AKTUALISIERT – Letzte Saison war der belgische Fußball mit zwei Clubs in der Ligapase der Champions League vertreten. Auch in dieser Saison könnte dies der Fall sein.
Während letzte Saison Union Saint-Gilloise als Meister für die Ligaphase der Champions League direkt qualifiziert war und der FC Brügge als Vizemeister noch qualifizieren musste, ist es jetzt genau umgekehrt. Diesmal ist der FC Brügge als Meister direkt qualifiziert, während Vizemeister Union Saint-Gilloise die dritte Qualifikation und die Playoffs für die Ligaphase überstehen muss.
Im vergangenen Jahr hatte die Union zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte an der Ligaphase der Champions League teilgenommen, schaffte es jedoch trotz einer beachtlichen Ausbeute von neun von 24 möglichen Punkten im Gegensatz zu Brügge nicht, sich für die K.o.-Runde zu qualifizieren.

24.02.2026, Italien, Mailand: Glimts Spieler feiern nach dem Erfolg gegen Inter Mailand. Foto: Luca Bruno/AP/dpa
Seit Montag wissen die Brüsseler, mit wem sie es im Fall einer Qualifikation gegen die Norweger von Bodø/Glimt in den Playoffs zu tun bekommen,nämlich entweder mit den Griechen von Olympiakos Piräus oder mit den Niederländern von NEC Nimwegen. Es hätte schlimmer kommen können für Union mit Sparta Prag oder Olympique Lyon bzw. mit Fenerbahçe Istanbul oder Sturm Graz.
Um diese auf dem Papier vorteilhafte Playoff-Runde erreichen zu können, müssen die Gelb-Blauen jedoch Bodø/Glimt ausschalten. Die Norweger waren die große Überraschung in der letzten Saison in der Champions League, als sie das Achtelfinale der Champions League erreichten.
Das Hinspiel findet diesen Dienstag in Ostende (!) statt, weil der Duden-Park für Europapokalspiele nicht homologiert ist (20 Uhr / live auf RTL Club und vtm2). Das Rückspiel steigt am Dienstag kommender Woche um 18 Uhr in Norwegen. Die Playoffs finden anschließend am 18. und 19. August (Hinspiel) sowie am 25. und 26. August (Rückspiel) statt. Sollte die Union gegen Bodø/Glimt den Kürzeren ziehen, rutscht sie in die Gruppenphase der Europa League. (cre)
Union Saint-Gilloise gewinnt den Supercup in Brügge
Union Saint-Gilloise hat am Freitag den belgischen Supercup gewonnen. Der Pokalsieger setzte sich im Elfmeterschießen mit 5:4 gegen Landesmeister FC Brügge durch und tankte damit Selbstvertrauen vor dem wichtigen Hinspiel gegen Bodö/Glimt in der Qualifikation für die Champions League.
Nach der regulären Spielzeit stand es zwischen den beiden Mannschaften 1:1 (0:0 zur Halbzeit). Weil es für den Supercup keine Verlängerung gab, musste ein Elfmeterschießen entscheiden.
Der Deutsche Nicolo Tresoldi brachte den Meister in der 49. Minute in Führung. Der Argentinier Kevin Mac Allister glich in der 77. Minute aus.
Beim Elfmeterschießen hätte Brügges Neuzugang Yann Sommer der Held sein können. Held wurde aber einer, mit dem niemand gerechnet hatte. Vic Chambaere, der Ersatztorhüter von Union, parierte den Elfmeter des Brügger Tsawa.
Union holte sich ihren zweiten Supercup innerhalb von drei Jahren. Die Paarung des Supercups war zum dritten Mal in Folge identisch. Union hatte sich 2024 mit 2:1 durchgesetzt, Brügge 2025 mit dem gleichen Ergebnis. Die Brügger bleiben mit 18 Siegen vor Anderlecht (13) die klaren Rekordhalter.
Zum Anpfiff schickte Brügge seine drei Roten Teufel (Vanaken, Seys und Mechele) aufs Feld. Grund genug, um seinen berechtigten Favoritenstatus zu untermauern. Und doch: Es waren die Gäste, die als Erste für Gefahr sorgten. Fuseini machte auf sich aufmerksam, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei.
Die Unionisten blieben hoch auf dem Spielfeld und machten ihren Rivalen das Leben schwer. Florucz traf nur den Pfosten. Diese Warnschüsse rüttelten „Blauw en Zwart“ auf. Vetlesen und Tresoldi zeigten gute Leistungen.
Nach der Pause bestimmte Meister Brügge das Tempo. Und das schlug sich schnell auf der Anzeigetafel nieder. Tresoldi brachte seine Mannschaft nach einer schönen Vorarbeit von Forbs in Führung (50.), 1:0.
Die Brügger setzten ihren Schwung fort und die inzwischen etwas zaghaften agierenden Brüsseler unter Druck. Den Schützlingen von Trainer Leko gelang es jedoch nicht, das zweite Tor zu erzielen.
Durch ihr beharrliches Pressing setzten sie sich jedoch der Gefahr eines Gegenschlags aus. So kam es auch: Vermant verlor den Ball am Rand seines Strafraums. Der an diesem Freitagabend nicht zu bremsende Mac Allister stürmte nach vorne und vollendete den Angriff der Brüsseler mit dem Ausgleich (77.), 1:1. Es blieb dabei bis zum Ende der regulären Spielzeit.
Beim Elfmeterschießen scheiterte Tsawa, während Saint-Gilloise fehlerfrei blieb. (cre)

Nicoló Tresoldi bewies wieder seine Qualitäten als Torjäger. Mal schauen, ob Brügge ihn halten kann. Zum Spiel: St. Gilloises erkämpfte sich ein Unentschieden und erwies sich im Elfmeterschießen als fehlerlos. Eine weitere schöne Trophäe für die Brüsseler, die vor etwas mehr als zehn Jahren noch gegen Kelmis spielten.
HINWEIS – Union Saint-Gilloise darf nach 3:3-Remis gegen FK Bodø/Glimt weiter von Champions League träumen https://ostbelgiendirekt.be/union-gegen-fk-bodo-glimt-441295