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Rote Teufel durch Last-Minute-Tor ausgeschieden – Merino erlöst Spanien – Belgiens Torhüter-Drama

10.07.2026, USA, Inglewood: Der Belgier Charles De Ketelaere (M) erzielt das Tor zum 1:1. Foto: Marcio J. Sanchez/AP/dpa

Die belgische Fußball-Nationalmannschaft ist im Viertelfinale der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Die Roten Teufel unterlagen am Freitag dem WM-Favoriten Spanien durch einen unglücklichen Gegentreffer in der Schlussphase mit 1:2.

Mikel Merino hat Spanien nach einem Geduldsspiel ins WM-Halbfinale gegen Frankreich geschossen. Beim 2:1 (1:1) im Viertelfinale gegen Belgien traf der eingewechselte Profi vom FC Arsenal in der 88. Minute zum Siegtor und sorgte für den ersten Einzug Spaniens in die Top-Vier seit dem WM-Titel vor 16 Jahren.

Im Los-Angeles-Stadion hatte Fabián Ruiz (30. ) für den Europameister das 1:0 erzielt. Merino hatte schon im Achtelfinale gegen Portugal das Siegtor erzielt.

Belgien kam durch Charles De Ketelaere zum 1:1 (41.) und traf damit als erstes Team der XXL-Weltmeisterschaft gegen Spaniens Torwart Unai Simon. Dessen Rekord-Serie ohne Gegentor endete damit nach 649 Minuten, für Spanien aber kommt es nun am 14. Juli in Dallas zum Kracher der Turnier-Favoriten gegen Frankreich.

10.07.2026, USA, Inglewood: Der Belgier Charles De Ketelaere (r/Nr17) erzielt gegen den spanischen Torhüter Unai Simon (l) das Tor zum 1:1. Foto: Mark J. Terrill/AP/dpa

Spaniens Trainer Luis de la Fuente setzte Pedri vor zahlreichen Promis wie den Schauspielern Brad Pitt, Penélope Cruz und Javier Bardem unter den 70.492 Zuschauern auf die Bank und brachte dafür Ruiz von Beginn an. Der Profi von Paris Saint-Germain dankte es mit dem Tor zum 1:0, als er aus etwa sieben Metern abstaubte. Thibaut Courtois hatte zuvor einen Schuss von Dani Olmo nur abklatschen können und war dann beim Nachschuss chancenlos.

– Belgien muss Startaufstellung Minuten vor Anpfiff umbauen: Spanien belohnte sich damit für die deutlich größeren Spielanteile, die besseren Chancen und den erdrückenden Ballbesitz gegen die Belgier, die schwer ins Turnier gefunden und erst beim 4:1 im Achtelfinale gegen Co-Gastgeber USA erstmals überzeugen konnten. Schon nach einer Viertelstunde hatte Spanien doppelt so viele Pässe gespielt wie Belgien, das kurzfristig den Ausfall von Youri Tielemans verkraften musste.

Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Aston Villa hatte sich beim Aufwärmen verletzt und wurde durch Hans Vanaken vom FC Brügge ersetzt. Auch Kevin De Bruyne kam zurück ins Team, beim 4:1 gegen die USA war er gar nicht eingesetzt worden. Den größten Einfluss aufs belgische Spiel aber hatte Jeremy Doku, der als dritte Veränderung in der Startelf immer wieder durch Dribblings für Stress in der bislang so sattelfesten spanischen Defensive sorgte.

10.07.2026, USA, Inglewood: Der Spanier Mikel Merino (2vl) erzielt gegen Torhüter Senne Lammens (Belgien, r) das Tor zum 2:1. Foto: Gregory Bull/AP/dpa

Auch beim Ausgleich hatte die belgische Nummer 11 dann ihre Füße im Spiel, über De Bruyne und Timothy Castagne landete der Ball schließlich bei De Ketelaere. Sein Kopfballtor beendete die gegentorlose Zeit von Simon nach 649 Minuten. Den WM-Rekord des Italieners Walter Zenga (517 Minuten) hatte der Spanier schon im Sechzehntelfinale gegen Österreich übernommen.

– Großer Jubel bei Lukaku-Einwechslung: Spanien war auch nach dem Seitenwechsel die Mannschaft mit deutlich mehr Ballbesitz und guten Chancen wie etwa der von Lamine Yamal (52.), dessen Schuss nur um Zentimeter am kurzen Pfosten vorbeirauschte. Aber schon vor der lautstark gefeierten Einwechslung von Romelu Lukaku nach einer Stunde kam auch Belgien wieder und wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Maxim De Cuyper etwa jagte seinen Schuss nur um Zentimeter am kurzen Pfosten vorbei (55.).

In der 71. Minute musste Courtois in seinem 21. WM-Spiel mit Problemen am Oberschenkel ausgewechselt werden, er ist nach Manuel Neuer (23 Einsätze) der Torwart mit den meisten WM-Spielen. Für den Keeper von Real Madrid kam Senne Lammens von Manchester United, dem seine Vorderleute trotz des weiter großen Drucks Spaniens lange jede Parade ersparten. Beim ersten gefährlichen Schuss aber patzte Lammens. Er konnte den Ball von Pau Cubarsi nicht festhalten – Merino staubte ab zum entscheidenden Tor. (dpa/cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

43 Antworten auf “Rote Teufel durch Last-Minute-Tor ausgeschieden – Merino erlöst Spanien – Belgiens Torhüter-Drama”

  1. Viertelfinale. Unter den letzten 8.Man muss zufrieden sein.
    Pech mit Tielemans und Courtois kam heute dazu

    Geheimplan Turniermannschaft ist heute an der Taktik „lange Bälle“ gescheitert.

    Danke Rudi Garcia. Ich hoffe verlängerst deinen Vertrag

    • Joseph Meyer

      @ Pitstop
      Die Taktik „lange Bälle“ kann man natürlich gegen eine Mannschaft die so weit vorne agiert wie die spanische Mannschaft anwenden, ich kritisiere aber die Tatsache, dass dann die Belgier dort wo der lange Ball vom Torwart landete so gut wie nie mit 2, 3 Mann ein Übergewicht geschaffen haben, um dann den Ball zu erobern und davon zu profitieren! Hier war es doch so, dass die Spanier ca. 70% der langen Bälle von
      Courtois schnappten und wieder im Blitztempo Richtung belgisches Tor zurückschickten,,,
      Aber OK, im bequemen Sessel vor dem Bildschirm kann man gut reden, ich finde, die belgische Mannschaft hat eine sehr gute WM gespielt und als fast neue, verjüngte Truppe viel versprechend für die Zukunft agiert hat!

    • repiwilma6@gmail.com

      „Für den Keeper von Real Madrid kam Senne Lammens von Manchester United, dem seine Vorderleute trotz des weiter großen Drucks Spaniens lange jede Parade ersparten“ Pau Cubarsi hatte viel Platz zum abziehen, die Belgischen Vorderleute haben lange gut verteidigt, nur dieses mal nicht gut gestanden! Mann gewinnt und verliert als Team und das war durch viele Verletzungen arg geschwächt! Belgien hat für diese Verhältnisse gut gespielt, auch wenn der ZDF Krämer das anders sah, wenigstens hat Christian Streich die Belgier gelobt! Die meisten haben Belgien unterschätzt! Haben sich aber weltweit Sympathien dazu gewonnen durch ihrer Tapferkeit, da können andere arrogante Spitzenmannschaften Europas such eine Scheibe von abschneiden! „Bravo Belgien“!! GARCIA soll noch mindestens 2 Jahre bleiben!

  2. Kevin De B.

    Wir haben alles gegeben, aber wir müssen ehrlich sein, Spanien kommt verdient eine Runde weiter. Auch ohne Kevin, Romelu und vielleicht auch Thibaut hat diese Mannschaft eine Zukunft.

  3. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Im Rückspiegel betrachtet, ist es doch schon für unsere belgische Mannschaft ein Gewinn gewesen, 4 zu 1 gegen die Welt macht《 mit Telefon ☎️ Joker 🤡 》und der plötzlich ungültigen 《roten 🟥 Kreditkarte》, zu zeigen, dass man auch keine rote Baseballkappe braucht, um ein Spiel gewinnen zu können ;-)

    Sollte dieses Ereignis in 100 Jaren , in den Geschichtsbüchern nicht zu finden sein, dann wird sich eben die KI, noch genau erinnern können.

      • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

        # Willi Müller./ Mein Glaube an die KI ?
        Ist nicht so wie sie vermuten,
        der Einsatzbereich, entscheidet über dem Bösen oder dem Guten.
        Für das Böse wird sie letztendlich mehr genutzt werden,
        denn in der Politik hat man vieles zu verbergen.
        Man hofft auf einen elektronischen eigenen Schutz,
        Der Leibwächter wird dann Sogar noch schauen, irritiert verdutzt .
        Denn selbst diesen wird die Politik nicht mehr vertrauen, weil sie selber zu viel, Scheiße bauen.
        Das schlechte Gewissen treibt die Technik nach vorne, aber keine Sorge.

        Die Jugend wird klüger sein und kontrolliert was in Davos geht, aus und ein, mit der Technik, die eigentlich nicht darf sein.

        So stellt sich die Politik selbst ein Bein
        und die können irgendwann nur noch vor Schmerzen schreien.

        Denn Zielen schießen und ermorden soll die KI von morgen schließlich können,
        sonst möchte sich die Politik nicht viel gönnen.
        Ihr üblicher Luxus bleib so lange noch bestehen, bis Informatiker sagen auf Wiedersehen.
        Wenn die ersten politischen Opfer dann sind gefallen, fängt man an zu bangen,
        für die eigenen Entscheidungsfehler,
        für die nicht kann, ein jeder .

  4. Wenigstens muss man nirgendwo auf der Welt Geschäfte barrikadieren oder die Polizei muss Überstunden absolvieren, weil die Fans randalieren. Das ehrt Belgien, und auch die anderen europäischen Länder, die schon ausgeschieden sind. Bei dem anderen Gesocks stelle ich mir fragen. Sollte man Marokko nicht komplett von der WM entfernen? Es kann doch nicht sein, dass man europaweit angst haben muss, wenn Marokko spielt, egal ob sie verlieren oder gewinnen.

      • Peter Müller

        Guido, sind sie blind oder tun sie nur so. Haben sie gesehen was die Idioten wieder angerichtet haben. Erst wenn dein Auto mal in Flammen steht, wirst du eventuell wach. Das schweigen wird euch noch auf die Füsse fallen.

  5. Ermitler

    Da war vielmehr drin,warum nicht mit der selben Mannschaft antreten wie gegen Amerika (ausser Tielemans).Durch Doku der bestimmt viel mehr kann als was er gezeigt hatt musste Drossart auf seine nicht gewonhte Seite spielen.Dann die ganzen auswecksellungen so ein durcheinander,warum Witsel und nicht die jungen Spieler oder Menier ,Selemakers viel früher spielen lassen.Ich glaube der Trainer hat an seine Zukunft gedacht und lieber alle mal Spielen lassen ,damit alle den Mund halten.Und wie immer was wollt ihr mit diesen Lokakku ,scheinbar sieht keiner das dieser schon lange nichts bringt,der Gegner kann sich immer Freuen so spielt der Gegner mit 10 Mann,aber keiner merks.

  6. Zweimal eine Torwartabwehr in die Mitte statt zur Seite und und zwei Mal waren die Spanier spritziger als unsere Abwehr.
    De Cuyper hätte noch tagelang spieln können und hätte kein Tor erzielt.
    Was der Mann während der WM an Chancen verballert hat, … auch wenn er vom Engagement und kämpferischem Einsatz einer der besten Belgier war.

  7. Abwehr stabil, Mittelfeld gestern nicht existent.
    Onana, Tielemans verletzt. Vanaken Probleme psychologischer Art wie man hört, Kevin bemüht aber nach wie vor nicht bei 100%, Raskin kaum wahrzunehmen. Witsel …na ja

    Gut verteidigt, aber zwei belgische Schüsse aufs Tor im 97 Minuten reichen halt nicht.

    Nichtsdestotrotz.
    Tolle WM gespielt und die Erwartungen übertroffen.

  8. Peter Müller

    Die meisten von uns haben es schon richtig eingeschätzt.
    Die andern die an mehr dachten, sind kleine Träumer.
    Wir können zufrieden sein. Alles in allem normal abgelaufen.
    Bin gespannt was Kevin macht ?. Für mich sollte er wie auch andere zurücktreten, wenn sie nicht auf der Bank versauern möchten. Die Zukunft gehôrt die Jugend.
    Alles in allem, sind wir wieder da angelangt wo wir hingehören.
    Die Überraschungen vom Tunier waren andere. Trotzdem ist für mich die WM zu aufgeblasen, und zur Show geworden, wo Skandale und VAR Entscheidungen immer mehr an der Tagesordnung sind.
    Ich hoffe nicht, dass die alles 1 zu 1 in Europa übernehmen.

    Hier das Endergebnis der Online-Befragung auf OD
    „Wie weit schaffen es die Roten Teufel bei der Fußball-WM 2026?“
    Teilnehmer 416 / 100%
    Gruppenphase/Vorrunde 9/ 2,1%
    Sechzehntelfinale 35 / 8,4%
    Achtelfinale 102 / 24,5%
    Viertelfinale 166 / 39,9%
    Halbfinale 54 / 13,0%
    Finale 7 / 1,7%
    Weltmeister 26 / 6,2%
    Ich weiß es nicht/Ist mir egal 17 / 4,1%

    • Meter Püller

      Hast auf das Ausscheiden gewartet um mal wieder Besserwisser zu spielen.
      Würde mich nicht wundern wenn du BadBoy warst.

      Hat nicht viel gefehlt fürs Halbfinale.
      Eigentlich kam nur viel Pech zusammen.
      Aber hättest du nicht klugscheissen können. Freuen wir uns bei OD für dich

  9. Hallo Jungs, ich bin´s wieder,
    Na, wer hat recht behalten? Ich bin mir sicher, hätte Courtois weiter im Tor gestanden wäre es beim 1 : 1 geblieben. Dann auf Verlängerung gespielt aber erst spätestens beim 11m schießen hätte es vielleicht geklappt für Halbfinale.

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