangel an Setzlingen konfrontiert. Dies ist ein Hindernis für den reibungslosen Ablauf der Heckenpflanzungen. In Anbetracht dieser Schwierigkeit haben wir ab 2020 einen Produktionsauftrag für 1.200.000 Setzlinge ausgeschrieben, um diesen Mangel zu beheben, indem wir mit zehn wallonischen Baumschulen zusammenarbeiten. Diese Maßnahme wird bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres Früchte tragen, da die ersten 200.000 Setzlinge in diesem Rahmen ausgeliefert werden. Sie werden es einer großen Anzahl von Akteuren ermöglichen, ihre Pflanzungsprojekte zu konkretisieren.“

Mit einem Gesamtbudget von 10 Millionen Euro für die gesamte Legislaturperiode ist laut Kelleter das Ziel des Programms „Yes We Plant“ bewusst ehrgeizig und den Herausforderungen gewachsen, denen sich die Wallonie stellen muss, insbesondere in Bezug auf das Klima und die Artenvielfalt. Darüber hinaus wurden die Zuschüsse für das Anpflanzen von Bäumen, Hecken, Obstgärten und Alleen im Oktober 2020 erhöht. So wurde beispielsweise die Unterstützung für die Anpflanzung von hochstämmigen Obstbäumen von 12 auf 25 Euro pro Baum erhöht.

Die Ecolo-Regionalabgeordnete Anne Kelleter. Foto: Gerd Comouth

Für die Landwirtschaft wurde auch die Begleitung von Pflanzungsprojekten durch NATAGRIWAL verstärkt. Lösungen für die Heckenpflege und die Produktion von Setzlingen werden ebenfalls entwickelt.

Ein Netzwerk von Vermittlern soll künftig Gemeinden, Unternehmen, Vereinen, Schulen und Bürgern kostenlose technische, logistische und begleitende Hilfe anbieten, um die Pflanzprojekte weiter auszubauen. Neue Tools, mit denen man Hilfe beim Pflanzen einer Hecke oder Informationen über Saatgut finden kann, werden ebenfalls in Kürze verfügbar sein.

Anne Kelleter: „Die Überschwemmungen letztes Jahr im Wesertal haben uns gezeigt, dass der Klimawandel auch bei uns eine Realität ist, die wir nicht mehr ignorieren können. Heute steht uns eine Dürre bevor, die besonders schädlich für unsere Landwirte wäre. Diese Wetterphänomene erteilen uns eine große Lektion in Sachen Demut gegenüber der Natur. Mit der Natur kann man nicht verhandeln und man kann sie auch nicht ‚beherrschen‘. Wenn wir aber lernen, mit der Natur statt gegen sie zu arbeiten, haben wir eine echte Zukunftsperspektive.“

HINWEIS – Infos zur Aktion „Yes We Plant“ unter https://yesweplant.wallonie.be/home.html

27 Antworten auf “Ein Jahr „Yes We Plant“ – Anne Kelleter: „Ziel erreicht“- Zähler zeigt 1.334.797 Bäume und 1.400 km Hecken an”

  1. Wahl, Joachim

    Frau Kelleter, ich hätte drei Fragen: 1. Bitte erklären Sie mir, wie Pflanzungen CO2 sparen? und 2. wie Sie belegen, dass das Hochwasser Ihrer Meinung nach dem Klimawandel zugeordnet werden kann. 3. Wieso steht uns heute eine Dürre bevor? Vielen Dank.

    • deuxtrois

      Bepflanzungen „sparen“ kein CO2, sie kompensieren nur einen Teil des CO2 und binden diese, solange der Baum nicht verrottet oder der Baum verbrannt wird.

      Das ist nicht sonderlich gut ausgedrückt, aber eigentlich auch nun wirklich nicht schwer zu verstehen – und die Antwort kannten Sie vermutlich auch schon vorher.

      Das Hochwasser und der Klimawandel haben keine direkten Kausalitäten, aber auffallend viele Korrelationen. Das ist auch wissenschaftlicher ausgedrückt, als es Frau Kelleter macht:
      https://www.dw.com/de/hochwasser-zeichen-für-den-klimawandel/a-16857883

      Allerdings ist es irgendwo naheliegend, dass wärmere Temperaturen zu mehr Verdunstung führen, die Luft mehr Wasser aufnehmen kann, folglich auch dadurch mehr abregnen kann. Diese physikalische Erkenntnisse gewinnt man beim Koch von Wasser in einem Kochtopf. Dass die Temperatur sich durch CO2 erhöht kann jeder selbst prüfen, indem er unter einer Luftglocke die CO2-Konzentration anreichert, und die Temperatur unter der Glocke mit der ausserhalb der Luftglocke vergleicht:

      https://www.sivakids.de/wp-content/uploads/2021/11/treibhaus-versuch-unterricht.pdf

      Bitteschön, Herr Wahl.

      • 23
        Eigentlich weiß mittlerweile jedes Kind das dieser Versuch mitnichten einen Treibhaus Effekt wie immer postuliert nachweist… dies können Sie mit nicht „Treibhaus“ relevanten Gasen wiederholen und erhalten einen ähnlichen Effekt.
        Bei allen Gasen kann man aber eine Sättigung feststellen

    • Robin Wood

      @Guido Scholzen
      Gute Diskussion. Die Grünen sind halt noch nicht in der Realität angekommen.

      Der erste Kommentar trifft es genau:
      „Wir müssen die Umwelt vor der unendlichen Dummheit der Güninnen schützen!“

  2. Ach Herr Dipl. -Ing. Wahl

    Sie haben doch studiert.
    Zu 1: Spart nicht bindet CO², Haarspalterei, aber das wissen Sie ja
    Zu 2: Wenn etwas häufiger als sonst passiert (Siehe Jahresbericht der Versicherungsgesellschaften), wird sich wohl was geändert haben. Es geht aber hauptsächlich um die Auswirkung. Sie diskutieren lieber die Ursache, suchen Sie sich einen Namen aus. Interessanter wäre aber zu erfahren warum es der Klimawandel nicht sein kann.
    Zu 3: Reden Sie mit Landwirten, Förster, Fischer, usw…
    Es geht auch um die Globale Auswirkung und nicht um den Blick aus ihrem Fenster. Aber das hatten wir schon alles. Ihr Antwort steht allerdings immer noch aus.

    • Wahl, Joachim

      Sie sind nicht in der Lage, CO2 richtig zu schreiben und geben Ihren Senf dazu. Im übrigen hatte ich Frau Kelleter gebeten meine Fragen zu beantworten. Sie ist doch Volksvertreterin, nicht Sie. Sie sind nur einer, der den Mond anbellt.

      • Ach Herr Dipl. -Ing. Wahl

        Dann sollten Sie Ihr einen Brief schreiben, oder glauben Sie ….. ach hat ja eh kein Zweck. Sie können also C O 2 richtig schreiben. Glückwunsch. Und schwups, alle Probleme glöst. Sie arbeiten bestimmt in einer Verwaltung. „Bevor wir das Problem lösen, sollten wir es erstmal richtig schreiben. VorschlÄge?“

    • Zwischen sparen und binden besteht in diesem Fall ein fundamentaler Unterschied. Den Sie als MINT-Versager aber nicht verstehen. So wie die gesamte Problematik der physikalischen Zusammenhänge zum Thema Erderwärmung durch ir-anregbare Spurengase für Sie einige Nummern zu gross ist. Blubbern, zusammen mit A. Kelleter, dürfen Sie aber. Das macht zusammen ja auch viel mehr Spass wenn die physikalischen Nichtschwimmer sich im Plantschbecken bespritzen…..
      Und Versicherungsgesellschaften sind ständig auf der Suche nach Argumenten warum sie einen Schaden nicht regulieren müssen bzw. die Prämien erhöhen dürfen. Da kommt der „Klimawandel“ wie gerufen. „Klimagläubige“ wie Sie sind die Kamele auf denen die Versicherungskaufleute durch die Wüste reiten und die sie auch manchmal fi… Ach Sie wissen schon, oder haben Sie es nicht bemerkt?

      • Ing. Prof. Dr. Dr. W. Reidenbachler

        @Dax
        Sie mögen vielleicht kein MINT-Versager sein, aber im Vergleich zu mir haben Sie allerhöchstens mal an Minze geschnuppert. „Minze“ wegen Mint auf englisch, verstehen Sie dieses lustige Wortspiel?
        Übrigens:
        Die Theorie einer Erderwärmung durch ir-anregbare Spurengase stirbt sowohl am 1. wie auch am 2. Hauptsatz der Thermodynamik.
        MfG Ihr Ing. Prof. Dr. Dr. W. Reidenbachler

  3. der heilige josef

    Durch die Preisexplosion beim Erdgas werden wohl im kommenden Winter noch mehr ostbelgische Bäume durch den romantischen Kachelofen wandern. Der Wahn der Menschheit, diese Erde zu ruinieren ist ungebrochen.

  4. Affen Faul Baum

    Da hat die Region Wallonne aber tolles geleistet! Da ja fast soviele Politiker rumrennen im Verhältnis, sollte sie bei Letzeren mal die Motorsäge anwerfen! Mir sind viele Bäume viel wichtiger wie viele Politiker!
    Und obendrauf dasselbe mit unseren Strassen, die schreien schon lange nach Erneuerung!

  5. Krisenmanagement

    Man sollte nicht alles Klimawandel nennen. Aber grüne Ideologen differenzieren nicht. Es gab viele Ursachen, warum die Flut so viele Opfer gefordert hat. Vor allem Dingen wurden viele Flächen zubetoniert, bebaut, wo eigentlich nie gebaut werden durfte. Dies geschah seit Jahrhunderten. Die andere Seite der Medaille ist das Missmanagement seitens der wallonischen Region. Dieser grüne Minister hat bis heute keine Verantwortung übernommen. (Talsperre)
    Bäume pflanzen ist eine wunderbare PR-Aktion. Ich denke in den ländlichen Gemeinden Ostbelgiens haben wir genügend Bäume. Dörfer mit einem alten Baumbestand haben mittlerweile ein Problem. z. B. Menschen kaufen ein teures Baugrundstück, auf der Grundstücksgrenze steht ein Baum. Bauantrag wird eingereicht. Die Menschen bekommen keine Baugenehmigung. Der Baugrund ist wertlos.
    Vielleicht sollte auch mehr über Begrünungen der Innenstädte nachgedacht werden. Es kann viel getan werden. Es gibt noch viele öffentliche Gebäude , wo das gemacht werden kann.
    https://www.architekturblatt.de/begruente-gebaeude-und-freiflaechen-sind-eine-frage-der-sozialen-fairness/
    Mittlerweile scheuen Grundstückseigentümer das Pflanzen von Bäumen. Wie kommt das? Man muss bei jedem Fällen eines Baumes eine Genehmigung anfragen. Ich nenne mal ein Beispiel, wo die Politik ein Verbot zum Fällen der Bäume erlassen hat. Grundstückseigentümer besagter Wiesen haben noch schnell ihre Streuobstwiesen gefällt. (NRW).
    Aber wo war Frau Kelleter die letzten 2 Jahre?

  6. Forstwirtschaft

    In der Wallonie gibt es 600.000 Hektar Wald. Wenn jedes Jahr 1 Prozent davon kahlgehauen werden, dann sind das 6000 Hektar die mit durchschnittlich 2500 Pflanzen wiederaufgeforstet werden, das sind 1.500.000 Pflanzen, wo ist also das Besondere?
    Nichts als grüne Luft Frau Kelleter!
    Schön wäre es allerdings wenn die Waldfläche sich nicht weiter verkleinern würde!

    • Ach Forstwirtschaft

      Das Problem ist einfach. Sie fällen in einem Jahr 6.000 Hektar und Ihre 2.500 Pflanzen brauchen 50 Jahre bis zum Ausgleich. Wieviel Pflanzen wurden denn vor 50 Jahren gepflanzt?

      • Forstwirtschaft

        Im Prinzip die gleiche Menge: in der Forstwirtschaft wurde das Prinzip der Nachhaltigkeit geboren: nur so viel wird entnommen wie nachwächst. Dies wurde in der Vergangenheit immer so gehandhabt, damit kommende Generationen das Gleiche ernten wie die Jetzige.
        Allerdings sind gerade in Ostbelgien viele Naturreservate auf Kosten des Waldes entstanden, so dass dieses Prinzip im schönen Ostbelgien nicht mehr gilt.
        Man kann das gut finden, muss es aber nicht.

  7. Forstwirtschaft: nicht 15.000.000?
    Frau Kelleter und Ihre Truppe verbreiten, mal wieder, nur heiße Luft und würden diese wohl mal besser „sparen“. Denn die Pflanzungen „sparen“ rein gar nichts sondern binden nur bis zur Verbrennung oder Verrottung der Pflanze oder Baum.
    Des weiteren sollte Frau Kelleter sich mal mit dem Wetter und deren Ereignisse in der Vergangenheit befassen, ggf. fällt ihr dann auf das Sie keines der genannten Ereignisse am sog. Klimawandel festmachen kann.
    Tun sie was gegen die Versiegelung der Flächen, da können Sie der Umwelt helfen und gleichzeitig einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten, alles Andere ist nur weitere Verdummung Ihrer Wähler

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