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FC Brügge verliert 1:4 bei Atlético Madrid – Belgischer Vizemeister eine Halbzeit lang mehr als ebenbürtig

24.02.2026, Spanien, Madrid: Hugo Vetlesen (l) von FC Brügge und Johnny Cardoso von Atletico Madrid kämpfen um den Ball. Foto: Bruno Fahy/Belga/dpa

Für den FC Brügge ist das Abenteuer Champions League für diese Saison beendet: Der belgische Vizemeister unterlag am Dienstag der Mannschaft von Atlético Madrid mit 1:4.

Das Hinspiel im Jan-Breydel-Stadion war 3:3 ausgegangen. Im Wanda Metropolitano konnten „Blauw en Zwart“ nur eine Halbzeit mithalten. Zur Pause stand es 1:1. Im zweiten Durchgang gewann Madrid deutlich die Oberhand.

Vor allem nach einer ersten Halbzeit, in der Brügge den Colchoneros mehr als ebenbürtig war, konnten sich die Fans von „Blauw en Zwart“ berechtigte Hoffnungen machen, aber ein Tor in der zweiten Halbzeit dämpfte die Gäste, die es nie schafften, den Rückstand aufzuholen.

24.02.2026, Spanien, Madrid: Joel Ordonez jubelt nach seinem Treffer zum 1:1. Foto: Bruno Fahy/Belga/dpa

– Oblak rettet die Colchoneros: Dieses Bedauern rührt vor allem aus der ersten Halbzeit, in der Brügge mehr Torchancen hatte als Atlético. Nach einem verhaltenen Start beider Mannschaften wurde das Spiel nach und nach offener.

Die erste große Chance hatte Vetlesen. Nach einer hervorragenden Aktion spielte Vanaken den Ersatz von Onyedika frei. Dessen Schuss wurde jedoch in letzter Sekunde von einem gegnerischen Verteidiger mit dem Kopf abgewehrt.

Während sich beide Mannschaften zurückhielten, nutzte Sorloth seine ganze Kraft, um den ersten Treffer zu erzielen. Oblak spielte einen langen Ball auf den Norweger. Der Stürmer hielt Mechele auf Distanz, bevor er sein Glück versuchte. Der Mignolet von 2022 hätte den Ball abgewehrt, nicht aber der von 2026, der den Ball unter seinen Handschuhen hindurchrutschen ließ.

Man dachte, Brügge sei am Ende. Aber die Spieler von Trainer Leko meldeten sich eindrucksvoll zurück. Zunächst glich Ordonez nach einer Ecke per Kopf aus. Dann hatte Vetlesen eine weitere goldene Gelegenheit, um „Blauw en Zwart“ in Führung zu bringen. Aber Oblak zeigte eine außergewöhnliche Parade.

24.02.2026, Spanien, Madrid: Brügges Brandon Mechele (l) und Atlético Madrids Alexander Sorloth kämpfen um den Ball. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte der Norweger eine weitere Chance, aber sein Schuss war viel zu zentral.

– Sorloth macht den Sack zu: Nach einer so vielversprechenden ersten Halbzeit dachte man, dass der FC Brügge mental und physisch in der Lage sei, seinen Schwung fortzusetzen.

Doch dieser Schwung wurde durch einen Volleyschuss von Cardoso nach einem schlechten Abstoß von Mechele gebremst. Ein Tor, das Hans Vanaken und seinen Teamkollegen einen Dämpfer versetzte, 2:1. Zwar gerieten die Brügger zunächst nicht in Panik, aber es gelang ihnen nicht, genug Elan zu entwickeln, um das Spiel noch zu drehen.

Anschließend versuchte Forbs, Ruggeri zu verwirren. Leko brachte Diakhon und Vermant ins Spiel. Aber letztendlich war es Sorloth, der die Spannung aus dem Spiel nahm. Nach einer guten Kombination zwischen Lookman und Griezmann, die beide eingewechselt worden waren, lieferte der Nigerianer eine perfekte Vorlage für den ehemaligen Stürmer von AA Gent, der das Rückspiel mit einem Hattrick am Ende des Spiels für sich entschied und damit sein Meisterstück vollendete.

Trotz allem darf man nicht alles vergessen. Brügge hat einen europäischen Giganten 140 Minuten das Fürchten gelehrt. Vanaken & Co. könneb sich jetzt ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. (cre)

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