Politik

Der Fachkräftemangel entwickelt sich auch für die Wirtschaft in der DG zu einer echten Bedrohung

Vorstellung einer Analyse des Bestands, Bedarfs und Potenzials an Fachkräften in Ostbelgien. Foto: Gerd Comouth

Wenn demnächst in Ostbelgien der Wahlkampf für die Föderal-, Europa-, Regional- und PDG-Wahlen am 26. Mai 2019 beginnt, werden sich neben brennenden Themen wie Migration, soziale Ungerechtigkeit oder Klimawandel viele Diskussionen um den Fachkräftemangel drehen, der sich auch für die Wirtschaft in Ostbelgien zu einer echten Bedrohung entwickeln könnte.

Das hat auch die Regierung der DG erkannt, die zu diesem Zweck ein „Fachkräftebündnis Ostbelgien“ ins Leben rufen will. Dessen konstituierende Sitzung ist für Februar 2019 geplant. Dann soll auch bereits ein erster Aktionsplan verabschiedet werden.

Als Bündnispartner sind vorgesehen:

• die Regierung der DG
• das Arbeitsamt der DG;
• die Industrie- und Handelskammer Eupen-Malmedy-St.Vith;
• das Institut für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand;
• die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgien (WfG);
• der Wirtschafts- und Sozialrat der DG.

Ein Kfz-Mechaniker bei der Arbeit. Foto: Shutterstock

Eine erfolgreiche Strategie gegen Fachkräftemangel könne nicht von der Politik alleine bestritten werden, so die Überlegung der Regierung der DG. Das Engagement der Wirtschaft sei für die Bewältigung dieser Zukunftsaufgabe von entscheidender Bedeutung.

Am Sitz des Ministerpräsidenten wurde am 7. Dezember 2018 eine Analyse des Bestands, Bedarfs und Potenzials an Fachkräften in Ostbelgien vorgestellt, auf deren Grundlage der erste Aktionsplan des „Fachkräftebündnisses Ostbelgien“ erstellt werden soll.

Nach einer wissenschaftlichen Untersuchung des Ludwigshafener „Instituts für Beschäftigung und Employability“ beklagen 89 Prozent der teilnehmenden Arbeitgeber Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Fachkräften. Potenziale erkennt die Studie unter anderem bei Rückkehrern, Pendlern und Nachwuchskräften.

Die Ergebnisse dienen nun als Grundlage für das neue „Fachkräftebündnis Ostbelgien“. Kontaktiert wurden im Rahmen der Studie alle Arbeitgeber in der DG, von denen sich 325 beteiligten, was einer Rücklaufquote von 15,4 Prozent entspricht. Die Untersuchung umfasste eine leitfadengestützte Interviewreihe sowie eine großteilige Online-Arbeitgeberbefragung.

Suche nach geeignetem Personal heute schon schwierig

60 Prozent der teilnehmenden Betriebe bzw. Institutionen planen in den kommenden fünf Jahren Neueinstellungen. „Leider gestaltet sich die Suche nach geeignetem Personal schon heute schwierig. Die Studie sieht vor allem Potenziale in den Bereichen Standortentwicklung und Beschäftigungspolitik und bestätigt damit unsere Schwerpunktsetzung“, erklärte Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG).

Robert Nelles, Direktor des Arbeitsamtes der DG, und Catherine Jungbluth von der WfG. Foto: Gerd Comouth

Besonders betroffen sind vom Fachkräftemangel Arbeitgeber im Süden der Gemeinschaft sowie sehr große (über 200 Beschäftigte) und besonders kleine Unternehmen (bis zehn Beschäftigte), Dienstleistungsbetriebe sowie das Handwerk, das metall- und holzverarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe, die Pflege und der Bildungsbereich.

„Mit der Reform der Beschäftigungspolitik ab Januar 2019 ist ein weiterer wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel mit einem einfachen Prämiensystem zur Einstellung von Arbeitsuchenden, der Förderung der Qualifizierung und Projekten wie Wirtschaft macht Schule gesetzt worden. Diese Studie legt nun die Basis für eine zielgerichtete Bündelung der Kräfte zur Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe“, so die für die Beschäftigungspolitik zuständige DG-Ministerin Isabelle Weykmans (PFF).

Die Ergebnisse der Studie sind unter folgendem Link einsehbar:
www.ostbelgienlive.be/fachkräftebündnisstudie

Nachfolgend einige Fotos von der Vorstellung der Analyse über den Personalbedarf der hiesigen Wirtschaft am Sitz des Ministerpräsidenten in Eupen (zum Vergrößern Bild anklicken):

70 Antworten auf “Der Fachkräftemangel entwickelt sich auch für die Wirtschaft in der DG zu einer echten Bedrohung”

  1. Home is where the heart is

    Stellenabbau an vielen Stellen :-)) und dann solche Märchen. Damit man bloß nicht gegen die Migration ist.
    Ach , ja, stimmt! Die ist ja der Schlüssel zum künftigen Erfolg in Europa! Doch, doch, wir brauchen unbedingt die Fachkräfte aus dem Nahen Osten, aus Afghanistan, aus Afrika. Doch, doch! Die haben nichts in ihrer Heimat verloren! Nee, nee!
    „Syriens Frauen stehen ohne Männer da – Sie appellieren: „Schickt sie nach Hause. Ein Reporter des schwedischen Rundfunksenders SVT hat Damaskus besucht. Syrische Frauen erklärten ihm, infolge der massenhaften Flucht nach Europa stünden zu wenig Männer zum Wiederaufbau zur Verfügung – und zur Familiengründung.“

    • @ Home is where the heart is

      Sie übersehen bei Ihrer Suada den Kern des Problems. Der Grund für unseren Fachkräftemangel liegt darin das die Industrie ihre Fachkräfte in Frührente geschickt hat ohne den Nachwuchs vernünftig auszubilden. Ungelernte waren einfach billiger.
      Mit Migranten die Vakanzen aufzufüllen kann schon darum nicht funktionieren da die weder die Technik noch die Arbeitsabläufe kennen, also auch erst ausgebildet werden müssen. Ein Vorgang der Jahre dauert.

  2. Eine gute Entscheidung unserer Regierung, insbesondere von Ministerin Weykmanns. Alle Kräfte müssen in dieser Frage gebündelt werden. Wir brauchen letztlich eine Zuwanderung von Fachkräften, denn perspektivisch werden wir immer weniger unsere eigene Arbeit erledigen können. Schon heute haben wir große Probleme, qualifiziertes Personal zu finden.

    • Piersoul Rudi

      Lieber…AchGott…(27/12/2018 12:43)
      Die von Ihnen so geforderte „Zuwanderung“ hat eine neue Dimension erhalten…
      Die Kinder gestrandeten Terroristen werden auf Befehl unsere oosoo schlauen Richter zurück geholt…
      Die Zukunft unseres Landes ist in Anmarsch…
      Die geschickte „Arbeitskräfte“ findet man auch im Nahen Osten…Afghanistan…Irak…Iran…Syrien…
      Und das ist nicht sarkastisch oder ironisch gemeint…das ist die wahrheit, die kein Politiker und gebrainwatchster Linker sehen oder hören will.
      Wir haben hier „Landsleute“ genug die unter die Armen gegriffen werden sollten, aber da denkt kein Politiker dran, die auf die gleiche Art zu Unterstützen, sowie die Migranten unterstützt werden.
      Politisch nicht zu vertreten…und damit gewinnt man auch keine neue Wählerstimmen…
      Politik, das schmutzigste Geschäft der Welt…

  3. Marcel scholzen

    „Mit Speck faengt man Maeuse“ ist eine altbekannte Weissheit. Und in den Nachbarlaendern sind die Speckstuecke eben groesser und schmackhafter. Und will die DG da mithalten, muss man sich den Nachbarlaendern in dieser Hinsicht anpassen und zusaetzliche Vorteile schaffen. Vielleicht die Einkommenssteuer senken. Jetzt beginnt ein weltweiter Run auf die tuechtigsten und kluegsten. Will Belgien da mithalten, muss man mehr bieten als hoher Steuerdruck und eine komplizierte Verwaltungsstruktur. WorkLiveBalance lautet das Zauberwort.

  4. Na, da macht sich der Bock aber zum Gärtner! Wer im benachbarten Ausland (LX, D) arbeitet dem bleibt mehr Netto vom Brutto, so einfach ist der „Fachkräftemangel“ in Ostbelgien zu erklären. Wie heißt es so schön „il faut éviter de travailler sous le régime fiscale Belge“. Eher würden sich aber unsere Politiker die Zungen abbeißen als ihre Verantwortung einzugestehen. Man beauftragt Studien, macht gründet Arbeitskreise, derweil suchen sich die Intelligenten einen Arbeitsplatz in LX oder D. Die „weniger schlauen“ kann dann die DG einstellen…..

    • Ja, die altbekannte Laier, die Sie da wieder abspielen. Haben Sie den Sermon schon auf Platte aufgenommen.

      Von Sachverstand zeugt Ihre Äußerung nicht. Es gibt sehr viele Faktoren, die bei der Niederlassungsentscheidung eines Menschen mit guter Qualifikation eine Rolle spielen. Diese berücksichtigen Sie nicht! Schlecht verdient man bei uns nicht, wir haben im Vergleich mit anderen Regionen Europas relativ niedrige Mieten, niedrige Lebenshaltungskosten, eine gute Infrastruktur, gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten….

      Nun ja, aber wenn man meckern will, meckert man eben, Herr Dax.

      • Harald Faymonville

        Und warum arbeiten so viele Leute in Deutschland und Luxemburg? Sie widersprechen sich eh selber. In Belgien wohnen, im Ausland arbeiten. Das erklären Sie oben. Der Rest vom Schützenfest findet dann über Beziehungen und Parteibuch einen gut bezahlten Job an der DG, ohne große Leistungen bringen zu müssen.

        • Und warum arbeiten so viele Leute in Deutschland …..

          @ Harald Faymonville

          Weil bei vielen die Französischkenntnisse nicht ausreichen um in Ostbelgien Arbeit zu finden. Keiner fährt kilometerweit zur Arbeit wenn er in der Nähe arbeiten kann.
          Das es bei der DG gut bezahlte Jobs gibt bei denen man keine Leistung bringen muß ist ein Vorurteil derer die einen solchen Job nicht gefunden haben. Vermutlich gibt es den gar nicht.

    • Wer im benachbarten Ausland (LX, D) arbeitet dem bleibt mehr Netto vom Brutto,

      Ach Dax, wieder einmal keine Ahnung wovon Sie schreiben? Wenn Sie den Bruttolohn eines Arbeiters in Deutschland sehen, davon Steuern, Sozialabgaben und Solidaritätszuschlag abziehen werden Sie feststellen das es netto genauso viel (oder wenig) ist wie hier. In D können Sie sich höchstens einen Teil Ihrer Steuern über den Jahresausgleich wieder zurückholen.
      Sicherlich lassen sich Steuer und Sozialversicherung intelligent lösen aber viel billiger werden sie dadurch nicht.

      • Ihre Ansicht mag richtig sein, aber warum gehen so viele Raerener, Lontzener, Eupener in Oberforstbach beim Aldi und Lidl einkaufen. Da ich selber auch dort einkaufe und Geld spare sehe ich die vielen Autos mit belgischem Kennzeichen auf deren Parkplätzen.

    • @ DAX,
      ich dachte, Sie seien nur selbsternannter Professor in Kernkraftfragen !
      Aber wie ich hier sehe und lese, sind Sie ja in vielen Bereichen Fach-Professor.
      Warum geben Sie keine Kurse an Universitäten ?
      Könnte es sein, dass man Sie nirgendwo haben will ?

    • deuxtrois

      „Na, da macht sich der Bock aber zum Gärtner! Wer im benachbarten Ausland (LX, D) arbeitet dem bleibt mehr Netto vom Brutto, so einfach ist der „Fachkräftemangel“ in Ostbelgien zu erklären.“

      Mitnichten. Gerade im Süden soll es angeblich dieses Problem geben. 80% der Arbeitgeber in der Region sind auch im Nachbarland Luxemburg vertreten. Viele arbeiten in beiden Ländern und bekommen einen Teil ihres Gehalts in Luxemburg und versteuern es dort. Das ist mehr ein Segen für die Arbeitgeber als ein Fachkräftemangel. Diejenigen die hier regelmäßig schummeln sind diejenigen, die sich heute über fehlende Fachkräfte beklagen. Tipp: Angebot und Nachfrage regeln sich in diesen Jobs von selbst. Und nicht selten sind bei solchen Studien auch „Fachkräfte“ gerne als „nicht-qualifizierte“ ausgegeben.

      Ich habe mit 2 Ingenieuren gesprochen, die arbeiten beide in Belgien da auch in Belgien ein Ingenieur im Bereich Mechanik gut bezahlt wird. Immerhin können viele ohne viel Mobilität zur Arbeit kommen, in Luxemburg will der Firmenwagen ja auch schließlich bezahlt werden + Kilometergeld zur Arbeit, das man nicht vom AG zurück bekommt. Arbeitgeber wollen aber nicht, dass ihre Arbeitnehmer an ein gutes Nettoeinkommen geraten das mit Luxemburg vergleichbar wäre. Das Problem sind die Arbeitnehmer selbst, die auch in Luxemburg im Norden schon seit Jahren das Lohnniveau nachhaltig gesenkt haben (zum Nachteil der Luxemburger vor Ort, denen ein SMSS vorne und hinten zum Leben nicht ausreicht).

  5. delegierter

    ja, ja,…. wenn du nicht mehr weiter weist, bilde einen Arbeitskreis.
    Letzte Woche gab es die neuesten Arbeitslosenzahlen. Wo sind die denn alle wenn man sie mal braucht ?
    Liebe Politiker, die Ihr selbst noch nie gearbeitet habt, erklärt doch mal jemanden dass der Chef für einen Arbeiter 45 € Stundenlohn fragen muss und dieser Arbeiter davon nur 9 € in seiner Tüte hat.
    Das bekommt ihr nicht hin, dann müsst ihr nämlich erklären das ihr nicht Teil des Problem sondern durch euer Tun das Problem selber seid. Unser kleines Land mit 5 Regierungen und aber tausenden Verwaltungsleuten frisst uns arm und ihr merkt es nicht mal.
    PS: der Vennliner, der Morgens von Eupen hoch kommt, ist trotz 2000 Arbeitslosen in Eupen und Umgebung, fasst immer leer.

  6. Fachkräftemangel im handwerklichen Bereich? Dann sollte man mal was besser bezahlen. Ist ja nicht normal, dass ein ausgebildeter Geselle (oder sogar Meister) mit heftiger Anzahl an Überstunden nicht oder vielleicht so grade an dem Lohn eines Kabelwerkarbeiters kommt, von denen 90% zum grösstenteils nicht wissen, wie sie ihre acht Stunden am Tag rumbekommen sollten.

  7. Walter Keutgen

    Das Problem gibt es auch in Deutschland und – man staune – in der Wallonie. Vielleicht sollte man nicht die Allgemeinbildung (Gymnasium) über alles stellen. Damit diejenigen, die einen direkt nützlichen Beruf ausüben, nicht als soziale untere Schicht betrachtet werden, sie besser bezahlen als die, die einen indirekten, verwaltenden Beruf ausüben. Dann würden auch in den Schulen die Leute nicht möglichst zu einem Jochschulstudium gelotst.

    • Ganz genau. Ich höre immer nur Abitur, Abitur, Abitur. Das dieser fetzen Papier dann aber nichts wert ist verstehen die Schüler erst danach. Sehr viele landen im Kabelwerk oder bei NMC, aber ausgebildet sind sie dann nicht. Einige gehen natürlich einem weiteren Studium nach. Wie wäre es denn mal wenn man zwischenzeitlich einige Berufe schmackhaft gemacht hätte anstatt auf ständiges Pauken zu setzen

      • Das Problem beim Handwerk ist: geringes Ansehen, geringer Lohn, körperlich anstrengend und arbeiten bis 67, obwohl die Knochen schon mit 55 verschlissen sind. Danach eine kleine Rente.

        Ich weiss, wovon ich rede.

        • Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht, aber mit Abitur alleine hat man nichts. Wenn man das manchem Schüler erklären würde, dann würden einige einen anderen Weg einschlagen. Es geht nicht immer nur ums Geld, Jugendliche wissen doch oft nicht was sie wollen, Ihnen wird doch nur Abitur eingetrichtert, nachher finden sie keinen Job.

  8. Peter Müller

    Ach Gott, Sie sind ein träumer. 80% der FLüchtlinge haben die Dollarzeichen in den Augen. Die hatten, nicht viel da wo sie herkommen. Hier gibt es Dollars für Miete, Kinder, die nicht da sind, essen, trinken und sonstiges, alles ohne Gegenleistung. Gehen Sie mal an bestimmte stellen in Eupen, wo unsere Brüder mit dem Handy rumsitzen,und fragen Sie mal ob Sie arbeiten wollen. die werden ihnen etwas husten.

  9. Ghostrider

    So ändern sich die Zeiten, zu meiner Lehrzeit musste man kämpfen überhaupt einen Ausbildungsplatz zu erhalten und die Arbeitgeber bezahlten einen lächerlichen Lohn für ewig viele Stunden am Tag. Für die Rente würde natürlich auch nichts eingezahlt also für uns 4 Jahre futsch und kein Politiker oder Arbeitgeber interessierte sich dafür. Aber jetzt ist die Sache umgekehrt und alle jammern rum aber diesmal ist es mir egal.

  10. Es fehlt nicht an Fachkräften! Es fehlt lediglich der Wille finanzielle Mittel und persönliches Engagement in die Ausbildung der hier bereits lebenden jungen und auch älteren Menschen zu investieren! Ja, es engagieren sich bereits Menschen und ja, es fließen auch Geldmittel. Aber offensichtlich nicht effektiv genug. Oftmals werden Menschen die sich engagieren finanziell im Regen stehen gelassen und es wird aber auch nicht genug darauf geachtet jungen Menschen eine adäquate Förderung angedeihen zu lassen. Es geht alles! Die „Wirtschaft“ will junge und billige Fachkräfte! Tja und die gibt’s gerne aus dem Ausland. Warum wohl finden erfahrene Fachkräfte über 50 schwer einen Job??? Fachkräfte in der Altersklasse gibt’s genug. Aber das alles versucht man uns nicht nur in Ostbelgien sondern auch unseren Nachbarn in D weiß zu machen. Mal sehen wie lange man sich das dort gefallen lässt. Ich habe nur die Befürchtung, dass in D ein ganz anderes Potential an „Gelbwesten“ heranreift, da ist Frankreich ein Witz.
    Guten Rutsch!

  11. Réalité

    Da haben wir den Salat!?
    Wenn man schon sieht mit wieviel Personal die DG dieses Problem da nach aussen erklärt!?
    Warum sagt man nicht auch mal wieviele Presseleute da waren?
    Da ist sogar die „Bundespressekonferenz“ verschlankter, und effizienter!?
    Hier sind ja ein halbes Dutzend an sich so nennenden „Schlaubergern und Kenner der Materie“ angesammelt!?
    Lachhaftes Bild!?
    Und die sich ebenso nennenden Kommentarschreiber dazu!?
    Man sollte meinen, die hätten geradezu auf die Nachricht gewartet!?
    So stürzen die sich darauf, wie die Wölfe auf die Schafe!?
    In der DG ist der Fachkräftemangel in vielen Berufen verursacht durch, u.a.:
    Nachbarländchen, unterbezahltes Personal, dadurch Mangel an Interesse durch Minderverdienste, viel zu hohen Steuerlasten in unserm „Politikerübersäten“ Land, stetige Annoncen und Suche nach Personal durch unsere Regierung, welche nimmersatt jede Woche mindesten so 3-4 Leute sucht, mangelndes Interesse an Handwerksberufe, auch bedingt durch grosse Lohndifferenzen, usw usw..
    An anderen Stellen jubeln unsere VIER vom Kaperberg über unser „von Ihnen gelobtes Land DG“, und prahlen unsere ach so grossen Vorteile und Kapazitäten heraus!?
    Wer lügt nun hier?
    Dreimal darf man wieder raten???

  12. Idée fixe

    Der Begriff Fachkraft sollte zuerst einmal genauer definiert werden. Ja zurzeit gibt es ein Mangel an Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung, der Focus liegt hier bei abgeschlossen nach westlichem Standard . Weniger stark aber doch markant im Bereich von Mitarbeitern mit Hochschulabschluss. Für alle anderen Bereiche stellt sich diese Frage nicht. Die in diesen Segmenten nicht besetzten Stellen würde es morgen nicht mehr geben bei einer angepassten Lohnpolitik.

    Die abnehmende Bevölkerungszahl und die gleichzeitige Zunahme des Anteils der Älteren führen dazu, dass immer weniger erwerbsfähige Menschen für immer mehr erwerbsunfähige Menschen aufkommen müssen. Aus diesem Schwachsinn heraus wird seitens der Politik ein Arbeitskreis nach dem anderen gegründet.

    Das wirkliche Problem liegt auf einer ganz anderen Ebene. Die Lust am lernen ist verloren gegangen.
    Unsere heutigen Technologien benötigen Fachkräfte die bereit sind immer dazu zu lernen.
    Es hat ein Wandel stattgefunden wodurch sich die Qualifikationsanforderungen hin zu höheren und ggf. auch differenzierten Anforderungen weiter fort- setzen wird. Der Strukturwandel zu immer anspruchsvolleren Arbeitsplätzen wurde lange Zeit durch die Bildungsexpansion getragen.

    Seit Anfang der 1990er Jahre ist demgegenüber eine Bildungsstagnation zu konstatieren, die in der Qualifikationsentwicklung der Bevölkerung ihren Ausdruck findet. „Bis Anfang der neunziger Jahre verringerten sich die Anteile der Ungelernten in der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter massiv, während umgekehrt die beruflich qualifizierten Bevölkerungsanteile deutlich gestiegen sind. Genau hier hätte man ansetzen müssen, wurde aber verschlafen.

    Wenn wir jetzt nach ausländischen Fachkräften Ausschau halte ( ich mag diesen Begriff nicht spiegelt er doch nicht wieder was wir tatsächlich brauchen) werden wir diese zum überwiegenden Teil nicht in den Ländern in welchen wir derzeit suchen.

    Dies ist Schwachsinn hoch zehn.

    Die Strategie müsste sein zuerst einmal unsere eigenen Bürgern zu ihrem Glück zu ….
    Indem man die „Anreize“ dafür schafft.

    Den Rest sollten wir durch internationale Stellenangebotshinweise mit einer vernünftigen Grundausstattung für das „Kommen “ zu uns bitten.

    Alle anderen brauchen wir nicht – haben wir schon.

  13. @Törö, Sie haben in vielem den Nagel auf den Kopf getroffen . Es werden viele Arbeitskräfte gesucht stimmt, aber nicht von den Firmen direkt sebst sondern über die zig vorhandenen Leihfirmen und je nach Leihfirma- jetzt beworben und keine 5 Minuten später schon die Absage von denen und nicht von dem Betrieb welcher über die einstellt selbst.
    Und was nützen älteren Menschen diverse Schulungen übers Arbeitsamt ? Die von dort erhaltenen Zertifikate sind kaum was Wert, besonders NICHTS Wert für die Leihfirmen weil man je nach Bereich ja nichts an Erfahrung vorweisen kann, man aber auch nicht die Chance erhält mit Ü40 und mehr diese zu erwerben und zu erlernen. Was nützen den älteren denn die so genannten Einstellungshilfen wie die ACTIVA-karte oder Impuls 12 Mois+ ?

  14. Anders-Meinung!

    ….und nicht nur ich meinte, wie wären hier in OstBelgien im gelobten Land, da wo Milch und Honig wächst? So wurde uns das doch immer durch unsere Regierung verkauft, oder etwa nicht? Also was nun? Eine sehr grosse Schuld daran tragen die Politiker nämlich selber. Denn sie unternahmen rein gar nichts gegen das Firmensterben hier, welche nach dem Grossherzogtum auswanderten. Daran ist vieles schuld! Die Unterschiede in den Sozialen- Steuerlasten sind gravierend hoch! Dazu kommt noch der höhere Lohn! Naja, Hauptsache, die Politik ist gut versorgt. Der Rest…..

  15. Dow Jones

    – Wenn auf dem Wochenmarkt weniger Kartoffeln vorhanden sind, als nachgefragt werden, steigt der Preis der Kartoffeln!

    – Wenn auf dem „Arbeitsmarkt“ weniger Fachkräfte vorhanden sind, als nachgefragt werden, wieso steigt dann nicht der Preis (der Lohn) für diese Fachkräfte?

    Soll heißen (am Beispiel des ersten Berufes in der Liste der Mangelberufe des ADG, siehe Link):

    Wenn zu wenig Ingenieure da sind, wieso reißen sich die Firmen nicht um die wenigen Ingenieure mit gegenseitigen Lohnüberbietungen?

    http://www.adg.be/PortalData/46/Resources/dokumente/artikel-dokumente/Mangelberufe_fuer_2018-2019.pdf

    • fränz vom dorf

      Wenn ich den Beruf „Informatiker“ da schon lese… Zum ersten werden die hier in der Gegend unterbezahlt. Und zum zweiten traut sich hier ja auch kaum ein Betrieb jemanden einzustellen, der sich den Kram praktisch beigebracht hat anstatt zu studieren wie blöd.

    • Das heisst nicht wirklich was heutzutage. Ich bin auch schon ein älteres Kaliber. Damals in der Schule war ich der jenige, der andauernd Nachprüfungen im Deutschunterricht hatte. Wenn man denn nun in der Gegenwart sporadisch mal Textnachrichten von alten Schulkameraden bekommt, die sonst damals Punkteweise weit überlegen waren, oder nur deren Facebook-Beiträge liest, dann sträuben sich mir die Nackenhaare, was Rechtschreibung und Grammatik angeht.

  16. Ekel Alfred

    Einheimische Fachkräfte sind genügend vorhanden….die sucht man aber nicht….da zu alt und zu teuer….man bedient sich lieber mit billigen, jungen, unverbrauchten Ausländern….

  17. Bürger II

    Es würde garantiert genug Fachkräfte geben , doch wenn Heute einer nicht arbeitet , bekommt er 1300 € Arbeitslosengeld , geht er arbeiten bekommt er gerade mal 1600 € ( wenn’s gut geht ) .Fachkräfte sollen und müssen Ordentlich bezahlt werden , dann wären mit Sicherheit welche da !!!!! Als ich vor rund 40 Jahren anfing zu arbeiten wurde in dem damaligen Betrieb nach Leistung und Qualität bezahlt , und von Krank feiern war schon garnicht die Rede . Wenn es Heute einem nicht passt , wird schon der Krankenschein eingereicht , und das über Monate …… . Menschen die denn wirlich Krank sind bekommen überall gekürzt . Ich selber kenne junge Menschen die bis Heute noch keinen Finger krum gemacht haben , da unser Staat solche faulen Säcke unterstützt . Da muss die Politik was dran ändern .

  18. Peter Müller

    Für die Facharbeiter im Baufach ist das ein Segen. Die machen keine überstunden bei der Firma, die gehen Schwarz arbeiten. Da werden auch schon bis 30 Euro die stunde/m2 gefragt. Die gehen mit 2000 Euro und mehr im Monat nach hause, ohne ihren Offiziellen Lohn. Das Problem ist, dass man bei denen auch drei Wochen warten muss, ehe einer kommt. Soviel zum Stundenlohn eines Facharbeiters am Bau.

  19. DenAhlen

    In den Kommentaren steht viel Wahres. Ich bin gespannt auf den Aktionsplan der Bündnispartner! Trauen sie sich diesmal auch die politischen Gründen anzugehen? Ich glaube nicht daran… Es wird bestimmt wieder ein neues Kursangebot geschaffen oder staatliche Beihilfen in irgendeiner Form ausgezahlt, die Hürden zum erreichen eines Diploms werden noch weiter gesenkt… Wir haben bald wieder Wahlen, dann wird eh nur noch Schaum aufgeschlagen!

    • deuxtrois

      Der UN-Migrationspakt ist kein Aufzug für eine Reise nach Europa, sondern eine unverbindliche Vereinbarung. Das sollte man wissen, bevor man (wieder einmal) wie ein Irrer in die Tasten haut und hetzt.
      Da Sie Migration offensichtlich ablehnen, können Sie uns die Alternativen zum UN-Migrationspakt benennen. Sie haben sicherlich bessere Ideen, Migration zu steuern.

      Denn wenn wir nicht mehr Bevölkerung haben, können die alten Säcke die hier tagein/tagaus sich die Finger wund schreiben wieder arbeiten gehen.

  20. EIFELPERLE

    Fachkräftemangel, Tagungen…ich habe im Jahr 2000 in Worriken an einer Tagung teilgenommen mit dem klangvollen Namen:Schule 2010, es waren dort Lehrpersonen sowie Vertreter des Ministeriums… es wurden Workshops angeboten…in kleinen Gruppen wurde diskutiert…., als dann die Resultate des Brainstormings vorgetragen werden sollten…siehe da! Lehrpersonen, die sonst täglich vor Schülern reden, trauten sich dann doch nicht vor den anderen Personen zu reden…die Person, die die Kleingruppe leitete, musste mit Mühe jemanden dazu bewegen, vor der großen Gruppe zu sprechen.

    In Ostbelgien ist es möglich Minister zu werden, wenn man die Rhetorika gewonnen hat.
    In anderen Ländern nennt man das Kinderarbeit.

    Als ich zurzeit in Eupen mit Freundinnen Karneval gefeiert habe, wurde mir jemand als der zukünftige Bürgermeister von Eupen vorgestellt, er ist jedoch nie Bürgermeister geworden, ist aber in der Partei mit dem C…und hat einen tollen Posten in Eupen ergattert…

  21. Dow Jones

    Das Märchen vom Fachkräftemangel („Die Story im Ersten“ ARD 2014)
    https://www.youtube.com/watch?v=lFq2aAcf-8s

    Besonders interessant der Satz ab Minute 31:04
    Siehe hier: https://youtu.be/lFq2aAcf-8s?t=1864

    und hier ab Minute 42:43 https://youtu.be/lFq2aAcf-8s?t=2563
    „Das Märchen vom Fachkräftemangel, wer hat’s erfunden? Die Unternehmenschefs und ihre Lobbyisten, damit die Politik den Arbeitsmarkt nach allen Seiten öffnet. So können sie aus einem Überangebot die besten fischen, ohne ihnen höhere Löhne zahlen zu müssen.“

    Dazu noch ein Artikel aus dem Manager Magazin vom März 2017:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-a-1136647.html
    „Die wunderbare Geschichte vom Fachkräftemangel wird allerdings nicht in den Betrieben geschrieben. Politiker und Lobbyisten haben sich diese Märchengeschichte ausgedacht.“

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-a-1136647-2.html
    „Das Beispiel zeigt, wie leicht ein Fachkräftemangel konstruiert werden kann. Und dass es von verschiedenen Seiten ein großes Interesse daran gibt.“

    • Schon der Begriff „Fachkräfte“ ist schon inflationär definiert. „Bäckereifachverkäufer*in“ sagt ja schon alles. Um jeder Diskriminierung zuvor zu kommen ist jeder Arbeitnehmer ein „Fachmann“. Dadurch wird die Diskussion zur Farce. In der Industrie ist es tatsächlich so dass Ingenieure und Techniker gesucht und nicht gefunden werden. Im Horeca z.B. ist das Problem aber die enorme Abgabenlast auf die Löhne die es oft unmöglich macht den Betrieb wirtschaftlich zu führen. Man kann sich das benötigte Personal zu Belgischen Kosten eben schlicht nicht leisten. Und hier ist die Politik wieder in der Verantwortung. Aber die setzen eine Arbeitsgruppe ein und erhöhen erst einmal die Abgaben…..

  22. Interessant in dem Zusammenhang ist auch die Gehaltspolitik bei der DG. Dort wird nach Diplom und nicht nach Funktion bezahlt. Wer also einen Masterabschluß in den schönen Künsten hat, und dem zu Folge im richtigen Leben nur die Post verteilen kann, wird trotzdem entsprechend seinem Diplom fürstlich bezahlt. Undenkbar in der freien Wirtschaft wo JEDER Arbeitsplatz unter dem Wirtschaftlichkeitsgebot steht. Anders beim Staat, hier verteilt man ungeniert das Geld welches die industrielle Wertschöpfungskette (noch) generiert und das man sich durch diverse Steuern und Abgaben von den dort beschäftigten holt. In historischen Ortschaften (z.B. Kronenburg) gibt es noch die „Zehntscheune“ deren Namen vom zehnten Teil herrührt den die Bauern vor 400 Jahren ihrem Herren als Steuer abgeben mussten. Die hatten es noch gut, heute ist das die fifty-fifty Scheune – wenn gut läuft, sonst darf es auch gerne mehr als 50% des Einkommens sein…..

  23. Nur mal so!

    Stelle nur fest! Wenn an die Bilder der „hohen Versammlung“ mal anschaut, kann man gut fesstellen:
    Bei der Politik herrscht kein solcher Fachkräftemangel“!? Die Leute sorgen schon das alle Nester bestens besetzt sind! Wo irgendwo-irgendwie noch ein Pöstchen hinkommen kann, da wird schnell „hier“ gerufen!? Es ist schon skuril und sehr sehr komisch, wenn man sieht wie so eine kleine Instanz wie die DG, sich versorgt und besetzt!? All das auf Kosten des Steuerzahlers! Da spart man nicht, im Gegenteil!
    Wenn der Handel, das Gewerbe, auch so agierten!? Ja dann wäre kompletter Stillstand!
    Aber, was interessiert das schon die Politik!? Die versorgt sich selber an erster Stelle!

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