Alles nur Satire, Leute von heute

ALLES NUR SATIRE – Nur Schrott oder doch ein Kunstwerk fürs IKOB?

Das vermeintliche Kunstwerk am Eupener Krankenhaus, das in Wirklichkeit nur Schrott ist. Foto: OD

Wenn man in Eupen von der Hufengasse über die Straße „Am Klösterchen“ zum neuen Eingang des Krankenhauses geht, fällt einem linker Hand auf einer Garage am Parking der Blutabnahme ein braunes Gebilde aus verrostetem Stahlblech oder so etwas Ähnlichem auf. Womöglich ein Restposten von einem Material, das beim Ausbau des Krankenhauses verwendet wurde.

Wäre direkt daneben nicht das Krankenhaus angesiedelt, sondern das Museum für Zeitgenössische Kunst IKOB, das sich die DG Jahr für Jahr rund 200.000 Euro kosten lässt, könnte man glatt meinen, man habe es mit einem Kunstwerk zu tun, das Bestandteil einer neuen Ausstellung ist.

Die Konstruktion könnte man ebenso im Park Klinkeshöfchen deponieren, der künstlerische Wert des Ganzen würde dadurch sogar noch gesteigert.

Aus Kisten wird Kunst: Eine Ausstellung Anfang September 2014 im IKOB.

Kulturredakteure und Kunstexperten aus der gesamten Region würden nach Eupen kommen, um die Installation zu bestaunen und sich zu fragen, was der Künstler dem Betrachter eigentlich mit dieser Installation sagen wolle. Vielleicht eine Kritik an unserer Gesellschaft? Ein Mahnmal gegen den Populismus? Oder was?

Im IKOB hat man tatsächlich schon Kunstwerke gesehen, bei deren Anblick so mancher „Kunstbanause“ nur noch den Kopf schütteln konnte. Man denke nur an die Installation einer IKOB-Ausstellung im September 2014, bestehend aus einigen übereinander gestapelten Kisten (siehe Foto).

Fazit: Die Marge zwischen Kunst und Schrott ist manchmal sehr klein, wie das vermeintliche Kunstwerk am Eupener Krankenhaus, das in Wirklichkeit nur Schrott ist, zeigt.

Bevor jetzt hier im Forum wieder jemand schreibt: „Wen interessiert denn das?“ oder „Gibt es nichts Wichtigeres zu berichten?“ oder „Sommerloch!“ oder „In China ist ein Sack Reis umgefallen!“, sei nur kurz angemerkt, dass wir den Schrott am Eupener Krankenhaus auch fotografiert hätten, wenn wir Winter gehabt hätten… (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Beitrag in der Rubrik ALLES NUR SATIRE auf „Ostbelgien Direkt“:

  1. QUIETSCHY

    So weit ich weiß , sollte diese Bleche als Umrandung von dem runden Blumenbeet
    vor dem Haupteingang des Spital , als Springbrunnen dienen (Insider)
    Aber nie Fertig gemacht worden

  2. Es ist doch bedenklich,dass man heute nicht mehr klar unterscheiden kann zwischen Kunst und Schrott; frei nach dem Motto Marcel Duchamps: ‚ Es ist Kunst, wenn ein Künstler es als solche deklariert‘. So kann heutzutage jeder Schweißgerätbesitzer irgendwelche Eisenteile zusammenfügen und schon ist er Künstler. Das IKOB kultiviert diese Verarsche des Publikums bis zur Perfektion. Dessen früherer Direktor, Francis Feidler, verachtete Künstler, die noch malen oder zeichnen konnten.

    • Libertaner

      @ Genau so ist es Gruene ; Vor etlichen Jahren organisierte dieser Francis Feidler die vollen Scheunen in der DG . In Weisten hatte er auf eine Wiese bei den Kühen sich die Kuhfladen zur Kunst gemacht , da konnte man beobachten , wie verschiedene Schaulustige dorthin pilgerten um diese Kuhfladen zu bewundern . Das lustigste an dieser Sache war , Der Eigentümer dieser Wiese verlangte am Wiesentor noch Eintrittsgeld , um diese Sache zu bewundern .

      • Pressekonfekt

        Und diese sogenannte „Kunst“ kann der gerupfte Steuerzahler auch noch berappen! Schwachsinn und Leuteverdummung! Kriegt jeder fertig sowas! Und Edi will diesen pompösen Apparat auch noch vergrössern!? Von wegen! Eher verkleinern!
        Was brauchen wir hier diese sogenannte Kunst!? Keiner interessiert sich dafür! Darum laden die sogar die Schulen ein um die Besucherzahlen zu puschen.

      • Ich muss doch bitten; der Herr Feidler ist der Erfinder oder Schöpfer einer eigenen, neuen Kunstrichtung: die „Elastikommunikation“. Es ist eine Kunst, die zum Beispiel Bäume in eine für sie unangenehme Position zwingt; es können aber auch Metallstangen oder Plastikrohre sein,die so geärgert werden. Solche Menschen leben mitten unter uns.

        • Réalité

          Und @el verde, dass schlimmste und der Gipfel von allem:
          Unsere Minister fördern das noch alles, und sind Sponsoren davon, d.h. Sie reichen unser bitter erspartes STEUERGELD einfach nur so weiter!?_?
          Dabei sind die Strassen, unsere, Aushägeschilder gen die Touristen, dermassen desolat, so das die Leute schon bei der Anfahrt eine Kehrtwende machen müssen….!?_?
          Unverständlich, diese unsinnigen aber wahren Tatsachen….?_?_

          • Paulchen der rosarote Panther

            Ach Realite , lasse Dir doch endlich den Hass mal austreiben , merkst Du denn nicht , das Du zusehends vor die Hunde gehst ??? Nimm Dir doch mal Schmitz Katze , schwinge Dein Röckchen durch die Sommerlichen Gassen mit einem leckeren Stück Sahnenusskuchen , oder probiere mal mit dem Edig kontakt aufzunehmen für ein Plauderstündchen . Du kannst ja auch noch Mischutkas Mutti erobern , ehrlich das wäre ja entzückend .

            • Réalité

              So verwöhnt war ich schon lange nicht mehr!?_?_?_?_?_ Gestern noch die schöne Ägypterin, heute das rosa’ne Paulchen?_? Wenn Ihr gut wüsstet wie „Pudelwohl“ ich mich fühlte!?_?
              Und dann all die Namen? Da muss man alleine schon Talent für haben, auf all die Namen zu kommen!?_?
              Na ja, wenn schon die Zeit dafür hat!?_?
              Jedenfalls, auch wenn immer Neue auftauchen, mich werdet ihr nicht so schnell los!
              Darauf könnt ihr euch verlassen!?_?_?
              Auch wenn ihr euch noch so anstrengen möget, ich bleibe am „Ball“, der überflüssigen Politik.
              Und besonders an derjenigen wie da in Francorchamps, denn die ist der GIPFEL! Der „nichtskönnenden Elite“, siehe pure „Profiteureposten“! Da werden sogar die Nebenkosten vom Steuerzahler mit geblecht!

    • Es ist immer wieder ein Vergnügen, die gruene zu lesen! Wenn ich den namen Ikob nur höre, oder ins Carrefour gehe und das „Ding“ sehe, wird mir schlecht. Auch Duchamp würde sich vermutlich übergeben. Als er damals seinen „Urinoir“ ausstellte, in NY, machte das Sinn. Als Picasso Frauen mit 3 Brüsten malte ebenfalls. Und als Klein seine monochromen Bilder malte auch. Weil sie die ersten waren. Es ging um „Konzepte“, die die Kunst hinterfragten. Wenn aber alles konzeptualisiert wird, dann gibt es gar keine Kunst, sondern nur: Konzepte. Ansonsten, ja, gruene: die reinste Verarsche!

  3. Ich liebe es solche Berichte zu lesen egal zu welcher Jahreszeit. Es sind Berichte aus der Kategorie : „Ist das Kunst, oder kann das weg.“ Vor etlichen Jahren gab es mal einen Aufruf um Kunstwerke zu irgend einen Motto zu kreieren. Der Schreinermeister des Kabelwerkes gestaltete die Installation “ Trommeln im Chaos“. Nach dem Event wurde diese wie ich glaube im alten Schlachthof gelagert. Allerdings verschand sie nach Aufräumarbeiten spurlos.

  4. Das IKOB glänzt doch für seine Schrottausstellungen und seinen ‚hiesigen“ Künsterln. Eine Schande das so etwas von der DG finanziert wird und hiesige Sportclubs gar nix kriegen. Aber gut, wer hat mit den grossen pissen will, muss halt so ein Scheiss haben

  5. „Es ist doch bedenklich,dass man heute nicht mehr klar unterscheiden kann zwischen Kunst und Schrott.“

    Das war schon immer so. Siehe die Impressionisten, die Expressionisten, die Kubisten, die Surrealisten, die.Realisten,…

    Für manche ist eben Kunst nur das Ölgemälde mit dem röhrenden Hirsch über dem Eichenbüffel im Wohnzimmer. ..

    Wir waren mal zufällig auf einer Ausstellung in Remouchamps, wo Künstler Metallskulpturen für den Garten zeigten, die nur aus Schrott zusammengeschweißt waren. Tolle Ideen!

    A propos Schrott. Der Eiffelturm, bekanntlich auch aus Eisen, wurde mal als monströs und geschmacklos verunglimpft.Man forderte seinen Abrisswegen Verschandelung des Stadtbildes.

  6. Gemein(d)e

    Es ist ja nichts dagegen einzuwenden Kunst zu erstellen oder auszustellen, es geht hier um die Kosten die so ein vermeintlicher Schrotthaufen produziert und darum das wir uns das gar nicht leisten wollen.

    Ein Museum sollte vor allem Interesse wecken und Menschen anziehen, die genau so etwas sehen wollen und diese zahlen den Eintritt und die Kosten,letztendlich schreibt man schwarze Zahlen unter dem Strich.

    Wenn jedoch ein Museum mehr kostet als es einbringt, dann sollte man nachdenken ob die vermeintliche Kunst nicht doch nur Schrott ist und den Laden wieder schließen oder durch Spenden und Veranstaltungen finanzieren und nicht von Steuergeldern.

      • Gemein(d)e

        Die haben ja auch brauchbares geschaffen, diesen Schrott mit Goethe ,Bach oder Mozart gleichzustellen ist einen Beleidigung der Kunst im allgemeinen.
        Es gibt sicher schöne Konstruktionen, aber nur weil etwas schön ist muss es keine Kunst sein, erst Nachhaltigkeit und Einzigartigkeit sowie Meisterschaft über Generationen erheben Werke zu Kunst.
        Nicht jeder Schrotthaufen wird zur Kunst, bloß weil 3 Menschen es schön finden.

        Definition:
        „Kụnst
        Substantiv [die]
        das besondere, schöpferische Gestalten und Schaffen von Werken (wie Malerei, Musik, Literatur), für das jmd. Begabung und ein bestimmtes Können(Meisterschaft) braucht.Kunst überdauert Zeit und Kulturen. “

        Eine Besondere Begabung und ein bestimmtest Können(Meisterschaft) sind sicher nicht von Nöten um diese Werke zu schaffen und als Erfindungen können sie auch nicht herhalten.
        Im günstigsten Falle handelt es sich um schöne Werke eines Künstlers.
        Die Definition für Kunst sehe ich hier nicht erfüllt.

        • Es geht doch schon seit dem Ende des 19. Jhd nicht mehr um „Schönheit“ in der Knust :-))) Eher um Häßlichkeit. Die Welt ist nicht nur in der Hinsicht um 180° verdreht.

  7. Alfons Van Compernolle

    In der heutigen Zeit ist alles Kunst was man zu Kunst erklaert, auch der Schrott ist Kunst, wenn er denn
    kunstvoll im Hochofen verschwindet und unten kunstvoll gestaltet in alle moeglichen Formen wieder austritt! Kunst entsteht im Auge des Betrachters, nur sind die meistens die derartiges zu Kunst erklaeren, seit ihrer Geburt erblindet!

    • Anything goes

      Das ist ja das Problem: Anything Goes. Wenn alles Kunst ist, dann ist nichts Kunst. Wenn alle Künstler sind, ist keiner ein Künstler. Schade, aber das sind die Zeiten in denen wir leben. Das gleiche gilt für Sexualität, uvm. Ja, früher war vieles besser. Auch die Kunst!

      • „Ja, früher war vieles besser. Auch die Kunst!“

        Ja, besonders zu der Zeit, als der kleine Hinkefuß bestimmte, was Kunst war und was als „entartet“ zu gelten hatte.

        Unübertroffenes Meisterwerk seit Michelangelos David ist das Relief des Fackelträgers im Lager Vogelsang, ganz in unserer Nähe. Leider wurde es von Besatzungssoldaten, die von Kunst so wenig Ahnung hatten wie manche hier, als Zielscheibe benutzt.

        • Alfons Van Compernolle

          Sehen Sie Zaungast, da haben wir den gleichen Kunstgeschmack! Die „Alten Meister“!
          Das nenne ich Kunst, wobei jede Generation hat ja einen anderen sogenannten Kunstgeschmack haben soll; aber die Alten Meister auch in der Musik (Bach-Haendel-Mozart etc) sind unuebertroffen, Kunst fuer die Ewigkeit!

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