Der ehemalige Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, hat in einem ausführlichen Interview mit der The Brussels Times ungewöhnlich scharfe Kritik an der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, geäußert.
Rückblickend auf ihre gemeinsame Amtszeit fand Michel dabei deutliche Worte und bezeichnete von der Leyen wörtlich als „super autoritaire“, also „sehr autoritär“.
Mit dieser zugespitzten Formulierung brachte Michel, der nun als Berater in einer auf die Beilegung großer internationaler Streitigkeiten spezialisierten Anwaltskanzlei tätig ist, seine Unzufriedenheit mit ihrem Führungsstil klar zum Ausdruck.

09.02.2023, Belgien, Brüssel: Ursula von der Leyen (l-r), Präsidentin der Europäischen Kommission, Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, und Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates. Foto: Olivier Matthys/AP/dpa
Der ehemalige Ratspräsident deutete an, dass zentrale Entscheidungen innerhalb der Kommission aus seiner Sicht zu stark gebündelt worden seien und nicht immer ausreichend mit anderen europäischen Akteuren abgestimmt worden wären. Auch wenn er dies nicht in Form konkreter Einzelvorwürfe ausführte, ließ seine Wortwahl erkennen, dass es während der Zusammenarbeit erhebliche Spannungen gab. „Ich hatte noch nie solche Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit einem Kollegen“, so der 50-jährige ehemalige belgische Premierminister.
Während ihrer parallelen Amtszeiten standen beide an entscheidenden Schaltstellen der Europäischen Union: Michel koordinierte als Präsident des Europäischen Rates die politischen Leitlinien der Mitgliedstaaten, während von der Leyen als Kommissionspräsidentin für Gesetzesinitiativen und deren Umsetzung verantwortlich war. Gerade in diesem Zusammenspiel ist enge Abstimmung erforderlich — ein Punkt, den Michel indirekt problematisiert, wenn er den Führungsstil seiner früheren Kollegin kritisch hervorhebt.
Zusätzliche Brisanz erhält Michels Einordnung durch seine Aussagen zum sogenannten Sofagate aus dem Jahr 2021. Bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan war von der Leyen ohne gleichwertigen Sitzplatz geblieben, während Michel neben Erdoğan Platz nahm — eine Szene, die europaweit Kritik auslöste.

06.04.2021, Türkei, Ankara: Dieses Foto vom ominösen „Sofagate“ zeigt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (2.v.r) und den türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu (r) während eines Treffens mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (l), die sich mangels Sitzplatz mit dem Sofa begnügen muss, und EU-Ratspräsident Charles Michel (2.v.l.), der keinerlei Reaktion zeigt. Foto: Dario Pignatelli/European Council/dpa
Im Nachhinein verteidigte Michel sein Verhalten und verwies darauf, dass er an diplomatische Protokolle gebunden gewesen sei und die Verantwortung für die Sitzordnung beim Gastgeber gelegen habe. Ein spontanes Eingreifen hätte die Situation, so seine Darstellung, womöglich verschärft.
Heute sagt Michel: „Jeder weiß und hat miterlebt, wie die Kommission beschlossen hat, diesen Vorfall zu instrumentalisieren, um zu versuchen, sich mehr Macht anzueignen, insbesondere auf institutioneller Ebene, und sich in Bereiche einzumischen, die nicht in ihre Zuständigkeit fallen.“
Zwischen dem Europäischen Rat und der Kommission kommt es immer wieder zu Spannungen hinsichtlich Zuständigkeiten und politischer Steuerung. Michels offene Kritik verleiht diesen oft hinter den Kulissen bleibenden Differenzen nun eine ungewöhnlich öffentliche Dimension.
Dass ein ehemaliger Spitzenvertreter der EU seine frühere Partnerin derart direkt charakterisiert, ist bemerkenswert. Beobachter könnten darin sowohl eine persönliche Abrechnung als auch einen Beitrag zu einer breiteren Debatte über Führungsstil und Entscheidungsprozesse innerhalb der Europäischen Union sehen. (cre)
Na hoffentlich ist das ihm nicht erst jetzt aufgefallen.
Wo war er all die Jahre?
Diese autokratische und selbstbesoffene U.v.d. LEIDEN, zig Enthebungsverfahren Überlebt, dank der kriegerischen(MONEY???) Parlamentarier, hat nicht den ehrenrettenden Rücktritt im Visier. Obwohl überall der Unmut laut wird sie eher verhaßt ist unter der Normalbevölkerung.
CHAPEAU?????
Diese autokratische, selbstbesoffene, übereitle MADAME U.v.d.LEIDEN, vom normal-EU-Bürger mit Resthirn total unbeliebt.
Heute haben dgl. Politiker nicht mehr den gesichtswahrenden Rücktritt mehr im Auge, obwohl „lautstark“ getuschelt wird. Auch nicht nur Kritik auch offene Beleidigungen rutschen am Ölzeug dieser „Iron Lady“ ab.
Thatcher war dagegen ein Weichei!!
PFUI
Typisch für den Michel! Er kam mir immer schon so komisch und Applaus haschent vor!? Er konnte dass ja mal mit der Dame aussprechen, aber nein, danach „auskarten“, schlechte Note dafür, pour Seigneur Michel!
Tant pi pour vous!
Ich mag und mochte Fr v d Leyen noch nie
Allerdings finde ich „nachtreten“ in dem jetzt von Michel betriebenen Stil genauso so niveaulos
Indirekt bedeutet das, wir haben eine demokratische Diktatur!!!
Die EU orientiert sich an China, diese Entwicklung ist länger schon zu beobachten und Word weiter forciert werden. Sehr beängstigend.
Europa hat besseres verdient, als diese sich ständig selbst lobende Königin der EU die im Grunde rein gar nichts von Finanz oder Wirtschaftspolitik versteht.
Dieser Schulze und Schultze Verschnitt Michel war mir noch nie geheuer, genauso wenig wie ich die Frau mit der Helmfrisur und dem knallroten Herren- Reiter- Outfit mag
@ Spieglein Spieglein an der Wand
Europa hat besseres verdient, und unsere D.G.?
Weyckmans wird vom Verwaltungsrat als Direktorin der AHS ernannt, Wahnsinn…
Da muss Vivant eingreifen und diese Entscheidung anfechten denn das stinkt und ist eklig.
Wer hat da entschieden???
Wo leben wir in diesem Kuhstall?
HINWEIS – Ehemalige Ministerin Isabelle Weykmans wird Direktorin der Autonomen Hochschule (AHS) https://ostbelgiendirekt.be/isabelle-weykmans-direktorin-ahs-438542
Persönlich glaube ich nicht an Zufälle. Michel soll angeblich als Anwalt in Brüssel tätig sein? Warum kommt diese sanfte Kritik erst jetzt? Man hat wohl Angst, dass Orban eventuell Kommissionpräsident wird? Glauben sie unter Charles Michel wird die EU besser?
Orban Kommissionspräsident? Man sollte nicht am Morgen saufen.
@Peter S. Auf der Plattform X und auf YouTube wurde darüber schon spekuliert. Wer weiss?
Ich kann meine eigentliche Meinung zu Leyen hier nicht direkt hinschreiben da es nicht veröffentlicht würde. Ich halte diese Person für hinterlistig, bösartig und rücksichtslos. Sie will Europa in ein Nordkorea 2.0 umwandeln. Totale Bevormundung, Enteignung, totale Überwachung. Gesponsert wird sie von den großen Geldgebern die wir ja alle kennen. Sie ist eine willige Marionette die ihre Seele an das Kapital verkauft hat.
Sehr geehrter „Schlechtmensch“, doch schreiben Sie Ihre Meinung, denn genau das will der Brüsseler Moloch uns verbieten. Und der wird von vdLeyen geführt. Diese Person hat schon in ihren vorherigen Jobs ihre Unfähigkeit bewiesen, sie wird die EU ins Verderben führen. Warum wird Selensky unter ihr vergöttert und mit Geschenken überhäuft? Mit Sicherheit nicht um Frieden zu stiften, die Russen verlieren langsam die Geduld und drohen mit Vergeltung. Diese wird die Bevölkerung im Westen spüren, dieses alles wird die Bevölkerung mit Elend und Armut bezahlen.
Vor den Russen hat keiner mehr Angst, die verlieren nämlich alles. Da kann ein J. Wahl schwurbeln, wie er will.
Haben die Wirtschaftsweisen der BRD nicht erst heute ihre Wachstumsprognosen halbiert.
Nicht nur die „Investitionen“ in die Ukraine sondern auch der israelische bzw. US-amerikanische Angriffskrieg gegen den Iran kommt uns allen teuer zu
stehen.
Michel sollte besser schweigen, er hat sich von Merkel kaufen lassen (https://shorturl.at/GdrIP) und als Belohnung durfte er hinter Merkels Stadthalterin (UvL) her dackeln. Jeder weiß das UvL eine zutiefst undemokratische Position vertritt, dazu bedarf es nicht des Nachtretens eines ihrer Lakaien.
Wenn sich sonst gegen diese Person UvdL nichts tut, finde ich Nachtreten völlig in Ordnung. Unrecht hat der Michel ja nicht.
War es nicht Michel, der als belgischer Premierminister seinen Koalitionspartner B. De Wever praktisch den Stuhl vor die Tür gestellt hat um den Marrakescher Migrationspakt unterschreiben zu können? Vielleicht genause autoritär und hinterlistig wie Euro-Uschi mit ihren wenig demokratischen Bestrebungen.
Genau so war es. Der hat praktisch die Regierung zerstört um diesen bekloppten Migrationspakt zu unterschreiben. Ein Idiot vor dem Herrn.