Der AS Eupen ist der erhoffte Auftaktsieg gelungen. Die Schwarz-Weißen bezwangen am Samstag die Mannschaft von Jong Genk mit 4:1. Der Sieg war jedoch nicht ganz so einfach, wie es das Endergebnis vermuten lässt. Zwei neue Spieler hatten in der zweiten Halbzeit großen Anteil daran, dass es den Pandas gelang, die Begegnung zu gewinnen.
Vor dem Anpfiff gab es eine Überraschung: In der Startelf der Eupener Mannschaft befand sich kein einziger Neuzugang: Hiller – Gavory, Van Genechten, Plastun, Paeshuyse – Keita, Müller, Maréchal, Delaurier-Chaubet – Nuhu, Kikas. Die einzigen Unterschiede zur letzten Saison: Eupen trat ganz in schwarzem statt in weißem Dress an und mit Nicolas Gavory als neuem Kapitän.
Auf der Trainerbank von Genk saß mit Igor De Camargo (früher Genk, Mönchengladbach, Hoffenheim, Standard, KV Mechelen) ein prominenter Ex-Profi.

Igor Plastun (M) brachte Eupen nach weniger als drei Minuten in Führung. Foto: Patrick von Staufenberg
In der 11. Minute gab es eine Minute Applaus für die Rettungskräfte, die im Hohen Venn gegen die Flammen kämpfen.
Wer glaubte, es werde jetzt für die AS ein leichtes Spiel, wurde in der 13. Minute eines Besseren belehrt. Nach einem Ballverlust von Müller ging es ganz schnell, denn Kim wurde von Nzoko angespielt und überlistete bei dieser ersten Torchance für die Gäste Torhüter Hiller, 1:1.
Wegen eines vermeintlichen Fouls an Müller nahm AS-Trainer Mazzu im Rahmen des eingeführten „Football Video Support“ (siehe dazu Artikel unten) seinen ersten „Challenge“ in Anspruch, den er aber verlor, weil der Schiedsrichter nach einer Video-Überprüfung keine Regelwidrigkeit festgestellt haben wollte.
Eupen war nach diesem Gegentor längst nicht mehr so dominant. In der 33. Minute bedurfte es einer Parade von Hiller, um sogar einen Rückstand durch Achahbar zu verhindern. Und vier Minuten später hatte Nzoko sogar die Führung für Jong Genk auf dem Fuß. Irgendwie fühlte man sich in die vergangene Saison zurückversetzt.
In der Halbzeit reagierte Trainer Mazzu, wie nicht anders zu erwarten. Mit Vidigal und Nadje wurden zwei Neuzugänge eingewechselt. Nuhu und Keita durften sich vorzeitig duschen.
Eine erste Chance hatte Eupen gleich nach Wiederanpfiff durch Maréchal. In der 55. Minute versuchte Plastun erneut sein Glück mit einem Kopfball, diesmal nach einer Flanke des eingewechselten Nadje, doch im Gegensatz zum frühen Treffer zum 1:0 ging der Ball übers Tor von Jong Genk.
In der 62. Minute ging Eupen erneut in Führung, wieder nach einem Eckstoß von Delaurier-Chaubet. Mit Van Genechten traf wieder ein Abwehrspieler ins Schwarze, 2:1. Kurz danach hatte Delaurier-Chaubet das 3:1 auf dem Fuß. Das dritte Tor für die AS fiel dann doch durch Neuzugang Nadje, 3:1.
Eine Viertelstunde vor Schluss zog AS-Coach Mazzù seinen zweiten „Challenge“, nachdem sein Stürmer Kikas im Strafraum von Genk zu Fall gebracht worden war. Auch diesmal war die Video-Überprüfung durch den Schiedsrichter für die Schwarz-Weißen erfolglos.
Das 4:1 fiel dann trotzdem. Und diesmal war Neuzugang Vidigal nach Vorarbeit von Müller der Torschütze. Dabei blieb es auch. Bereits am Freitag ist Eupen beim KSC Lokeren zu Gast. (cre)
Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

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