Topnews

Hitze, Trockenheit und Brandgefahr kehren zurück

Die Eupener Wesertalsperre am Montag, 27. Juli 2026. Die geringe Wassermenge sticht sofort ins Auge. Foto: OD

Die Hitze kehrt nach Belgien zurück: Das Kgl. Meteorologische Institut (KMI) hat ab dem heutigen Dienstag für fast das gesamte Land die Alarmstufe Gelb ausgerufen. Die Temperaturen werden bis Donnerstag über 30 Grad liegen. Es droht eine weitere Hitzewelle.

Eine Hitzewelle ist gekennzeichnet durch mindestens fünf aufeinanderfolgende Tage mit Höchstwerten von 25 Grad oder mehr, davon mindestens drei Tage mit Höchstwerten von 30 Grad oder mehr.

Nach einer eher milden Woche werden die Temperaturen ab Dienstag wieder steigen. Das KMI wird bis einschließlich Freitag landesweit, mit Ausnahme der Küstenregion, eine gelbe Hitzewarnung ausrufen. In der Wallonie trat der Krisenstab am Montagabend zusammen und beschloss wegen Trockenheit und Brandgefahr alle Warnstufen anzuheben.

Die derzeitige Dürre ist nicht nur außergewöhnlich, sondern könnte sich in den kommenden Tagen noch verschärfen. Grund dafür sind der erwartete Temperaturanstieg sowie die vom KMI bis zum Wochenende angekündigten sehr geringen Niederschläge.

24.07.2026, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Ein Schiff fährt am Rheinufer entlang. Aufgrund der Trockenheit führt der Rhein weniger Wasser. Foto: Federico Gambarini/dpa

Am Dienstag werden die Höchsttemperaturen in vielen Regionen tatsächlich fast 30 Grad erreichen. Am Mittwoch und Donnerstag wird dieser Schwellenwert deutlich überschritten werden. Die Warnphase des Hitzewellenplans ist daher aktiviert.

Verursacht wurde die ungewöhnliche Dürre durch einen außergewöhnlich heißen und trockenen Juli. In Uccle beispielsweise fallen zu dieser Jahreszeit durchschnittlich 77 mm Niederschlag pro Quadratmeter. In diesem Monat wurden jedoch nur 10 mm gemessen.

Eine weitere besorgniserregende Zahl: In diesem Jahr wurden zwischen dem 1. Januar und dem 15. Juli bereits 76 Vegetationsbrände registriert, gegenüber insgesamt 115 im gesamten Vorjahr.

Das gesamte Gebiet ist von dieser Dürrewarnung betroffen, die vom Cortex (Koordinierungszentrum für Risiken) als „extrem“ eingestuft wurde. Der wallonische Krisenstab hat beschlossen, die Brandgefahr ab diesem Mittwoch auf die Stufe „hoch“ oder sogar „sehr hoch“ anzuheben.

19.07.2026, Rheinland-Pfalz, Zemmer: Der Boden eines abgeernteten Getreidefelds wirkt sehr trocken trotz Regens am Vortag. Die Temperaturen liegen in diesem Jahr im Schnitt deutlich über den Normalwerten. Foto: Harald Tittel/dpa

Wie die Polizeizone Weser-Göhl am Dienstag meldete, wurde am Montag, 27. Juli 2026, kurz vor 13 Uhr im Eupener Wald (Schönefelderweg) ein Flächenbrand in einem für Wanderer gesperrten Bereich festgestellt. Die betroffene Fläche umfasste etwa 4 Quadratmeter. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen.

In den Provinzen Lüttich, Namur und Luxemburg ist besondere Wachsamkeit in den Wäldern geboten. Im Falle eines Brandausbruchs rechnen die Behörden mit Bränden, deren Bekämpfung besonders schwierig sein wird.

Der Meteorologe Pascal Mormal erklärte gegenüber RTL: „Auf den ersten Blick handelt es sich nicht um eine Situation, wie sie derzeit in Frankreich herrscht. Man muss dennoch weiterhin relativ differenziert betrachten. Belgien ist nicht direkt von Bränden dieses Ausmaßes bedroht, klar ist aber, dass in Zukunft wegen des Klimawandels, der sich höchstwahrscheinlich weiter verschärfen wird, in den kommenden Jahren oder sogar Jahrzehnten auch in Belgien immer größere Waldbrände auftreten können“, fügt der Meteorologe des KMI hinzu.

In der Wallonie findet am 30. Juli eine Expertenrunde zu den Auswirkungen der Trockenheit, einschließlich der Brandgefahr, statt. (cre)

Eine Antwort auf “Hitze, Trockenheit und Brandgefahr kehren zurück”

  1. Politiker

    Na da bin ich aber froh dass es mal wieder so richtig warm wird. Stellen Sie sich vor, da warnt man uns schon seit zig Jahren dass wir alle austrocknen und verbrennen werden und es ist noch immer nicht passiert. Da bemüht und verbiegt man alle Statistiken und sucht überall auf der Welt nach Wetterphänomenen nur um diese Voraussage zu unterstützen. Und endlich wird es auch bei uns mal wieder so richtig warm. Es wurde auch Zeit. Jetzt kriechen alle Klimatologen wieder aus ihren Löchern und erhalten Sendezeit. Das alles passt ja wieder so schön in die Panikmache der Medien.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern