Die Wut vieler US-Prominenter auf Donald Trump wird immer lauter. Auf X, Instagram und anderen Plattformen rechnen Schauspieler, Musiker und Autoren mit dem Präsidenten ab – teilweise mit drastischen Worten. Für viele von ihnen ist Trump längst nicht mehr nur ein politischer Gegner, sondern ein Präsident, für den sie sich vor der Welt schämen.
Besonders deutlich wurde das bei Morgan Freeman. Der 88-jährige Hollywoodstar fand in einem Fernsehinterview ungewöhnlich scharfe Worte für Trump.
„Wir haben jemanden im Weißen Haus, der uns in einen Scheißladen führt“, sagte Freeman. Und dann stellte er eine Frage, die den Unmut vieler Trump-Gegner auf den Punkt bringt: „Ich kann persönlich nicht verstehen, wie ein verurteilter Straftäter Präsident werden kann. Wie macht man das? Das ergibt für mich einfach keinen Sinn.“ Freeman bezog sich damit auf Trumps Verurteilung in New York in 34 Fällen wegen der Fälschung von Geschäftsunterlagen.

11.11.2025, USA, New York: US-Schauspieler Morgan Freeman bei der Weltpremiere von „Now You See Me: Now You Don’t“. Foto: CJ Rivera/Invision/AP/dpa
Bruce Springsteen gehört ebenfalls zu den prominentesten Kritikern. Er bezeichnete Trumps Regierung als „korrupt, inkompetent, rücksichtslos und verräterisch“. Auch Stephen King nimmt kein Blatt vor den Mund. Als Trump 2026 militärisch gegen Iran vorging, forderte der Bestsellerautor: „Leitet ein Amtsenthebungsverfahren gegen diesen Mistkerl ein.“
Schauspieler Mark Ruffalo bringt seine Haltung in einem kurzen Satz auf den Punkt: „Trump ist kein König.“ Für Ruffalo und viele andere Prominente steht dahinter die Sorge, Trump überschreite die Grenzen dessen, was ein amerikanischer Präsident tun dürfe.
Besonders heftig wird der Streit, wenn Trump oder sein Umfeld die Musik berühmter Künstler für politische Botschaften verwenden. Nancy Sinatra bezeichnete die Verwendung eines Songs ihres Vaters Frank Sinatra durch Trump als „Sakrileg“.

06.12.2024, Kanada, Vancouver: Taylor Swift singt während des Konzerts der Eras Tour in Vancouver. Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press via AP/dpa
Popstar Sabrina Carpenter reagierte auf die Verwendung ihres Songs „Juno“ in einem Video des Weißen Hauses mit den Worten: „Dieses Video ist böse und widerlich. Bezieht mich oder meine Musik niemals ein, um eure unmenschliche Agenda zu unterstützen.“
Auch Taylor Swift gehört zu den Stars, die Trump politisch entschieden ablehnen. Immer wieder gibt es Auseinandersetzungen über die Verwendung ihrer Musik durch das Trump-Lager.
Für Empörung sorgte zudem Trumps Umgang mit seinem schwer erkrankten Vorgänger Joe Biden. Als im Mai 2025 bekannt wurde, dass Biden an einer aggressiven Form von Prostatakrebs erkrankt war, hatte Trump für Biden nur abfällige und verletzende Worte übrig.
Für neue Empörung sorgt nun auch ein Vorgang rund um die Air Force One. Im Juli 2026 wurde Trump während seines Aufenthalts in der Türkei wegen einer als glaubwürdig eingestuften Raketenbedrohung heimlich auf ein anderes Regierungsflugzeug gebracht. Die ursprüngliche Air Force One flog anschließend mit hochrangigen Regierungsmitgliedern und Journalisten weiter. Das Flugzeug diente damit als eine Art Täuschungsmanöver.

18.06.2026, USA, Chicago: Bruce Springsteen tritt in Chicago im Rahmen der Einweihungsfeier für das Obama Presidential Center auf. Foto: Jeff Roberson/AP/dpa
Besonders brisant: Die Journalisten und einige Regierungsmitarbeiter wussten nichts von der Gefahr und gingen davon aus, dass sich der Präsident weiterhin an Bord befand. Kritiker fragen deshalb, ob Trump nicht billigend in Kauf nahm, dass im Falle eines möglichen Anschlags nur er selbst überlebt hätte und die ihn begleitenden Personen draufgegangen wären. Trump verteidigte das Vorgehen mit dem Hinweis, er habe den Anweisungen von Secret Service und Militär folgen müssen.
Was die Trump-Kritiker verbindet, ist eine tiefe Ablehnung des Präsidenten und seines politischen Stils. Einige stellen sogar grundsätzlich seine moralische und politische Eignung für das höchste Amt infrage. Der Vorwurf, ein Mann mit Trumps juristischer Vergangenheit gehöre eher vor Gericht als ins Weiße Haus, wird dabei immer wieder laut.
Der Ton wird rauer, die Wortwahl drastischer. Hollywood, die Musikbranche und inzwischen auch Teile der Medienwelt sind zu einem weiteren Schauplatz des politischen Kulturkampfes geworden. Und dort machen immer mehr prominente Amerikaner deutlich, was sie von Donald Trump halten: sehr wenig. (cre)
Und sie haben alle RECHT ! KRIEGSTREIBER -GEHIRN und CHARAKTERLOS kann man Herrn Trump auch noch nennen.
@ Alfons van Compernolle
Sie platzen ja geradezu vor Gratismut.
Herr Trump ist kein Kriegstreiber, er verhindert höchstens welche: siehe Entwaffnung des Iran.
Aber Trump darf man ja immer beleidigen, das ist heutzutage der Trend. Gut gebrüllt, Alfons.
Wow , Das sind schon Persönlichkeiten, die erkannt haben, das Trump nicht der Allmächtige ist.
In der Musikszene, würde ich mir bei den Rap Songs mehr Lieder wünschen, bei denen man gegen die Art und Weise der Politik schießt, als sich gegenseitig, in den Songs abzuschießen ;-)
Er wusste das wenn er den Iran angreift das der Iran dann die Straße von Hormuz blockiert. Er tat es trotzdem mit all den negativen Folgen die es nun für die Weltwirtschaft gibt. Er glaubt das er von dem jetzigen Zustand profitiert und andere Länder vor allem in Europa geschwächt werden. Im Grunde stehen die USA mit dem Rücken zur Wand sie sind de Facto pleite, Chaos an den Märkten könnte sie wieder stärken so Trumps Idee.
Wenn Jemand vor 18 Monaten laut tönt: „Kriege dürfen nicht begonnen, sondern müssen beendet werden“, so wenig Intelligenz besitzt, dass er sich von einem Straftäter über den Tisch ziehen lässt und das Gegenteil macht, dann kann man die Kritik schon verstehen.