Topnews

Mario Kohnen und Charleroi vermasseln Standard Lüttich die Tour – Krawalle nach dem Wallonie-Derby

23.05.2026, Belgien, Lüttich: Mario Kohnen, Interimstrainer von Sporting Charleroi, gibt beim Spiel in Lüttich Anweisungen an seine Spieler. Foto: Belga

Der SC Charleroi und Interimstrainer Mario Kohnen haben das Wallonie-Derby bei Standard Lüttich mit 2:0 gewonnen und den Gastgebern damit den entscheidenden Rückschlag im Kampf um den Gewinn der Europe Playoffs verpasst. Für den Eupener Interimstrainer Mario Kohnen war es ein weiterer Achtungserfolg an der Seitenlinie der „Zebras“.

Vor heimischem Publikum hatte Standard die Chance, sich die beste Ausgangslage im Rennen um das europäische Ticket zu sichern. Stattdessen erwischten die Gäste den besseren Abend und nutzten ihre Möglichkeiten konsequent. Die Niederlage kam für die „Rouches“ zur Unzeit – ausgerechnet im prestigeträchtigen Wallonie-Derby.

Von der Heimpleite von Standard profitiert der KRC Genk: Die Limburger sind die Gewinner der Europe Playoffs und bestreiten damit das Entscheidungsspiel um den letzten europäischen Startplatz gegen den Fünften der Champions Playoffs – entweder KAA Gent oder KV Mechelen. Dabei geht es um die Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Conference League.

07.04.2026, Belgien, Charleroi: Mario Kohnen bei seiner Vorstellung als Interimstrainer von Erstligist Sporting Charleroi. Foto: Belga

Für Mario Kohnen und Charleroi endet die Saison damit nicht nur mit einem Derby-Erfolg, sondern auch mit dem Gefühl, im Saisonfinale entscheidend in das Rennen um Europa eingegriffen zu haben.

Vor dem Wallonie-Derby bei Standard Lüttich hatte Mario Kohnen seine Ambitionen auf den Trainerposten beim SC Charleroi für die kommende Saison noch einmal bekräftigt. Im Gespräch mit „La Dernière Heure – Les Sports“ erklärte der Eupener Interimstrainer: „Natürlich will ich Trainer bleiben. Sonst hätte ich das Angebot abgelehnt, als Mehdi (Bayat) mich anrief. Aber die Entscheidung liegt nicht bei mir. Ich kann mich nur voll und ganz für den Verein, meine Spieler und meinen Staff einsetzen, so wie ich es in den letzten Wochen getan habe. Ich glaube, meine Bilanz ist positiv, auch wenn ich gerne jedes Spiel gewonnen hätte.“

In der Tat kann Mario Kohnen in diesen Europe Playoffs mit fünf Siegen und zwei Unentschieden bei zwei Niederlagen eine sehr gute Bilanz vorweisen. (cre)

Krawalle nach Standard–Charleroi: Polizei muss eingreifen

Nach dem Europe-Playoff-Spiel zwischen Standard Lüttich und Sporting Charleroi ist es am Samstagabend erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Lager gekommen. Das traditionsreiche Wallonie-Derby galt bereits im Vorfeld als Hochrisikospiel.

23.05.2026, Belgien, Lüttich: Nach dem Schlusspfiff gerieten Fans von Standard und von Charleroi aneinander. Auf dem Rasen des Stadions von Sclessin ging es drunter und drüber. Foto: Belga

Laut Medienberichten kam es nach dem Schlusspfiff zu hitzigen Szenen, als die Spieler von Charleroi mit ihren Fans den Auswärtssieg feiern wollten und es sich nicht nehmen ließen, die Lütticher zu provozieren, angeblich weil die Spieler von Standard sich nach ihrem Sieg im Hinspiel in Charleroi ähnlich verhalten hatten. Die „Carolos“ hissten dabei eine Fahne, die ihnen eine vermummte Person entreißen wollte. Danach ging es drunter und drüber. Mit der Zeit mussten Sicherheitskräfte und Ordner eingreifen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Die Rivalität zwischen Standard und Charleroi hat in der Vergangenheit immer wieder zu Sicherheitsproblemen geführt. Es ist möglich, dass in der kommenden Saison die beiden Wallonie-Derbys ohne Gästefans stattfinden werden. (cre)

2 Antworten auf “Mario Kohnen und Charleroi vermasseln Standard Lüttich die Tour – Krawalle nach dem Wallonie-Derby”

  1. Georg Kremer

    Ich freu mich sehr über den erneuten Achtungserfolg von Mario Kohnen gestern Abend beim Standard Lüttich. Das ist kein Zufall und sicher auch das Resultat seiner beharrlichen Arbeit. Falls es mit der Weiterbeschäftigung als T1 beim Sporting Charleroi nicht klappen sollte könnte ich ihn mehr auch sehr gut als neuen Trainer der ASE vorstellen. Ok, das ist momentan zwar „nur“ Division 2, aber der Verein hat offenbar große Ambitionen und möchte so schnell wie möglich wieder aufsteigen. Das wär doch mal was! Ein (sportlich) runderneuerter Verein mit einem Eupener Trainer und im Idealfall auch mit mehr Spielern aus der Region als bisher.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern