Notizen

Fortschritte beim Kampf gegen die Flammen im Hürtgenwald

15.08.2026, Nordrhein-Westfalen, Hürtgenwald: Ein Hubschrauber der Bundespolizei ist beim Waldbrand im Hürtgenwald im Einsatz. Foto: Federico Gambarini/dpa

AKTUALISIERT – Im Hürtgenwald kämpfen 1.400 Einsatzkräfte gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Dabei verzeichnet die Feuerwehr gute Fortschritte. Viel hängt jetzt vom Wind ab.

Vorsichtiges Aufatmen bei der Bekämpfung des größten Waldbrands in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen: Die Feuerwehr ist „sehr zufrieden“ mit dem bisherigen Erfolg des Löscheinsatzes. Aber es gibt noch einen Unsicherheitsfaktor: „Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein“, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen.

Seit Donnerstagnachmittag kämpfen bei dem Ort in der deutschen Eifel Hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen. Nach Angaben des Kreises Düren sind etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen.

15.08.2026, Nordrhein-Westfalen, Hürtgenwald: Bergepanzer der Bundeswehr sind beim Waldbrand im Hürtgenwald im Einsatz. Foto: Federico Gambarini/dpa

Man wolle mit der Brandbekämpfung jetzt immer mehr zur Mitte des Waldbrands vorstoßen, sagte Berndgen. „Was denn möglich ist unter den Rahmenbedingungen: Wir sind auf einer Munitionsverdachtsfläche.“ Im Hürtgenwald liegen noch viele Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg, weil dort Ende 1944 eine große Schlacht im Zuge des Vorrückens der Alliierten stattgefunden hatte.

Zehn, elf Löschhubschrauber gleichzeitig in der Luft: Berndgen sagte, die Kräfte würden im Laufe des Tages noch einmal deutlich erhöht. Um die Mittagszeit sollten voraussichtlich zehn, elf Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz sein. Ich denke, da gibt’s kaum vergleichbare Lagen, wo so massiv Hubschraubereinsatz stattgefunden hat.“

Der Dürener Landrat Ralf Nolten äußerte die Hoffnung, „dass wir heute, spätestes morgen in der Situation sind zu sagen: Wir haben ein hohes Maß an Kontrolle.“ Jeder, der schon einmal gegrillt habe, wisse, dass ein Feuer erst aus sei, wenn die Asche abgelöscht und in der Tonne sei. „Das werden wir natürlich in den nächsten zwei Tagen nicht erreichen können“, sagte Nolten. „Aber so, dass wir sagen können: Ja, wir haben die Dinge so weit im Griff.“

Nolten sei „sehr, sehr zuversichtlich“, dass der evakuierte Ortsteil Gey bald wieder freigegeben könne. Allerdings sage der Wetterdienst noch eine Gewitterzelle mit Sturmböen voraus. Hier müsse man die Entwicklung noch abwarten, so Nolten. „Das Fatalste, was wir machen könnten, wäre, dass wir sagen: Ihr könnt zurück! Und dann kommt die Gewitterzelle, und dann sagen wir anschließend: Nee, ihr müsst doch bis morgen warten.»

9 Antworten auf “Fortschritte beim Kampf gegen die Flammen im Hürtgenwald”

  1. Jetzt brauchen die Evakuierten dringend Tipps von der Klimaleugner-Sekte, zum Beispiel: Das jetzt heißt gar nichts, das hatten wir kurz nach dem Urknall und 1783 auch schonmal, in meinem Garten ist es immer noch kalt…

  2. Jörg Kipper

    Sehr ehrlich und konsequent
    Verstehe dich vollkommen, Jörg.Als Berufsjäger und Ausbilder beim D.J.S.V. siehst du das aus der Praxis und nicht aus dem Schreibtisch: Die extreme Trockenheit der letzten Jahre hat die Fichtenmonokulturen bereits so weit geschwächt, dass der Borkenkäfer und jetzt die Brände nur noch die Konsequenz sind. Die Natur (oder wie du es nennst: die Schöpfung) setzt hier gerade einen ziemlich klaren Schlussstrich.Dein Ansatz „nicht gegen die Natur, sondern mit ihr“ ist konsequent:Die Fichten sind in vielen Beständen sowieso am Ende.
    Ein kontrolliertes Abbrennen kann den ohnehin fälligen Kahlschlag ersetzen, den Boden freimachen und die Wiederaufforstung beschleunigen.
    Wichtig bleibt dabei natürlich die Kontrolle und der Schutz von Menschenleben, Ortschaften und Infrastruktur – das ist keine Diskussion.

    Viele Förster und Jäger, die täglich draußen unterwegs sind, sehen das inzwischen ähnlich: Man kämpft oft nur noch um Zeit und Geld, statt die Wirklichkeit anzuerkennen. Die Alternative ist, die Flächen bewusst freizugeben und sofort mit standortgerechten, gemischten Beständen neu anzufangen – Eiche, Buche, Tanne, Lärche, Pioniergehölze und was der jeweilige Standort hergibt.Du bringst das ungeschönt auf den Punkt. Danke für die klare Sicht aus der Praxis.

    Beten wir für dir Kammeraden ,für auch meinen Sohn Tobias OG Aachen
    Schütze sie oh my Lord
    WIR BITTEN DICH

    LG, Jörg Kipper D.J.S.V. D.L.R.G

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