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Zweiter Sieg in Folge für Evenepoel – Belgier gewinnt das Einzelzeitfahren vor Pogacar – Lipowitz gestürzt

21.07.2026, Frankreich, Evian-Les-Bains: Remco Evenepoel aus Belgien jubelt auf dem Podium über seinen Sieg im Zeitfahren. Foto: Mosa'ab Elshamy/AP/dpa

Remco Evenepoel hat es seinen Kritikern gezeigt. Der Belgier mischt bei der Tour de France vorne mit. Sein Traum von einem Platz auf dem Podium in Paris lebt weiter. Am belgischen Nationalfeiertag gewann der 26-Jährige das Einzelzeitfahren vor Tadej Pogacar. Für Florian Lipowitz ist die Tour nach einem schweren Sturz beendet.

Mit diesem erneuten Erfolg festigt Remco Evenepoel gleichzeitig seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung. Er verweist Paul Seixas auf einen Rückstand von 1’16 und Isaac del Toro auf einen Rückstand von weiteren 1’21 Sekunden.

Am Dienstag, dem Tag nach dem zweiten Ruhetag, startete das Feld in die letzte Woche der Tour de France mit einem 26,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren, das durch den Anstieg von Larringes (9,7 km bei 4,3 Prozent) besonders anspruchsvoll war.

21.07.2026, Frankreich, Evian-Les-Bains: Remco Evenepoel aus Belgien überquert die Ziellinie. Foto: Mosa’ab Elshamy/AP/dpa

Überschattet wurde das Einzelzeitfahren durch den schweren Sturz von Deutschlands Hoffnungsträger Florian Lipowitz, der dadurch zur Aufgabe gezwungen wurde. „Ich habe gehört, dass Florian gestürzt ist. Das gibt dem Ganzen einen faden Beigeschmack. Ich wünsche ihm gute Besserung“, sagte der spätere Etappensieger und Lipowitz-Teamkollege Remco Evenepoel.

Lipowitz war mit hohem Risiko in eine Kurve gerast – dann rutschte ihm das Vorderrad weg, mit dem harten Aufschlag auf dem Asphalt endete seine Tour de France. Acht Kilometer vor dem Ziel des Einzelzeitfahrens stieg der 25-Jährige in den Krankenwagen, hielt sich dabei den Arm.

In der Gesamtwertung führt Pogacar weiter souverän. Der Slowene liegt mit einem Abstand von 4:32 Minuten vor Evenepoel. Dritter ist der Mexikaner Isaac del Toro 6:51 Minuten hinter Pogacar.

Lipowitz ist nach dem Aus des Dänen Jonas Vingegaard der zweite Podiumsfavorit, der nicht mehr dabei ist. Der Deutsche war im vergangenen Jahr noch sensationell auf den dritten Gesamtrang bei der Frankreich-Rundfahrt gefahren.

– Evenepoel mit Tagessieg: Unweit des Genfersees preschte Olympiasieger Remco Evenepoel über den Zielstrich und ließ sich in seiner Paradedisziplin nicht stoppen. Es war bereits erwartet worden, dass der Belgier am Nationalfeiertag seines Heimatlandes den Abstand auf Lipowitz vergrößern würde. Doch nicht auf diese Weise.

21.07.2026, Frankreich, Evian-Les-Bains: Tadej Pogacar aus Slowenien fährt im Gelben Trikot des Gesamtführenden. Foto: Mosa’ab Elshamy/AP/dpa

Beide starteten als gleichberechtigte Kapitäne bei der Tour. Mit der Zeit stellte sich Evenepoel als der bessere Fahrer heraus. Nach der schwierigen Tourmalet-Etappe hatte der Belgier auch heftige Kritik am Deutschen geübt. Nach außen wurde aber immer wieder betont, dass sich beide gut verstehen.

– Nächtliche Dopingkontrolle bei Red Bull: Die Nacht zuvor begann für Evenepoel und Lipowitz allerdings nicht wie gewohnt. Zu später Stunde kamen Dopingkontrolleure vorbei. Alle acht Fahrer des Red-Bull-Teams wurden gegen 22.00 Uhr kontrolliert, wie ein Sprecher bestätigte.

Dabei handelte es sich aber nicht um eine der umstrittenen Nachtkontrollen, die es zuletzt beim viermaligen Toursieger Pogacar und dem nach einem Sturz ausgeschiedenen Mitfavoriten Vingegaard gab. Pogacar war um fünf, Vingegaard um zwei Uhr morgens vor seinem Sturz geweckt worden.

„Es ist noch im Rahmen. Ich war 22.30 Uhr dran. Das ist besser als 2 Uhr nachts. Sie waren mit drei, vier Mann vor Ort. Das ging recht zackig, sie haben das professionell gemacht“, sagte Teamkollege Nico Denz der ARD.

– Bekommen Sprinter letzte Chance? Nach drei Etappen, bei denen besonders die Starrennfahrer im Rennen um die vorderen Plätze der Gesamtwertung im Mittelpunkt standen, könnten am Mittwoch möglicherweise noch einmal die Sprinter im Fokus stehen. Auf den größtenteils flachen 174,7 Kilometern zwischen Chambéry und Voiron stehen zwar erst einige leichte Anstiege an, aber zum Ende hin könnte es zu einem letzten Massensprint kommen – vielleicht jubelt aber auch ein Ausreißer. (dpa/cre)

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