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„Mitfahrerbank Ostbelgien“ soll Mobilität in der DG verbessern

Ein Pkw hat in der Eifelstadt Speicher (Rheinland-Pfalz) gehalten, um die auf einer Mitfahrerbank wartende Diana Mauksch und ihren Sohn nach Bitburg mitzunehmen (gestellte Szene). Das Projekt "Mitfahrerbank" findet in immer mehr Gegenden Nachahmer. Foto: dpa

Leider gibt es immer mehr Menschen, die keine Möglichkeit haben, mal eben in die Stadt zu fahren, um einzukaufen, zum Arzt zu gehen oder andere wichtige Dinge zu erledigen. Oft dauert es auch, bis mal ein Bus kommt. Oder aber der Bus hält nicht da, wo man gerade hin muss. Bei der „Mitfahrerbank“ setzt man sich auf die nächste Bank und wartet, bis ein Freiwilliger anhält und einen mitnimmt.

In immer mehr Gegenden gibt es die Initiative „Mitfahrerbank“, mittlerweile auch im Ostbelgien. Christian Rohr hat eine Initiative „Mitfahrbank Ostbelgien“ gegründet.

Rohr ist in Süddeutschland auf das Projekt gestoßen, das er nach Ostbelgien bringen möchte. Er hat bereits mit DG-Minister Antonios Antoniadis (SP) Kontakt aufgenommen, ebenso mit verschiedenen Bürgermeistern.

Christian Rohr (links), Initiator des Projekts „Mitfahrerbank Ostbelgien“, stellte DG-Minister Antonios Antoniadis sein Projekt vor. Foto: Facebook

Beim Projekt Mitfahrerbank handelt es sich um eine Art „Autostopp-Haltestelle“, um die Mobilität in den Ortschaften zu verbessern und das soziale Miteinander zu fördern. „Gerade der letzte Aspekt hat mich als Sozialminister besonders interessiert“, schrieb Antoniadis auf seiner Facebookseite.

„Nicht nur Senioren, Kinder, Jugendliche und auch Menschen, die auf einen Zweitwagen verzichten wollen, haben Probleme, aus vielen Orten in der Gemeinde in einen anderen zu gelangen. Aus diesem Grund wurde das Projekt ‚Mitfahrerbank Ostbelgien‘ ins Leben gerufen“, heißt es da.

Das Projekt funktioniert folgendermaßen:

…für den Mitfahrer:

– gewünschte Richtung bzw. gewünschtes Ziel auf die Tafel schreiben;
– warten, bis jemand anhält;
– wenn der Fahrer vertrauenserweckend scheint: Ziel abklären, einsteigen und am Zielort aussteigen.

Foto: Facebook

…für den Fahrer:

– jemand sitzt auf der Mitfahrerbank und möchte mitgenommen werden;
– wenn der Wartende vertrauenserweckend scheint: anhalten, Ziel abklären, einsteigen lassen und am Zielort absetzen.

So genannte „Rückfahrbänke“, die den Transport in den Heimatort ermöglichen, soll es nach einer Testphase geben, wenn diese Erfolg hat.

Alle Standorte an denen ihr Mitfahrerbänke findet, werden auf der Facebookseite der Mitfahrerbank Ostbelgien veröffentlicht. „Ostbelgien Direkt“ wird Sie über die weitere Entwicklung des Vorhabens informieren. (cre)

Weitere Infos und Kontakte zum Thema unter:

www.facebook.com/mitfahrerbank.ostbelgien

        • Christian

          Bitte nicht verwechseln!
          „Fahr mit“ und „Mitfahrerbank Ostbelgien“ ist nicht das gleiche Projekt! Vom Prinzip her geht es bei beiden Projekten um das Thema Mobilität. Allerdings sind es bei „Fahr mit“ so genannte Mitfahrgelegenheiten, für welche man sich vorab online registrieren muss. Bei „Mitfahrerbank Ostbelgien“ kann man frei und flexibel entschieden, ob man anhält um einen Mitfahrer mitzunehmen oder nicht. Dafür ist keine Registrierung notwendig.

  1. Ist das ÖSHZ pleite?
    Kenne einige „Leistungsempfänger“ und kann nicht sagen, das diese Menschen nicht mobil sind.
    Könnte man diese Personen nicht für Fahrdienste verpflichten?
    Somit wären Mitfahrerbänke überflüssig!

  2. die hier beispielhaft angegebenen tätigkeiten (einkaufen, zum Arzt gehen oder andere wichtige Dinge zu erledigen.) spielen sich in der regel nach vorgabe in einem zeitfenster ab. Und einkaufen ohne die gweissheit einer rückfahrmöglichkeit macht wohl auch niemand.
    Also……eine mitfahrgelegenheit für lust- und langeweilefahrten Rentnerausflug???? Aber ok, nur schwächt auch das wieder den öffentl. nahverkehr. Der fährt verlässlich nach plan….HIER muss man ansetzen, den gilt es auszubauen und für ein sozialen fahrpreis sorgen.

  3. Interessante Initiative, werden mal Kontakt aufnehmen. Die Initiative im Süden der DG ging von Bewohnern des Dorfes Schönberg aus, hiess Fahr-Stopp und wurde von Fahrmit gerne im Aufbau unterstützt, ist jedoch mangels Nutzung eingeschlafen. Es handelte sich um ein von Eltern gewünschtes abgesichertes Autostopp System : der £Stopper konnte sich registrieren und das Autokennzeichendes Fahrers bei Fahrtbeginn eingeben, Zzwei Aufladestellen, eine in St.Vith, eine in Schönberg waren per Schild gekennzeichnet (ohne Sitzmöglichkeit). Fahrmit VoG ist eine Mobilitätszentrale (Ehrenamtlic he und eine Halbtagskraft) mit dem Ziel die Mobilität zu verbessern, z.B. Mitfahrgelegenheiten, Lobby beim ÖPNV, Beratung der Gemeinden, Infovermittlung, Unterstützung von Initiativen, …mehr auf http://www.fahrmit.be Paul B.

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