Die belgische Wettbewerbsbehörde (BMA) setzt die Einführung der U23-Regelung in der Challenger Pro League aus. Damit darf Traditionsverein RWDM Brussels auch in der Saison 2026/2027 in der zweiten Liga spielen, sofern er die nötige Lizenz erhält.
Hingegen muss Club NXT, das U23-Team des FC Brügge, als Tavellenvorletzter in die Nationale 1, die erste Liga des Amateurfußballs, absteigen.
Ob RWDM in der kommenden Saison in der Challenger Pro League tatsächlich spielen darf, ist trotzdem noch nicht sicher, weil der Klub aus Molenbeek derzeit nicht die administrativen Voraussetzungen erfüllt. Die Brüsseler, die sowohl finanziell als auch administrativ eine schwierige Phase durchlaufen, haben vom belgischen Fußballverband (URBSFA) keine Lizenz für die Challenger Pro League für die Saison 2026/2027 erhalten. Ein Urteil im Berufungsverfahren gegen die Lizenzverweigerung steht noch aus.

14.12.2025, Belgien, Eupen: Diese Szene aus dem Hinspiel zeigt Vince Osuji (l) von Club NXT im Duell mit Eupens Zakaria Atteri (r). Eupen gewann 2:1. Club NXT muss ins Amateurlager absteigen. Foto: Belga
Im Rahmen einer umfassenden Reform der Wettbewerbe in der ersten und zweiten Liga hatte die Pro League im Februar 2025 festgelegt, dass mindestens vier Nachwuchsmannschaften in der Challenger Pro League vertreten sein müssten. Das waren neben Club NXT noch Anderlecht Futures, Jong Gent und Jong Genk. Sollten diese auf einem Abstiegsplatz landen, würde die bestplatzierte Mannschaft unter den nicht abgestiegenen Teams an ihrer Stelle absteigen.
Genau dies ist Mitte April nach dem letzten Spieltag eingetreten: Neben dem Tabellenletzten Olympic Charleroi musste auch RWDM Brussels absteigen, obwohl die Nachwuchsmannschaften von RSC Anderlecht, KRC Genk und FC Brügge hinter der Mannschaft von Molenbeek gelandet waren.
Mehrere Zweitligavereine, die mit der Situation unzufrieden waren, klagten gegen diese Regelung. Nach der Entscheidung der Wettbewerbsbehörde steigt nunmehr Club NXT als Tavellenvorletzter zusammen mit dem Tabellenletzten Olympic Charleroi ins Amateurlager ab. (cre)