Printmedien sind etwas von gestern. Insbesondere Zeitungen verlieren an Bedeutung, während digitale Medien immer stärker genutzt werden. Smartphones, soziale Netzwerke und Online-Nachrichtenportale ermöglichen einen schnellen und kostenlosen Zugang zu Informationen. Umso mehr überrascht, dass die DG neuerdings die Zustellung der gedruckten Ausgabe des Grenz-Echo finanziell unterstützt.
Mit 170.000 Euro bezuschusst die DG die Zustellung der Tageszeitung, die seit dem Rückzug der Post jetzt von GE-Media bzw. GE Distribution Services gewährleistet wird, seit Ende April in den Gemeinden der Eifel und ab Herbst 2026 auch im Norden der DG. Wobei sich die 170.000 Euro erst einmal nur auf das Jahr 2026 beziehen.
Begründet wird diese neue großzügige finanzielle Unterstützung durch die DG für GE-Media (neben Pressebeihilfe, Werbung, Büchermarkt und anderen indirekten Finanzhilfen) damit, dass in einer ländlich geprägten Region wie Ostbelgien die Kosten für die Zustellung stark ansteigen würden und private Anbieter an einer Zustellung in solchen Gegenden nicht interessiert seien. „Eine Tageszeitung, die nicht in die Häuser gelangt, ist keine Tageszeitung mehr“, so Medienminister Gregor Freches (PFF) im BRF.

Das Grenz-Echo kann man auch online lesen, noch früher als die Printausgabe, und zum Briefkasten braucht man sich auch nicht mehr zu bemühen. Foto: OD
Indes sind Informationen heute jederzeit online verfügbar, auch die Informationen des Grenz-Echo. Nachrichten verbreiten sich in Echtzeit über soziale Medien oder Nachrichtenwebseiten. Viele Menschen, besonders jüngere Generationen, lesen kaum noch gedruckte Zeitungen oder Zeitschriften. Stattdessen konsumieren sie Inhalte über Apps, Podcasts oder Videos.
Auch wirtschaftliche Faktoren spielen eine große Rolle für Online. Die Produktionskosten für Papier, Druck und Vertrieb steigen stetig. Gleichzeitig sinken die Verkaufszahlen vieler Zeitungen und Magazine. Dadurch verlieren Verlage wichtige Einnahmen aus Abonnements und Werbung. Unternehmen investieren heute lieber in digitale Werbung, weil diese günstiger und zielgerichteter ist. Man braucht nur einen Blick ins Grenz-Echo der letzten Tage zu werfen. Bis auf eine einseitige Werbung eines Möbelhauses aus Würselen und einer halben Seite einer Kaufhauskette ist an bezahlter Werbung nichts zu sehen. Entsprechend dünn ist die Printausgabe der Tageszeitung.
Ein weiterer Punkt ist die Umweltfrage. Die Herstellung von Papier verbraucht große Mengen an Holz, Wasser und Energie. Viele Menschen betrachten digitale Medien deshalb als umweltfreundlichere Alternative. Normalerweise ist der DG an Umweltschutz sehr gelegen. In diesem Fall aber offenbar nicht. (cre)
…: unterstützt die DG die Zustellung des Grenz-Echo:…: Wer anders ermöglicht denn sonst das durch Steuergelder finanzierte „Politiker-Elite-Debakel“? In Schland gibt es noch die BLUT-Schrift.