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Union Saint-Gilloise gewinnt den Supercup in Brügge

Als die enttäuschten Brügger Fans das Jan-Breydel-Stadion verlassen hatten, feierten die Spieler von Union Saint-Gilloise im fast leeren Stadion den Gewinn des Supercups. Foto: Belga

Union Saint-Gilloise hat am Freitag den belgischen Supercup gewonnen. Der Pokalsieger setzte sich im Elfmeterschießen mit 5:4 gegen Landesmeister FC Brügge durch und tankte damit Selbstvertrauen vor dem wichtigen Hinspiel gegen Bodö/Glimt in der Qualifikation für die Champions League.

Nach der regulären Spielzeit stand es zwischen den beiden Mannschaften 1:1 (0:0 zur Halbzeit). Weil es für den Supercup keine Verlängerung gab, musste ein Elfmeterschießen entscheiden.

Der Deutsche Nicolo Tresoldi brachte den Meister in der 49. Minute in Führung. Der Argentinier Kevin Mac Allister glich in der 77. Minute aus.

Beim Elfmeterschießen hätte Brügges Neuzugang Yann Sommer der Held sein können. Held wurde aber einer, mit dem niemand gerechnet hatte. Vic Chambaere, der Ersatztorhüter von Union, parierte den Elfmeter des Brügger Tsawa.

Union holte sich ihren zweiten Supercup innerhalb von drei Jahren. Die Paarung des Supercups war zum dritten Mal in Folge identisch. Union hatte sich 2024 mit 2:1 durchgesetzt, Brügge 2025 mit dem gleichen Ergebnis. Die Brügger bleiben mit 18 Siegen vor Anderlecht (13) die klaren Rekordhalter.

Kevin Mac Allister (Bild) von Union Saint-Gilloise erzielte den Ausgleich zum 1:1. Foto: Belga

Zum Anpfiff schickte Brügge seine drei Roten Teufel (Vanaken, Seys und Mechele) aufs Feld. Grund genug, um seinen berechtigten Favoritenstatus zu untermauern. Und doch: Es waren die Gäste, die als Erste für Gefahr sorgten. Fuseini machte auf sich aufmerksam, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei.

Die Unionisten blieben hoch auf dem Spielfeld und machten ihren Rivalen das Leben schwer. Florucz traf nur den Pfosten. Diese Warnschüsse rüttelten „Blauw en Zwart“ auf. Vetlesen und Tresoldi zeigten gute Leistungen.

Nach der Pause bestimmte Meister Brügge das Tempo. Und das schlug sich schnell auf der Anzeigetafel nieder. Tresoldi brachte seine Mannschaft nach einer schönen Vorarbeit von Forbs in Führung (50.), 1:0.

Die Brügger setzten ihren Schwung fort und die inzwischen etwas zaghaften agierenden Brüsseler unter Druck. Den Schützlingen von Trainer Leko gelang es jedoch nicht, das zweite Tor zu erzielen.

Durch ihr beharrliches Pressing setzten sie sich jedoch der Gefahr eines Gegenschlags aus. So kam es auch: Vermant verlor den Ball am Rand seines Strafraums. Der an diesem Freitagabend nicht zu bremsende Mac Allister stürmte nach vorne und vollendete den Angriff der Brüsseler mit dem Ausgleich (77.), 1:1. Es blieb dabei bis zum Ende der regulären Spielzeit.

Beim Elfmeterschießen scheiterte Tsawa, während Saint-Gilloise fehlerfrei blieb. (cre)

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