Der belgische Fußball wird nicht wie in der vergangenen Saison in der Champions League mit zwei Clubs vertreten sein. Vizemeister Union Saint-Gilloise verlor am Dienstag das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde in Norwegen bei Bodø/Glimt mit 2:3 nach Verlängerung (3:3 im Hinspiel).
Saint-Gilloise musste die Verlängerung in Unterzahl bestreiten, weil Kamiel Van De Perre in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit mit einer zweiten Gelben Karte des Feldes verwiesen worden war.
International geht für die am Ende ziemlicher DG frustrierten Brüsseler in der Ligaphase der Europa League weiter, für die sich auch noch Sint-Truiden VV und der RSC Anderlecht qualifizieren können.
Die Startelf der Union Saint-Gilloise: Chambaere – Mac Allister, Sylla, Havenaar – Patris, Van De Perre, Zorgane, Olaru, Henrik, Guilherme – David.
Nach dem Unentschieden im Hinspiel (3:3) war vor dem Auswärtsspiel der Union Saint-Gilloise bei Bodø/Glimt trotz zahlreicher Ausfälle noch alles offen. Bei kühlem Wetter (12 Grad, Regen) hatten die Gastgeber auf dem Kunstrasen eindeutig den besseren Start. Nach einer kurzen, eher ergebnislosen Dominanzphase, die von der Union gut unter Kontrolle gehalten wurde, traf Brynhildsen mit einem Kopfball sogar die Latte (11.).
Doch diese Phase schien die Brüsseler wachzurütteln, die sich anschließend nach und nach ins Spiel fanden, insbesondere durch Promise David, der eine gute Chance vergab (16.). Anschließend glich sich das Spiel aus, bis sich nach einem schönen Zusammenspiel mit Zorgane eine weitere große Chance für David ergab (31.).
Vor der Pause gab es noch die eine oder andere Chance für beide Mannschaften, insbesondere für Olaru (42.), doch keine davon führte zu einem Tor. Der Halbzeitstand war daher weiterhin 0:0, was insgesamt logisch war.
Nach der Pause zeigte sich erneut die Ausgeglichenheit zwischen den beiden Mannschaften. Der Führungstreffer fiel schließlich durch Blomberg, dessen schöner Schuss zunächst an die Latte prallte, bevor er ins Tor ging (50.), 1:0. Unmittelbar danach hätte die Union beinahe den Ausgleich erzielt, doch der Schuss von Patris traf nur den Pfosten, auch wenn er im Abseits stand (53.). Wenige Minuten später gelang den Brüsselern schließlich durch eine schöne Einzelaktion von Guilherme der Ausgleich (61.), 1:1.
Leider wendete sich das Blatt anschließend zu Ungunsten der Gäste, bei denen mehrere Spieler körperlich nicht mehr mithalten konnten. Und was passieren musste, passierte. Trotz einer grandiosen Parade von Chambaere gegen Helmersen war Hauge zur Stelle und schob den Ball ins Netz (75.), 2:1.Mit dem Rücken zur Wand gab die Union nie auf und erspielte sich mehrere gute Chancen zum Ausgleich, jedoch ohne Erfolg. Die Gäste glichen schließlich erneut durch einen herrlichen Schuss von Fuseini aus (87.), 2:2. Beide Mannschaften hielten schließlich die Oberhand und gingen in die Verlängerung – ohne Van De Perre, der nach zwei Gelben Karten vom Platz gestellt worden war.
Trotz der Unterzahl hielt die Union in der Verlängerung gut stand und steuerte klar auf das Elfmeterschießen zu. Die Brüsseler Abwehr stand zwangsläufig unter Druck, hatte zu kämpfen und konnte sich dabei insbesondere auf einen sehr guten Chambaere verlassen. Doch schließlich musste die Abwehr bei einer Flipper-ähnlichen Aktion nachgeben, die Helmersen glücklicherweise verwandelte (117.), sehr zum Leidwesen der Spieler von David Hubert, 3:2.
Trotz des anschließend gezeigten Einsatzes gelang es der USG nicht, den Ausgleich zu erzielen, und so scheidet sie in der 3. Vorrunde aus dem Wettbewerb aus. Ganz verloren hat der Brüsseler Verein jedoch nicht, da er direkt in die Ligaphase der Europa League rückt. (cré)


Ist ja auch nicht nochmal das Belgien den Vizemeister in die Qualifikation schicken müssen, hätten ja noch eine zusätzliche Runde spielen müssen und Deutschland zum Beispiel 4 Mannschaften direkt drin hat, da sollten sowieso nur die Meister aller Länder spielen.