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Trotz mehr als 90 Prozent Sonnenfinsternis blieb es hell – Beobachtungen am Limburger Weg in Eupen

Die partielle Sonnenfinsternis am Mittwochabend am Limburger Weg in Eupen (unten rechts). Die Sonne während der partiellen Sonnenfinsternis ohne Spezialbrille (unten links). Beobachter am Limburger Weg in Eupen (oben). Fotos: OD

AKTUALISIERT – Das Wetter stimmte diesmal, Millionen Menschen in ganz Europa konnten am Mittwochabend die Sonnenfinsternis partiell oder total beobachten. So auch am Limburger Weg in Eupen, wo sich gegen 19 Uhr Menschen eingefunden hatten, weil man von dort aus einen perfekten Blick auf die Sonne hat.

Im Nachmittag hatte sich vor einer Apotheke in der Gospertstraße eine lange Warteschlange gebildet, nachdem der Apotheker via Facebook angekündigt hatte, dass er im Nachmittag noch eine Lieferung von Spezialbrillen erwarte. Schließlich konnten die Wartenden froh sein, überhaupt eine Brille für die ganze Familie zu erhaschen, so groß war die Nachfrage.

Menschen stehen Schlange vor einer Apotheke in der Gospertstraße am Mittwochnachmittag, um Spezialbrillen zu erhalten. Foto: OD

Mit bloßem Auge war die Sonnenfinsternis am Limburger Weg in Eupen nicht richtig wahrzunehmen. Wer glaubte, es werde um 20.13 Uhr zu 90 Prozent dunkel, wurde enttäuscht. Es war allenfalls etwas kühler und nur etwas weniger hell als vorher.

Nur mit Spezialbrille konnte man sehen, wie sich der Mond ab 19.19 Uhr zwischen Sonne und Erde schob. Genau um 20.13 Uhr erreichte die Sonnenfinsternis in Belgien ihren Höhepunkt.

Die nächste totale Sonnenfinsternis wird erst wieder am 3. September 2081 sein. Die Kinder, die am Mittwochabend am Limburger Weg Fußball spielten, während die Erwachsenen zur Sonne blickten, werden dann so in etwa das heutige (!) Pensionsalter erreicht haben. Allerdings wird bereits am 2. August nächsten Jahres eine totale Sonnenfinsternis in Spanien zu sehen sein, wenngleich nur im äußersten Süden. Am 26. Januar 2028 gibt es in Spanien eine ringförmige Sonnenfinsternis. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

33 Antworten auf “Trotz mehr als 90 Prozent Sonnenfinsternis blieb es hell – Beobachtungen am Limburger Weg in Eupen”

  1. Hubert F.

    Also, ich finde es immer wieder genial, wie diese Astrophysiker es immer suf die Sekunde schaffen, solche Ereignisse voraus zu sagen. Das grenzt an Zauberei, ist aber nur Mathematik.
    Man darf aber nicht vergessen, dass diese MINT- Koryphäen solche relativ simplen, berechenbaren Ereignisse liefern können, aber mit größeren Dingen absolut im Dunklen tappen. Die “ Big Bang Theorie“ ist nur eine Vermutung und der Sinn des Universums völlig unbekannt.

    • Neneewaa, tatsächlich wurden die Notaufnahmen von Leuten überrannt, die nicht das geringste Symptom hatten. Folge der Presseberieselung. Es hängt natürlich davon ab, wie lange man in die Sonne kuckt.

  2. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Bei allem Respekt. Das Bild oben links, ist aber eher etwas für, das Grenz Echo unten links 😅
    Besonders wenn man es vergrößert .
    Ki generiert ? In der Folie packt man normalerweise Satelliten ein und das Kind hat verdächtig große Füße 😅🤣 ich kann nicht mehr 🤣🤣

      • Pensionierter Bauer

        Im äußersten Süden Spaniens wird sie total sein, in Belgien werden je nach Standort immerhin noch zwischen 43 und 53 Prozent der Sonne verdeckt sein. Eine totale Sonnenfinsternis wird in Belgien erst am 23. September 2090 im Vormittag treffen. Ich bereite jetzt schonmal meine Enkelkinder hierauf vor.

  3. Zweimal im Jahr wandert der Mond durch die Drachenpunkte und es kommt zur Abschattung der Sonne durch den Mond. Da die DG aber nicht annährend so gross ist wie ihre Bewohner sie sich vorstellen, sieht man es hier halt selten…. 😉

    • Noch etwas genauer : da die beiden Drachenpunkte (=Mondknoten) um die Erde herum „wandern“ geschieht diese Durchwanderung 13 (14) mal pro Jahr und Knoten. Sonnenfinsternisse (partiell-total), also wenn der Mond einen Drachenpunkt genau am Neumondtag passiert, gibt es 40 mal im Zeitraum von rund 18 Jahren und mindestens 2x pro Jahr … irgendwo zwischen den beiden Polen unserer Erde.

  4. Guido Scholzen

    die „Finsternis“ war abends, und kaum erzichtlich ohne spezielle Brille.
    Hätte niemand gesagt, dass wir eine partielle Finternis haben, der goßen Masse der Menschen wäre es nicht aufgefallen.

  5. Apropos Sonne.
    Der Hürtgenwald brennt. Der erste Ort „Gey“ wird evakuiert
    Die Rauchschwaden sieht man mit blossem Auge aus Ostbelgien .
    Die Gemeinde Plombieres fordert die Bürger auf nicht den Notruf zu wählen, wegen dem Brandgeruch der auch dort in der Luft liegt, weil der Rauch vom Feuer in Deutschland kommt

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