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US-Präsident Trump schickt Dollar auf Talfahrt – Für Gold und Silber ist der Höhenflug erst einmal zu Ende

Der US-Dollar hat in den vergangenen Wochen deutlich an Wert verloren. Foto: Shutterstock

Der US-Dollar hat in den vergangenen Wochen deutlich an Wert verloren. Gegenüber wichtigen Währungen wie dem Euro und dem Schweizer Franken setzte sich der Abwärtstrend fort. Beobachter sprechen von einem wachsenden Vertrauensverlust, der auf mehrere wirtschaftliche und politische Faktoren zurückzuführen ist.

Eine zentrale Rolle spielen die Erwartungen an die Geldpolitik der USA. Anleger rechnen zunehmend mit Zinssenkungen durch die Federal Reserve, was US-Anlagen weniger attraktiv macht. Gleichzeitig belasten das hohe Haushaltsdefizit und die weiter steigende Staatsverschuldung das Vertrauen in die langfristige Stabilität der US-Finanzen.

Zusätzlich haben politische Signale für Verunsicherung gesorgt. Öffentliche Aussagen von Donald Trump trugen zuletzt zur Schwäche des Dollars bei. Trump hatte mehrfach erklärt, ein schwächerer Dollar sei vorteilhaft für die amerikanische Wirtschaft.

An den Finanzmärkten wurden diese Äußerungen als Hinweis verstanden, dass eine Abwertung der US-Währung politisch zumindest in Kauf genommen wird. In der Folge zogen Investoren vermehrt Kapital aus Dollar-Anlagen ab.

27.06.2025, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump beantwortet Fragen von Reportern. Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Verstärkt wurde diese Entwicklung durch Sorgen über die künftige wirtschaftspolitische Ausrichtung der USA und mögliche Einflussnahme auf die Notenbank. Solche Zweifel wirken sich besonders sensibel auf die Devisenmärkte aus, da Währungen stark vom Vertrauen internationaler Investoren abhängen.

Der schwache Dollar bleibt nicht ohne Folgen – auch außerhalb der USA. Für Europa bringt die Entwicklung sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Ein stärkerer Euro verteuert europäische Exporte in die Vereinigten Staaten. Besonders exportorientierte Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie und Chemie geraten dadurch unter Druck, da ihre Produkte für US-Kunden teurer werden.

Gleichzeitig profitieren europäische Verbraucher von günstigeren Importen. Viele Rohstoffe, darunter Öl und Gas, werden in US-Dollar gehandelt und können bei einem schwachen Dollar billiger werden. Das wirkt dämpfend auf die Preise und kann helfen, den Inflationsdruck in Europa zu senken – ein wichtiger Faktor auch für die Geldpolitik der Europäische Zentralbank.

Auch im Alltag macht sich die Dollar-Schwäche bemerkbar. Für Europäer werden Reisen in die USA günstiger, ebenso Einkäufe oder Dienstleistungen vor Ort. Umgekehrt verlieren Reisen von US-Touristen nach Europa an Attraktivität, was sich in einzelnen Regionen auf den Tourismussektor auswirken kann.

An den Finanzmärkten führt der schwache Dollar zudem zu Verschiebungen bei Investitionen. Europäische Anleger setzen stärker auf Anlagen im eigenen Währungsraum, während Investitionen in den USA an Attraktivität verlieren. Das kann den Euro weiter stärken – mit entsprechenden Folgen für Handel und Wirtschaft. (dpa/cre)

Gold und Silber sacken nach monatelanger Rekordjagd ab

Monatelang gab es kein Ende bei der Gold-Rekordrally. Nun ändert sich die Preisrichtung drastisch. Der Grund liegt in Washington.

Die Preise für Gold und Silber sacken nach einer monatelangen Rekordjagd deutlich ab. Eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel rund 4.500 US-Dollar und damit bis zu acht Prozent weniger, nachdem der Preis bereits am Freitag um neun Prozent abgesackt war. Beim Silber fällt der Einbruch vom Rekordhoch noch drastischer aus.

Die Entwicklung des Goldpreises im Januar 2026 (Zum Vergrößern Bild anklicken). Quelle: Gold.de

– Was die Talfahrt ausgelöst hat: Wesentlicher Auslöser des jüngsten Preisrutsches war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit „zocken“, kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist.

– Trotzdem teurer als zum Jahresende: Damit kostet Gold inzwischen knapp 1.100 Dollar oder fast ein Fünftel weniger als bei dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5.595 Dollar. Trotz der deutlichen Verluste ist Gold aber noch etwas teurer als Ende 2025 – und das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war. Edelmetalle – allen voran Gold – gelten bei vielen Investoren als „sichere Häfen“ in Krisenzeiten.

Der Preis für eine Feinunze Silber sackte um bis zu 15 Prozent auf 72,79 Dollar ab. Das Minus am Freitag hatte nach heftigen Turbulenzen mit einem zwischenzeitlichen Abschlag von 36 Prozent am Handelsende 26 Prozent betragen. Der Silberpreis liegt damit rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar. Wie Gold kostet Silber trotz der massiven Verluste seit dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch immer noch etwas mehr als Ende 2025. (dpa)

30 Antworten auf “US-Präsident Trump schickt Dollar auf Talfahrt – Für Gold und Silber ist der Höhenflug erst einmal zu Ende”

  1. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Egal was Donald Trump organisiert, er persönlich wird finanziell, keinen Schaden haben. Denn er erhält Informationen früh genug.
    Wenn die Sache mit der Kernfusion gelingt, springt für ihn, kein schlechtes Sümmchen auf sein Konto. Aber vorsicht bei Investitionen in seiner Richtung. Niemand der Nachahmer verfügt über die gleichen Informationen.
    Wer weiß schon wirklich was davon stimmt und was nicht. Er ist ja auch für seine politische《 Bäumchen wechsel dich 》 Strategie bekannt.
    Seine Aussagen müssen keinen keinen Sinn ergeben, Verwirrung ist in !

  2. JoKrings

    Ich gestehe, dass ich vieles an seinem Tun nicht verstehe, aber es gibt sehr gute Analysten, die Hinter Trumps Chaos ein System sehen. Es geht um den Kampf zwischen zwei Systemen, den „Globalisten“ und den „Nationalisten“.
    Alex Krainer ist einer dieser Experten und ich kann seine Analyse jedem empefhlen. Sie machen Sinn und man versteht besser, was das alles soll. Es sieht ja nur nach Chaos aus, aber wenn man die ErkLärungen Krainers gehört hat, versteht man besser, wer-wie-was-warum. Peter S wird es natürlich nicht schnallen, er schnallt ja nie was.
    ALEX KRAINER = Total War Between Two Systems And Markets Are Caught In The Middle
    https://www.youtube.com/watch?v=hl1_KGTxFBs

  3. Ich empfehle zu diesem Thema die Videos von Markus Krall oder Folker Hellmeyer, beide bei youtube leicht zu finden. Ich befürchte nur dass den meisten Trump-Basher im Forum das Niveau fehlt dem auch folgen zu können. Sie haben sehr sehr sehr viel viel viel zu wenig Grips zwischen den Ohren….

  4. Schauen wir mal, was aus diesem Vorstoß wird. Bart De Wever will nächste Woche in Antwerpen und Alden Biesen im Beisein der EU-Staats- und Regierungschefs den Versuch unternehmen, die europäische Agenda neu zu ordnen. Er fordert eine grundlegende Kurskorrektur der EU-Politik. Europa könne nicht alles gleichzeitig verfolgen; oberste Priorität müsse der wirtschaftliche Unterbau sein, ohne den weder Klimapolitik noch Sozialstaat zu halten seien. (Quelle: GE).

      • Ob er ein guter EU-Präsident wäre, sei dahin gestellt. Was er jetzt tut, ist viel wichtiger. Er äußert Kritik an der EU-Politik und prangert indirekt den Green-Deal an, was bisher ein Tabu war. Mit seiner Initiative hält er den Schutz der Umwelt und der Ressourcen zwar für nicht falsch, aber er darf nicht auf den Rücken der Wirtschaft ausgetragen werden. Wirtschaft über alles lautet seine Devise. Was die EU jetzt tut, ist das Gegenteil. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, sich ein Bein abzuschneiden um abzunehmen.

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          Welchen wirtschaftlichen Fortschritt erwarten Sie den zukünftig?
          Den Erfolg der zukünftigen humanoiden Roboter, wodurch der Mensch nicht mehr benötigt wird?
          Würde mich nicht allzu sehr von dem gemeinschaftlichen《Ablenkungsmanöver》 Green deal beeinflussen lassen.

          • Ihre Engstirnigkeit ermöglicht es Ihnen nicht, über Ihren eigenen Tellerrand zu schauen. Roboter gibt es schon seit 50 Jahren und nur durch sie gibt es den Wohlstand von heute. Auch in der Medizin sind Roboter nicht mehr wegzudenken. Roboter werden aber niemals die menschliche Arbeitskraft ersetzen. Auch in Zukunft braucht es Millionen Menschen, um die Errungenschaften der heutigen Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Pessimisten wie Sie werden das natürlich bezweifeln. Aber die haben die Welt ja auch noch nie nach vorne gebracht.

            • JoKrings

              Sie verstehen wohl nicht, dass wir in einer Phase sind, und es noch schlimmer wird, in der Millionen, gar Hunderte Millionen Arbeitsstellen durch die Robotik-Mechatronik-… gekillt werden. Das hat nichts mehr mit der Dynamik, die wir während der Anfänge dieser Technologien erlebt haben.
              Erklären Sie doch mal bitte welchen Sinn fahrerlose Busse, LKWs, Flugzeuge, PKWs haben. Keinen.

              • Der Fortschritt ist nicht mehr aufzuhalten. Aber ehe Sie flächendeckend fahrerlose Busse, LKWs, Flugzeuge und PKWs sehen werden, können Sie noch lange warten. Bei diesem Thema müssen letztendlich auch noch die Versicherungen mitspielen. Denn Privatpersonen werden mit Sicherheit nicht für Schäden aufkommen können, wenn die Technik verrückt spielt.

                • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

                  Logisch/Wer glaubt man könnte es vergleichen mit der Erfindung des Rades, hat es so oder so, nicht verstanden.
                  Wenn in Zukunft die Geschichtsbücher aufgeschlagen werden und man sieht wie das Leben in den 80ern funktioniert hat, können Sie froh sein, das erst die nächste Generation, von den heutigen Fehlentscheidungen, so richtig betroffen sein werden.
                  Denn wenn Sie in dieser Zeit noch leben würden und man ihre Kommentare liest, möchte ich nicht in ihrer Haut stecken.
                  In ihrem Glück, steckt nicht nur ein Hauch von Egoismus.
                  Denken Sie mal nach, ob Sie diesen, wenigstens auf ein Hauch reduzieren könnten.
                  Die Versicherungen werden in ferner Zukunft, den Fahrzeughaltern von autonomen Fahrzeugen, sogar bessere Angebote machen.
                  Die Leute ohne autonome Fahrzeuge, werden es durch höhere Versicherungskosten ausgleichen werden müssen.
                  Und wenn dann brav alle ein autonomes Fahrzeug ergattert haben, bezahlt selbstverständlich die Versicherung des Fahrzeughalter. Wenn sie persönlich Fehler hinter dem Lenkrad machen, bezahlt ihre Versicherung doch auch.
                  Sonst hätte die Versicherung wohl wenig Sinn.
                  Der Markt wartet schon ungeduldig, auf den flächendeckenden Verkauf Autonomer Fahrzeuge, auch wenn Ihnen das zu früh erscheinen mag.
                  Dass sie es wieder so drehen, als wäre das Gegenteil der Fall, wundert mich nicht.
                  Man braucht sich doch nur das letzte Jahrzehnt anzusehen, um zu begreifen, das Teile der Wirtschaft und Politik in ihrem kriminellen Dasein auf egoistische Art und Weise verschmolzen sind.
                  Wer glaubt diesem Teil helfen zu müssen, ist möglicherweise nicht aufzuhalten.
                  Ihr könnt euch aber noch so anstrengen, etwas Gutes, erreicht ihr mit eurer Hilfe nicht, für eure nachkommen.

        • Der Alte

          Globalist? Glaube ich nicht. Erinnern wir uns daran, dass die NVA der Regierung den Stecker ausgezogen hat als Premierminister Charles Michel (als Globalisi aus dem Michel Familienclan) gegen das NVA-Veto die Marrakesch-Verträge zur Migration unterschrieben hat. Bedenken wir auch, dass sein Ziel eine Unabhängigkeit Flanderns ist, gefolgt von einem Bündnis mit den Niederlanden. Das ist mit den Globalisten nicht zu machen.

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