Borussia Dortmund liefert im Rückspiel der Champions-League-Zwischenrunde einen schwachen Auftritt ab – und scheidet verdient aus. Am Ende entscheidet ein Elfmeter in der Nachspielzeit.
Borussia Dortmund hat sich nach einem schwachen Auftritt frühzeitig aus der Champions League verabschiedet und drei Tage vor dem Bundesliga-Gipfel gegen Bayern München einen millionenschweren Rückschlag erlitten. Der BVB verspielte im Play-Off-Rückspiel bei Atalanta Bergamo erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte einen Zwei-Tore-Vorsprung und schied durch das 1:4 (0:2) aus.
Entscheidend war ein Elfmeter-Tor des gebürtigen Berliners Lazar Samardzic in der achten Minute der Nachspielzeit. Nach der Nutzung des Videobeweises entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß sowie eine Gelb-Rote Karte für Dortmuns Ramy Bensebaini.

25.02.2026, Italien, Bergamo: Karim Adeyemi (Borussia Dortmund) in Aktion neben Honest Ahanor (r, Atalanta). Foto: Federico Gambarini/dpa
Ein solches Aus war den Dortmundern im Europacup zuvor nur im Dezember 1987 gegen den FC Brügge passiert. Damals scheiterte der BVB nach einem 3:0 im Hinspiel durch ein 0:5 nach Verlängerung.
Dieses Mal sorgten Gianluca Scamacca (5. Minute), Davide Zappacosta (45.), Mario Pasalic (57.) und Samardzic schon in der regulären Spielzeit für das Aus des Bundesliga-Zweiten, der in dieser Verfassung kein ernsthafter Herausforderer für den FC Bayern ist. Das Tor von Karim Adeyemi (75.) sorgte für neue Hoffnung, war aber zu wenig.
– Warnungen verpuffen früh: Dabei hatten die BVB-Verantwortlichen trotz des Zwei-Tore-Polsters aus dem Hinspiel eindringlich vor dem Tabellensiebten der Serie A gewarnt. „Das ist eine richtig gute Mannschaft. Wir müssen Gas geben und miteinander kämpfen“, sagte Trainer Niko Kovac kurz vor dem Anpfiff.
Auch Sport-Geschäftsführer Lars Ricken richtete einen eindringlichen Appell an die Mannschaft: „Wenn irgendjemand glaubt, dass wir in einer komfortablen Situation sind, kann das auch schnell ein böses Erwachen geben. Deshalb dürfen wir nicht in eine Passivität verfallen, sondern müssen aktiv nach vorn spielen.“
Davon war nichts zu sehen. Vielmehr war der Plan schon nach fünf Minuten gescheitert. Lorenzo Bernasconi wurde auf dem linken Flügel gut in Szene gesetzt, seine flache Hereingabe drückte Scamacca am langen Pfosten unbedrängt über die Linie. BVB-Torwart Gregor Kobel, der 60 Sekunden zuvor gegen Nicola Zalewski gerettet hatte, war machtlos.

25.02.2026, Italien, Bergamo: Maximilian Beier (Borussia Dortmund) reagiert während der Partie. Foto: Federico Gambarini/dpa
– Dortmund viel zu brav: Die frühe Führung beflügelte die Hausherren zusätzlich. Angetrieben von seinen heißblütigen Fans drängte Atalanta auf den zweiten Treffer, den Kobel bei einem weiteren Schuss von Zalewski (24.) mit einer Glanzparade noch verhinderte.
Auch Kapitän Emre Can, der bei seiner Rückkehr gleich in der Startelf stand, konnte der Abwehr keine Sicherheit geben. Der 32-Jährige hatte seit Ende Januar wegen Adduktorenproblemen zuletzt fünf Pflichtspiele verpasst. Die einzige echte Chance in der ersten Halbzeit bot sich Julian Brandt, der mit einem Flachschuss an Bergamos Torwart Marco Carnesecchi scheiterte.
– Bergamo bestraft Dortmunder Fehler: Ohne die Unterstützung seiner Ultra-Fans agierte der Bundesligist viel zu brav. Die organisierten Anhänger waren der Partie wegen behördlicher Maßnahmen im Vorfeld, die der Verein als „unverhältnismäßig“ und zum Teil „willkürlich“ kritisiert hatte, ferngeblieben. „Das ist für uns natürlich sehr bitter und sehr ärgerlich“, sagte Kovac dazu.
Wenige Sekunden vor der Pause musste der BVB-Trainer dann miterleben, wie Ramy Bensebaini einen Distanzschuss von Zappacosta unhaltbar für Kobel abfälschte. Nach dem Wechsel kam es noch schlimmer. Pasalic stand bei einer Flanke aus dem Halbfeld völlig frei und überwand Kobel per Kopf.
Wenige Minuten zuvor hatte Maximilian Beier die große Chance zum Anschluss vergeben, als er völlig frei nur den Pfosten traf. Viel mehr hatte Dortmund in der Offensive nicht zu bieten, auch wenn Adeyemi für Hoffnung sorgte. Ein Elfmeter in der Nachspielzeit brachte dann die Entscheidung. (dpa)
Das ist das Schöne am Fußball, bis zum Schluss kann alles passieren. Auch Juventus stand mit einem Bein im Achtelfinale und sind jetzt draus.
Ja , solange die Dortmunder den über 100 kg Broken Süle in der Abwehr mit seinem Schwergewicht herum am murksem haben wird’s nichts mit dieser Mannschaft .
??? süle ? ?? welches spiel haben sie denn gesehen ? süle garnicht im kader 😉🤦♂️🤣
– bei der Dortmunder Niederlage muß sich wohl auch der Trainer eine Teilschuld anrechnen.
Wie kann er einen Spieler, der schwach spielt, schon gelbbelastet ist und auch stark an den Gegentoren beteiligt ist, noch eine 2. HZ auf dem Feld lassen ?
– Wenn es, wie an anderer Stelle gelesen, in dieser Zwischenrunde um 11 Millionen geht, was auch für den BVB viel Geld bedeutet, schließlich zehren die Herren davon, dann darf man auch bessere Leistung bieten.
– und am Samstag kommen die Bayern, da setzt es dann wieder standesgemäß ein 0-5 für den “ Best of the Rest „.
Die Schuld auf Bensebaini zu schieben ist natürlich am einfachsten. Zum einen hagelte es Flanken in den Strafraum, die die beiden Außen nicht verhinderten. Dann passieren vor dem Tor eben Fehler, die zu Toren führen. Zum anderen hat Dortmund den Gegner vielleicht auch von Beginn an unterschätzt. Bergamo hat sich das Weiterkommen aufgrund seiner großartigen Leistung jedenfalls mehr als verdient.
So wie immer. Wenn es darauf ankommt versagt der BVB. Immer kassieren sie Auswärts mindestens 3 Tore !. Wenn man nur auf Angriff spielt, sollte man auch die Spieler dafür haben. Die hinten drin stehen, sind dann meistens die dummen. Wenn ich mit einem 2 – 0 zum Gegner fahre sollte der Trainer sich eine andere Taktik aussuchen, und nicht darauf hoffen, dass sie ein Tor schiessen.