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14 bis 15 Grad Dienstag und 17 bis 18 Grad Mittwoch?

Ob es am Mittwoch für Cabriofahrer schon reicht, um mit offenem Dach eine Spritztour durch die Gegend zu unternehmen? Foto: Shutterstock

Nach einem feuchten und trüben Wochenende wird es in Belgien Mitte der Woche deutlich wärmer. Während die saisonalen Temperaturen bei 7 bis 8 Grad liegen, prognostiziert das Königliches Meteorologische Institut (KMI) in Uccle für diesen Mittwoch, 25. Februar 2026, bis zu 18 Grad, örtlich womöglich sogar 19 oder 20 Grad.

Der Tagesrekord für einen 25. Februar in Uccle wurde 2019 mit 18 Grad erreicht. „An diesem Montag bleiben die Temperaturen mit 11 bis 12 Grad über den saisonalen Werten. Danach wird das Thermometer steigen: Wir erwarten 14 bis 15 Grad am Dienstag und 17 bis 18 Grad am Mittwoch“, erklärte Meteorologe David Dehenauw gegenüber RTL Info. „Danach werden die Temperaturen wieder auf etwa 12 Grad sinken.“

Meteorologisch umfasst der Winter die Monate Dezember, Januar und Februar, während der astronomische Frühling – abhängig vom Stand der Sonne – meist am 20. oder 21. März beginnt. Die aktuelle Wetterlage ist auf eine südwestliche Strömung zurückzuführen, die milde und feuchte Atlantikluft nach Belgien führt. Solche Vorstöße frühlingshafter Luft sind im Spätwinter nicht ungewöhnlich, fallen in diesem Jahr jedoch besonders deutlich aus.

Die Wettervorgersage der VRT für diese Woche. Foto: Screenshot VRT

In den letzten Tagen hat es zudem häufig geregnet, sodass vielerorts der Eindruck entstand, der Februar sei außergewöhnlich nass gewesen. Laut Dehenauw liegt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Februar 2026 mit etwas mehr als 80 Millimetern zwar über dem langjährigen Mittel von rund 60 Millimetern, bleibt jedoch deutlich unter dem Rekordwert aus dem Jahr 2002 mit über 160 Millimetern. Verantwortlich waren mehrere atlantische Tiefdruckgebiete, die feuchte Luftmassen nach Westeuropa transportierten.

Die ungewöhnlich milden Temperaturen wirken sich auch auf Alltag und Natur aus. Der Heizbedarf sinkt, winterliche Verkehrsbehinderungen bleiben bislang aus. Gleichzeitig sind die Böden durch die jüngsten Niederschläge vielerorts stark gesättigt, was lokal zu erhöhten Pegelständen führen kann. In der Vegetation könnten erste Frühblüher früher als üblich erscheinen – ein Risiko besteht allerdings, falls im März noch einmal Nachtfrost auftritt.

Insgesamt präsentiert sich Belgien zum Monatsende deutlich frühlingshafter, als es die Statistik für Ende Februar erwarten lässt. Ob sich dieser Trend nachhaltig fortsetzt oder ob kühlere Luftmassen noch einmal für einen winterlichen Nachschlag sorgen, wird von der weiteren Entwicklung der Großwetterlage abhängen. (cre)

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