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Schafe als tierische Rasenmäher im Eupener Ostpark

Foto: Helmut Koch

AKTUALISIERT – Seit Freitag haben die Besucher des Eupener Ostparks neue, ungewöhnliche Mitbewohner: Eine Schafherde ist dort eingetroffen und soll künftig einen Teil der Grünflächen beweiden.

Was auf den ersten Blick wie ein idyllischer Anblick wirkt, hat einen konkreten ökologischen Hintergrund.

Wie die Stadt Eupen erklärt, soll die maßvolle Beweidung dazu beitragen, den Nährstoffgehalt des Bodens zu reduzieren und gleichzeitig unterschiedliche Grashöhen zu schaffen. Dadurch können sich Wildblumen besser entwickeln und es entsteht eine natürliche Vielfalt, die mehr Raum für Insekten und kleine Säugetiere bietet.

Foto: Helmut Koch

Die fünf Schafe sind damit gewissermaßen „Rasenmäher auf vier Beinen“. Statt die Flächen ausschließlich maschinell zu mähen, übernehmen die Tiere einen Teil der Landschaftspflege selbst. Dabei entsteht keine gleichmäßig kurz geschnittene Wiese, sondern eine abwechslungsreiche Vegetationsstruktur, die ökologisch wertvoll sein kann.

Das neue Beweidungskonzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Hohes Venn-Eifel ausgearbeitet. Vorgesehen ist die Beweidung sowohl im Ostpark als auch auf den schwer zugänglichen Grünflächen unterhalb der Aussichtsplattform Moorenhöhe. Finanziert wird das Projekt durch den Naturpark mit Unterstützung der Wallonischen Region.

Foto: Helmut Koch

Für die Schafe wird dabei ein eigener Bereich im Park eingerichtet. Das Stück Grünfläche, auf dem die Tiere weiden, soll eingezäunt werden und ist somit für Parkbesucher im Prinzip nicht zugänglich.

Damit ist auch eine ganz praktische Frage geklärt: Wer im Ostpark spazieren geht, muss sich keine Sorgen machen, versehentlich in die Hinterlassenschaften der tierischen Landschaftspfleger zu treten.

Die Besucher können die Schafe also aus sicherer Entfernung beobachten, während die Tiere ungestört ihrer Aufgabe nachgehen. Gerade für Kinder dürfte die Herde dabei eine interessante Abwechslung im gewohnten Parkbild darstellen.

Vielleicht wird man sich in Eupen schon bald an den neuen Anblick gewöhnen: Spaziergänger auf den Wegen, Schafe hinter dem Zaun und dazwischen eine ganz natürliche Form der Grünpflege. (cre)

25 Antworten auf “Schafe als tierische Rasenmäher im Eupener Ostpark”

  1. Vermute mal

    Laut Foto freuen sich die Schafe schon auf die Wiesen mit dem dort wachsendem satten kräftigen grünen Gras.
    Unterhalb der Aussichtsplattform Moorenhöhe verfügen sie über eine tolle einzigartige Liegewiese zum Sonnenbaden.
    Vermute, so mancher Eupener wird diese Schafe angesichts der einzigartigen Lage beneiden.

  2. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Das sind die Grünen schuld, oder ähnlich, könnte man im Vorfeld, unter den am häufigsten gesendeten Kommentaren vermuten.
    Aber auch auf dem Vorfeld fällt es schwer ( je nach Anzahl der Tiere ) daran zu glauben, dass die Schafe satt werden, wenn die Trockenheit anhält. Vermutlich werden sie aber weiter befördert, sobald die Schafe ihre Arbeit erledigt haben.
    Es dürfte sich also um mehrere kurzfristig gemietete, tierische Rasenmäher handeln ;-)

    • chantal.emonts

      richtig Padrieot, die meisten Schafe findest du in diesem Forum, besonders blöd sind die Schafe, die Schafe mit 2 AA schreiben, und die entsprechenden Kommentare sind sogar saublöd !!!!

  3. Ich finde die Beweidung sehr gut. Nährstoffentzug macht meiner Ansicht nach keinen Sinn. Wer hebt die Köttel auf? Nur die Theorien über die Vielfalt in der Natur, über magere Böden gehen doch nicht auf. Da hat mal wieder jemand was geplant, ob es dann klappt ist eine andere Fragen. In der Regel machen sich dann doch die Brennnesseln und Disteln breit.

  4. Pierre II

    Unsere Stadt ist leider vielerorts weder sauber noch gepflegt und vermittelt zunehmend den Eindruck, dass sich kaum noch jemand wirklich dafür verantwortlich fühlt. Stadtarbeiter sieht man nur selten bei der Arbeit und entsprechend präsentiert sich das Stadtbild da könnten Schafe öfters gesichtet werden. Der Josephine-Koch-Park sieht mittlerweile so aus, als würde man hier eher die Voraussetzungen für Entwicklungshilfe schaffen als für eine gepflegte Grünanlage.

    Ein Hauch von „Wild West“ gehört offenbar ebenfalls zum Stadtbild: Jeder macht, was er will, nur nicht unbedingt das, was er soll. Unkraut wuchert auf den Bürgersteigen, Häuser und öffentliche Bereiche wirken zunehmend verwahrlost, und an vielen Stellen fehlt es ganz offensichtlich an Ordnung, Pflege und vor allem an Kontrolle.

    Auch über die Polizei und die Verkehrssituation in Eupen könnte man einiges sagen. Bei vielen Fahrzeughaltern und Fahrern scheint inzwischen das Motto zu gelten: Verkehrsregeln sind offenbar eher Empfehlungen als verbindliche Vorschriften. Besonders deutlich wird das in der Begegnungszone, wo Rücksichtnahme und Einhaltung der Regeln offenbar nicht für alle selbstverständlich sind.

    Und bei einigen unserer Gäste und Fachkräfte scheint die Bereitschaft, sich mit den hier geltenden Regeln und Gepflogenheiten auseinanderzusetzen, nicht besonders ausgeprägt zu sein.
    Eupen hätte weitaus Besseres verdient. Sauberkeit, Ordnung, gepflegte öffentliche Räume und die Einhaltung von Regeln sollten in einer Stadt keine Luxusforderungen sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Dafür braucht es allerdings nicht nur schöne Worte, sondern konsequentes Handeln, regelmäßige Kontrolle und Verantwortliche, die ihren Aufgaben auch tatsächlich nachkommen.
    „Unsere Stadt wird schöner“. Amen

      • Pierre II

        Nicht noch komplizierter machen! Es gibt bei der Stadtverwaltung etliche Feststellungsbeamte, würden diese Job richtig machen hätten wir eine saubere und gepflegte Stadt.
        Leider laufen dieses Beamte mit geschlossenen Augen durch die Straßen, nach dem Motto „ ist ja nur mit Arbeit verbunden „ also!?

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      # Kläuschen./ Mit Blick auf die aktuellen Waldbrände, ist das Projekt von damals bestimmt nicht dumm gewesen.
      Welches Tier, vertreibt den Wolf 🤔 ?
      🙄 💡🧸 Der Teddybär, nur eben als überdimensionale Stofftiere mit echtem Bärenfell, des Geruchs wegen .
      Das ganze als KI gesteuertes, den Schafen folgendes Gefährt.
      Wenn die Schafe dadurch kein Herzstillstand erleiden, hat das Projekt wieder eine Chance 😉 .

  5. Schöne alte Zeit

    Nur 5 Schafe? Sind die nicht zu 7 im Gemeinde Kollegium? 😒 ( kleiner Scherz).Ich denke da bei dem Wort Schafe an eine lustige Geschichte die sich vor langer Zeit und noch vor den Gemeindefusionen ereignete
    Der Sekretär einer damals noch kleinen Gemeinde hatte die Aufgabe den Mitgliedern des Gemeinderates das komplette Inventar der Gemeinde zu unterbreiten. Besagte Gemeinde besass in der Tat eine geringe Anzahl Nutzvieh, darunter auch Schafe. Im Gemeindrat der betreffenden Gemeinde waren 7 Ratsmitglieder. Die Anzahl Schafe betrug 9. Laut dem Bericht des Gemeindesekretaers waren es aber genau 7! So viel ich weiß, ist diese Veralberung seitens des Sekretaers damals niemandem der Ratsmitglieder aufgefallen.

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