Politik

Orban hat Kreide geschluckt: Ungarns scheidender Premier gibt Blockade von Milliarden für Ukraine auf

26.06.2025, Belgien, Brüssel: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban trifft im Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel zu einem EU-Gipfel ein. Foto: Omar Havana/AP/dpa

Ungarn hat seine monatelange Blockade des geplanten milliardenschweren EU-Unterstützungspakets für die Ukraine aufgegeben. Die Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orban trug in Brüssel eine Entscheidung mit, einem die ein Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro ermöglichen soll, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur sagten.

Das frische Geld wird von der Ukraine für die Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland sowie für andere Staatsaufgaben gebraucht. Zudem konnten die ständigen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel ein neues Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg bringen.

Es zielt darauf ab, Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und Öl weiter zu reduzieren. Auch sollen weitere Finanzinstitute vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten und zusätzliche Handelsbeschränkungen erlassen werden. Das Paket war ebenfalls von Ungarn sowie von der Slowakei blockiert worden.

09.01.2007, Ungarn, Szazhalombatta: Ein Teil der Empfangsstation der Druschba-Ölpipeline (Freundschaft) in der größten Ölraffinerie des Landes in Szazhalombatta, 29 km südlich von Budapest, Ungarn. Foto: Zsolt Szigetvary/MTI/epa/dpa

– Druschba-Pipeline spielt Schlüsselrolle: Die formellen Beschlüsse müssen nun noch in einem schriftlichen Verfahren gefasst werden, das an diesem Donnerstagmittag abgeschlossen sein soll. Scheitern könnte das nur noch, wenn geplante russische Öllieferungen nach Ungarn und die Slowakei bis dahin nicht ankommen.

Am Nachmittag hieß es aus Ungarn bereits, dass die Öldurchleitung wieder begonnen habe. Das Öl werde voraussichtlich noch im Laufe desselben Tages oder spätestens bis Donnerstagmorgen ungarisches Staatsgebiet erreichen, schrieb der ungarische Minister für EU-Angelegenheiten, Janos Boka, auf Facebook.

Um Orban und den slowakischen Regierungschef Robert Fico zur Aufgabe ihrer Vetos zu bewegen, hatte die Ukraine am Dienstag die Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline ermöglicht. Über diese wird russisches Öl über das ukrainische Staatsgebiet nach Ungarn und in die Slowakei geliefert.

Orban hatte der Ukraine vorgeworfen, russische Öllieferungen durch die Pipeline aus politischen Gründen zu verhindern und seine Zustimmung zu neuen EU-Hilfen für das Land an die Wiederinbetriebnahme der Leitung geknüpft. Die Regierung in Kiew wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Pipeline müsse nach russischen Luftangriffen im Januar repariert werden.

Die ungarische Blockade hatte zuletzt wochenlang für Empörung und Kritik gesorgt – vor allem, weil Orban dem Darlehenskonzept bei einem EU-Gipfel im Dezember schon zugestimmt hatte. Letztlich setzte sich der Rechtspopulist allerdings mit seiner Erpressung durch und zwang die Ukraine, den Pipeline-Betrieb wieder herzustellen. Für viele Menschen dort ist das bitter, weil Russland durch die Ölexporte auch seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine finanziert.

09.01.2007, Ungarn, Szazhalombatta: Ein Teil der Empfangsstation der Druschba-Ölpipeline (Freundschaft) in der größten Ölraffinerie des Landes in Szazhalombatta, 29 km südlich von Budapest, Ungarn. Foto: Zsolt Szigetvary/MTI/epa/dpa

Hoffnung macht mancherorts nun aber Orbans Niederlage bei der Parlamentswahl vor eineinhalb Wochen. In der Ukraine und in vielen anderen EU-Staaten setzen die Regierungen darauf, dass der künftige Ministerpräsident Peter Magyar eine andere Politik verfolgt und in Brüssel weniger blockiert. Von Orban wurde beispielsweise auch der EU-Beitrittsprozess der Ukraine blockiert.

– EU-Kredit soll Ukraine Fortsetzung von Abwehrkampf ermöglichen: Von den neuen EU-Finanzhilfen in Höhe von 90 Milliarden Euro sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. Die Hälfte des Geldes soll bereits in diesem Jahr fließen – weitere 45 Milliarden könnten dann im kommenden Jahr folgen.

Das Finanzierungskonzept sieht vor, das Geld für das Darlehen zu günstigen Konditionen am Kapitalmarkt aufzunehmen. Die Ukraine soll das Geld dann nur zurückzahlen müssen, wenn Russland nach einem Ende seines Angriffskriegs Entschädigungszahlungen für die entstandenen Schäden leistet. Eine Verständigung der Staats- und Regierungschefs sieht weiter vor, in der EU eingefrorene russische Vermögenswerte für die Rückzahlung heranzuziehen, falls Moskau für Kriegsschäden keine Entschädigung leistet.

Das jetzt auf den Weg gebrachte Sanktionspaket hätte eigentlich bereits im Februar zum vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion in Kraft treten sollen. Es sieht im Energiebereich vor, EU-Unternehmen die Beteiligung an der Reparatur von russischen Raffinerien zu verbieten, die durch ukrainische Angriffe beschädigt wurden. Außerdem werden Transaktionen mit Hafenterminals in Russland und Drittstaaten sowie LNG-Terminaldienste und Wartungsleistungen für russische LNG-Tanker und Eisbrecher untersagt. Zugleich fällt eine bisherige Ausnahme für Erdgaskondensate beim Importverbot für russisches Rohöl weg.

Darüber hinaus sollen russische und ausländische Unternehmen sanktioniert werden, die den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen. Um Russlands Einnahmen zu verringern, sind zudem Importverbote für weitere Metalle, Chemikalien und kritische Rohstoffe vorgesehen. Nach EU-Angaben könnten die Einnahmen des Landes dadurch um 570 Millionen Euro pro Jahr sinken. (dpa)

82 Antworten auf “Orban hat Kreide geschluckt: Ungarns scheidender Premier gibt Blockade von Milliarden für Ukraine auf”

        • Sparwasser

          Nennen Sie es Hetze, wenn man eine Sache beim Namen nennt? Russland bombt die Ukraine seit mehr als vier Jahren nieder. Für so ein Land und seine Bewohner, die das befürworten, kann man nur höchste Verachtung haben.

          • @Sparwasser – wenn Sie sich nicht erst seit 4 Jahren mit der Problematik des Russland – Ukraine Konflikt befassen würden, sondern sich ins Jahr 2014 zurück bilden, werden Sie feststellen, das Land welches Sie bedingungslos lieben und mit Milliarden zuschütten, hat dort einen Teil des Landes und Menschen niedergebomnt und Menschen niedergemetzelt.
            Ich verurteile beides, aber ich kann eben nicht der Meinung sein, das nur einer der Böse ist nur weil der andere (Schauspieler) seine Mitleitdstour von Anfang an macht und die EU (Politiker und Mitläufer) und Mainstream Presse sich auf einen Bösen eingeschossen hat ohne Fakten zu beleuchten.
            Da können Sie, Peter S. und egal wer, noch so oft behaupten nur der Russe ist der Böse, auf beiden Seiten stinkt es gewaltig, aber das wäre zu kompliziert sich damit zu befassen, dann müsste man sich ja eingestehen, das der liebe Ukrainer doch nicht so lieb ist.

            • Peter S.

              Sie verbreiten Lügen. Russland hat 2014 den Krieg angefangen durch den Überfall der Krim und durch die Entsendung russischer Terroristen in den Donbas. Die Ukraine hat sich dagegen vollkommen zu Recht verteidigt.

              • @Peter S. für Sie und alle wo der Ukraine Konflikt erst 2022 begonnen hat – mal was Geschichte.

                Für alle, die keine Ahnung haben, wie der Ukraine Konflikt begann, hier ein wenig Geschichtsunterricht:

                1989 – 1991

                Der Russe erlaubt die Abschaffung der Demarkationslinie zwischen Ost- und Westdeutschland und löst den „Warschauer Pakt“ auf, zieht seine Truppen aus Osteuropa ab und vertraut auf die mündliche Zusage von Hans-Dietrich Genscher (ehemaliger Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und James Baker (ehemaliger Außenminister der USA) im Februar 1990, dass die ehemaligen „Warschauer Pakt“-Mitglieder nicht der NATO beitreten, es also KEINE NATO-Osterweiterung geben wird.

                Die amerikanischen Truppen bleiben in Deutschland stationiert.

                2001

                Putin macht dem Westen im deutschen Bundestag (in fließend deutscher Sprache) ein Angebot für eine enge Partnerschaft, um die Spaltung der Vergangenheit zu überwinden.

                Alle Bundestagsabgeordneten klatschen begeistert …

                Der Amerikaner verbietet das.

                Es gibt mit Weißrussland, der Ukraine und den 3 baltischen Staaten einen Puffer zwischen der Nato und Russland.

                Der Russe bleibt ruhig.

                2004

                Die baltischen Staaten werden Mitglieder der NATO.

                Eine erste Verletzung der Pufferzone.

                Der Russe bleibt ruhig.

                Bis 2004 sind dann fast alle „Warschauer Pakt“-Mitglieder der NATO beigetreten.

                Der Russe bleibt ruhig.

                2014

                putscht der Westen die Russland-freundliche Regierung der Ukraine aus dem Amt und installiert eine USA-freundliche Regierung.

                (Was mittlerweile sogar von den Amerikanern zugegeben wurde.)

                Im gleichen Moment beginnen die USA, allen voran Hunter Biden (der Sohn des greisen und halbsenilen amerikanischen Präsidenten „Joe Biden“), Monsanto, Black Water und US-Militärberater in die Ukraine zu infiltrieren und eine NATO-Mitgliedschaft in Aussicht zu stellen.

                Gleichzeitig steigt Hunter Biden in das ukrainische Gas-Geschäft ein.

                Die zweite Verletzung der Pufferzone fand statt.

                Der Russe bleibt ruhig.

                2014

                Durch den Putsch der US-Amerikaner genötigt (die Russen hatten in Sewastopol auf der Krim ihre gesamte Schwarzmeerflotte stationiert), gab es eine friedliche Besetzung der Krim.

                Es fiel entgegen aller anderen Darstellungen kein einziger Schuss, niemand wurde getötet.

                Außer ein paar Krimtataren sind bis heute 90 Prozent der Krim-Einwohner mit diesem Vorgehen einverstanden gewesen.

                2014 – 2022

                Die Ukraine beschießt mit den freien asowschen Brigaden (Hakenkreuzverehrer) konsequent Lugansk und Donezk.

                Viele Russen sterben, darunter auch russische Kinder.

                Die Ukraine zahlt seit 2014 keine Renten mehr in diese Gebiete.

                Der Geldhahn wird abgedreht. Die Lebensmittelversorgung dieser Gebiete wird ausschließlich von Russland übernommen.

                Nichts davon findet Erwähnung in den deutschen Medien.

                2020

                Nach dem Vorbild von 2014 in der Ukraine versucht der Westen nun auch in Weißrussland die Regierung zu stürzen, was misslingt, aber es war der dritte Angriff auf die Pufferzone zwischen der NATO und Russland.

                Der Russe bleibt ruhig.

                2022

                Putin fordert ein letztes Mal eine Garantie, dass die Ukraine kein Mitglied der NATO wird und dass Donezk und Lugansk sich weitgehend auf dem Gebiet der Ukraine selbst verwalten dürfen.

                Dies wird von den USA abgelehnt.

                2022

                Der Russe marschiert in der Ukraine ein.

                Um den Krieg zu beenden verlangt Putin

                – eine Garantie der Neutralität und

                – eine Entmilitarisierung der Ukraine,

                – eine Anerkennung von Donezk und Lugansk als Volksrepubliken

                – eine Anerkennung der Krim als russisches Hoheitsgebiet und

                – eine Entnazifizierung der Ukraine

                Dies wird von den USA abgelehnt.

                Dies sollte all jenen, die gedankenlos die Lügen oder Halbwahrheiten der deutschen, der europäischen und der amerikanischen Medien nachplappern, mal zu denken geben.

                  • Und der Ukraine Troll hat zumindest wie immer keine Argumente gegen diese Behauptungen.
                    Warum auch, es trollt sich eben gut mit genug Mainstram Idioten im Rücken um ständig die gleichen Lügen zu wiederholen..

                • Was ???? nicht erwâhnt oder lieber nicht erwähnen möchte.
                  Aber so ist das wenn man sich bei youtube,Tiktok, …bildet

                  Das Budapester Memorandum (1994): Dies ist die wichtigste fehlende Information. Die Ukraine gab das drittgrößte Atomwaffenarsenal der Welt ab. Im Gegenzug verpflichtete sich Russland (zusammen mit den USA und Großbritannien) explizit dazu, die Souveränität und die bestehenden Grenzen der Ukraine zu achten und keine Gewalt gegen sie anzuwenden.

                  Die NATO-Osterweiterung: Es gab 1990 keine schriftliche Zusage über einen Verzicht auf Erweiterung. Michail Gorbatschow bestätigte später selbst, dass das Thema Erweiterung damals gar nicht auf der Agenda stand, da der Warschauer Pakt noch existierte. Zudem unterzeichnete Russland 1997 die NATO-Russland-Grundakte, in der es das Recht jedes Staates anerkannte, sein Sicherheitssystem und seine Bündnisse selbst zu wählen.

                  Der Euromaidan 2014: Die Darstellung als reiner US-Putsch unterschlägt, dass Millionen Ukrainer gegen die Korruption und den plötzlichen Stopp des EU-Assoziierungsabkommens demonstrierten. Präsident Janukowytsch floh nach Russland, nachdem er die Gewalt gegen Demonstranten eskalieren ließ und das Parlament ihn daraufhin (nach damaliger Verfassung umstritten, aber parteiübergreifend) absetzte.

                  Sabotage und Destabilisierung im Donbass: Der Konflikt in Donezk und Luhansk begann nicht durch ukrainischen Beschuss, sondern durch die Besetzung von Verwaltungsgebäuden durch bewaffnete Gruppen. Diese wurden maßgeblich von russischen Staatsbürgern (wie dem Geheimdienstler Igor Girkin) angeführt und logistisch wie militärisch von Russland unterstützt, was Russland jahrelang abstritt („Grüne Männchen“).

                  Die Rolle der OSZE: Die Beobachter der OSZE waren über Jahre im Donbass präsent. Ihre Berichte dokumentierten Waffenstillstandsverletzungen auf beiden Seiten. Die Behauptung eines „Völkermordes“ durch die Ukraine wurde von internationalen Organisationen und dem Internationalen Gerichtshof als haltlos zurückgewiesen.

                  Minsker Abkommen: Russland hat seine Verpflichtungen aus Minsk II (Abzug schwerer Waffen, Kontrolle der Grenze durch die Ukraine) nie vollständig erfüllt, was Voraussetzung für die politische Autonomie der Gebiete gewesen wäre.

                  Invasion 2022 und „Entnazifizierung“: Der Begriff der Entnazifizierung wird von Historikern weltweit als Propaganda eingestuft, da die Ukraine einen jüdischen Präsidenten hat und rechtsextreme Parteien bei den letzten Wahlen an der 5%-Hürde scheiterten.

                  Die angebliche Neutralitäts-Ablehnung: Vor dem Einmarsch 2022 bot die Ukraine Verhandlungen über einen neutralen Status an. Russland forderte jedoch faktisch eine Entwaffnung der Ukraine und ein Vetorecht über deren gesamte Außenpolitik, was einer Aufgabe der staatlichen Souveränität gleichgekommen wäre.

                  Verletzung der Souveränität (Prager Vertrag 1997): Neben der NATO-Russland-Grundakte unterzeichnete Russland 1997 den Freundschaftsvertrag mit der Ukraine. Darin bestätigte Russland erneut die Unverletzlichkeit der bestehenden Grenzen (einschließlich der Krim) und versprach, das Territorium der Ukraine niemals als Bedrohung zu nutzen.

                  Die „grünen Männchen“ auf der Krim: Putin bestritt 2014 zunächst monatelang, dass russische Truppen die Krim besetzt hätten, und sprach von „lokalen Selbstverteidigungskräften“. Ein Jahr später gab er in einer Fernsehdokumentation offen zu, dass er den Befehl zur Spezialoperation zur „Heimholung“ der Krim persönlich gegeben hatte, noch bevor das (völkerrechtlich nicht anerkannte) Referendum stattfand.

                  Der Abschuss von MH17 (2014): Ein internationales Gericht in Den Haag stellte 2022 fest, dass das Passagierflugzeug MH17 mit einer russischen Buk-Rakete aus einem Gebiet abgeschossen wurde, das von prorussischen Separatisten kontrolliert wurde. Die Rakete stammte aus Beständen der 53. russischen Flugabwehrbrigade. Dies belegt die direkte militärische Verwicklung Russlands weit vor 2022.

                  Wirtschaftliche Erpressung vor dem Maidan: Bevor der Euromaidan ausbrach, übte Russland massiven wirtschaftlichen Druck auf die Ukraine aus (Handelsbeschränkungen für ukrainische Waren), um Janukowytsch von der Unterzeichnung des EU-Abkommens abzuhalten. Es war also nicht nur „der Westen“, der Einfluss nahm.

                  Sicherheitsrat-Resolution 2202: Russland rechtfertigt sein Handeln oft mit dem Schutz der Bevölkerung im Donbass. Völkerrechtlich hätte dies über den UN-Sicherheitsrat laufen müssen. Stattdessen handelte Russland einseitig, was laut UN-Charta als Aggression gewertet wird.

                  Unterdrückung der Opposition in Russland: Während die Ukraine als „Nazistaat“ bezeichnet wird, wurden in Russland zeitgleich fast alle unabhängigen Medien verboten und Oppositionelle (wie Nawalny oder Nemzow) inhaftiert oder getötet. Dies dient dazu, die staatliche Deutungshoheit über den Krieg ohne Widerspruch aufrechtzuerhalten.

                  Getreideabkommen und globale Ernährung: Russland blockierte seit Beginn der Invasion ukrainische Häfen und bombardierte gezielt Getreidesilos. Die Behauptung, es ginge nur um Pufferzonen, wird dadurch entkräftet, dass Russland die globale Lebensmittelversorgung als Druckmittel gegen den Westen und den Globalen Süden einsetzte.

                  Gezielte Zerstörung der Infrastruktur: Seit 2022 greift Russland systematisch das ukrainische Stromnetz und die Wasserversorgung an. Dies gilt völkerrechtlich als Kriegsverbrechen, da es darauf abzielt, die Zivilbevölkerung im Winter zur Flucht zu zwingen oder mürbe zu machen, was nichts mit einer militärischen „Entnazifizierung“ zu tun hat.

    • DR ALBERN

      @ Zuhörer, der reichste Ukrainer (Oligarch) hat sich mal soeben das teuerste Appartement der Welt für 471 MILLIONEN in Monaco geleistet!!! Vielleicht verstehen die Leute jetzt besser, wohin ein Teil der 90 MILLIARDEN verwendet wird!!!

      • Wie wärs mit Fakten?

        Hier sind Fakten.

        Der Zeitpunkt des Kaufs: Die Kaufverträge wurden bereits im Jahr 2021 unterzeichnet also deutlich vor dem Beginn des großflächigen russischen Angriffskrieges im Februar 2022 der Deal wurde lediglich erst jetzt im Jahr 2026 finalisiert und in den Registern sichtbar nachdem der neue Stadtteil Mareterra fertiggestellt wurde

        Privatvermögen vs Staatsgelder: Achmetow ist ein privater Milliardär dessen Vermögen vor dem Krieg auf über 15 Milliarden Dollar geschätzt wurde und der sein Geld mit Stahl und Energie (Metinvest/DTEK) verdient hat es handelt sich also um privates Kapital eines Unternehmers und nicht um staatliche Hilfsgelder oder Steuergelder die für die Verteidigung der Ukraine gedacht waren

        Die Behauptung dass die Ukraine als Staat kein Geld bräuchte weil ein einzelner Oligarch sich eine Wohnung in Monaco leistet ist also eine klassische Vermischung von privatem Reichtum und staatlichem Haushalt zumal Achmetow selbst durch den Krieg Milliarden verloren hat da viele seiner Fabriken wie das berühmte Azov-Stahlwerk in Mariupol zerstört wurden die Wohnung war schlicht eine Investition die er tätigte als die Welt für ihn noch eine andere war auch wenn der Preis von fast einer halben Milliarde Euro natürlich extrem provokant wirkt wenn man die aktuelle Lage im Land betrachtet bleibt es formal eine private Transaktion die schon vor Jahren eingestielt wurde

        • Karli Dall

          #Heike
          Die Luxuswohnung in Monaco ist 2.500 Quadratmeter groß und hat wahrscheinlich nicht nur ein “Raketenabschussgerät“, sondern ist eine ukrainische Festung gegen die Russen ……..

        • Wie wäre es mit Fakten?

          Hier ein paar Fakten für die clevere Heike

          Luxusautos im Dauerfluss: Trotz Exportverboten für Luxusgüter fließen Ferrari, Lamborghini und Rolls-Royce weiterhin nach Russland über Drittstaaten wie Kasachstan Armenien oder die VAE werden die Fahrzeuge als „Gebrauchtwagen“ oder über Transitrouten importiert sodass man in Moskau heute kaum einen Unterschied zu den Zeiten vor dem Krieg bemerkt

          Yacht-Hopping in neutralen Gewässern: Viele beschlagnahmte Yachten waren nur die Spitze des Eisbergs Oligarchen wie Andrey Melnichenko oder Alisher Usmanov nutzen komplexe Firmengeflechte um ihre Schiffe in Häfen wie Dubai oder in der Türkei zu sichern wo sie vor europäischem Zugriff sicher sind und weiterhin Millionen für den Unterhalt fließen

          Immobilien-Tricks in Europa: Propagandisten wie Wladimir Solowjow schimpfen im TV über den „verdorbenen Westen“ während sie verzweifelt versuchen ihre Villen am Comer See über Strohmänner und Briefkastenfirmen zurückzubekommen oder zumindest die Grundsteuern dafür aus Russland zu überweisen

          Dual-Passport-Strategie: Viele enge Vertraute des Kremls besitzen Zweitpässe von EU-Staaten (oft durch alte „Golden Visa“-Programme in Zypern oder Malta) was es ihnen ermöglicht sich trotz Sanktionen relativ frei in Europa zu bewegen und ihre Kinder weiterhin auf Eliteschulen in der Schweiz oder England zu schicken

          Putin
          Niemand weiß genau, wie reich er ist, aber Ermittler (wie das Team um Nawalny oder internationale Forensiker) schätzen sein Vermögen auf 160 bis 200 Milliarden Dollar.

          Der „Putin-Palast“: Ein Anwesen am Schwarzen Meer bei Gelendschik, Wert ca. 1,3 Milliarden Euro. Es verfügt über ein eigenes unterirdisches Eishockeystadion, ein Casino und einen Weinberg. Offiziell gehört es dem Oligarchen Arkadi Rotenberg, aber alle Sicherheitsvorkehrungen (Flugverbotszone, FSB-Schutz) zeigen, wer der wahre Herr ist.

          Die „Schell-Unternehmen“: Putin nutzt ein Geflecht aus Briefkastenfirmen. Ein Beispiel ist die Firma Binom, die offiziell Besitztümer verwaltet, aber eng mit der Bank Rossiya verknüpft ist – der „Bank der Freunde Putins“.

          Luxus-Yachten: Die Yacht Scheherazade (Wert ca. 700 Mio. $) wurde in Italien festgesetzt. Sie hat vergoldete Armaturen und ein Deck, das sich in eine Tanzfläche verwandeln lässt.

          Viktor Orbán: Das System Mészáros

          Orbán selbst gibt sich als bescheidener Mann vom Lande, doch sein engstes Umfeld hat in den letzten zehn Jahren einen Reichtum angehäuft, der statistisch gesehen unmöglich ist.

          Lőrinc Mészáros: Er ist Orbáns Kindheitsfreund und war früher Gasinstallateur. Heute ist er der reichste Mann Ungarns mit einem geschätzten Vermögen von 5,2 Milliarden Dollar (Forbes, April 2026). Sein Reichtum wuchs zeitweise schneller als der von Mark Zuckerberg – fast ausschließlich durch staatliche Aufträge und EU-Fördergelder.

          Hatvanpuszta: Das ist das private Luxus-Anwesen der Familie Orbán. Es wurde offiziell vom Vater des Ministerpräsidenten gebaut, aber Dokumente zeigen, dass Mészáros’ Firmen die Finanzierung und den Bau massiv unterstützt haben. Es gleicht eher einem königlichen Landsitz als einem Bauernhof.

          Die „Stiftungskonstrukte“: Orbán hat Milliarden an Staatsvermögen (darunter Universitäten und Energieunternehmen) in private Stiftungen ausgelagert, die von seinen Vertrauten kontrolliert werden. So bleibt die Macht über das Geld auch dann bei seinem Zirkel, trotz verlorener Wahl.

        • Wie wäre es mit Fakten?

          Ach so, da euch jetzt mit Dicherheit nichts besseres einfällt als, aber der Komiker ist Milliadär…blablabla

          Weitere Fakten

          Im Gegensatz zu Putin oder Orbán legt Selenskyj seine Einkünfte jährlich offen. Seine aktuelle Steuererklärung (März 2025/2026) zeigt folgendes Bild:

          Geschätztes Gesamtvermögen: International anerkannte Quellen wie Forbes schätzen sein Vermögen auf etwa 20 bis 30 Millionen Dollar. Das ist viel Geld, aber weit entfernt von einer Milliarde.

          Woher kommt das Geld? Fast sein gesamtes Vermögen stammt aus seiner Zeit vor der Politik. Er war der erfolgreichste TV-Produzent und Comedian Osteuropas. Seine Firma Kvartal 95 produzierte Shows, Filme und Serien (wie „Diener des Volkes“), die in viele Länder verkauft wurden.

          Aktuelles Einkommen: Im Jahr 2024 verdiente er zusammen mit seiner Frau ca. 372.000 $. Der Großteil davon kam nicht aus seinem Gehalt (das liegt bei nur ca. 8.200 bis11.000 im Jahr), sondern aus Mieteinnahmen seiner Immobilien und Zinsen von Staatsanleihen, die er bereits vor dem Krieg besaß.

          • Wie war das mit den Panama Papers und Silenskij? Kennen Sie da auch Fakten ? Da hört man nichts mehr von, auch von den Schwarzgeldkonten anderer Reicher.
            Naja, wenn jemand mit Stahl soviel Milliarden macht hat er wohl die Arbeiterschaft schön „über den Tisch gezogen“ oder zu wenig Steuern bezahlt.

            • Wie wäre es mit Fakten?

              Pandora Papers nix Panama!

              Netter Ablenkungsversuch .Fakten für dich

              Es ist ein Fakt, dass Selenskyj in den 2021 veröffentlichten Pandora Papers auftauchte. Die Details sehen jedoch anders aus, als oft behauptet:

              Der Kern: Selenskyj und seine Geschäftspartner der Filmfirma Kvartal 95 bauten ab 2012 ein Netzwerk aus Offshore-Firmen (u. a. auf den Britischen Jungferninseln) auf.

              Der Zweck: Diese Firmen dienten dazu, die Einnahmen aus dem Verkauf von TV-Rechten (z. B. der Serie „Diener des Volkes“) international zu verwalten. In der Ukraine war es damals unter Unternehmern üblich, Offshore-Konstrukte zu nutzen, um das eigene Geld vor dem Zugriff korrupter Behörden oder Raubübernahmen durch Oligarchen zu schützen.

              Das Vermögen: Es wurden keine Milliarden gefunden. Die Ermittlungen und journalistischen Auswertungen bezifferten die Werte in diesem Netzwerk auf einen zweistelligen Millionenbetrag – was exakt zu den Erfolgen seiner Medienproduktion passt, die jahrelang Marktführer in Osteuropa war.

              Nach dem Amtsantritt: Es gibt keine Belege dafür, dass er seit seinem Amtsantritt 2019 neue Offshore-Gelder angehäuft oder Staatsgelder dorthin umgeleitet hat. Seine Anteile an diesen Firmen hat er laut den Papieren kurz vor der Wahl an einen Geschäftspartner übertragen.

              2. Das Argument „Arbeiter über den Tisch gezogen“

              Bei Rinat Achmetow und anderen Stahl-Milliardären ist die Kritik an der Privatisierung der 90er Jahre durchaus berechtigt. Aber wer das als Argument gegen die aktuelle Ukraine-Hilfe nutzt, begeht einen Logikfehler:

              Systemfrage: Dass Oligarchen in den postsowjetischen Staaten durch die Übernahme staatlicher Industrien reich wurden, ist ein strukturelles Problem der gesamten Region – das gilt für die Ukraine genauso wie für Russland. Der Unterschied ist: Die Ukraine hat unter dem Druck der EU seit 2021 ein „Anti-Oligarchen-Gesetz“ verabschiedet, um diesen Einfluss zu brechen.

              Steuern und Krieg: Achmetows Unternehmen (Metinvest) gehört zu den größten Steuerzahlern der Ukraine. Allein im Jahr 2023 zahlte sein Konzern trotz zerstörter Werke wie Azovstal über 1,4 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben in den ukrainischen Haushalt. Ihn als reinen „Steuerhinterzieher“ darzustellen, ignoriert, dass diese Firmen das Rückgrat der ukrainischen Staatsfinanzen bilden.

              Zusammenfassung für das Paroli

              Wenn jemand sagt, man höre nichts mehr von den Schwarzgeldkonten, kannst du entgegnen: „Man hört nichts mehr davon, weil die internationalen Ermittler ihre Arbeit gemacht haben und die Summen bei Selenskyj schlicht nicht zu den Milliarden-Märchen passen, die in sozialen Medien verbreitet werden.“

              Man muss Selenskyjs frühere Steueroptimierung nicht gut finden, aber sie ist kein Beweis für Korruption im Amt. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ein erfolgreicher Produzent sein privates Geld über Briefkastenfirmen vor Oligarchen schützt, oder ob ein Staatschef wie Putin oder das System Orbán den Staatshaushalt nutzt, um aus dem Nichts private Imperien für Freunde zu erschaffen. Wer behauptet, EU-Hilfsgelder landeten auf diesen alten Konten, lügt schlichtweg, da diese Gelder unter strengster Aufsicht des IWF und der EU stehen und gar nicht auf Privatkonten fließen könne

        • Peter S.

          Was für ein Problem haben Sie damit, wenn sich ein reicher Mensch in Monaco eine Wohnung kauft?
          Sie wollen also die Welt den Russen zum Fraß vorwerfen, nur um Ihren Lebensfrust zu kompensieren.
          Ich schreibe jetzt nicht, was ich von Leuten wie Ihnen halte.

          • @Peter S. Sie dürfen mir ruhig schreiben, was Sie von mir halten. Damit habe ich kein Problem.
            Habe nichts dagegen, das reiche Leute sich Häuser in Monaco oder sonst wo bauen, sondern nur damit, wie so manche Leute reiche geworden sind.
            Es ging auch nicht ausschließlich um Russen, was ja Ihr Trigger ist.
            Lebensfrust habe ich nicht sondern zähle mich zu den zufriedenen Menschen.
            Wie kommen Sie immer darauf, daß Leute, welche nicht Ihre Ansichten teilen, vom Leben frustriert sind?

          • Guido1961

            Und wieder diese dreckiigen ukrainische Korruptenschweine die Russland schwarz möchte lassen. Tausende dieser Schweine zirkulieren hier in Europa mot sehr schwereen PKWs rend, keiner darf was sagen, aber Russlznd was und wirtschaftlich sicher seit 50 Jahre durch attractive Energiepreise geholfen hat, wird jetzt wegen dieser korrupten EU Mafia schlecht gemacht, wird jetzt vzrurteilt. Auf der Strexke bleiben nur wir einfaches Būrger

  1. meinemeinungdazu

    Orban hat keine Kreide geschluckt wie OD es hier suggeriert.
    Die Ukraine hat die Leitung endlich repariert und Ungarn bekommt seine Energielieferung aus Russland.
    Ehrlicher wäre der Titel „Orban steht zu seinem Versprechen“.

    • Peter S.

      Wieso tun Sie so, als wäre es an der Ukraine gewesen, die Pipeline zu reparieren? Die Pipeline wurde von Russland beschädigt und diente der Versorgung von Ungarn, einem Staat, der sich extrem unsolidarisch verhalten hat.

      • schlechtmensch

        Um das zu erkennen sind die doch zu blöd. Im ungarischen Parlament sitzen nur noch rechte Parteien. Keine Grünen und keine Sozialisten mehr:
        „Zusammenfassung der Opposition
        Die einzige Kraft neben Fidesz, die den Sprung ins Parlament geschafft hat, ist die rechtsextreme Mi Hazánk (Unsere Heimat) mit etwa 5,8 % der Stimmen. Andere frühere Oppositionsparteien wie die linksliberale Demokratische Koalition (DK) oder die liberale Momentum sind ebenfalls an der 5-Prozent-Hürde gescheitert oder untergegangen“
        Quelle Google KI

        • schlechtgedacht du Mensch

          Seit wann ist es ein Zeichen von Stärke wenn ein Regierungschef die Spielregeln so manipuliert dass es keine Opposition mehr gibt?“ * Der Trick mit dem Wahlrecht: Orbán hat das Wahlrecht so umgebaut (Gerrymandering), dass seine Partei Fidesz mit weniger als 50 % der Stimmen eine Zweidrittelmehrheit im Parlament bekommt. Das ist kein politischer Sieg durch Leistung sondern ein „Hacken“ des Systems.

          Die Medienwand: In Ungarn gehören fast alle regionalen Zeitungen, Radio- und TV-Sender einer Holding (KESMA), die direkt von Orbáns Vertrauten gesteuert wird. Die Opposition hat im Staatsfernsehen oft nur 5 Minuten Sendezeit – pro Jahr! Wer in einem Boxkampf dem Gegner die Hände auf den Rücken bindet ist kein Champion sondern ein Feigling.

          2. Das „Rechte-Brüder-Märchen“

          Dass nur noch die rechtsextreme Mi Hazánk im Parlament sitzt entlarvt Orbán als Heuchler:

          Kontrollierte Opposition: Mi Hazánk dient Orbán oft nur dazu selbst „gemäßigt“ zu wirken während er gleichzeitig ihre radikalen Themen übernimmt um Stimmen am rechten Rand zu fischen.

          Verrat an den Werten: Wenn Orbán so ein „stolzer Rechter“ ist warum lässt er dann zu dass sein Land massiv von chinesischen Krediten und Investitionen (wie der Batteriefabrik in Debrecen) abhängig wird? Er verkauft die ungarische Souveränität die er nach außen so lautstark verteidigt hinter den Kulissen an Peking und Moskau.

          Die „Schlagzeile“ für dein Paroli:

          Sag ihnen: „Orbán blockiert die 90 Milliarden nicht weil er ein stolzer Patriot ist sondern weil er die EU erpresst damit sie wegsieht während er Ungarn in eine korrupte Ein-Parteien-Diktatur nach russischem Vorbild verwandelt. Wer das als ‚Eier haben‘ bezeichnet feiert am Ende nur dass er selbst als Bürger dort bald gar nichts mehr zu melden hätte.“

          Dass die Opposition (DK, Momentum) komplett verschwunden ist wie deine Quelle sagt zeigt nur wie effektiv die Säuberung des Staatsapparates war – ein Land ohne Opposition ist kein freies Land sondern ein Privatbesitz der Elite und genau dort fließen am Ende die EU-Gelder hin nicht in die Taschen der „kleinen Leute“ die ihn wählen.

          • schlechtmensch

            Ok ich verstehe. Im Grunde ist es dann genauso wie in Deutschland nur anders rum.
            Da wird die Opposition auch weggebissen, ignoriert und kaum Eingeladen und falls doch im 4 gegen einen Prinzip. Lächerlich. Trotz 25% Wählerstimmen. Ich sehe kaum noch Unterschiede zwischen Ungarn, Russland, Deutschland, Europa… Ihr werdet euch noch wundern was die Ursula alles mit euch anstellt in den nächsten Jahren.

            • @schlechtmensch: Falls Sie mit „Opposition“ nur die AfD im Auge haben, deren Gesichter sehe ich in allen Talkshows und sonstigen politischen Sendungen regelmäßig.
              Und wenn Sie beklagen, dass diese vielfach nach dem Schlüssel 4:1 eingeladen werden „trotz 25 % Wählerstimmen“, dann entsprechen die 25 % nicht exakt, aber ungefähr diesem Schlüssel. Die ungarische Opposition hätte sich unter Orban eine solche Präsenz gewünscht, die Realität war allerdings extrem weit davon entfernt.

      • Die realisieren noch nicht wie sie gerade von Orban ein letztes Mal abgewatscht wurden. Er hat bekommen was im Interesse seines Landes war: Ungarn bürgt nicht für die 90 Milliarden an die Ukraine und er bekommt wieder Treibstoff aus Russland!

        • Peter S.

          Ungarn hat bisher immer nur von der EU kassiert und die EU sabotiert. Man muss schon sehr pervers sein, so ein feindliches Verhalten zu bewundern. Und nebenbei hat er auch noch Ungarns Wirtschaft ruiniert.

          • Die EU hat Milliardenzahlungen (ungefähr 11 Milliarden pro Jahr) an Ungarn im großen Stil seit Dezember 2022 eingefroren. Also kassiert Ungarn nicht mehr ab. Ungarn vertritt seine eigenen Interessen, die die EU missachtet. Sie zahlen mit gleicher Münze zurück was die EU ihnen gibt. Ungarn hat wenigstens noch ein Wirtschaftswachstum, davon träumt Deutschland, und ist auch nur zu 76 % des BIP verschuldet. Man muss schon blind sein wenn man dieses Land als ruiniert bezeichnet, das trifft eher bei anderen Ländern zu.

            • Es ist absolut richtig, die konkreten Finanzströme zu benennen, um das Bild zu vervollständigen. Dass Ungarn seit Dezember 2022 „nicht mehr abkassiert“, ist faktisch nicht korrekt – das Land erhält weiterhin Milliarden, wenn auch unter Vorbehalt und in Tranchen.

              Hier sind die harten Zahlen für den Konter:

              ### 1. Die Milliarden fließen weiterhin
              Trotz der Einfrierung zahlreicher Töpfe blieb Ungarn auch in den Jahren 2023 und 2024 einer der größten Nettoempfänger der EU.
              * **Beispiel 2023:** Ungarn zahlte rund **1,77 Milliarden Euro** in den EU-Haushalt ein, erhielt aber im selben Jahr insgesamt **6,42 Milliarden Euro** an Auszahlungen zurück. Das ist ein Netto-Plus von über **4,6 Milliarden Euro**.
              * **Freigaben als Hebel:** Allein im Dezember 2023 gab die EU-Kommission rund **10,2 Milliarden Euro** für Ungarn frei, nachdem Orbán punktuelle Justizreformen zusagte. Im März 2024 folgten weitere **2 Milliarden Euro**.
              * **Fazit:** Von einem kompletten Zahlungsstopp kann keine Rede sein; das Land deckt nach wie vor einen erheblichen Teil seines Staatshaushalts durch europäische Gelder.

              ### 2. Das „Wachstum“ im Realitätscheck
              Das ungarische Wirtschaftswachstum (ca. 2,4 % Prognose für 2025/26) muss man ins Verhältnis zur Lebensrealität der Bürger setzen:
              * **Kaufkraft-Absturz:** Während die Wirtschaft auf dem Papier wächst, litt Ungarn 2023 unter der **höchsten Inflation der EU (über 17 % im Jahresdurchschnitt, Spitzenwerte bei 25 %)**. Das bedeutet: Die Wirtschaft wächst durch Großprojekte, aber die Menschen können sich im Supermarkt immer weniger leisten.
              * **Abhängigkeit von China:** Da EU-Mittel zeitweise blockiert waren, hat Orbán Milliardenkredite in Peking aufgenommen. Dieses Geld fließt in Infrastruktur, die primär chinesischen Firmen nutzt (z. B. Batteriefabriken). Das Wachstum ist also teuer erkauft durch eine massive Verschuldung bei einer außereuropäischen Macht.

              ### 3. Schulden und Stabilität
              Die Verschuldung von **76 % des BIP** ist zwar niedriger als in südeuropäischen Ländern, liegt aber deutlich über dem Maastricht-Ziel von 60 % und ist für ein Schwellenland in Osteuropa vergleichsweise hoch (zum Vergleich: Polen liegt bei ca. 50 %, Tschechien bei ca. 44 %).
              * **Risikofaktor:** Da Ungarn nicht den Euro hat, ist es extrem anfällig für Währungsschwankungen des Forint. Sobald Orbán politisch eskaliert, stürzt der Forint ab, was Importe (Energie, Technik) sofort massiv verteuert.

              **Der entscheidende Konter:**
              Ungarn vertritt nicht „seine“ Interessen gegen eine böse EU, sondern Orbán nutzt den Zugang zum europäischen Binnenmarkt und die verbliebenen Milliarden, während er gleichzeitig die Regeln bricht, die dieser Gemeinschaft zugrunde liegen. Dass er mit „gleicher Münze“ heimzahlt, ist eine Täuschung: Er nimmt das Geld der europäischen Steuerzahler (Netto-Plus von ca. 4,6 Mrd. Euro jährlich), weigert sich aber, die vereinbarte Unabhängigkeit der Justiz zu garantieren. Ein Partner, der die Kasse plündert, aber die Hausordnung ignoriert, vertritt keine Interessen – er untergräbt die Basis, auf der sein eigener Wohlstand steht.

              • Das hat dir ChatGPT aber schön geschrieben. Hat ChatGPT dir auch geschrieben, dass die EU Schulden aufgenommen hat – natürlich alles ganz legal, weil sie ja selber herbeigeführte Notlage als Alibi für die Verschuldung genutzt haben? (siehe Artikel 122 des Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) Die Gelder im NextGenerationEU Programm sollten dem „Wiederaufbau nach der Covid19 Pandemie“ dienen. Wozu wird das Geld verwendet? Klimaschutz (mind. 37 % für erneuerbare Energien, Gebäudesanierung und nachhaltige Mobilität), Digitalisierung (mind. 20 % für Breitband Internet und 5G Mobilfunk, Digitalisierung der Verwaltung, Unterstützung für Unternehmen), Wirtschaft & Infrastruktur (Modernisierung von Verkehr, Förderung von Innovation und Industrie), Gesundheit & Krisenresilienz, Reformen (Arbeitsmarkt, Rentensysteme, öffentliche Verwaltung). Eine Vielzahl dieser Ausgaben müssten eigentlich über den laufenden Haushalt laufen und genau dafür darf die EU KEINE Schulden aufnehmen, so stehts im Vertrag über die Arbeitsweise der EU! Also ist die EU selber nicht unbedingt das beste Beispiel, wenn es darum geht sich an die eigenen Vertragsregeln zu halten.
                Die Gelder aus eben diesem „NextGenerationEu“ Programm machen einen Grossteil der 4,6 Milliarden „Netto-Plus“ aus und die werden seit 2022 blockiert. Seit 2022 blockiert die EU 17 von 27 Milliarden für Ungarn.
                Die EU hat, im Vergleich zu den Jahreseinnahmen, das 4 bis 5 Fache an Schulden aufgenommen. Die EU ist also selber nicht wirklich ein gutes Beispiel wenn man Verstöße gegen die Maastricht-Ziele geht.
                Hat ChatGPT nicht auch vergessen, dass die EU sich nicht ausschließlich aus den Zahlungen der Mitgliedsländern finanziert, sondern auch aus Zolleinnahmen – die zu 75 % an die EU gehen und 10 bis 15 % der EU-Einnahmen ausmachen-, Plastikabgabe, Einnahmen aus dem CO2-Zertifikate Handel.
                Und wie sieht es eigentlich aus mit der Sicherung der Aussengrenzen? Ungarn wird vorgeworfen seine Grenzen zu schützen, dabei Vernachlässigt die EU seinerseits den Schutz der Grenzen! Also wirft man Ungarn vor etwas zu tun, wozu die EU scheinbar nicht willens oder im Stande ist, obwohl es die Verträge so vorsehen.

      • Träum weiter,Junge

        Das Veto-Recht in der EU wird jetzt endlich abgeschafft. Damit wird die EU handlungsfähig , häschelt nicht mehr den Ereignissen hinterher, weil die nötigen Entscheidungen blockiert werden.
        Dass das uns zu gute kommt,kapiert ihr von youtube algorhytmen gesteuerten möchtegernsekbstdenker dann auch irgendwann.

        Lustig ist, hätte Orban auch Immigranten aufgenommen. Hätte dumme ihn wieder gewählt. Siehe Brexit, Trump und AFD

  2. MARCEL SCHOLZEN Eimerscheid

    Der Krieg wird dadurch nur unnötig verlängert. Mit dem Ergebnis, dass sich Europäer und Russen gegenseitig weiter chwächen zum Vorteil von China und den USA. Russland ist der Knecht Chinas und Europa der Knecht der USA.

    Es wäre doch wünschenswert, wenn Russland und Europa wieder zusammen finden würden. Es wäre zum Vorteil beider. Und einen euradischen Block bilden von Lissabon bis Wladiwostok mit dem Euro als Währung und einer Rohstoffbörse in Moskau mit dem Euro als Währung.

    • Joseph Meyer

      @MARCEL SCHOLZEN Eimerscheid
      Herr Scholzen,
      ich vertraue eher einem Kenner sowohl Russlands als auch der Ukraine, und das ist Jacques Baud, als Leuten hier im Forum die die irgendwelche „Wahrheiten“ behaupten, aber so gut wie nie deren Quellen angeben!

      Zeitgeschehen im Fokus: Interview mit Jacques Baud
      Erstellt am Mai 10, 2022

      „Die Politik der USA war es immer, zu verhindern, dass Deutschland und Russland enger zusammenarbeiten“. Historische, politische und wirtschaftliche Hintergründe des Ukraine-Kriegs. Ein sehr ausführliches und aufklärendes Interview von Zeitgeschehen im Fokus* mit dem Schweizer UN-Experten für Sicherheit und nachrichtendienstliche Aufklärung Jacques Baud**
      “Es ist verrückt, man kann sagen, es herrscht eine regelrechte Hysterie. Was mir auffällt und was mich sehr stört, ist, dass niemand die Frage stellt, warum die Russen einmarschiert sind.” 
      “Wenn man nicht versteht, wie ein Krieg entsteht, dann kann man keine Lösung finden. Wir sind genau in dieser Situation.”
      “ Was mich dabei besonders schockiert hat, ist die Äusserung des Wirtschaftsministers in Frankreich, man wolle die Wirtschaft Russlands zerstören mit dem Ziel, die russische Bevölkerung leiden zu lassen. Das ist eine Aussage, die mich äusserst empört. “
      “Russlands Ziel der Entmilitarisierung und Entnazifizierung
      “Es ist sicher nicht gegen die ukrainische Bevölkerung gerichtet. Das wurde von Putin immer wieder gesagt. Man sieht es auch an den Fakten. Russland liefert immer noch Gas in die Ukraine. Die Russen haben das nicht gestoppt. Sie haben das Internet nicht abgestellt.  Sie haben die Elektrizitätswerke und die Wasserversorgung nicht zerstört. “ .. man sieht einen ganz anderen Ansatz als bei den Amerikanern z. B. in Ex-Jugoslawien, im Irak oder auch in Libyen. Als westliche Länder diese angriffen, zerstörten sie zuerst die Strom- und Wasserversorgung und die gesamte Infrastruktur. “
      ***
      https://helmutmueller.wordpress.com/2022/05/10/zeitgeschehen-im-fokus-interview-mit-jacques-baud/

      • MARCEL SCHOLZEN Eimerscheid

        Die Amerikaner haben schon immer das Problem gehabt, andere Mentalitäten nicht zu verstehen. Deswegen sind sie in Vietnam gescheitert. Europäische Kolonialmächte waren da schlauer. Nur durch das Verständnis anderer Denkweisen war es zum Beispiel einer Handvoll Briten möglich, Indien zu beherrschen.

      • Peter S.

        Was will der Meyer eigentlich sagen, wenn er die wirren Behauptungen dieses Jacques Baud wiedergibt?

        Die Frage, warum Russland einmarschiert ist, ist schon mehrfach gestellt worden, damit ist schon diese Unterstellung widerlegt.

        Putin erträgt den Fortschritt in der Ukraine nicht, weil dadurch die Rückständigkeit seines Regimes für die Russen offensichtlich würde.

        Es ist auch nicht so, dass man keine Lösung findet. Man wird die Ukraine solange unterstützen, bis Russland zusammenbricht. Damit ist auch der weitere Unsinn von Baud widerlegt.

        Russland muss selbstverständlich entmilitarisiert und entnazifiziert werden.

        Der letzte Abschnitt ist infam, aber von einem Putin-Propagandisten kann man nichts anderes erwarten.
        Putins Mörderbanden terrorisieren die ukrainische Bevölkerung Tag und Nacht.

  3. MARCEL SCHOLZEN Eimerscheid

    Natürlich sind das Verbrecher in Moskau. Aber das sind nicht die einzigen. Gibt auch welche in den arabischen Staaten, USA, Afrika…
    Warum sind die russischen Verbrecher schlechter als andere ?

    • schlechtmensch

      Richtig. Denn wenn man für Friede, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte kämpft dann kann man durchaus auch mal eine Mädchenschule in die Luft jagen sodass die Körperteile dieser unschuldigen Kinder nur so durch die Gegend fliegen und die Eltern Probleme haben ihre eigenen Kinder zu identifizieren. Bitte selber recherchieren. Unfassbar diese ekelhaften Kriegstreiber und Menschenschlächter auf allen Seiten. Ja auch bei uns, im Westen bei der Guten!

    • Natürlich hat der Dutroux Kinder verschleppt, vergewaltigt und getötet. Aber das haben andere doch auch schon. Also, warum aufregen. Hätte man den doch weiter machen lassen können.

      Herr Scholzen, sind Sie wirklich so einfältig?

    • MARCEL SCHOLZEN Eimerscheid

      Ich habe natürlich gut gelacht. Aber stimmt vollkommen. Einem normalen Menschen kann man nicht erklären, dass es moralisch besser ist in Saudi-Arabien Öl zu kaufen anstatt in Russland. Beides sind Diktaturen.

      • Hubert F.

        Richtig!
        In Saudi-Arabien wirst du als unliebsamer Journalist in Säure aufgelöst und durch die Kanalisation entsorgt, in Russland kriegst du ’ne Spritze chemischen Nervenkampfstoff verpasst.

  4. Der Alte

    Vielleicht ha Orban ja auch nur das umgesetzt, was die Wähler neulich entschieden haben. Wäre mal etwas radikal anderes als wir es im Wertewesten gewohnt sind, wo EU, Brandmauern, Antifaschläger et al. einfach dafür sorgen, dass ohne Rücksicht auf Verluste eine Agenda einfach immer weiter durchgezogen wird, bis in die Wand.

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