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Fremdsprache kein Hindernis mehr? – KI-Übersetzer machen Verständigung einfacher und schneller

Moderne Smartphones von Samsung Galaxy AI oder Apple Translate können Gespräche direkt mithören, übersetzen und laut wiedergeben. Foto: Shutterstock

MiSie sind deutschsprachiger Unternehmer und wollen in der Wallonie oder in Flandern ein Geschäft abschließen, beherrschen aber weder die französische noch die flämische Sprache? Oder Sie müssen sich in einem Krankenhaus in Verviers oder Lüttich einer Operation unterziehen, können sich aber nicht in französischer Sprache verständigen?

Gerade in einem mehrsprachigen Land wie Belgien könnten moderne KI-Übersetzer den Alltag stark verändern. Ob im Krankenhaus, bei Behörden, im Zug, beim Einkaufen oder im Gespräch mit Touristen: Smartphones und neue KI-Geräte werden zunehmend zu echten Sprachvermittlern.

Die Technik hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Moderne KI-Systeme können Gespräche bereits nahezu in Echtzeit übersetzen und dabei nicht nur einzelne Wörter erkennen, sondern auch den Zusammenhang eines Satzes verstehen. Dadurch wirken Unterhaltungen viel natürlicher als bei früheren Übersetzungsprogrammen. Viele Menschen nutzen solche Funktionen heute schon auf Reisen oder im Berufsalltag.

Mit einer KI-gestützten Echtzeitübersetzung im Krankenhaus hätte so mancher Ostbelgier kein Problem mehr, sich in einer Klinik in Verviers oder Lüttich behandeln zu lassen. Foto: Shutterstock

Hinter vielen dieser Systeme arbeiten inzwischen sogenannte KI-Chatbots oder Sprachmodelle. Diese künstliche Intelligenz funktioniert nicht mehr wie ein klassisches Wörterbuch, sondern analysiert den Sinn eines Gesprächs. Dadurch kann die Software Zusammenhänge erkennen, natürlicher antworten und Übersetzungen deutlich flüssiger formulieren. Systeme wie ChatGPT oder andere moderne KI-Assistenten entwickeln sich zunehmend zu digitalen Gesprächspartnern, die Sprache verstehen, übersetzen und direkt wiedergeben können.

Besonders interessant ist, dass verschiedene Geräte inzwischen unterschiedliche Formen der Live-Übersetzung anbieten. Moderne Smartphones von Samsung Galaxy AI oder Apple Translate können Gespräche direkt mithören, übersetzen und laut wiedergeben. Teilweise erscheinen die Übersetzungen gleichzeitig als fortlaufender Text auf dem Bildschirm. Die Qualität reicht heute bereits aus, um einfache Arztgespräche, Hotelbuchungen oder alltägliche Unterhaltungen gut verständlich zu führen.

Auch spezielle Übersetzer-Ohrhörer entwickeln sich schnell weiter. Geräte wie die Übersetzer-Ohrhörer von Timekettle ermöglichen es zwei Personen, fast natürlich miteinander zu sprechen, während die Übersetzung direkt ins Ohr übertragen wird. Solche Geräte kosten derzeit meist zwischen 200 und 400 Euro — je nach Funktionsumfang und unterstützten Sprachen.

Hochwertige KI-Brillen wie die Meta Ray-Ban Smart Glasses werden mit der Zeit günstiger und noch leistungsfähiger. Foto: Shutterstock

Noch futuristischer wirken intelligente Brillen wie die Meta Ray-Ban Smart Glasses. Sie können Sprache erkennen und künftig sogar Untertitel direkt ins Sichtfeld einblenden. Experten erwarten, dass solche Systeme in den nächsten Jahren deutlich leistungsfähiger und zugleich günstiger werden. Hochwertige KI-Brillen liegen momentan häufig noch bei mehreren hundert Euro, könnten aber mit wachsender Verbreitung allmählich erschwinglicher werden.

Viele Basisfunktionen sind heute sogar kostenlos nutzbar. Apps wie Google Translate oder Microsoft Translator bieten bereits Sprach- und Textübersetzung auf erstaunlich hohem Niveau an. Voraussetzung ist meist nur ein Smartphone und eine Internetverbindung. Künftig werden viele dieser Funktionen vermutlich direkt in Betriebssysteme integriert sein und ganz selbstverständlich im Hintergrund laufen.

Gerade in Belgien könnte das vieles vereinfachen. Sprachgrenzen, die heute noch Unsicherheit oder Missverständnisse verursachen, würden im Alltag schneller überwunden. Vollständig ersetzen wird KI menschliche Sprachkenntnisse zwar noch nicht, besonders nicht bei komplizierten medizinischen oder emotionalen Gesprächen, doch die Entwicklung zeigt klar in eine Richtung: Verständigung wird einfacher, schneller und für immer mehr Menschen nahezu barrierefrei. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

21 Antworten auf “Fremdsprache kein Hindernis mehr? – KI-Übersetzer machen Verständigung einfacher und schneller”

  1. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Ja, alles sehr praktisch. Dolmetscher werden ersetzt.
    Vieles gibt es gratis. Wirklich?
    Ja, und wird dauerhaft so bleiben.
    Zwangsläufig stellt man sich aber die Frage, weshalb Milliarden in solche Projekte investiert werden und die laufenden Kosten durch den enormen Stromverbrauch, auch selbst übernommen werden ? Das ganze sogar ohne Werbung? Ja, die Regierenden und die Unternehmen, die den teuren Aufwand betreiben sind Heilige 🙏😇🙏.
    Gut, Von einem kleinen deal zwischen Politik und den ki-anbietern, müssen wir ja nichts erfahren. Sonst regen wir uns wieder auf, dass wir die Kosten zu unserer eigenen Bespitzelung, durch Steuergelder selbst übernehmen.
    Wollte im Prinzip aber nur darauf hinweisen, dass man einige Politiker unbedingt heilig sprechen sollte. Jetzt ist der Papst gefordert ;-)

  2. KI und Statistik...

    Da KI seine Aussagen und Ratschläge auf statitischen Erhebungen und entsprechendem Training, ausgibt, sollte jeder, dem eine gefährliche OP droht, Acht geben, dass, wenn Ärzte nach KI-Ratschlägen handeln (die ja vom Finanzinteresse vieler Akteure abhängig gemacht werden kann), nicht das falsche Bein nachher abhanden kommt. So etwas soll ja auch schon ohne KI vorgekommen sein (wenn die Entscheider zuviel ihrer eigenen Drogen genommen hatten …)… und da solche Fälle meistens ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen geblieben sind und meist bleiben, kann auch eine ‚lustige KI‘ dann auf den Trichter kommen, und mal zu Experimenten im Umgang mit dem ‚Tier-Menschen‘ raten, bei falscher Übersetzung… !!! ;-)
    Das erste was uns im Hochschulunterricht vom Statistikprofessor gesagt/gelehrt wurde, war : „glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast“ ! Ein Naturgesetz über all dort, wo es um’s Geldmachen geht !

    • Katholik

      @KI und Statistik: mein Statistiklehrer sagte “ trauer keiner Statistik bevor Du selbst was davon verstehst“.
      Statistiken sind lediglich Zahlenspielereien. Welche Schlüsse man daraus zielt kann allerdings sehr folgenreich sein.
      Zu KI generierten Übersetzungen: das geht sehr gut, allerdings nur mit kostenpflichtiger KI. Übersetzer werden in Zukunft meistens arbeitslos, so wie viele andere Berufe.

  3. Die beiden Vorschmierfinken der @“sinnlose Hugo“ und der nicht minder depperte @“KI und Statistik…“ (von denen ich sicher bin, daß es sich um ein und dieselbe multi-schizophrene tragische Figur handelt), scheinen gemeinsam 27 Semester „Idiotie und Phrasendresch-Gesabbel“ an der Sonderschule von Ruyff studiert zu haben.

    Und ich hatte gehofft, die Beiden wären verblichen, nach es eine Weile ruhig gewesen war um sie.

  4. W. HULLMANN

    Wichtig zu unterscheiden sind in diesem Themenkomplex die mündliche u. die schriftliche Kommunikation. Im Schriftlichen ist die Literatur von Fachsprachlichem zu trennen. Erstere dürfte für die KI auf längere Sicht verschlossen bleiben.
    Während schriftliche Texte tendenziell mehr durchdacht u. verbessert sind, werden im Mündlichen – besd. bei Rede u. Gegenrede – Sätze während des Sprechaktes umgedacht u. umformuliert, wodurch Inkohärenzen u. Fehler entstehen. So stimmen mal der grammatikalische od. semantische Zusammenhang, mal das Verb, die Verbform, mal der Artikel oder mehreres nicht.
    Das menschl. Gehirn ist in der Lage, aus diesen Versatzstücken einen für es logischen Zusammenhang zu basteln od. ggf. nachzufragen. KI interpretiert auch, jedoch weiß d. Zuhörer nicht, ob die gewählte Verständnisvariante das (für ihn) Wahrscheinlichste ist und damit nicht, welche Auswahlkriterien die KI anwendet – noch ob sie richtig u. zutreffend sind. Der Sprecher hat normalerweise ein „Weltwissen“, einen Hintergrund, vllt. sogar Kenntnisse hinsichtlich des Gesprächsthemas u. der sprechenden Person, was bei der KI so nicht der Fall ist.

    Insofern ist KI für eine geordnete, einfach strukturierte verbale Kommunikation durchaus geeignet, wenn Doppeldeutigkeiten, nicht auflösbare Satzfehler, Ironie, Wortspiele usw. nicht ins Spiel kommen. Die maschinelle Übertragung von philosophischen Unterhaltungen, der Vorstellung neuer, komplizierter operativer Verfahren dürfte auch heute noch schnell zu fragenden Gesichtern, Heiterkeit oder – viel schlimmer – zu (schweren) Missverständnissen führen. Da braucht’s dann doch den Fachmann, also den versierten Dolmetscher bzw. fürs Schriftliche den kenntnisreichen Übersetzer.

    (Simples) Beispiel gefällig? „Lass mal den Knochen rüberwachsen, ich brauch‘ ihn für die Mutter“. Ohne Fach-/Kontextwissen ist auch die KI verloren; dieses müsste man also vorher einprogrammieren können. Ansonsten werden „Knochen“ (Wergzeug) und „Mutter“ (Gegenstück zur Schraube) halt mit ihrer ursprünglichen, dann zur Belustigung d. Zuhörer führenden Bedeutung übertragen, während d. Dolmetscher, der in der Werkstatt steht od. über den Zusammenhang informiert wurde, hier die richtigen Bedeutungen automatisch zuordnet. Dies zeigt nicht die Unsinnigkeit, sondern die (heutigen) Einschränkungen von KI-Anwendungen beim Dolmetschen auf, auch wenn durch eine Verfeinerung der Algorithmen (z.B. Schlussfolgerung aus der Verbindung Hauptwort + Verb: „die Mutter lösen od. festdrehen“ folgt: nicht die Mutti, sondern „sechseckiges (Metall-)‍Teil mit Innengewinde“) immer bessere Ergebnisse zu erwarten sind. Fehlt allerdings ein Bezugswort (wie im obigen Beispiel), wird die Bedeutungs- und damit Übersetzungsfrage für das „maschinelle Denken“ schwer lösbar.

    Übersetzer werden somit sicherlich weiterhin gebraucht, inbes. für anspruchsvolle schwierige fachliche Inhalte. Gleiches gilt für Vertrauliches, das man nicht in die Welt hinausgetragen wissen möchte. Für beeidigte Übersetzungen dürften auch in naher Zukunft keine Maschinen in Frage kommen. Offen bleibt jedoch, wer bei diesen offensichtlichen Einschränkungen des Berufsfeldes dann noch das Wagnis der Ergreifung dieser Tätigkeit, die mehrere Jahre des Lernens & der Praxis voraussetzt, eingeht? Denn noch bis vor Kurzem wurden von diesen Fachleuten auch sog. „einfache“ Texte übersetzt; jetzt fällt diese Kategorie wg. KI-Nutzung aus den Gewinnmöglichkeiten heraus. So könnte es bald zu der Situation kommen, dass zwar immer noch Übersetzer als auch Dolmetscher benötigt werden, jedoch kaum noch welche zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass sich der Marktwert dieser Arbeit nicht nur durch Angebot/Nachfrage bestimmt, sondern auch durch den Stellenwert in d. Gesellschaft. Wer denkt, die Maschine könne das ebenso gut u. zudem deutlich schneller (time is money!), ist nicht bereit, selbst einen eigentlich angemessen Betrag für dieselbe, vom Menschen ausgeführte Tätigkeit auszugeben, auch wenn er bei einer beeidigten Übersetzung nicht die Wahl hat.
    Das wird nach und nach zur Abwanderung v. Sprachlern in spe in andere Berufe führen, in denen man seinen Lebensunterhalt mit gleichem Lernaufwand deutlich besser verdienen kann u. nicht als Hobbyist betrachtet wird. Dennoch werden die Hobbyisten, deren Tätigkeit nur ein Zubrot u. kein Hauptverdienst ist, immer mehr das Feld behaupten u. tendenziell zu einem weiteren Absinken der Reputation durch Kenntnismangel führen. Denn Kenntnisreichtum wird durch (Fort-)Bildung erreicht, die aber für Frei-/Teilzeitübersetzer im Verhältnis zu kosten- u. zeitaufwändig ist. Für Dolmetscher gilt zwar wohl noch ein längerfristiger Bedarf, jedoch wird bei in Zukunft KI-bedingtem sinkendem Auftragsvolumen auch die Praxis abnehmen, was bei mündlicher Übertragung sofort hörbar ist, wenn d. Sprachmittler ins Straucheln gerät.

    Kurzum wird die KI an unterschiedlichen Fronten unterschiedlich schnell vorankommen: im Alltag zuerst (in China ein Brötchen beim Bäcker kaufen usw.), dann beim Übersetzen (Firmenkommunikation ohne rechtliche Auswirkungen; Mitteilungen, Anweisungen; inhaltl. klar umrissener Schriftwechsel mit Geschäftspartnern u. unkompliziertem Satzbau. Fachl. Kompliziertes/Spezifisches sowie rechtlich Bindendes (Verträge (mit Bandwurmsätzen), beeidigte Dokumente) bleiben weitgehend in menschl. Hand); Dolmetschen (Konferenzen, Fachtagungen, Fachgespräche, Gerichtsverhandlungen) wird noch auf längere Sicht im Wesentlichen auf den Menschen beschränkt bleiben. Am schwierigsten wird es bei der Literatur, bei welcher Kreativität an oberster Stelle steht. Dafür ist zumindest in der Sprache KI noch nicht gedacht oder gemacht. Nichtsdestotrotz wird KI an diesen Fronten immer häufiger als „Hilfsarbeiter“ eingesetzt, um Terminologie schnell zu erurieren, Fachfragen zu klären, Definitionen schnell aufzufinden usw. Allerdings sollten die geneigten Leser wissen, dass KI im Wesentlichen ein Instrument ist, das eben am besten der Fachmann bedient – gleich einem Skalpell, das in den Händen des medizinischen Laien diesen nicht zum Chirurgen befördert. So wird der Nutzer von KI zwecks Übersetzung, der eine der beiden Sprachen nicht beherrscht, immer im Zweifel bleiben, ob der Output auch der ursprünglichen Absicht entspricht. Im einfachen Falle bekommt der China-Besucher kein Brötchen, sondern ein Auto; im schlimmsten Falle kommt es ohne Möglichkeiten der Gegenkontrolle zu Schäden od. Unfällen, falscher Einnahme von falschen Medikamenten, zu Missverständnissen bei Anwendungen usw.

    • Betriebsleiter

      Wir mussten vor Jahrrn eine technische Arbeit komplett mit der Übersetzung vom Deutschen ins Französische übersetzen und brauftragten ein Übersetzungsbüro damit.
      Als erstes kam die Frage ob wir nicht eine Liste mit Fachbegriffwn übersetzt geben könnten, haben wir gerne getan.
      Als dann die „ferige“ Übersetzung kam trauten wir unseren Augen nicht, diese Übersetzung war das Papier nicht wert auf der es geschrieben war.
      Seitdem werden Übersetzungen vom eigenen Personal gemacht, das ist fachlich kompetent und fähig, den Sinn des Textes richtig wiederzugeben.
      Heute machen wir es mit KI, die Übersetzungen sind gut, einmal drüberlesen und kleine. Fehler verbessern genügt, bei der Übersetzerfirma konnte man alles neu machen.
      Ähnliche Erfahrungen haben andere Betriebe gemacht.
      Ich jedenfalls bin dankbar für jede KI Anpassung.

        • Wissen macht Ah!, es kommt auch darauf an, was man KI nennt. Übersetzungsprogramme gibt es schon lange; ihr Ergebnis war oft dürftig. Übersetzungshilfsprogramme für menschliche Übersetzungen waren (und sind noch?) sehr gut. W. HULLMANN und Betriebsleiter haben beide Recht. Es kommt darauf an, ein kompetentes Übersetzungsbüro zu beauftragen. Und wenn man es ganz gut will, ein zweites zur Korrektur und Begutachtung. Ob die Übersetzungsbüros nun KI benutzen oder nicht, ist am Ende eine Frage der eigenen Effizienz. Die Frage des Glossars mit Fachbegriffen ist professionell. Fehlt es, soll das Übersetzungsbüro mit dem Auftraggeber eins erstellen. Es gibt dann Computerprogramme, die aufpassen, dass die Übersetzer sich auch an das Glossar halten.

        • JoKrings

          Falsch. Jeder nachdenkende Mebsch kann die KI leicht, SEHR leicht austricksen, was Sprachen und Übersetzungen angeht. Gewiss, im Grossen und Ganzen sind die Programme besser geworden, erstaunlich gut MANCHMAL, aber die Deutungs-, Übersetzungs- und Denkmöglichkeiten, die ein Mensch hat, was Sprachen angeht, werden NIEMALS von Maschinen erreicht werden. Nicht möglich.

      • W. HULLMANN

        Dies ist natürlich eine unerfreuliche Erfahrung, Hr. Betriebsleiter. Bei derartigen Ergebnissen liegen die Fehler aber nicht selten auf beiden Seiten. So liegt es am Auftraggeber (AG), den richtigen Dienstleister mit den richtigen Fragen zu orten. Und Der Sprachdienstleister (LSP) muss nach Ansicht d. Unterlagen selber bestimmen, ob er zur Bearbeitung (fachlich) fähig ist. Wählt man, wie viele Unternehmen, eine Übersetzungsagentur (lediglich Vermittler) aus, sind nicht wenige von diesen vor allem am Auftrag selber interessiert und nicht selten ein Hindernis für eine flüssige Kommunikation zw. dem AG u. dem Übersetzer. Dann passiert nicht selten das, was Sie beschreiben. WK hat schon auf die richtige Auswahl hingewiesen.
        Außerdem ist so manches Mal der Zeitfaktor der Schuldige. Setzt der AG zu knappe Termine, schleichen sich häufiger Fehler ein.

        Die Frage nach Terminologie, die oft firmenspezifisch ist, ist vernünftig, legitim u. weist eher auf Professionalität hin, als einfach „drauflos zu schreiben“. Dass das Ergebnis trotzdem fragwürdig war, kann daran liegen, dass diese nicht an den Übersetzer weitergereicht wurde, möglicherweise auch nicht gut war od. in einem nur schwer nutzbaren Format vorlag; natürlich könnte d. Übersetzer sie auch gar nicht od. falsch eingesetzt haben. Jedenfalls ist d. richtige Terminologie u. deren Erstellung u. Verwendung wesentlich für einen guten Ausgang.

        Dass kenntnisreiches Personal zur vollumfänglichen Erfassung d. Textes geeignet ist, ist klar. Es bleibt die Frage, ob man diese Ressourcen fürs Übersetzen vom üblichen Arbeitsprozess abziehen will; ob diese schnell genug, vollständig u. auch mit den richtigen EDV-Werzeugen umgehen können. Wenn sich das Ergebnis „gut“ anhört, heißt das nicht unbedingt, dass es auch „gut“ ist (ebenfalls ein Problem der KI). Genauso wie sein Fach muss man auch richtiges Übersetzen erlernen; sonst macht man die üblichen Anfängerfehler bei Wortwahl, Einheitlichkeit der Terminologie, der richtigen Dateiwahl, und nicht zuletzt fehlt’s oft an der nötigen Geschwindigkeit; nicht zuletzt kommt öfters Selbstüberschätzung ins Spiel („Ich bin schließlich Ingenieur u. zweisprachig aufgewachsen!“).

        Werden Texte nur als Word abgespeichert, wird eine Überarbeitung zur Erstellung einer neuen Fassung deutlich schwieriger als mit den aktuellen Übersetzungshilfsprogrammen, sogenannten CATs (computer-aided translation tools). Mit denen kann aber außerhalb der Branche kaum jemand richtig umgehen.

        Kurzum empfehle ich jedem Auftraggeber, sich – besd. bei größeren u. wichtigen Aufträgen – genau mit dem zukünftigen Bearbeiter abzusprechen u. Fragen wie die obigen (Terminologie, Software usw.) im Vorhinein abzuklären. Ebenso sollte man eine Endüberarbeitung – auch bei zusätzlichen Kosten dafür – keinesfalls außer Acht lassen.

        KI selber ist sehr wankelmütig. Während manche Ergebnisse wirklich gut sind, haut sie bei spezifischen Sachen oft daneben. Technisches ohne komplizierten Satzbau bewerkstelligt sie häufig schon recht zufriedenstellend. Aber wie ich schon schrieb, so ist die KI eher ein Werkzeug für den Fachmann im Sprachsektor als für den gebildeten Laien, der richtig liegen kann, aber es nicht immer tut.

        • Betriebsleiter

          @Hullmann: ich beschrieb die Situation in unserem Betrieb. Wir werden nie wieder eine Übersetzungsfirma brauchen sondern die KI nutzen und einen unserer Techniker nachlesen lassen, das geht bedeutend schneller. ist weitaus billiger und besser übersetzt.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Der Beitrag vom Herren #W Hullmann gefällt mir irgendwie auch besser und informiert den Leser erfreulicherweise, mit mehr wissen vom Fach, als die Beiträge von #PvD & Herbert G.

  5. JoKrings

    Ein weiterer Schritt zur Abschaltung des Denkens. Bravo. DAX wird begeistert sein, die Technik macht die Welt besser, IMMER – nicht bloss wenn sie der Welt dient, nein, nein, IMMER, besonders dann, wenn sie zBsp das Denken beseitigt. Nicht wahr, Sie Prometheus?

  6. Rob-Otter

    „KI übernimmt 80 Prozent der Jobs: OpenAI-Investor Khosla glaubt, dass Kinder von heute keine Stelle mehr suchen werden“

    „Milliardär und Risikokapitalgeber Vinod Khosla sagt, dass die meisten heutigen Kinder keinen Job benötigen werden, wenn sie erwachsen sind. In einem kürzlich erschienenen Interview mit dem „Fortune Magazine“ prognostizierte der Mitgründer von Sun Microsystems und Technologieinvestor, dass Künstliche Intelligenz bis in die frühen 2030er-Jahre bis zu 80 Prozent der Arbeitsplätze übernehmen könnte. „Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass ein heutiges fünfjähriges Kind nach einem Job suchen wird“, sagte er.

    Khosla, Gründer von Khosla Ventures, hat sich einen Ruf dafür aufgebaut, kühne und gut getimte Technologiewetten abzuschließen. 2019 war er der erste institutionelle Investor bei OpenAI und investierte 50 Millionen Dollar (etwa 46 Millionen Euro) bei einer Bewertung von einer Milliarde Dollar (etwa 920 Millionen Euro) – die größte Erstinvestition seiner Karriere zu diesem Zeitpunkt.

    In dem Interview, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, argumentierte er, dass rasche Fortschritte in KI und Robotik die meisten Arbeitskräfte innerhalb von 15 Jahren effektiv kostenlos machen werden, was eine Ära extremer Fülle und niedrigerer Preise schafft. Anstatt Berufe nachzugehen, mit denen man Geld verdient, so sagte er, werden Menschen ihren Leidenschaften nachgehen.

    „Das Bedürfnis zu arbeiten wird verschwinden“, sagte er. „Die Menschen werden weiterhin an den Dingen arbeiten, an denen sie arbeiten wollen, nicht weil sie arbeiten müssen.“ Bezüglich manueller Tätigkeiten wie Fließbandarbeit oder Farmarbeit erklärte Khosla: „Das sind keine Jobs. Das ist Knechtschaft.““…..

    https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/ki-%C3%BCbernimmt-80-prozent-der-jobs-openai-investor-khosla-glaubt-dass-kinder-von-heute-keine-stelle-mehr-suchen-werden/ar-AA1XDmw4?ocid=winp1taskbar&cvid=6a11dc8f3fb6413d82d95ec00b3efe72&ei=30

      • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

        # Rob-Otter/ Keine schlechte Taktik, um mehr Investoren zu finden, wodurch sein Einkommen auch steigt. Recht könnte er trotzdem haben.
        Nur muss man keine Silbe glauben von der Schilderung, wie der Normalbürger dann Leben wird. Es wird letztendlich einige Machthaber geben, die ein Bruchteil von den Verdiensten der Hauptaktionäre verteilen werden.
        Außerdem wird es Kriege zwischen den Hightech Giganten selbst geben.
        Ähnliche Figuren wie Trump, Netanyahu, Putin Selensky, Merz und VDL, werden dann damit beauftragt, die Bevölkerung zu beruhigen und ihnen regelmäßig Almosen vor die Füße werfen dürfen, damit das Volk nicht auf die Idee kommt, dass sie doch eigentlich selbst die Macht haben und die Läden stürmt, in denen das Verbrechen stattfindet.
        Dafür ist es aber eigentlich jetzt schon zu spät. Denn man kann davon ausgehen, dass man menschliche Soldaten auch nicht mehr brauchen wird und schon dabei ist, die künstlichen, im Lager zu stapeln.
        Zu spät ist zu spät und die Helfer und Helfershelfer der obersten Etage der Politik , (wozu auch Teile der Justiz gehören), hätten eben früher gegen die Autokraten vorgehen müssen.

        Die Hand aufhalten wodurch sie sich verraten, mit großem Braten auf dem Tisch, wird dann später auch, eher zum stinkender Fisch ;-)

    • Also freuen wir uns auf das Ende der „Knechtschaft“.
      Niemand mehr an’s Fliessband oder auf die Farm.
      Fast alle haben ein Hochschuldiplom und ziehen in eine Chefetage. Wenn’s mal nicht gereicht hat, geht man in die Politik.
      Die, die das auch nicht geschafft haben, bleiben zu Hause und können „an den Dingen arbeiten, an denen sie arbeiten wollen, nicht weil sie arbeiten müssen.“

      Freut Euch auf’s Paradies, aber ich habe da so meine Zweifel.

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