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Coronavirus: 7 Antworten auf 7 Fragen – DG-Minister Antoniadis: „Vorsicht, aber kein Grund zur Sorge“

Eine Krankenschwester betrachtet in Schutzkleidung und mit einer Atemmaske zwei Abstrichröhrchen. Foto: Bernd Thissen/dpa

Nach dem ersten gemeldeten Fall von Coronavirus im Kreis Heinsberg hat DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) am Mittwoch in einer Stellungnahme betont, in Ostbelgien bestehe momentan kein Grund zur Sorge, dennoch sei Vorsicht geboten.

Antoniadis formulierte in seiner Mitteilung zum besseren Verständnis 7 Antworten auf 7 Fragen, die sich viele Bürger stellen:

FRAGE 1: Was gilt es derzeit zu beachten?

ANTWORT: Das Virus hält sich nicht an Landesgrenzen auf. Dennoch besteht kein Grund zur Panik. Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren und die üblichen Hygienemaßnahmen, die auch bei einer Grippewelle beachtet werden sollten, einzuhalten.

FRAGE 2: Wie wird das Virus übertragen?

ANTWORT: Ging man vor einem Monat noch davon aus, dass das Virus nur vom Tier auf den Menschen übertragbar sei, so weiß man inzwischen, dass das Virus auch vom Menschen übertragen wird. Dies geschieht über Tröpfcheninfektionen, d.h. über Niesen und Husten.

24.01.2020, Bayern, München: Ein Mundschutz und eine Schutzbrille sind in einem Besprechungszimmer der „Task-Force Infektiologie“ am Flughafen München vor einer Landkarte zu sehen. Die „Task-Force Infektiologie“ kämpft gegen unsichtbare Gegner: gegen SARS, die Schweinegrippe, gegen Lassafier, Masern und Windpocken – und jetzt auch gegen das Coronavirus aus China. Foto: Sven Hoppe/dpa

FRAGE 3: Was kann ich tun, um mich zu schützen?

ANTWORT: Es gibt derzeit noch keine Impfung gegen Covid-19. Um die Gefahr einer Ansteckung möglichst gering zu halten, ist es wichtig, sich an die üblichen Hygienemaßnahmen zu halten:
– Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife.
– Nutzen Sie Einwegtaschentücher beim Husten, Niesen und Naseputzen. Entsorgen Sie diese nach der Benutzung.
– Meiden Sie größere Personenansammlungen.
– Halten Sie Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion Abstand.

FRAGE 4: Welche Symptome gehen mit einer Erkrankung einher?

ANTWORT: Das Virus geht mit einer Inkubationszeit einher. Das bedeutet, dass manche infiziert sind, die Symptome sich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerkbar machen. In dieser Phase ist der oder die Betroffene für andere bereits ansteckend. Die Symptome ähneln denen einer gewöhnlichen Grippe. Betroffene klagen über Husten und Atemnot. In einigen Fällen haben die Betroffenen auch Fieber.

FRAGE 5: Wie muss ich mich verhalten?

ANTWORT: Es wichtig, die Ruhe zu bewahren. Wenn Sie oder eine Person aus Ihrem Umfeld mit einem Menschen in Kontakt gekommen sind, der zuvor in China oder in einer anderen betroffenen Region war und Symptome aufweist, dann kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt. Ganz wichtig: Bleiben Sie zuhause. Gehen Sie weder zum Arzt noch in die Notaufnahme. Das ist wichtig, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Ihr Hausarzt wird Ihnen die weitere Vorgehensweise am Telefon erklären.

DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP). Foto: Gerd Comouth

FRAGE 6: Wie schütze ich andere in Krankheitsfall?

ANTWORT: Bleiben Sie zuhause und vermeiden Sie den Kontakt zu Ihren Mitmenschen. Leisten Sie den Anweisungen Ihres Hausarztes Folge und warten Sie in jedem Fall die Diagnose ab.

FRAGE 7: Was, wenn die Diagnose bestätigt wird?

ANTWORT: Wenn Sie sich tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert haben, so informiert der Hausarzt die zuständigen Behörden. Für die DG ist das die AViQ (Agence wallonne pour une vie de qualité). In einer spezialisierten Klinik werden Sie von Fachärzten professionell behandelt. Außerdem werden die Personen, mit denen sie in Kontakt gekommen sind, ermittelt, isoliert und entsprechend versorgt.

Symptome vergleichbar mit denen einer Grippe

„Wir stehen bereits mit dem St. Nikolaus-Hospital Eupen und der Klinik St. Josef in Sankt Vith in Kontakt. Wir haben ihnen aufgrund der aktuellen Lage im Kreis Heinsberg empfohlen, bei Patienten mit Atemwegserkrankungen gegebenenfalls die Personen bis zur eindeutigen Diagnose zu isolieren“, so der Minister in seiner Stellungnahme. „Es handelt sich hierbei jedoch um eine reine Vorsichtsmaßnahme.“

Laut Antoniadis sind die Symptome der Coronavirus-Erkrankung vergleichbar mit denen einer Grippe. Die Betroffenen klagen über Atemnot, Fieber und Husten. Die Erkrankung kann harmlos verlaufen, jedoch auch zu einer leichten oder schweren Lungenentzündung führen, welche im schlimmsten Fall tödlich enden kann.

Besonders gefährdet sind ältere und immungeschwächte Menschen. Es gibt jedoch einfache Maßnahmen, die die Verbreitung von Grippe-, Corona- oder auch anderen Viren eindämmen können. Das Coronavirus kann über Reisende nach Belgien gelangen. Nach Auskunft der AViQ (Agence wallonne pour une vie de qualité) gelten derzeit nur für Personen, die gerade von einer Reise aus Italien, Südkorea, Iran, Japan und Singapur zurückkehren, besondere Vorsichtsmaßnahmen. (cre)

Mehr aktuelle Infos auf der offiziellen behördlichen Website unter folgendem Link: https://www.info-coronavirus.be/de/

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

27 Antworten auf “Coronavirus: 7 Antworten auf 7 Fragen – DG-Minister Antoniadis: „Vorsicht, aber kein Grund zur Sorge“”

    • Senseles

      Frage 3: benutzen Sie Einwegtaschentücher und entsorgen Sie diese nach Gebrauch…Hier wäre anzumerken: in einem geschlossenen Behälter. Alle unsere Schulen, Verwaltungen,… z.B. verfügen nur über offene Papierkörbe. Viren sind ultraleicht und bewegen sich im Luftstrom durch einen ganzen Raum.
      Gilt übrigens auch für spontan Niesen oder Husten. 3-5 Meter fliegt alles durch den Raum. Halten Sie Abstand! Abstand halten ist in einem Klassenraum oder in einem Großraumbüro nicht möglich. Im überfüllten Schülerbus auch nicht.
      Frage 4: die Symptome erscheinen nach Inkubationszeit, also zu einem späteren Zeitpunkt. Die Inkubationszeit, sehr geehrter Herr Minister, beträgt bis zu 14 Tagen. Wissen Sie noch, mit wem Sie in der Zeit Kontakt hatten? Vom wem Sie angehustet wurden, im Supermarkt an der Kasse? Im Wartezimmer beim Arzt? Im Meeting?
      Frage 5: Ruhe bewahren, wenn Sie Kontakt zu einem Betroffenen hatten, der zuvor in China oder einer anderen betroffenen Region war…! Von welcher Region reden wir denn da? Heinsberg? Aachen oder näher?
      Was ich hiermit ausdrücken möchte: das Frage-Antwort-Spiel des Ministers für Gesundheit geht an der Realität vorbei. Einen Schutz gegen virale Krankheitserreger gibt es einfach nicht. Bis der entsprechende Impfstoff hergestellt ist, wird es wohl noch etwas dauern. Aber, Corona gleicht der echten Influenza ( Grippe) und DARUM können wir Ruhe bewahren.
      Wenn ich es richtig verstehe: das Virus dringt in den Körper ein, befällt Zellen des Atemsystems und kann sich in diesen vermehren, bis der Körper genügend Antikörper aufgebaut hat, um es zu zerstören. Dieser Prozess kann 2-3 Wochen dauern. In dieser Zeit soll der Betroffene sich ausruhen ( also keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten ausüben, sich ausgewogen und vitaminreich ernähren, die Zimmer, in denen er sich aufhält regelmäßig durchlüften ( reduziert die Virendichte im Raum) und den Kontakt zu Mitmenschen möglichst gering halten. Genau wie bei der Grippe. Es geht vorüber.
      Menschen mit Vorerkrankungen sollten allerdings, Insofern es geht, zuhause bleiben.
      Und, liebe Priester, das Händeschütteln zum Friedensgruß muss auch nicht sein.

  1. Pandemie läuft

    Prognose der Wissenschaft, 95% der Erkrankten überleben, manche zeigen auch nur schwach ausgeprägte Krankheitsbilder. Aber 5% werden sterben, oft über 50zig Jährige und älter, das war 1918/1919 bei der spanischen Grippe anders, sie raffte vor Allem die jungen dahin zwischen 20 und 40 Jahren. Denn die jungen hatten nicht die Grippewelle 1889/1890 mit fast gleichem Virenstamm miterlebt und so keinen körpereigenen Schutz aufbauen können. Weltweit forderte die zuerst in Spanien festgestellte Sondervariante der alljährlichen Grippe, 50 Millionen Opfer. Ein kleiner Ort in Nordeuropa war besonders betroffen dort starb jeder Zweite, verbreitet durch den Briefträger, glücklich wer an diesen Tagen keine Post erhielt. Manchmal sitzen für das Auge unsichtbare Viren im Briefkasten.

    • deuxtrois

      Das stimmt, aber man muss dazu sagen: Der erste Ausbruch der spanischen Grippe war ähnlich „harmlos“ wie das Corona-Virus derzeit. Später gab es dann einen zweiten Ausbruch, der dann Millionen von Menschen getötet hat. Das ist auch die eigentliche Gefahr bei jedem Grippe-Virus und man muss beobachten wie die Infektionen weiter verlaufen. SARS-CoV-2 hat auch ein ähnliches Potential. Mir ist Vorsicht lieber, als Blauäugigkeit.

  2. Viva Vivant

    Hat sich denn meine Lieblingspartei (Vivant) noch nicht zu dieser Krise geäußert? Haben die Vivanten noch nicht ihren Sonderweg zur Bewältigung diese Krise präsentiert und zuvor alle anderen Parteien heruntergeputzt. Hat der Michael noch nicht irgendein hausgemachtes neues Medikament vorgestellt, aus natürlichen Produkten in seinem Keller gebraut, nur über ihn zu beziehen? Balterix Chinensis Forte (c)! Wird mit viel heißer Luft gekocht.

    • Anmerkhung

      @Viva Vivant
      Manchmal ist es besser vor seiner eigenen Tür zu fegen. Sie haben Heute mit Sicherheit den dümmsten Kommentar hier gepostet. Es sei denn, @Ach Gott würde sich hierzu Heute noch hier äußern…

  3. Klappe zu!

    @Viva Vivant! Du bist ja triefend gelb vor Eifersucht! Nur schäbig sowas. Des Michaels Luft ist zumindest Aufklärend, während die Deinige ziemlich stigich ist. Bleib bei den Fakten und kehr vor deiner Tür.

  4. Kein Grund zur Sorge, so sprach unser „Gesundheitsminister“. Und wenn wir in paar Tagen den ersten Fall in der DG haben und Panik ausbricht, was folgt dann? Garantiert mal wieder das altbekannte „das fällt nicht in unseren Zuständigkeitsbereich“.

    • Herbert G.

      Das erinnert mich an die Atomkatastrophe von Tschernobyl. Damals panikierten die Deutschen wie es sich für normale Menschen gehört, aber Josef Maraite sah für Ostbelgien keinen Grund zur Sorge; einfach so. Ab Lichtenbusch war die Welt wieder in Ordnung, nach dem Motto: nur keine Panik verbreiten.

  5. Eiflerin

    Immer gut zu sagen: kein Grund zur Sorge. Die Krankenhäuser sind nicht einmal darauf vorbereitet. Anscheinend kein Platz, Menschen die mit der Ambulanz eingeliefert werden, die nicht einmal Corona haben, werden von einem zum anderen Krankenhaus weitergeleitet. Nee, KEIN GRUND ZUR SORGEN.
    Gibt es genug Atemschutzmasken, wahrscheinlich nicht, aber KEIN GRUND ZUR SORGEN.

  6. Marina K.

    Diese Kommentare…. Leute da trieft jetzt schon die Panik aus jedem Wort,!!
    Deckt euch mit Lebensmittel ein, und bleibt zu Hause. Corona war auch schon am Rosenmontag akut, und da standen hier in Eupen wer weiß wie viele eng zusammen!
    Jetzt auf einmal ist Panik angesagt?
    Komische Welt, hier

  7. Heinsberg ist ja nun nicht gerade weit weg. Viele Belgier fahren nach Deutschland zum arbeiten und einkaufen. Angeblich ist ein Fall in Eupen aufgetreten.
    Minister Antoniadis gibt die gleichen Antworten , wie Herr Spahn. Wir sind aber in Belgien gibt es hier auch bestimmte Vorsorge oder überhaupt Maßnahmen? Teneriffa interessiert mich zumindest herzlich wenig

    • Ostbelgien Direkt

      @Jugend: Natürlich ist Teneriffa weit weg von Ostbelgien, aber wenn dort in einem Hotel, in dem sich Coronavirus-Infizierte befinden, über 100 Belgier und auch eine Familie aus Hergenrath Urlaub machen (und wahrscheinlich auch Personen aus Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz), dann ist Teneriffa plötzlich ganz nah. Gruß

  8. @OD
    Meine Mutter ist Nieren transplantiert.Bekommt meine Mam das wird sie nämlich sterben! Ich habe schlicht und ergreifend Angst um sie! Deshalb meine Frage, WAS machen die hiesigen Verantwortlichen hier in Belgien, außer das nach zu sprechen, was andere schon vorher geredet haben

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