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Hugo Bross, Trainer von Südafrika, lernte schon 1986 als Spieler mit Belgien das Aztekenstadion kennen

14.10.2025, Südafrika, Mbombela: Die Nationalspieler von Südafrika tragen ihren belgischen Coach Hugo Broos auf Schultern nach dem Qualifikationsspiel gegen Ruanda. Foto: Sydney Mahlangu/BackpagePix/belga

Wenn am Donnerstag um 21 Uhr MESZ mit dem Spiel zwischen Mexiko und Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft eröffnet wird, richten sich die Blicke der Fußballfans aus aller Welt auch auf einen Belgier: Hugo Broos. Der 74-Jährige ist Coach der südafrikanischen Nationalmannschaft, die erstmals seit der Heim-WM 2010 wieder an einer Weltmeisterschaft teilnimmt.

Für Broos ist die Reise nach Mexiko auch eine Reise in die Vergangenheit. Das berühmte Estadio Azteca kennt er aus eigener Erfahrung. Bei der FIFA-Weltmeisterschaft 1986 stand er dort bereits als Spieler der belgischen Nationalmannschaft auf dem Platz.

Belgien verlor zwar das Auftaktspiel gegen Gastgeber Mexiko mit 1:2, spielte anschließend aber ein herausragendes Turnier und erreichte sensationell den vierten Platz. Unvergessen bleibt das Viertelfinale gegen Spanien, das die Roten Teufel nach Elfmeterschießen gewannen. Auch Broos übernahm Verantwortung und verwandelte seinen Strafstoß sicher.

03.06.1986, Mexiko City: Die Mannschaft der Roten Teufel, die bei der WM 1986 im ersten Spiel gegen Gastgeber Mexiko im Azteken-Stadion (Hugo Broos stehend links). Foto: Michel Barrault / Onze / Icon Sport / Belga

Schon als Spieler gehörte Broos zu den erfolgreichsten Fußballern Belgiens. Mit dem RSC Anderlecht und dem FC Brügge gewann er unter anderem zweimal den Europapokal der Pokalsieger und einmal den UEFA-Cup. Hinzu kamen mehrere Meisterschaften und Pokalsiege. Für die belgische Nationalmannschaft absolvierte er 24 Länderspiele.

Auch an der Seitenlinie schrieb Broos Fußballgeschichte. Mit Brügge und Anderlecht wurde er belgischer Meister, mehrfach Trainer des Jahres und feierte 2017 seinen größten internationalen Erfolg, als er die Nationalmannschaft von Kamerun zum Sieg beim Afrika-Cup 2017 führte.

Der Belgier Hugo Broos wird nach dem Gewinn der Afrika-Meisterschaft 2017 von den Spielern von Kamerun auf Händen getragen. Foto: Belga

Auch mit Südafrika hat Broos Bemerkenswertes erreicht. Die „Bafana Bafana“ galten lange als Fußballgroßmacht im Niedergang und hatten sich nach der Heim-WM 2010 für keine weitere Weltmeisterschaft qualifiziert. Unter der Leitung des Belgiers fand die Mannschaft jedoch zurück in die Erfolgsspur.

Der dritte Platz beim Afrika-Cup 2023 war der größte Erfolg seit vielen Jahren und gab dem Team neues Selbstvertrauen. Zwar gehört Südafrika bei dieser Weltmeisterschaft nicht zu den Favoriten, doch die Mannschaft zeichnet sich durch Geschlossenheit, Disziplin und Kampfgeist aus – Eigenschaften, die auch ihren Trainer seit Jahrzehnten prägen.

So schließt sich für Hugo Broos in Mexiko ein Kreis: Vierzig Jahre nach seinem WM-Märchen als Spieler kehrt er auf die größte Fußballbühne der Welt zurück. Und das im Alter von 74 Jahren. (cre)

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